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Autor Thema: Falsch berechneter Regelsatz  (Gelesen 7404 mal)

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Offline Quinky

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Re: Falsch berechneter Regelsatz
« Antwort #45 am: 23. August 2017, 19:26:52 »
Grundnahrungsmittel, Milch und Milchprodukte sind in gigantischer Weise gestiegen.
Innerhalb eines Jahres 1/2 Pfund Butter von 0,85€ auf 1,79€ = MEHR als 100%
Auch die Milch und Milchprodukte sind WEIT mehr als 8% gestiegen, Milch von 0,45€ auf 0,65€ = fast 50%.

Die Behauptung, Lebensmittel sind kaum gestiegen, kann ich absolut NICHT nachvollziehen ("blablabla")

Gruß
Ernie

Offline MichaK

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Re: Falsch berechneter Regelsatz
« Antwort #46 am: 23. August 2017, 20:05:45 »
Wenn man die EVS 2008 neben die EVS 2013 legt, dürfte es mit Glück keine Senkung des Regelsatzes geben, obwohl er in der Vergangenheit zu deutlich erhöht wurde als es die EVS 2013 ergibt....

ob du es wohl so richtig erfasst hast?

Der Regelbedarf für 2017 wurde auf Datenbasis der EVS 2013 ermittelt, oder etwa nicht? Dagegen wurde der Bedarf 2016 noch auf Datenbasis der EVS 2008 ermittelt und fortgeschrieben.

Vergleicht man also nun die Bedarfe 2016 und 2017, ist das komische Wunder, was du irgendwie noch in der Zukunft erwartest, ausgeblieben. Es waren die üblichen 5 EUR. Außer bei Kindern zwischen 6 und 13 Jahren, wo es ein Sprüngchen um 21 EUR gab.

Brauchs also keine Daumen mehr drücken, weil die Zahlen längst in der Welt sind.

Offline blablabla

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Re: Falsch berechneter Regelsatz
« Antwort #47 am: 23. August 2017, 20:37:29 »
Brauchs also keine Daumen mehr drücken, weil die Zahlen längst in der Welt sind.

So ein Mist, ich hatte mich auf die "Fakten" von Lady verlassen.  :grins:
@Dagobert1: Der Unterschied zwischen Haushaltsnettoeinkommen und Gesamtausgaben ergibt sich in der EVS im wesentlichen durch den Posten "Entsparen". In der EVS sind ja alle Bevölkerungsgruppen gemischt, u.a. auch z.B. Rentner, die durch die monatliche Auszahlung privater Rentenversicherungen etc. "entsparen". Dieses Entsparen gehört aber nicht zum Haushaltsnettoeinkommen, sondern zu den "Gesamteinnahmen", die relativ genau den Gesamtausgaben entsprechen. Schau Dir mal die EVS 2008 genauer an, z.B. die Einkommensgruppe 900-1300€, da kann man das ganz gut nachvollziehen, wie die Zahlen zustandekommen.


Offline MichaK

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Re: Falsch berechneter Regelsatz
« Antwort #48 am: 23. August 2017, 21:08:55 »
wenn ich es richtig sehe, ist doch aus der Sache die Luft raus. Wennschon, hätte man gleich auf die Fortschreibungsverordnung mit großem Kaliber schießen müssen. Das wäre aber vermutlich mangels genauer Berechnungen schiefgegangen.

Gast26342

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Re: Falsch berechneter Regelsatz
« Antwort #49 am: 23. August 2017, 23:07:25 »
Der Unterschied zwischen Haushaltsnettoeinkommen und Gesamtausgaben ergibt sich in der EVS im wesentlichen durch den Posten "Entsparen". In der EVS sind ja alle Bevölkerungsgruppen gemischt, u.a. auch z.B. Rentner, die durch die monatliche Auszahlung privater Rentenversicherungen etc. "entsparen". Dieses Entsparen gehört aber nicht zum Haushaltsnettoeinkommen, sondern zu den "Gesamteinnahmen", die relativ genau den Gesamtausgaben entsprechen. Schau Dir mal die EVS 2008 genauer an, z.B. die Einkommensgruppe 900-1300€, da kann man das ganz gut nachvollziehen, wie die Zahlen zustandekommen.
Private Rentenversicherung gehört zum Einkommen ("... aus nichtöffentlichen Transferzahlungen"), nicht zum "Entsparen".
Maßgeblich für die Regelsatzberechnung sind die untersten 15% bei den Nettoeinkommen, und dort dürfte kaum Vermögen in nennenswerter Höhe vorhanden sein. Und 1300€ Nettoeinkommen hat in der Referenzgruppe auch keiner, auch die EVS 2013 bleibt da weit von entfernt.
Das verlinkte Dokument beinhaltet die Zahlen für die gesamte EVS, die exakten Zahlen für die Referenzgruppe stehen da nicht drin. Die hat (komplett) nur das BMAS.

Offline blablabla

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Re: Falsch berechneter Regelsatz
« Antwort #50 am: 24. August 2017, 07:14:51 »
@Dagobert1,
vielleicht machst Du einen eigenen Interpretationsversuch, warum die Gruppe der Einkommen von 500 bis 900 €, die man als Proxy für die unteren 15% nehmen könnte, auf Seiten 160/161 156€ pro Monat aus der "Auflösung von Geldvermögen" erzielen und damit einen Teil ihrer Ausgaben finanzieren. Und warum sie einen Mix aus Alg2, Rente etc. als Einkommen erzielen.

Ich bin aus dieser Zahlendiskussion raus. Ich hab mir meine Meinung gebildet, woran es liegt; damit bin ich zufrieden.

Gast26342

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Re: Falsch berechneter Regelsatz
« Antwort #51 am: 25. August 2017, 13:10:54 »
vielleicht machst Du einen eigenen Interpretationsversuch, warum die Gruppe der Einkommen von 500 bis 900 €, die man als Proxy für die unteren 15% nehmen könnte, auf Seiten 160/161 156€ pro Monat aus der "Auflösung von Geldvermögen" erzielen und damit einen Teil ihrer Ausgaben finanzieren.
Und du siehst deshalb als sicher an, dass auch jeder solche Rücklagen hat. Interessant.

Ich bin aus dieser Zahlendiskussion raus. Ich hab mir meine Meinung gebildet, woran es liegt; damit bin ich zufrieden.
Na dann ist ja gut.

Gast26342

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Re: Falsch berechneter Regelsatz
« Antwort #52 am: 26. August 2017, 22:26:00 »
die Gruppe der Einkommen von 500 bis 900 €, die man als Proxy für die unteren 15% nehmen könnte,
Wobei 500€ oder meinetwegen auch 600€ mit Sicherheit nicht über der Sozialhilfeschwelle liegen (BVerfG, 1 BvL 1/09, Rz 169).
Aber OK, jedem seine Meinung.  :flag: