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Autor Thema: Wohnkosten/Umzug  (Gelesen 1183 mal)

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Offline Frau

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Wohnkosten/Umzug
« am: 09. Januar 2018, 12:26:02 »
Mein älterer Sohn (kein BG-Mitglied) wird ausziehen, unter Umständen schon zum 1.2. Aktuell (mit 4 Personen) liegt unsere Bruttokaltmiete 2,30 € über den örtlich angemessenen Wohnkosten und das JC hält still. Sobald Sohn 1 ausgezogen ist, muss ich also mit einer Kostensenkungsaufforderung rechnen.

Derzeit - und vermutlich längerfristig - bin ich AU und kann keinen Umzug stemmen. Müsste eine Kostensenkungs-Frist um die Zeit der AU verlängert werden?

Wie verhielte es sich, wenn während dieser Kostensenkungsfrist auch der zweite Sohn auszöge? Würde dann die Kostensenkungsaufforderung null und nichtig, weil sie - ab Zeitpunkt des Auszuges des zweiten Sohnes - von falschen, nun wiederum zu hohen, Angemessenheitsgrenzen ausgeht? Oder dürfte das JC dann, nach Ablauf der (ersten) 6 Monate, den KdU-Zuschuss kürzen auf die Angemessenheit für 3 Personen und eine weitere Kostensenkungsaufforderung erteilen? Faktisch würde das ja bedeuten, dass ich zweimal umziehen müsste - wirtschaftlich wäre das nicht.

Wenn beide Söhne ausgezogen sind, möchte ich sehr gern umziehen (nix wie weg hier...). Angenommen es kommt gar keine Kostensenkungsaufforderung - kann ich dann das JC irgendwie zwingen, einem Umzug zuzustimmen, wenn die Bruttokaltmiete, nach derzeitigem Stand, um mehr als 280 € über der Angemessenheit liegt? Bevor mein älterer Sohn wieder hier eingezogen ist, WAR die Wohnung zu teuer - JC hat nix gesagt...

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Offline Sheherazade

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Re: Wohnkosten/Umzug
« Antwort #1 am: 09. Januar 2018, 12:33:29 »
Sobald Sohn 1 ausgezogen ist, muss ich also mit einer Kostensenkungsaufforderung rechnen.

Die würde ich an deiner Stelle auch erst abwarten. Wenn euer Jobcenter so genügsam ist, kommt vielleicht keine. Oder sie kommt nach deiner AU. Oder erst nach dem Auszug von Sohn 2.

Zitat
Derzeit - und vermutlich längerfristig - bin ich AU und kann keinen Umzug stemmen. Müsste eine Kostensenkungs-Frist um die Zeit der AU verlängert werden?

Wüsste ich nicht, dass das irgendwo geregelt ist. Kommt also darauf an, was du zu diesem Zeitpunkt möchtest.
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Offline Peter Viersen

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Re: Wohnkosten/Umzug
« Antwort #2 am: 09. Januar 2018, 12:46:51 »
Zitat von: Frau am 09. Januar 2018, 12:26:02
Müsste eine Kostensenkungs-Frist um die Zeit der AU verlängert werden?

Nein, dazu findet sich im SGB II kein Hinweis.

Zitat von: Frau am 09. Januar 2018, 12:26:02
Aktuell liegt unsere Bruttokaltmiete 2,30 € über den örtlich angemessenen Wohnkosten

Das ist auch kein Grund (auch nicht für das JC), eine Kostensenkung rauszuschicken.

Zitat von: Frau am 09. Januar 2018, 12:26:02
Würde dann die Kostensenkungsaufforderung null und nichtig

Nein, denn du bist verpflichtet, eine angemessene Wohnung zu suchen.

Zitat von: Frau am 09. Januar 2018, 12:26:02
Angenommen es kommt gar keine Kostensenkungsaufforderung - kann ich dann das JC irgendwie zwingen, einem Umzug zuzustimmen

Nein, wenn das JC die dann viel zu teure Whg. bezahlt, sollte es dir doch egal sein. Ich habe hier auch noch nie gelesen, dem JC derartiges mitzuteilen, nur um eine Reaktion zu deinem persönlichen Vorteil zu provozieren.

Offline Frau

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Re: Wohnkosten/Umzug
« Antwort #3 am: 09. Januar 2018, 13:04:59 »
Sobald Sohn 1 ausgezogen ist, muss ich also mit einer Kostensenkungsaufforderung rechnen.

Die würde ich an deiner Stelle auch erst abwarten. Wenn euer Jobcenter so genügsam ist, kommt vielleicht keine. Oder sie kommt nach deiner AU. Oder erst nach dem Auszug von Sohn 2.

Klar, das hört sich logisch an. Leider bin ich aufgrund meiner Erkrankung nicht in der Verfassung, gelassen abzuwarten. Deshalb möchte ich mich vorab informieren, um Sicherheit zu bekommen. Auf die Genügsamkeit meines JC kann ich mich ja nicht verlassen - hängt doch immer vom jeweiligen SB in der Leistungsabteilung ab.

Derzeit - und vermutlich längerfristig - bin ich AU und kann keinen Umzug stemmen. Müsste eine Kostensenkungs-Frist um die Zeit der AU verlängert werden?

Wüsste ich nicht, dass das irgendwo geregelt ist. Kommt also darauf an, was du zu diesem Zeitpunkt möchtest.

Hm. Mit einem ärztlichen Attest, dass mir aus gesundheitlichen Gründen ein Umzug derzeit nicht zumutbar ist, wäre aber eine Kostensenkungsaufforderung erst mal vom Tisch?

Zitat von: Frau am 09. Januar 2018, 12:26:02
Würde dann die Kostensenkungsaufforderung null und nichtig

Nein, denn du bist verpflichtet, eine angemessene Wohnung zu suchen.

Du meinst also, ich müsste weiterhin eine Wohnung suchen, die für 3 Personen angemessen ist, obwohl wir nur noch zu zweit wären? Glaube ich nicht. Und das JC würde einen Umzug in eine für 3 Personen angemessene Wohnung bezahlen, obwohl bekannt wäre, dass nur noch 2 Personen umziehen und diese Wohnung für die 2 umziehenden Personen zu teuer ist?

nur um eine Reaktion zu deinem persönlichen Vorteil zu provozieren.

Aaaahja. Eine Einsparung von fast 3.400 Euro an Wohnkosten pro Jahr ist nur zu meinem persönlichen Vorteil?
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Offline Fettnäpfchen

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Re: Wohnkosten/Umzug
« Antwort #4 am: 09. Januar 2018, 13:09:42 »
Zitat von: Frau am 09. Januar 2018, 13:04:59
Aaaahja. Eine Einsparung von fast 3.400 Euro an Wohnkosten pro Jahr ist nur zu meinem persönlichen Vorteil?
Habe zwar die Summe nicht nachgerechnet hätte aber geschrieben das es bei einer mtl. Einsparung von
Zitat von: Frau am 09. Januar 2018, 12:26:02
um mehr als 280 € über der Angemessenheit liegt?
durchaus sinnvoll und wahrscheinlich erfolgreich wäre den Antrag auf Zusicherung zu stellen.

MfG FN
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Offline Sheherazade

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Re: Wohnkosten/Umzug
« Antwort #5 am: 09. Januar 2018, 13:13:35 »
Mit einem ärztlichen Attest, dass mir aus gesundheitlichen Gründen ein Umzug derzeit nicht zumutbar ist, wäre aber eine Kostensenkungsaufforderung erst mal vom Tisch?

Vermutlich nicht, wenn du die Frist verlängert haben möchtest (was ja offenbar vom Zeitpunkt der Kostensenkungsaufforderung und der dann aktuellen Anzahl deiner Mitbewohner abhängt), wirst du dann was dafür tun müssen.
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Offline Peter Viersen

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Re: Wohnkosten/Umzug
« Antwort #6 am: 09. Januar 2018, 13:26:08 »
Zitat von: Frau am 09. Januar 2018, 13:04:59
obwohl bekannt wäre, dass nur noch 2 Personen umziehen

Ist doch wohl logisch, dass du dann auch nur (jetzt schon) für 2 Personen suchst, oder?
Zitat von: Frau am 09. Januar 2018, 13:04:59
Aaaahja. Eine Einsparung von fast 3.400 Euro an Wohnkosten pro Jahr ist nur zu meinem persönlichen Vorteil?

Wenn keine - so wie du im Erstpost geschrieben hast - Kostensenkungsaufforderung gekommen ist, wird doch die viel zu teure Miete vom JC bezahlt. Also sollte es dir doch egal sein.

Offline Sheherazade

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Re: Wohnkosten/Umzug
« Antwort #7 am: 09. Januar 2018, 13:44:34 »
Also sollte es dir doch egal sein.

Es ist ihr nicht egal, weil
Leider bin ich aufgrund meiner Erkrankung nicht in der Verfassung, gelassen abzuwarten. Deshalb möchte ich mich vorab informieren, um Sicherheit zu bekommen.

Sie braucht also Infos über 3 mögliche Szenarien.

Wobei eines noch fehlt: Vielleicht versucht das Jobcenter sie nach Auszug des einen oder anderen Kindes noch in die Sozialhilfe abzuschieben bevor eine Kostensenkungsaufforderung ergeht.
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Offline Frau

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Re: Wohnkosten/Umzug
« Antwort #8 am: 09. Januar 2018, 14:00:40 »
Zitat von: Frau am 09. Januar 2018, 13:04:59
obwohl bekannt wäre, dass nur noch 2 Personen umziehen

Ist doch wohl logisch, dass du dann auch nur (jetzt schon) für 2 Personen suchst, oder?

Ist das so logisch? Ich kann erst dann für nur 2 Personen suchen, wenn ich sicher weiß, dass Sohn 2 zum Zeitpunkt X auszieht. Das wird zwar kommen, aber ich weiß nicht, wann. Die Frage ist ja, ob mir, wenn sich die Verhältnisse geändert haben, erneut 6 Monate Zeit für die Wohnungssuche eingeräumt werden, auch wenn ich noch keine 3-Personen-Wohnung gefunden habe.  Und die weitere Frage ist, ob mir das JC den Wohnkostenzuschuss auf 3 Personen senken kann, wenn ich gar nicht mehr für 3 Personen suche.

Wenn keine - so wie du im Erstpost geschrieben hast - Kostensenkungsaufforderung gekommen ist, wird doch die viel zu teure Miete vom JC bezahlt. Also sollte es dir doch egal sein.

Es ist mir keineswegs egal, mit 2 Personen eine 5-Zimmer-Wohnung sinnlos zu blockieren. Außerdem WILL ich hier wegziehen, weil es hier nicht mehr auszuhalten ist. Wenn das JC dabei noch sparen kann, wäre ich blöd, nicht auf die zu hohen Wohnkosten hinzuweisen, oder?

Mit einem ärztlichen Attest, dass mir aus gesundheitlichen Gründen ein Umzug derzeit nicht zumutbar ist, wäre aber eine Kostensenkungsaufforderung erst mal vom Tisch?

Vermutlich nicht, wenn du die Frist verlängert haben möchtest (was ja offenbar vom Zeitpunkt der Kostensenkungsaufforderung und der dann aktuellen Anzahl deiner Mitbewohner abhängt), wirst du dann was dafür tun müssen.

Ist schon klar - mit "derzeit" meinte ich zum Zeitpunkt der Kostensenkungsaufforderung, sofern ich dann noch AU sein sollte.

Also sollte es dir doch egal sein.

Es ist ihr nicht egal, weil
Leider bin ich aufgrund meiner Erkrankung nicht in der Verfassung, gelassen abzuwarten. Deshalb möchte ich mich vorab informieren, um Sicherheit zu bekommen.

Sie braucht also Infos über 3 mögliche Szenarien.

Danke. Warum es mir außerdem nicht egal ist, habe ich oben schon geschrieben.

Wobei eines noch fehlt: Vielleicht versucht das Jobcenter sie nach Auszug des einen oder anderen Kindes noch in die Sozialhilfe abzuschieben bevor eine Kostensenkungsaufforderung ergeht.

In der Sozialhilfe würden aber die gleichen Angemessenheitskriterien gelten? Und der Regelsatz wäre gleich hoch? Die "Abschiebung" würde aber nicht aufgrund des Auszuges von Kindern erfolgen, sondern wegen langer AU im Kombination mit meinem Alter?
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Offline Sheherazade

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Re: Wohnkosten/Umzug
« Antwort #9 am: 09. Januar 2018, 14:14:14 »
Dachte ich mir, dass dir das gefällt. War nur mein Ergänzungsbeitrag zu dem erwarteten Glaskugellesen von dir.

Es wird dir nichts anderes übrig bleiben als abzuwarten, was wann passiert um DANN zu reagieren - auch mit Hilfer des Forums hier. Jetzt alle Eventualitäten inklusive Nebenbaustellen abzuklopfen, kommt einer Doktorarbeit gleich.
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Re: Wohnkosten/Umzug
« Antwort #10 am: 09. Januar 2018, 14:53:57 »
Dachte ich mir, dass dir das gefällt.

Wie meinen? Was gefällt mir?

War nur mein Ergänzungsbeitrag zu dem erwarteten Glaskugellesen von dir.

Wieso "erwartetes Glaskugellesen"? Ich habe ja nicht gefragt, WAS das JC tun wird, sondern WIE die Rechtslage ist.

Es wird dir nichts anderes übrig bleiben als abzuwarten, was wann passiert um DANN zu reagieren - auch mit Hilfe des Forums hier.

Natürlich kann ich erst dann reagieren, wenn bestimmte Ereignisse eintreten. Aber ich kann mich jetzt schon wappnen und vor allem informieren. Wäre ich nicht krank, könnte ich abwarten und Tee trinken - so empfinde ich das zu erwartende Szenario wie ein Damoklesschwert. Dass mein Sohn evtl. schon zum 1.2. eine Wohnung hat, habe ich vor ein paar Tagen erfahren, zuvor war als frühester Termin 1.3. oder später ins Auge gefasst; der Unfall meiner Tochter in der Neujahrsnacht hat auch nicht gerade zu meiner Gelassenheit beigetragen.

Jetzt alle Eventualitäten inklusive Nebenbaustellen abzuklopfen, kommt einer Doktorarbeit gleich.

Entschuldigung? Du hast meine ursprünglichen Fragen um ein weiteres Thema erweitert, das logischerweise neue Fragen aufwirft. Ich will nicht alle Eventualitäten inklusive Nebenbaustellen abklopfen, sondern habe ein paar konkrete Fragen gestellt, die ich hier auch noch mal präzisiere:

Kann mich ein ärztliches Attest vorübergehend vor der Verpflichtung, die Wohnkosten zu senken, schützen? (Und zwar so lange, bis ich gesundheitlich wieder in der Lage bin, mich auf Wohnungssuche zu begeben und einen Umzug zu stemmen.)

Darf das JC aufgrund einer ergangenen Kostensenkungsaufforderung den Wohnkostenzuschuss senken, auch wenn innerhalb der Frist wegen Auszugs eines weiteren BG-Mitglieds die angemessenen Wohnkosten noch niedriger geworden sind, was eine weitere Senkung der Wohnkosten erfordern würde? Oder müsste mit VÄM eine neue Kostensenkungsaufforderung (mit neuer 6-Monats-Frist) ergehen, die die alte automatisch ablösen würde?

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Re: Wohnkosten/Umzug
« Antwort #11 am: 09. Januar 2018, 15:02:18 »
Zitat von: Frau am 09. Januar 2018, 14:53:57
Kann mich ein ärztliches Attest vorübergehend vor der Verpflichtung, die Wohnkosten zu senken, schützen? (Und zwar so lange, bis ich gesundheitlich wieder in der Lage bin, mich auf Wohnungssuche zu begeben und einen Umzug zu stemmen.)
Nein, denn die Aufforderung gilt nicht nur Dir sondern der kompletten BG. Also auch für deine Söhne.
Zitat von: Frau am 09. Januar 2018, 14:53:57
Darf das JC aufgrund einer ergangenen Kostensenkungsaufforderung den Wohnkostenzuschuss senken, auch wenn innerhalb der Frist wegen Auszugs eines weiteren BG-Mitglieds die angemessenen Wohnkosten noch niedriger geworden sind, was eine weitere Senkung der Wohnkosten erfordern würde?
Es wird entsprechend der Aufforderung abgesenkt.
In der Aufforderung steht explizit drin, wie hoch die aktuell angemessene Miete ist. Auf diese Summe wird abgesenkt.
Sollte der Zweite Sohn ausziehen, ob in oder nach der Frist der Kostensenkung, wird nach Ablauf der 6 Monate (erste Senkung) eine zweite Senkungsaufforderung eingeleitet.


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Offline Frau

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Re: Wohnkosten/Umzug
« Antwort #12 am: 09. Januar 2018, 15:32:17 »
Zitat von: Frau am 09. Januar 2018, 14:53:57
Kann mich ein ärztliches Attest vorübergehend vor der Verpflichtung, die Wohnkosten zu senken, schützen? (Und zwar so lange, bis ich gesundheitlich wieder in der Lage bin, mich auf Wohnungssuche zu begeben und einen Umzug zu stemmen.)
Nein, denn die Aufforderung gilt nicht nur Dir sondern der kompletten BG. Also auch für deine Söhne.

Sicher? Muss nicht derjenige die Mietkosten senken, der den Mietvertrag unterschreibt?

Es wird entsprechend der Aufforderung abgesenkt.
In der Aufforderung steht explizit drin, wie hoch die aktuell angemessene Miete ist. Auf diese Summe wird abgesenkt.
Sollte der Zweite Sohn ausziehen, ob in oder nach der Frist der Kostensenkung, wird nach Ablauf der 6 Monate (erste Senkung) eine zweite Senkungsaufforderung eingeleitet.

Und in der Zwischenzeit finanziert das JC den ersten, ggf. absehbar überflüssigen Umzug ohne mit der Wimper zu zucken? Na gut...
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Re: Wohnkosten/Umzug
« Antwort #13 am: 09. Januar 2018, 15:36:58 »
Zitat von: Frau am 09. Januar 2018, 15:32:17
Sicher? Muss nicht derjenige die Mietkosten senken, der den Mietvertrag unterschreibt?
Das hätte ja zur Folge dass nur der Mietanteil der im Mietvertrag stehenden Personen gekürzt werden dürfte.
Du als Vorstand der BG handelst im Sinne der BG
Zitat von: Frau am 09. Januar 2018, 15:32:17
Und in der Zwischenzeit finanziert das JC den ersten, ggf. absehbar überflüssigen Umzug ohne mit der Wimper zu zucken?
Ein Umzug ist nur eine Methode die Unterkunftskosten zu senken.
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Offline Frau

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Re: Wohnkosten/Umzug
« Antwort #14 am: 09. Januar 2018, 16:05:06 »
Zitat von: Frau am 09. Januar 2018, 15:32:17
Sicher? Muss nicht derjenige die Mietkosten senken, der den Mietvertrag unterschreibt?
Das hätte ja zur Folge dass nur der Mietanteil der im Mietvertrag stehenden Personen gekürzt werden dürfte.

Logisch wäre das, aber im SGB ist ja längst nicht alles logisch. Faktisch haben nämlich die mitwohnenden Familienangehörigen (in meinem Fall die "Kinder") überhaupt keine Möglichkeit, die Mietkosten zu senken.
 
Du als Vorstand der BG handelst im Sinne der BG

Genau. Und wenn ich aus gesundheitlichen Gründen nicht handeln kann?

Zitat von: Frau am 09. Januar 2018, 15:32:17
Und in der Zwischenzeit finanziert das JC den ersten, ggf. absehbar überflüssigen Umzug ohne mit der Wimper zu zucken?
Ein Umzug ist nur eine Methode die Unterkunftskosten zu senken.

Außer Untervermietung fällt mir keine weitere ein.  :weisnich: Und untervermieten werde ich definitiv nicht noch einmal, jedenfalls nicht dauerhaft, höchstens wochenweise. (Und da müsste auch erst mal der Vermieter mitspielen.)
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