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Autor Thema: Was "kostet" Eingliederungszuschuss?  (Gelesen 1151 mal)

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Offline NevAda

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Was "kostet" Eingliederungszuschuss?
« am: 03. Januar 2018, 12:02:34 »
Hallo,

habe gerade mit jemandem (potenziellem AG) über Eingliederungszuschuss gesprochen (AfA bot den an), er hatte davon noch nie gehört.

Was bedeutet es für ihn an Aufwand? Um welche Größenordnungen kann es da gehen? 10-90% meines Gehalts? 3-24 Monate? Alles Ermessen? Steht das irgendwo zusammengefasster als auf der AfA-Site?

Was bedeutet das für mich? Kriege ich von zwei Stellen Geld? Was bedeutet es steuerlich für mich (auch Progressionsvorbehalt)?

Danke!

Offline BigMama

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Re: Was "kostet" Eingliederungszuschuss?
« Antwort #1 am: 03. Januar 2018, 12:19:30 »
Du bekommst das ganz normale Gehalt von deinem AG. Und dein AG bekommt einen EGZ. Die Höhe des EGZ richtet sich nach deinen Vermittlungshemmnissen und deiner Minderleistung, ebenso die Dauer. Es gab mal im Rahmen des ESF ein Förderprogramm in dem bis zu 75 % Zuschuss erfolgt ist aber mit vielen Auflagen für den AG und den AN (Coaching). Wie hoch die Förderung aktuell sein kann, weiß ich nicht. Das ist wohl auch von JC zu JC unterschiedlich. Mehr als 50 % Förderung ist ungewöhnlich. Und die Dauer läuft oftmals zwischen 3 und 12 Monaten.
Der AG muss den EGZ beim AG-Service beantragen und die auszuübende Tätigkeit beschreiben. Der Vermittler vom Arbeitgeberservice bespricht sich dann mit deinem Arbeitsvermittler und dann verhandelt der AGS mit dem AG über die Höhe und Dauer der Förderung.
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Offline NevAda

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Re: Was "kostet" Eingliederungszuschuss?
« Antwort #2 am: 03. Januar 2018, 12:22:28 »
Super. Danke.

Gast42062

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Re: Was "kostet" Eingliederungszuschuss?
« Antwort #3 am: 03. Januar 2018, 23:23:38 »
Diese Prospekte liegen auch oft bei deinen SB am Tisch, nehme mir da immer ein paar mit für den Ag zum Bewerbungsgespräch, genutzt hat es bisher wenig einen Job zu bekommen.
Wie mir scheint hat man Hartz4 und in einen fortgeschrittenen Alter kaum eine Chance, aber meine Hoffnung ist noch nicht gestorben.

Online coolio

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Re: Was "kostet" Eingliederungszuschuss?
« Antwort #4 am: 04. Januar 2018, 00:03:00 »
Die in Aussicht gestellten Zuschüsse an den AG stehen in der freien Wirtschaft fast eine Negativbewerbung gleich. So einfach.
Und ZAF bekommen sie wohl nicht.... aus gutem Grunde
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Offline NevAda

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Re: Was "kostet" Eingliederungszuschuss?
« Antwort #5 am: 04. Januar 2018, 11:59:05 »
Ich werde der AV sagen, dass ihr Kack-EGZ schuld ist, dass ich den Job nicht gekriegt habe. Das war mein erster Versuch, ihn zu erwähnen. Ich WILL den Job (obwohl ich eigentlich vor hatte, ein paar Monate länger von ALG1 zu leben)!
Nächsten Mittwoch ist das zweite Gespräch; der Kerl gestern meinte, es wäre nicht negativ angekommen. Aber er hatte eben auch noch nie was damit zu tun.

Offline BigMama

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Re: Was "kostet" Eingliederungszuschuss?
« Antwort #6 am: 04. Januar 2018, 13:07:10 »
Zitat von: NevAda am 04. Januar 2018, 11:59:05
Ich werde der AV sagen, dass ihr Kack-EGZ schuld ist, dass ich den Job nicht gekriegt habe.
Kannst du das mal näher erläutern?
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Offline NevAda

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Re: Was "kostet" Eingliederungszuschuss?
« Antwort #7 am: 04. Januar 2018, 15:34:12 »
Meine Antwort bezog sich auf
Zitat von: coolio am 04. Januar 2018, 00:03:00
Die in Aussicht gestellten Zuschüsse an den AG stehen in der freien Wirtschaft fast eine Negativbewerbung gleich.
Die Pessimistin in mir geht davon aus, dass ich den Job nicht kriege (weil der ECHT gut ist). Und dann gebe ich dem avisierten EGZ die Schuld. Selbst wenn ich das nicht tue, werde ich der AV das so sagen. Und ihn wahrscheinlich nie wieder erwähnen (sollte ich nochmal ein Gespräch haben...).

Soll den EGZ anbieten, weil ich seit mehr als zehn Jahren nicht mehr im Büro gearbeitet habe (falsch - keine Büroarbeit mehr gemacht habe - Büros geputzt habe ich schließlich).

Stelle war in der Jobbörse ausgeschrieben, aber nur wenige Tage. Wenn ich den Job kriege, werde ich fragen, warum sie die Anzeige rausgenommen haben.

Offline BigMama

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Re: Was "kostet" Eingliederungszuschuss?
« Antwort #8 am: 04. Januar 2018, 15:55:28 »
Und weil ein User so etwas schreibt lässt du den Kopf hängen? Das ist aktuell die Meinung eines Users, was nicht heißt dass das tatsächlich so ist. Ein EGZ soll als Türöffner dienen und nicht eine Arbeitsaufnahme verhindern.
Und in dem von dir geschriebenen Fall ist ein EGZ angebracht um dem AG einen Anreiz zu geben dich einzustellen auch wenn du keine aktuellen Kenntnisse mehr hast.

Also lass dich jetzt nicht kirre machen.
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Offline Sheherazade

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Re: Was "kostet" Eingliederungszuschuss?
« Antwort #9 am: 04. Januar 2018, 15:59:13 »
Ja, da gebe ich @BigMama Recht. Zumal das hier

Die in Aussicht gestellten Zuschüsse an den AG stehen in der freien Wirtschaft fast eine Negativbewerbung gleich.

vor gut 15 Jahren so war, Eingliederungszuschüsse haben heute schon lange keinen so schlechten Ruf mehr als das sie als Negativbewertung angesehen werden.
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Offline Anne-Suvi

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Re: Was "kostet" Eingliederungszuschuss?
« Antwort #10 am: 04. Januar 2018, 16:40:14 »
EGZ anbieten, weil ich seit mehr als zehn Jahren nicht mehr im Büro gearbeitet habe (falsch - keine Büroarbeit mehr gemacht habe - Büros geputzt habe ich schließlich).


Ich selbst würde das auch nicht ansprechen. Das sollen der AG und das JC unter sich ausmachen.

Offline The Witch

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Re: Was "kostet" Eingliederungszuschuss?
« Antwort #11 am: 04. Januar 2018, 19:50:32 »
Die Tatsache, dass ein Eingliederungszuschuss gezahlt werden kann, sollte man sogar unbedingt erwähnen - ansonsten kann ein Arbeitgeber nämlich gar nicht wissen, dass dieser möglich ist. Der Arbeitgeber muss dann allerdings weiter den Antrag stellen und selbst mit der Agentur verhandeln.

(Und hier geht es offensichtlich nicht ums Jobcenter, sondern um die Agentur für Arbeit - auch wenn das grundsätzliche Prozedere beim Jobcenter gleich wäre.)

Was bedeutet es für ihn an Aufwand? Um welche Größenordnungen kann es da gehen? 10-90% meines Gehalts? 3-24 Monate? Alles Ermessen?

Der Arbeitgeber kann bis zu 50% deines Gehaltes für bis zu zwölf Monate als Zuschuss bekommen; solltest du älter als 50 Jahre alt sein, auch bis zu 36 Monate lang. Nochmal besondere Bedingungen bestehen, wenn du schwerbehindert bist. Und ja - es handelt sich um eine Ermessensleistung.

Die größte Kröte, die ein Arbeitgeber dabei schlucken muss, ist, dass es eine Nachbeschäftigungszeit gibt - er muss dich so viele Monate lang weiterbeschäftigen, wie er EGZ erhalten hat. Entlässt er dich früher, muss er einen Teil des Zuschusses zurückzahlen. Im Umkehrschluss wird deshalb bei befristeten Arbeitsverträgen in der Regel auch nur für die Hälfte der Befristungsmonate EGZ bewilligt.

Ganz wichtig: Der Antrag muss durch den Arbeitgeber vor Arbeitsaufnahme, sollte möglichst sogar bereits vor Abschluss des Arbeitsvertrages gestellt werden. Der Arbeitgeber muss dabei begründen, warum du z. B. eine längere / intensivere Einarbeitungszeit benötigst. Wenn du am Mittwoch den erneuten Termin hast, solltest du deshalb möglichst Telefonnummer und/oder eMail-Adresse des zuständigen Ansprechpwartners beim Arbeitgeberservice dabei haben.

Offline Anne-Suvi

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Re: Was "kostet" Eingliederungszuschuss?
« Antwort #12 am: 04. Januar 2018, 20:40:37 »
Ich kenne das so. Im Vorstellungsgespräch versucht man sich besonders gut und nicht besonders billig darzustellen. Aber Versuch macht kluch :smile:

Gast42062

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Re: Was "kostet" Eingliederungszuschuss?
« Antwort #13 am: 04. Januar 2018, 20:56:08 »
Hier der genaue Text


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