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Autor Thema: Ablehnung von Bewerbungskosten  (Gelesen 5128 mal)

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Offline sno0opy

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Re: Ablehnung von Bewerbungskosten
« Antwort #60 am: 19. Dezember 2017, 23:02:48 »
Die Ablehnung der Kostenübernahme ist doch ein Bescheid/Verwaltungsakt? Dann wäre hier zunächst ein Widerspruch angebracht? Da müsste doch noch dabei stehen: "Gegen diese ... ist ein Widerspruch...usw"
Das Schreiben hat die übliche Rechtsbehelfsbelehrung eines Bescheids mit Hinweis auf Widerspruch. Der genaue Text steht im Eingangsposting des Threads.

Online coolio

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Re: Ablehnung von Bewerbungskosten
« Antwort #61 am: 19. Dezember 2017, 23:05:07 »
also: einfach mal 24h warten auf Antwort zu Deinem Entwurf.
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Offline rein

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Re: Ablehnung von Bewerbungskosten
« Antwort #62 am: 19. Dezember 2017, 23:15:23 »
Ich meinte ich habe bisher NUR Online-Bewerbungen versandt und kann mir die hohe Anzahl von Briefbewerbungen nicht erklären.

das Schreiben hätte ich auch so ähnlich verfasst und denke es ist von der Qualität wesentlich besser als der Schmarn vom JC und das man den Aufwand für diese Pfeifen nicht zu hoch treiben sollte...

Aber etwas warten schadet nicht.

Offline Ottokar

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Re: Ablehnung von Bewerbungskosten
« Antwort #63 am: 20. Dezember 2017, 10:32:41 »
Sooooo, ich hab mal einen Text für den Widerspruch verfasst. Bevor ich ihn wegfaxe, stelle ich ihn aber noch mal hier rein,
Das ist wirklich gut formuliert.
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Offline sno0opy

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Re: Ablehnung von Bewerbungskosten
« Antwort #64 am: 20. Dezember 2017, 12:22:32 »
Danke für die Kommentare. Ich hab's jetzt rausgefaxt.

Offline oldhoefi

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Re: Ablehnung von Bewerbungskosten
« Antwort #65 am: 20. Dezember 2017, 12:48:05 »
@sno0opy,

Zitat von: sno0opy am 19. Dezember 2017, 22:39:09
Unstrittig dürfte aber sein, dass Bewerbungsschreiben nicht erfolgversprechender werden, wenn Sie die Kostenerstattung dafür verweigern.
:lachen: Dieser Seitenhieb gefällt mir am besten.

Zitat von: Ottokar am 20. Dezember 2017, 10:32:41
Das ist wirklich gut formuliert.
Ich schließe mich an.
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Offline sno0opy

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Re: Ablehnung von Bewerbungskosten
« Antwort #66 am: 05. Januar 2018, 22:50:54 »
Update: Der Fallmanager hat den Widerspruch an die Widerspruchsstelle für den Fachbereich Jobcenter des Landkreises übersandt, wo sich Volljuristen darum kümmern. Von dort wurde mir der Eingang bestätigt. Dieses Prozedere ist mir sehr vertraut, da ich seit zwei Jahren einen Rechtsstreit mit dem JC wegen Wohneigentum führe. Typischerweise schöpft die Widerspruchsstelle die Dreimonatsfrist voll aus, bzw überschreitet sie, wenn sie nicht schriftlich an das Fristende erinnert wird. Ich habe bisher auch noch nicht erlebt, dass sie einem Widerspruch stattgegeben hat - ohne Sozialgericht erreicht man dort wahrscheinlich nichts.

Und zwischenzeitlich wurde ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen  :blum:

Offline sno0opy

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Re: Ablehnung von Bewerbungskosten
« Antwort #67 am: 14. März 2018, 05:10:36 »
Zeit für ein kleines Fax an die Widerspruchsstelle:
Zitat
Grundsicherung für Arbeitssuchende nach dem SGB II
Hier: Mein Widerspruch vom 20.12.2017


Sehr geehrte Damen und Herren,

betreffs meines Widerspruchs vom 20.12.2017 weise ich Sie vorsorglich auf das baldige Ende der Dreimonatsfrist gemäß § 88 abs. 2 SGG hin. Für den Fall eines Fristversäumnisses behalte ich mir vor, Untätigkeitsklage beim Sozialgericht Hildesheim zu erheben.

Mit freundlichen Grüßen,

   [Unterschrift]

Offline sno0opy

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Re: Ablehnung von Bewerbungskosten
« Antwort #68 am: 20. März 2018, 16:58:53 »
Sooooo - der Widerspruchsbescheid kam schon mal vorab per Fax (siehe Anhang) und ist erwartungsgemäß ablehnend. Das Schreiben ist geschmeidig formuliert und wirkt für sich allein genommen stichhaltig. Ich stelle jedoch fest, dass auch die Widerspruchsstelle nachträglich und einseitig Bedingungen und Regelungen schaffen möchte, die weder im Gesetz, noch in der EGV zu finden sind. Auch die behauptete mündliche Erörterung solcher Bedingungen in der Jobakademie und Beratungsgesprächen hat nicht stattgefunden.

Eine Klageschrift erscheint mir angesichts des sorgfältig formulierten Widerspruchs nicht allzu schwierig, aber mit den ganzen Bewerbungsnachweisen in doppelter Ausführung kommt da ein Haufen Drucke und Kopien zusammen. Gibt es da eigentlich verbindliche Regelungen für die Höhe der Unkosten, die das JC mir erstatten muss, wenn eine Klage Erfolg hat? Auch sonstige nützliche Hinweise für die beabsichtigte Klage sind natürlich willkommen.

[gelöscht durch Administrator wegen Erreichen der Speicherfrist]

Offline Ottokar

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Re: Ablehnung von Bewerbungskosten
« Antwort #69 am: 21. März 2018, 08:24:57 »
Du kannst das RVG zugrunde legen.
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Offline sno0opy

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Re: Ablehnung von Bewerbungskosten
« Antwort #70 am: 21. März 2018, 15:15:44 »
Du kannst das RVG zugrunde legen.
Danke für die Info. Und wow, da entsteht ja selbst bei mäßigen Erfolgsaussichten schon ein gewisser Anreiz zum Klagen ;)

Offline sno0opy

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Re: Ablehnung von Bewerbungskosten
« Antwort #71 am: 23. März 2018, 00:07:06 »
Im Anhang ein Entwurf für meine Klageschrift. Ich habe zwar schon eine Reihe von Widersprüchen und ER-Anträgen selbst verfasst, aber eine Klage mache ich zum ersten mal ohne Anwalt. Lob und Kritik sind daher erwünscht.  :cool:

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« Letzte Änderung: 23. März 2018, 00:29:33 von sno0opy »

Offline rein

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Re: Ablehnung von Bewerbungskosten
« Antwort #72 am: 23. März 2018, 00:54:18 »
Sieht gründlich und ordentlich aus  :ok:

vermissen würde ich gefühls/gewohnheitsmäßig ein paar §

glaube die Arbeit hätten sich nur wenige gemacht und die Angelegenheit in 3/4 Sätzen kurz und knapp abgearbeitet....

Offline sno0opy

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Re: Ablehnung von Bewerbungskosten
« Antwort #73 am: 23. März 2018, 07:41:16 »
@rein - Ich fechte normalerweise auch gerne mit Paragraphen und Urteilen, aber in diesem Fall stützt sich meine Begründung auf die EGV, welche der Herr vom Jobcenter ja höchstpersönlich unterzeichnet hat. So schlage ich ihn mit seinen eigenen Waffen  :teuflisch:

Online coolio

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Re: Ablehnung von Bewerbungskosten
« Antwort #74 am: 23. März 2018, 13:06:49 »
Mir gefällt das auch .... (was aber nicht sonderlich relevant ist)...
Was mir fehlt - wenn auch nicht gaaanz so wesentlich:
Kostenerstattung für die/Deine Aufwendungen für die Klage?
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