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Autor Thema: Leistungen gekürzt: Mann sticht auf Sachbearbeiter in Hattinger Jobcenter ein  (Gelesen 51822 mal)

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Online Maxvorstadt

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wäre 2004 nicht die einführung dieser agenda 2010..wäre auch nicht dieses tat enstanden.definitiv

Was ist das denn für eine Logik?
Ich kann doch nicht einfach auf jemanden ein stechen weil mir etwas nicht passt.
Das macht man einfach nicht. PUNKT.
So ist das aber auch nicht gemeint gewesen. Hier geht`s um Ursache und Wirkung.
International anerkannte Definition von Sklaverei= Sklaverei ist wenn Menschen unter Androhung körperlicher oder wirtschaftlicher Strafen zu Arbeiten gezwungen werden die sie nicht tun wollen !!
Religion macht sehr schnell abhängig: Fangen Sie erst gar nicht damit an!!
Wir werden Menschen sein. Wir werden es sein, oder die Welt wird dem Erdboden gleichgemacht bei unserem Versuch, es zu werden.

Offline Meph1977

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es gibt immer 2 Arten von Schuld. Das eine ist die Schuld an einer Tat die liegt fast immer vollständig beim Täter, das andere ist die Schuld das jemand zum Täter wird, die liegt meistens bei dem Umfeld und der Gesellschaft.
« Letzte Änderung: 10. November 2018, 16:41:18 von Meph1977 »
Seid vorsichtig was ihr dem JC erzählt. Die machen aus nem französischen Rotwein eine rothaarige Französin und drehen euch noch eine BG mit der Französin an.

Offline CCR

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wäre 2004 nicht die einführung dieser agenda 2010..wäre auch nicht dieses tat enstanden.definitiv

Was ist das denn für eine Logik?
Ich kann doch nicht einfach auf jemanden ein stechen weil mir etwas nicht passt.
Das macht man einfach nicht. PUNKT.
genauso wenig den Hausverwalter mit einem Knüppel schlagen, das ist nur Polizisten erlaubt.
Als vorauseilenden Gehorsam bezeichnet man die freiwillige Vorwegnahme vermuteten erwünschten Verhaltens im Rahmen gruppendynamischer Prozesse (Gruppenzwang).
Diese bestand darin, daß man die Arbeiter etwas weniger drangsalierte, als in den drei Jahren zuvor.
Blos, Wilhelm: Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten, Bd. 2. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 1246

Offline red1765

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das andere ist die Schuld das jemand zum Täter wird, die liegt meistens bei dem Umfeld und der Gesellschaft.
Sorry, aber das ist Quatsch.
Wer die erste Klasse in der Schule geschafft hat sollte wissen dass man andere Menschen nicht verletzt oder tötet.
Umfeld und Gesellschaft sind nur billige Ausreden um den schweren Weg nicht gehen zu müssen.
„I have an important message for all people from the whole world in this bus. I want to say welcome. Welcome to Germany, welcome to my country. Have a nice day.“ Busfahrer aus Erlangen

Online Anne-Suvi

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Zitat von: red1765 am 10. November 2018, 21:03:44
Umfeld und Gesellschaft

Vllt meint er Erziehung und irgendwelche Schicksalsschläge.

Offline Meph1977

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Sorry, aber das ist Quatsch.
Wer die erste Klasse in der Schule geschafft hat sollte wissen dass man andere Menschen nicht verletzt oder tötet.
Umfeld und Gesellschaft sind nur billige Ausreden um den schweren Weg nicht gehen zu müssen.

Großartig du hast es geschafft den ersten teil des Satzes den du bei deinem Zitat wegzulassen hast in Worten wiederzugeben.

übrigens zum schweren Weg nicht gehen müssen. Das ist nur deine billige Ausrede dafür dich nicht damit auseinandersetzen zu müssen welche Auswirkungen das Umfeld auf auf eine Einzelperson haben kann, es könnte ja sein das man mal bei sich selber anfangen müsste.
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Offline oldhoefi

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Zitat
„Die Handschuhe hatte ich mitgenommen, um beim Zustechen mit dem Messer nicht abzurutschen“, sagte der Angeklagte in seiner Einlassung und ergänzte, „töten wollte ich ihn nicht, ich habe nur einmal zugestochen, hätte es auch mehrmals tun können".
Wie geisteskrank muss man eigentlich sein, um solche Reden zu schwingen.

Ich wüsste nicht, was es an dem Verurteilten schön zu reden gibt.

Ein „versuchtes Tötungsdelikt“ mit dem „Merkmal der Heimtücke“ und „begangene mehrmalige Körperverletzungen“ sind absolut keine Kavaliersdelikte.

Zumal „eine Wiederholung ähnlicher Verhaltensmuster zum Nachteil der Allgemeinheit nicht ausgeschlossen werden konnte“. Deshalb erfolgt auch die Einweisung in eine geschlossene (!) psychiatrische Klinik zur „entsprechenden Behandlung“.

Ich persönlich möchte diesem Verurteilten mit „seelischer Erkrankung“ und einer „schubförmigen paranoiden Schizophrenie“ nicht einmal bei hellstem Sonnenschein begegnen. Da diese Person offenbar unberechenbar ist und für die Allgemeinheit eine Gefahr darstellt.

Aber wenn das Jobcenter mit im Spiel ist, wird von Ursache und Wirkung gesprochen und der tatsächliche Täter wird zum Opfer erklärt.

Wahrscheinlich werde ich jetzt einen Shit-Storm auslösen, aber für mich existiert keine Entschuldigung für eine solche augenscheinlich geplante und auch begangene Straftat, die diese in irgendeiner Weise rechtfertigen würde.

Mein Mitgefühl und mein Bedauern sind ausschließlich bei dem Jobcenter-Mitarbeiter angesiedelt, der von diesem Irren massiv körperlich mit einem Messer angegriffen wurde. Eine derartige Situation, in der man auch um sein Leben bangt, wünsche ich keinem Menschen, ebenso wenig die ggf. psychischen Auswirkungen einer solchen Attacke.
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Online coolio

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Meine schärfste Waffe ist meine Waffel - die aber auch bei §240 STGB ihre Grenzen findet.
Über Ursache und Wirkung kann man mal den ganzen Bereich der Soziologie abgrasen (=studieren).
aber siehe oben: bei 240 ist Schluss ggf. spätestens vor §227 und Folgende.
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Offline Meph1977

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Zitat von: oldhoefi am 11. November 2018, 03:13:11
Aber wenn das Jobcenter mit im Spiel ist, wird von Ursache und Wirkung gesprochen und der tatsächliche Täter wird zum Opfer erklärt.

Dein Text bestätigt nur vollumfänglich das der "Täter" ein Opfer ist. Mindestens ein Opfer seiner Erkrankung aber auch der Gesetzgebung und der Verwaltung die mit schlecht geschultem Personal einerseits und den Gesetzen selbst dafür sorgt das Menschen die wirklich Hilfe brauchen diese nicht bekommen. Das alte Sozialamt hatte früher Personal das mit solchen Menschen umgehen konnte die Verwaltung der Jobcenter ignoriert schon seit es sie gibt vollständig das es auch solche Klientel gibt. Natürlich ist es auch nicht die Schuld der Sachbearbeiterin sondern des Systems das keinerlei Strategie dafür hat mit solchen Menschen umzugehen sondern oft genug genau das Gegenteil von dem tut was bei solchen Menschen notwendig ist. Da muss sich keiner wundern das nicht ab und an mal ein psychisch labiler Mensch durchdreht mich wundert eher das es so selten geschieht.
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Offline Orakel

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Aber wenn das Jobcenter mit im Spiel ist, wird von Ursache und Wirkung gesprochen und der tatsächliche Täter wird zum Opfer erklärt.

Dieses dümmliche Geschwätz von "Ursache und Wirkung" zieht sich über zwischenzeitlich 49 Seiten durch das gesamte Thema. Der Täter (bewusst ohne Anführungszeichen!) war und bleibt Täter! Drei Berufsrichter, zwei Schöffen, die Staatsanwaltschaft, die Opferanwältin, selbst der Strafverteidiger folgten dem Gutachten des Gutachters und gingen von einer verminderten Schuldfähigkeit und eben nicht von einer Schuldunfähigkeit aus. Dem trug das Gericht mit Anwendung des § 21 StGB Rechnung.

Es bleibt abzuwarten, ob die Verteidigung Rechtsmittel einlegt. Dazu bedarf es aber schon einer den BGH überzeugenden Begründung.

Zitat
Als er sicher war, dass sein zuständiger Sachbearbeiter ihm nach telefonischer Anmeldung über das Haustelefon in der Behörde die Türe öffnete, stach er unvermittelt mit dem Messer dem Mitarbeiter des Jobcenters in den Bauch. „Die Handschuhe hatte ich mitgenommen, um beim Zustechen mit dem Messer nicht abzurutschen“, sagte der Angeklagte in seiner Einlassung und ergänzte, „töten wollte ich ihn nicht, ich habe nur einmal zugestochen, hätte es auch mehrmals tun können".

Wenn das das Mordmerkmal der Heimtücke nicht erfüllt, was dann?

"Die Verurteilung des Angeklagten H. wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen ist rechtsfehlerfrei. Dass das Landgericht rechtsfehlerhaft das Mordmerkmal der Heimtücke abgelehnt hat (UA S. 71), beschwert den Angeklagten nicht. Heimtücke lag hier vor, denn schon die ersten, mit Körperverletzungsvorsatz ausgeführten Tritte der Angeklagten Ö. und K. erfolgten heimtückisch und gingen in unmittelbarem Fortgang des gemeinschaftlichen Handelns in die mit Tötungsvorsatz ausgeführten Tritte des Angeklagten H. über (vgl. Fischer, StGB, 59. Aufl., § 211 Rn. 37 mwN). Auch das Fehlen der Prüfung des Mordmerkmals der Mordlust beschwert den Angeklagten nicht." (BGH, Beschluss vom 05.09.2012, Az. 2 StR 242/12)
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Offline Sheherazade

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Mein Mitgefühl und mein Bedauern sind ausschließlich bei dem Jobcenter-Mitarbeiter angesiedelt, der von diesem Irren massiv körperlich mit einem Messer angegriffen wurde. Eine derartige Situation, in der man auch um sein Leben bangt, wünsche ich keinem Menschen, ebenso wenig die ggf. psychischen Auswirkungen einer solchen Attacke.

Da bin ich ganz bei dir.

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Offline AlterGaul

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Wahrscheinlich werde ich jetzt einen Shit-Storm auslösen, aber für mich existiert keine Entschuldigung für eine solche augenscheinlich geplante und auch begangene Straftat, die diese in irgendeiner Weise rechtfertigen würde.
Bin da absolut deiner Meinung.
Es kann doch keine schwere Straftat verharmlost werden, weil das JC im Spiel ist. Für dieses Verhalten gibt es absolut keine Entschuldigung. Man möge sich mal vorstellen, wenn der Täter, die Frau/Mann/ Kind von jemandem im Forum, der/die dieses Verhalten billigt niedergestochen hätte. Wäre das dann auch "nicht so schlimm" gewesen und man hätte es auf Ursache und Wirkung analysiert? Ich würde mal ein ganz klares Nein behaupten.
Klingt für mich nach so, dass hauptsächlich immer das JC für alles verantwortlich gemacht wird. Klingt für mich nach einer perversen Doppelmoral. Ebenso wird sich drüber aufgeregt, wenn JC Mitarbeiter unberechtigt die Leistung kürzen und man somit sich kaum was zu Essen leisten kann und vielfach geisterte hier schon der Begriff "Mord" rum, aber wenn ein LE das tut, dann geht das in Ordnung?
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Offline red1765

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übrigens zum schweren Weg nicht gehen müssen. Das ist nur deine billige Ausrede dafür dich nicht damit auseinandersetzen zu müssen welche Auswirkungen das Umfeld auf auf eine Einzelperson haben kann, es könnte ja sein das man mal bei sich selber anfangen müsste.

Was soll ich bei mir selber anfangen?
Ich weiß selber wen ich Armut, Enteignung und Zwangsarbeit zu verdanken habe. Stell dir vor es ist nicht der JC-Mitarbeiter. Der ist genau so ein armes Würstchen wie ich.
Ziehe ich jetzt los und steche einen ab? Nö, ich gehe jetzt wählen. Dauert zwar aber es wird schon.

Mal ein Beispiel das es auch ohne abstechen geht.

Bei mir wurde auch gekürzt und das nicht zu knapp. Nach Abzug von Miete und Strom waren noch 75,32€ übrig.
Also alles was ich nicht brauchte verkauft, abbestellt oder eingestellt.
Widerspruch hat nicht geholfen also hab ich mir einen Anwalt gesucht.
Den dann gleich auch noch gesagt das er doch einen Überprüfungsantrag machen soll.
Nach 2 Jahren dann Verhandlung und ich habe Recht und die Kohle bekommen.
Die Sache war für mich erledigt, dachte ich jedenfalls.
Nach 6 Jahren bekomme ich Post von meinem Anwalt. Das JC zahlt mir nochmal 3125,26€ die sie mir vorenthalten hat.
Das hat zwar lange gedauert, und mit H4 hatte ich schon lange nicht mehr zu tun, aber es ging ohne jemanden abzustechen. Das Umfeld war ja das gleiche, also hingt dein Vergleich.

Meine Meinung: Man kann nicht einfach jemanden abstechen weil mir was nicht passt. Schon gar nicht wenn er gar nichts dafür kann.
Für eine Kürzung vom JC gibt es immer einen Grund, ob berechtigt oder nicht ist erst mal egal. Da gibt es immer eine Möglichkeit sich zu wehren aber abstechen gehört nun mal nicht dazu. Egal wie das Umfeld ist.
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Offline Meph1977

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Des bei sich selber Anfangen ist so zu sein endlich mal ins Hirn zu kriegen das nicht jeder die selben Lösungsstrategien hat wie der andere. Auch wenn du das nicht glauben willst unterliegen diese nicht dem freien Willen es gibt diesen freien Willen nicht. Wie wir auf eine Situation reagieren ist determiniert durch unsere Gene durch unsere Erfahrungen was übrigens kein Argument gegen Strafe ist im Gegenteil auch bei eine vollständigen Determinierung ist Strafe gerechtfertigt. Es geht hier auch nicht um eine Rechtfertigung es geht um eine Erklärung wie es zu einer bestimmten Handlungsweise einer bestimmten Person in einer bestimmten Situation kommt.

Nach dem Alten Sozialsystem wäre es wahrscheinlich garnicht erst zu dem Klageweg den du hast beschreiten müssen gekommen weil im Sozialamt Leute, meistens Beamte, arbeiteten die wussten was sie tun und die im Gegensatz zum den Jobcentern auch nicht diesem Kostendruck unterlagen. Das Alte Sozialsystem hat genau dem Rechnung getragen das es auch Menschen gibt deren Handlungsvermögen auserhalb der Normalität liegt. Die hatten natürlich auch nicht auf alles eine Antwort aber zumindest waren sie in der Lage zu erkennen ob sie es mit einem psychisch labilen Menschen zu tun haben der professionellere Hilfe brauch als sie liefern können und haben dann die entsprechenden Stellen benachrichtigt.

Der Fehler liegt hier nicht bei Einzelpersonen sondern in dem System ansich. Es ist darauf ausgelegt den Menschen die sich nicht adäquat wehren können erst so richtig eine reinzuwürgen und einem dabei auch noch die Informationen vorenthalten die für eine adäquate Gegenwehr notwendig sind. Das fängt schon mit Kleinigkeiten an wie das meiner Meinung nach in jede Rechtsfolgenbelehrung auch die Information darüber gehört das es sowas wie Beratungshilfe gibt. Denk nur mal dran wie häufig hier Leute aufschlagen die nichtmal wussten das es sowas gibt oder nicht wissen das Verfahren vor dem Sozialgericht in der Regel kostenlos sind eigentlich gehört sowas schon in den Schulunterricht. Es liegt also nicht nur an den Jobcentern.

Von den leider viel zu häufig vorkommenden Holzköpfen bei den Jobcentern die man noch nicht mal mit nem frischen BSG Urteil davon überzeugen kann das sie gerade Blödsinn reden oder schreiben red ich da noch garnicht oder von Jobcenterchefs die ihre Mitarbeiter zwingen ein bereits für unwirksam erklärtes Konzept zu den Kosten der Unterkunft weiter anzuwenden solange sich der LE nicht wehrt. Im alten Sozialsystem hätte sich der Leiter des Sozialamts damit strafbar gemacht. Die mussten solche Urteile pro aktiv umsetzen und zwar auch bei denen die nicht geklagt haben.

Was ich hier anprangern will ist nicht das der Täter bestraft wurde sondern das hier ein System gefahren wird das zumindest fahrlässig psychisch labile Menschen in Situationen treibt die sie im schlimmsten Fall zu Hass triefenden Ungeheuern macht.
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Offline Sheherazade

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Was ich hier anprangern will ist nicht das der Täter bestraft wurde sondern das hier ein System gefahren wird das zumindest fahrlässig psychisch labile Menschen in Situationen treibt die sie im schlimmsten Fall zu Hass triefenden Ungeheuern macht.

Ich finde die Entschuldigung mit dem System genauso Scheiße wie die mit der schlechten Kindheit von Kinderschändern und Mördern. Nach deiner Theorerie müssten hier in Deutschland seit 1940 nur noch Generationen von psychisch labilen Menschen heranwachsen, das System bis 1945 war ja nun mal richtig Kacke.
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