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Autor Thema: Kritik am Jobcenter-Budget: Eine Milliarde für Verwaltung statt Hilfen für Langzeitarbeitslose  (Gelesen 1339 mal)

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Offline Meck

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Die steuerfinanzierten Jobcenter schichten immer mehr Mittel, die eigentlich für die Eingliederung von Langzeitarbeitslosen gedacht sind, in ihr Verwaltungsbudget um. Wie das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Kreise der Bundesagentur für Arbeit (BA) berichtet, wird die Summe in diesem Jahr wohl erstmals die Grenze von einer Milliarde Euro übersteigen. Im vergangenen Jahr wurden 764 Millionen Euro umgeschichtet.

Kommen die Jobcenter mit den ihnen zugewiesenen Verwaltungsmitteln nicht aus, können sie Geld aus dem Budget für Eingliederungsleistungen umschichten. Dieses fehlt dann aber für Trainings- und Qualifizierungsmaßnahmen externer Träger. BA-Chef Scheele mahnt seit seinem Amtsantritt im April immer wieder eine auskömmliche Finanzierung der Jobcenter an. Sie betreuen das Gros der Langzeitarbeitslosen.


-->> http://www.pfalz-express.de/jobcenter-schichten-immer-mehr-geld-in-verwaltungsetat-um/

Offline rein

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Re: Jobcenter schichten immer mehr Geld in Verwaltungsetat um
« Antwort #1 am: 13. November 2017, 13:51:08 »
In welchem Zweig die Leute bei der ABM beschäftigt werden JC oder externer Träger ist mir Schnuppe...

Offline götzb

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Re: Jobcenter schichten immer mehr Geld in Verwaltungsetat um
« Antwort #2 am: 13. November 2017, 13:58:52 »
Wenn das Geld für zwangsweise Dinge fehlt, die vom JC dem Arbeitslosen aufgezwungen werden, wie dieses beschissen Bewerbertrainings etc. pp. ist das positiv.
Besser wäre es allerdings, es würden die ganzen Bullshitjobs im JC wegfallen, die nur dazu dienen, Arbeitslosen mit schwachsinnigen Vorladungen zu drangsalieren.
Arbeit bekämpfen, Automatisierung fördern ! Der evangelische Arbeitsethos ist das Grundübel dieser Gesellschaft.

Legale Sabotage gegen Zwangsmaßnahmen und Ausbeuterfirmen, niemals Verträge bei Zwangsmaßnahmen unterschreiben, und Lebensläufe vorlegen.
DSGVO als mögliche scharfe Waffe gegen Zeitklitschen und Maßnahmeträger.

Offline Lady Miou

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Re: Jobcenter schichten immer mehr Geld in Verwaltungsetat um
« Antwort #3 am: 13. November 2017, 14:18:10 »
Es ist schon sehr verwunderlich, die Arbeitslosenzahlen gehen von Jahr zu Jahr  zurück, aber die Verwaltungskosten steigen stetig.
Mehr Verwaltung für weniger Arbeitslose???  :scratch: :scratch: :schock:

Offline NevAda

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Re: Jobcenter schichten immer mehr Geld in Verwaltungsetat um
« Antwort #4 am: 13. November 2017, 14:19:55 »
Es gibt eben welche, die lieber 15x telefonieren als einmal die kostenlosen Info-Broschüren zu lesen. Auch die müssen betreut werden.

Offline Lady Miou

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Re: Jobcenter schichten immer mehr Geld in Verwaltungsetat um
« Antwort #5 am: 13. November 2017, 14:25:53 »
Zitat von: NevAda am 13. November 2017, 14:19:55
Es gibt eben welche, die lieber 15x telefonieren als einmal die kostenlosen Info-Broschüren zu lesen. Auch die müssen betreut werden.

Dafür gibt es doch die Call-Center, das machen nicht die MA der JCs, halt Auslagerung in die frei Wirtschaft auf Steuerzahlerkosten!
Würde kostengünstiger wenn die JCs diese Aufgabe selbst übernehmen. Was mehr Gelder für die eigentlich Aufgabe freisetzt, aber die Wirtschaft muß ja gefördert werden und nicht die Erwerbslosen.

Wir haben weniger Erwerbslose aber steigende Verwaltungsaufgaben, das passt nicht zusammen, selbst wenn diejenigen die noch erwerbslos sind mehr gefördert werden müssen, denn an den geeigneten Förderungen wird ja gespart für den Verwaltungsapparat.

In unserem Kreis ist es inzwischen soweit, das die Vermittlung von fast unzumutbaren Arbeitsstellen zum Mindestlohn ausgelagert wurde an ein Unternehmen " Unternehmensservice" , aber die Fördergelder für LEs werden trotzdem für Verwaltungsaufgaben entfremdet.
« Letzte Änderung: 13. November 2017, 15:04:54 von Lady Miou »

Offline Meck

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Der Haushalt 2018 der BA: Gut gerüstet für die Zukunft
« Antwort #6 am: 14. November 2017, 19:50:18 »
Der Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat heute den Haushalt für das Jahr 2018 beschlossen.
Folgende Themen sind dem Verwaltungsrat und dem Vorstand der BA dabei besonders wichtig:

Alle Menschen sollen die Chance haben, am Arbeitsmarkt integriert zu werden und beruflich aufsteigen zu können – unabhängig von Herkunft und Geschlecht. Dazu trägt die BA u. a. mit präventiver Beratung, Vermittlung, Weiterbildungsförderung und beruflicher Orientierung bei.
Das Arbeits- und Fachkräfteangebot soll gesteigert werden. Ein wichtiger Schritt ist eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen, aber auch eine bessere Integration von Älteren und Menschen mit Behinderungen. Soweit nicht genügend Fachkräfte verfügbar sind, wird die BA auch international aktiv, um den Fachkräftebedarf zu decken.
Arbeitslosigkeit, die sich von Generation zu Generation überträgt,  muss durchbrochen werden. Durch eine verstärkte Förderung und präventive Maßnahmen sollen möglichst viele Übertritte in Langzeitarbeitslosigkeit vermieden werden.

Der Haushalt bietet dazu die finanziellen Rahmenbedingungen.


-->> https://www.arbeitsagentur.de/presse/2017-25-der-haushalt-2018-der-ba

Offline Meck

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Bei den Jobcentern werden immer größere Millionensummen von der Eingliederung Arbeitsloser hin zur Verwaltung verschoben. „Für 2018 droht diese Umschichtungssumme, die dann nicht für die Eingliederung der Arbeitslosen zur Verfügung steht, auf eine Milliarde Euro anzuwachsen“, heißt es in einem Brief an führende Politiker der Bundestagsfraktionen.

Der Brief wurde verfasst von Peter Clever von der Hauptgeschäftsführung des Arbeitgeberverbands BDA und Annelie Buntenbach vom DGB-Bundesvorstand. Buntenbach und Clever führen auch den Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit (BA). Eingliederung in den Arbeitsmarkt geschieht etwa durch Fort- und Ausbildung und Trainingskurse. Aus dem Verwaltungsbudget der Jobcenter werden Vermittler bezahlt, aber auch Leistungsabteilungen, die Hartz-IV-Bescheide schreiben.


-->> http://www.focus.de/finanzen/news/arbeitsmarkt/kritik-am-jobcenter-budget-immer-mehr-geld-fuer-arbeitslose-fliesst-in-verwaltung-bald-eine-milliarde-euro_id_7922593.html

Gast42062

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Re: Jobcenter schichten immer mehr Geld in Verwaltungsetat um
« Antwort #8 am: 01. Dezember 2017, 13:05:08 »
Es ist schon sehr verwunderlich, die Arbeitslosenzahlen gehen von Jahr zu Jahr  zurück, aber die Verwaltungskosten steigen stetig.
Mehr Verwaltung für weniger Arbeitslose???  :scratch: :scratch: :schock:
viele Reparaturen (Abgebrannte Etagen), viel Sicherheitspersonal wegen Übergriffe auf Mitarbeiter, viele Überstunden, viele Gerichtsverfahren usw.

Offline Lady Miou

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Jedes Unternehmen ist für sein Personal zuständig und nicht der Kunde, sollen sie doch die Finanzierung ihres Personals aus den Überschüssen der BA nehmen, aber nicht den Kunden den Weg in die Erwerbstätigkeit versperren!  :teuflisch:
Schließlich sind Förderprogramme eine Hauptaufgabe dieses öffentlichen Unternehmens und Mutterkonzern der JCs!
Die verstehen Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit genauso verdreht wie hilfsbedürftige Leistungsberechtigte ,(SGB II vor 2011, denn seitdem ist man ja erst an zweiter Stelle hilfsbedürftig)! Nämlich nur im eigenen Interesse!!!!

https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/977181/hohe-ueberschuesse-feuern-debatte-um-beitragssenkung-an
« Letzte Änderung: 01. Dezember 2017, 13:40:01 von Lady Miou »