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Autor Thema: Krankenkassenwechsel  (Gelesen 8478 mal)

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Offline Maunzi

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Krankenkassenwechsel
« am: 20. Dezember 2017, 15:47:39 »
Hallo,
ich beziehe seit Jahren aufgrund voller dauerhafter Erwerbsminderung Leistungen vom Sozialamt. Somit zahlen die natürlich auch meine Krankenversicherung.

So nun habe ich erhebliche Probleme mit der Krankenversicherung die seit Jahren alles tut um mich fertig zu machen (laufen diverse Widerspruchsverfahren, die KV schuldet uns etliche hundert Euro, Anträge / Quittungen etc verschwinden ständig usw)

Jetzt kommt aber das Problem, laut der Vertretung meiner Sachbearbeiterin im Sozialamt wird sie einen Wechsel nicht gestatten (dabei ist die neue die ich rausgesucht habe billiger und hat zudem eine Zweigstelle in der Stadt und meine alte hat nur eine Geschäftsstelle deutschlandweit und die ist zu weit weg um da selbst hinzukommen). Das Schriftliche bekomm ich dann im Januar wenn die Feiertage rum sind und ihre Kollegin wieder da ist - bedeutet für mich dank Kündigungsfristen ich bin noch ne gaaaanze Weile an meine jetzige Krankenversicherung gebunden... zumal dann ja erstmal nen Widerspruch gegen die Entscheidung der SB raus muss usw.

1. Hab ich irgendeine Chance das Prozedere zu beschleunigen?
2. Wie kann ich wenns soweit ist der schriftlichen Entscheidung (mehr ist es laut SB nicht, da es keinen passenden Antrag zum Wechsel der KV gibt und somit kein Beschluss oder so erforderlich ist) widersprechen und mit welcher Begründung?
3. Haben die im Zweifel wirklich das Recht mir die freie Wahl der Krankenkasse zu verbieten oder mir eine andere vorzusetzen und dafür dann wieder nicht in unserer Stadt erreichbar? (angst vor selbigem Theater wie jetzt mit der aktuellen KV)

Offline Mausolfine

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Re: Krankenkassenwechsel
« Antwort #1 am: 20. Dezember 2017, 17:16:50 »
Hallo Maunzi,

Zitat von: Maunzi am 20. Dezember 2017, 15:47:39
3. Haben die im Zweifel wirklich das Recht mir die freie Wahl der Krankenkasse zu verbieten oder mir eine andere vorzusetzen und dafür dann wieder nicht in unserer Stadt erreichbar? (angst vor selbigem Theater wie jetzt mit der aktuellen KV)

Frag doch mal bei der "neuen" Krankenkasse Deiner Wahl nach!

Die müsste doch an neuen Mitgliedern interessiert sein und Kenntnis darüber haben, wann und unter welchen Bedingungen ein Krankenkassenwechsel möglich ist und wann nicht.
Das weiß dort vielleicht nicht jeder, aber es gibt bei jeder KK Experten (auch für sowas).

Viele Grüße
Mausolfine

Offline Maunzi

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Re: Krankenkassenwechsel
« Antwort #2 am: 20. Dezember 2017, 17:22:44 »
Hab ich leider schon, da hieß es man wüsste genauere Vorschriften nicht, die freie Wahl ist ja im Gesetz verankert aber in wieweit da das Sozialamt von abweichen kann ist nicht bekannt.

Edit: https://arbeitskreis-krankenversicherungen.de/freie-krankenkassenwahl-nicht-bei-sozialhilfe-23883/ hab das dazu gelesen und nun ziemlich bammel dass auch die KV meiner Wahl nun sagen könnte nee dich nehmen wir nicht auf

Online Sheherazade

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Re: Krankenkassenwechsel
« Antwort #3 am: 20. Dezember 2017, 18:04:14 »
Jetzt kommt aber das Problem, laut der Vertretung meiner Sachbearbeiterin im Sozialamt wird sie einen Wechsel nicht gestatten

Das muss sie auch nicht, du musst aber auch keine Genehmigung dafür haben vom Sozialamt. Du kündigst bei deiner bisherigen KV, mit der Kündigungsbestätigung meldest du dich bei der neuen KV an, bekommst eine Mitgliedsbescheinigung und legst diese dem Sozialamt vor. Fertig.
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Vergesst die Achse des Bösen, es ist die Achse des Blöden, die uns das Genick brechen wird.

Offline Maunzi

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Re: Krankenkassenwechsel
« Antwort #4 am: 20. Dezember 2017, 18:38:48 »
Laut meinen Bescheiden muss ich die Zustimmung in schriftlicher Form haben, da es sich (auch laut der AOK zu der ich wechseln möchte) um eine Beendigung der ersten und den Abschluss der folgenden KV handelt.

Online Sheherazade

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Re: Krankenkassenwechsel
« Antwort #5 am: 21. Dezember 2017, 04:29:00 »
Laut meinen Bescheiden muss ich die Zustimmung in schriftlicher Form haben

Welche Bescheide, wessen Zustimmung? Kannst du den entsprechenden Textteil mal bitte wortgetreu abtippen?
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Gast26342

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Re: Krankenkassenwechsel
« Antwort #6 am: 21. Dezember 2017, 15:38:07 »
Laut meinen Bescheiden muss ich die Zustimmung in schriftlicher Form haben, da es sich (auch laut der AOK zu der ich wechseln möchte) um eine Beendigung der ersten und den Abschluss der folgenden KV handelt.
Du brauchst die Kündigungsbestätigung der alten KK, die sollte nach der Kündigung aber eigentlich automatisch kommen.
Das Sozialamt hat damit nichts zu tun, das muss lediglich informiert werden.

Offline Maunzi

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Re: Krankenkassenwechsel
« Antwort #7 am: 21. Dezember 2017, 16:26:22 »
Es geht um den Anhang meiner Bewilligungsbescheide vom Sozialamt, da hängt immer das Merkblatt zur Mitwirkungspflicht dran und da steht drauf: "Ferner ist vor dem Abschluss von Versicherungen jeglicher Art sowie deren Auflösung die schriftliche Genehmigung des Landkreises XXX einzuholen." das versteht zumindest die Vertretung der SB so, dass ich vorher eine Genehmigung für den Wechsel brauche.

Oh und die Kündigungsbestätigung krieg ich erst wenn die Kündigung wirksam ist und das ist sie erst wenn ich die Mitgliedbestätigung der neuen KV einreiche bei der alten - so die Satzung der alten KV *kopfschüttel* Zitat dazu "Die Kündigung wird wirksam, wenn das freiwillige Mitglied innerhalb der Kündigungsfrist eine Mitgliedschaft in einer anderen Krankenkasse durch eine Mitgliedsbescheinigung nachweist."

Online Sheherazade

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Re: Krankenkassenwechsel
« Antwort #8 am: 21. Dezember 2017, 16:28:33 »
Dann versteht sie das falsch. In dem Absatz geht es ganz bestimmt NICHT um Pflichtversicherungen wie z. B. die Krankenversicherung.

Also mach wie du das möchtest: Kündigen, mit der Kündigungsbestätigung die neue Krankenversicherung beantragen und dann die Mitgliedsbescheinigung beim Sozialamt einreichen.
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Gast26342

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Re: Krankenkassenwechsel
« Antwort #9 am: 21. Dezember 2017, 18:24:09 »
Es geht um den Anhang meiner Bewilligungsbescheide vom Sozialamt, da hängt immer das Merkblatt zur Mitwirkungspflicht dran und da steht drauf: "Ferner ist vor dem Abschluss von Versicherungen jeglicher Art sowie deren Auflösung die schriftliche Genehmigung des Landkreises XXX einzuholen."
Da würde mich mal die gesetzliche Grundlage für interessieren.

Offline Maunzi

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Re: Krankenkassenwechsel
« Antwort #10 am: 21. Dezember 2017, 19:28:39 »
"Nach den §§ 60 - 67 SGB I müssen Sie alle Tatsachen angeben und alle Anderungen in lhren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen mitteilen, die für die Leistung erheblich sind." Steht als einziger Hinweis dadrüber und danach ne menge Infos was ich zu tun und zu lassen habe.

Gast26342

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Re: Krankenkassenwechsel
« Antwort #11 am: 21. Dezember 2017, 19:42:58 »
Die meisten Versicherungen sind nicht leistungserheblich.
Und selbst wenn, bist du nach den genannten §§ nur zur Mitteilung verpflichtet, nicht dazu dich bevormunden zu lassen.

Offline Greywolf08

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Re: Krankenkassenwechsel
« Antwort #12 am: 21. Dezember 2017, 19:44:37 »
"Nach den §§ 60 - 67 SGB I ..
Da steht aber nichts von notwendiger Zustimmung durch den Leistungsträger.
Du kannst getrost deine KK wechseln und diese Änderung dann dem Sozi mitteilen.
Wäre ja noch schöner gewesen, wenn ich vor 3 Jahren erst meine SB hätte fragen müssen, ob ich meine KK wechseln darf.
Demnächst wird dir vielleicht noch "verboten" den Stromanbieter zu wechseln ... soweit kommt's noch. :no:
Jedes Mal, wenn man mir sagt, ich wäre nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin überaus erleichtert.
"Wir alle tragen eine Bestie in uns. Sie unterscheidet sich nur in ihrem Ausmaß, nicht in ihrer Art." ~ Douglas Preston

Gast42062

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Re: Krankenkassenwechsel
« Antwort #13 am: 21. Dezember 2017, 20:06:39 »
Schon deshalb lohnt es sich zu Wechseln, eine Werbung einer KK hier



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Offline Maunzi

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Re: Krankenkassenwechsel
« Antwort #14 am: 22. Dezember 2017, 15:12:04 »
Danke für die ganzen Hinweise, dann werd ich den Wechsel mal ohne meine SB bzw deren Vertretung veranlassen, mal sehen wie die guckt wenns vor ihr liegt^^ Hoffe da folgt kein großes Theater.

Ja die Werbung etc kenne ich auch, nur wechsel ich aus anderen Gründen, meine KV ist unter aller Kanone, beginnt bei nem 3/4 Jahr für eine Adressänderung (Jede Woche neue Aufforderung an selbige gesendet + anrufe usw, brachte nix) und endet mit Sachbearbeitern die beim Zusammenrechnen von Zahlen die jeweils minimum 40 € und mehr betragen auf eine Gesamtsumme von unter 30 € kommen... wäre fast schon lustig wenns nicht mich betreffen würde...