Datenschutzhinweis

Dieses Internetangebot erhebt und verarbeitet Daten gemäß Art. 6 Abs. 1 Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) um seine Dienste bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Fehler zu analysieren. Näheres dazu, welche Daten dabei zu welchem Zweck und auf welcher rechtlichen Grundlage erhoben und verarbeitet werden, wie Sie dies verhindern können und zu Ihren diesbezüglichen Rechten erhalten Sie in der Datenschutzerklärung. (Wir werden Sie in regelmäßigen Abständen daran erinnern.)

Verstanden & Schließen

Autor Thema: Sozialamt: wie weit wird Geld vom Hausverkauf angerechnet? Geht alles ans Heim?  (Gelesen 5142 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Gast31592

  • Gast
d. h. bei ca. 10.000 / 20000 würde die Hälfte weggehen? :sad:

Was verstehst du unter weggehen?  :scratch:

Offline ADHSCoach

  • schon länger hier
  • **
  • Beiträge: 183
Danke für den link!

Meine Eltern haben es wie ich nannte geregelt, extra mit mir besprochen und ihr Geld reicht doch für das Heim!

Habe nun alles im genannten link durchgelesen. Einiges verstehe ich nicht.
Heißt es, 6 Monate ist es zu verwerten. Wie Du schreibst, es gilt als Einkommen. Dann muss ein neuer ALGII / Grundsicherungsantrag gestellt werden, um es als "Vermögen zu berechnen." Dann darf man den doppelten Regel- Unterkunftssatz behalten?
Darf allerdings im ganzen Jahr EINEN URLAUB machen?

Gibt es jemand der ähnliches erlebte?

Was ist wenn ich dafür eine Weiterbildung zahle, wobei weitestgehend das Geld verwertet wird.

Da es ein § von "sozialwidrigem Verhalten" gibt. Wie wird dieser definiert? Wie der SB das einschätzt, was darunter zu verstehen ist? Wäre ja die Krönung!

Offline Maunzi

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 1035
Also wofür du es letzenendes ausgibst ist deine Sache, jedoch kannst du nicht anschließend zum Amt rennen und wieder Leistungen beantragen (Stichwort: Hilfebedürftigkeit herbeigeführt) da wird man dir entsprechend antworten.

Du musst es vorrangig für deinen Lebensunterhalt (Miete, Krankenversicherungsbeiträge, Essen, Kleidung etc) verwenden und kannst nicht einfach grob überspitzt nach Vegas fahren und es verballern um dann anschließend wieder Leistungen zu beantragen.

Offline Ottokar

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 39757
Das funktioniert auf keinen Fall!

Lt. Gesetz können Schenkungen bei Bedürftigkeit des Schenkenden bis 10 Jahre rückwirkend zurückgefordert werden (§ 528 Abs. 1 S. 1 i.V.m. § 529 Abs. 1 BGB).
Wenn die Eltern das Haus verkaufen und den Erlös verschenken, handelt es sich ohne jeden Zweifel um eine Schenkung.
Reicht das Einkommen der Eltern nicht, um die Kosten für ihren Heimplatz zu decken, müssen Sie Grundsicherung nach SGB XII beantragen.
Hier gibt es nun zwei Möglichkeiten:
a) Das Sozialamt lehnt aufgrund der Schenkung gemäß § 41 Abs. 4 SGB XII den Antrag ab, das Pflegeheim kündigt ihnen und deine Eltern landen auf der Straße.
b) Die Eltern erhalten zwar Sozialhilfe, aber das Sozialamt fordert die Schenkung von den Beschenkten i.H. der vom Sozialamt für die Eltern gezahlten Leistung zurück (§ 93 SGB XII i.V.m. § 528 Abs. 1 S. 1 BGB). Ob die Beschenkten das Geld noch haben oder nicht, ist dafür ohne Belang.

Beziehen die Beschenkten ALG II, wäre die Schenkung für die folgenden 6 Monate als Einkommen anzurechnen. Danach als Vermögen, wobei sich bei ungeschütztem Vermögen eine vorrangige Vermögensverwertung ergibt.
Sofern das Sozialamt die o.g. Rückforderung nicht im Monat der Schenkung zurückfordert, wovon schon aufgrund der Bearbeitungsfristen auszugehen ist, mindert die Rückforderung die Anrechnung der Schenkung als Einkommen nicht.
D.h. die Beschenkten sind für den Rest ihres Lebens der Rückforderung vom Sozialamt ausgesetzt.

Hier gibt es (auch) rechtlich gesehen nur eine saubere Lösung:
Die Eltern behalten den Verkaufserlös auf ihrem Konto und zahlen davon monatlich den ungedeckten Betrag für ihre Heimkosten.
Meine Beiträge beinhalten oder ersetzen keine anwaltliche Beratung oder Tätigkeit.
Für eine verbindliche Rechtsberatung und -vertretung suchen Sie bitte einen Anwalt auf.


Offline Birgit63

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 2289
So sehe ich das auch  :sehrgut:

Offline ADHSCoach

  • schon länger hier
  • **
  • Beiträge: 183
habe doch geschrieben: die Heimkosten sind gedeckt, durch die Rente der Eltern.
meine Eltern hatten was durcheinandergebracht. Sie wohnen dann im betreuten wohnen und kommen finanziell klar!
Die Erlöse des Hauses werden uns nicht geschenkt, wir bekommen einen Anteil und zwar 1/6

habe verstanden, es gilt als einmaliges Einkommen zwischen 6-13 Monte. Dann kann laut Gesetz Leistung wieder beantragt werden!
Millionäre werden wird nicht.

Muss ja eine Lösung geben: angenommen Erbe 20.000€ anteilig. Wenn ich 2 J. keine Leistungsbezüge erhalte und zudem noch KV zahlen muss- würde der Betrag nicht mal reichen.
Wäre es so, könnte man ja dem Amt das Erbe sofort übergeben.

Das Amt hatte mir nachdem ich einen Unfall hatte, nicht in meinen Bereich arbieten konnte, jede Weiterbildung abgelehnt. RV ebenso. Nun ist Rente beantragt, läuft schon ein Jahr.
Ich möchte was tun, statt nur hier auf dem Sofa sitzen.
Wer sollte mir untersagen, mein Geld sinnvoll einzusetzen um ggf. arbeiten zu können?

Wenn somit gar nichts geht- also nichts behalten darf- könnte man ja gleich das Erbe dem Amt geben, ganz so wird es sicherlich nicht sein. Eine Lösung muss es wohl geben!

Ich war in 12 Monaten 2x umgezogen. Kaum hatte ich eine gerade mal 45m² Wohnung gefunden, war es um 25€ zu teuer. Dann zog ich um, Möbel passten nicht mehr, habe ca. 5000€ ausgegeben, wobei mein Vater mir sogar Geld lieh. Wie schaut denn das aus? Gern würde ich ihm einen Teil vom Erbe erlassen- "Schulden" zurückgeben. Denke mal wird ja auch nicht anerkannt...da 1 J. jetzt her.

Offline NevAda

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 7118
  • Das macht nichts.
Zitat von: ADHSCoach am 16. Januar 2018, 19:32:14
Wer sollte mir untersagen, mein Geld sinnvoll einzusetzen um ggf. arbeiten zu können?
Niemand. Aber wenn Du Dein Geld nicht für Deinen Lebensunterhalt einsetzt, kannst Du auch nicht erwarten, dass Du das Geld für Deinen Lebensunterhalt stattdessen von uns allen finanziert bekommst.

Zitat von: ADHSCoach am 16. Januar 2018, 19:32:14
Wenn somit gar nichts geht- also nichts behalten darf- könnte man ja gleich das Erbe dem Amt geben
Das verstehst Du falsch. Menschen, die nicht "vom Amt" abhängig sind, schenken ihr Einkommen auch nicht jeden Monat "dem Amt". Sie setzen ihr Gehalt für ihren Lebensunterhalt ein. Wie Du, wenn Du welches hast. Wenn nicht, wird Dir geholfen. Toll, oder?

Zitat von: ADHSCoach am 16. Januar 2018, 19:32:14
Die Erlöse des Hauses werden uns nicht geschenkt, wir bekommen einen Anteil und zwar 1/6
Was ist es dann? Nicht GESCHENKT, nur BEKOMMEN?

Gast31592

  • Gast
Zitat von: ADHSCoach link=topic=112997.msg1240805#msg1240805

Wenn somit gar nichts geht- also nichts behalten darf- könnte man ja gleich das Erbe dem Amt geben, ganz so wird es sicherlich nicht sein. Eine Lösung muss es wohl geben!

Verstehe immer noch nicht, wie du auf diesen schiefen Trichter kommst.
Hast du schon jemals irgendwas von deinem Geld an das Amt überweisen müssen?
Was du schreibst macht überhaupt keinen Sinn.
Sei froh, dass du dann von denen weg bist. Natürlich kannst du auch deine Schulden bezahlen oder dich weiterbilden.

Ich überweise doch auch nicht mein Gehalt ans JC und erfreu mich dann an deren Zuwendung. Ich weiss was ich monatlich an Lohn bekomme und schau dann, was ich mir davon leisten kann und was halt nicht.  :scratch: (und nein, ich könnte mir z.B. keine private Weiterbildung im größeren Maßstab leisten)

Offline Orakel

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 14803
Gern noch einmal Klartext:

Sozialleistungen sind nachrangig! Wer auf Sozialleistungen angewiesen ist, hat vorrangig eigenes Einkommen und Vermögen für seinen Lebensunterhalt einzusetzen. Du sollst also das Erbe (oder die Schenkung) nicht "an das Amt übergeben", sondern dein Leistungsanspruch verringert sich. Das ist aber nun wirklich nicht neu; das war bereits im BSHG so geregelt (§ 2).

Es ist gut und richtig, wenn sich deine Eltern Gedanken über den Umfang und die Verteilung ihres Nachlasses nach ihrem Ableben gemacht haben; sie können ihre Vorkehrungen aber auch jederzeit ändern.

Und noch eine ganz persönliche Meinung: Die Kinder sollten sich dabei heraushalten und sich nicht schon zu Lebzeiten der Eltern Gedanken über die Verwendung des Nachlasses machen. Verteilt werden kann ohnehin nur, was im Zeitpunkt des Ablebens der Eltern noch vorhanden ist.
« Letzte Änderung: 16. Januar 2018, 20:12:26 von Orakel »
Rechtlicher Hinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen meiner Beiträge fragen Sie bitte Ihren Rechtsanwalt oder Steuerberater. Rechtsanwälte und Steuerberater sind allerdings berechtigt, sich die Beantwortung Ihrer Fragen bezahlen zu lassen.
Ein Blick ins Buch und zwei ins Leben // wird die rechte Form dem Geiste geben. (Johann Wolfgang von Goethe)
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

Gast42062

  • Gast
zum "Klartext-Schreiber" meine Eltern haben es geregelt, das wir den Pflichtanteil direkt nach dem Hausverkauf erhalten!

Das Heim -"betreutes wohnen" ist wesentlich günstiger, sie hatten was verwechselt.
Sie kommen selbst dafür auf! Keine Ämter brauchen sie- da sie es selbst zahlen!

Meine Frage ist nun anders:

Wenn wir unser Erbteil nun vorzeitig ausgezahlt bekommen, in wie weit wird es vom Grundsicherungsamt / JC verrechnet und was darf man überhaupt behalten?
Ich und Geschwister sind leider vom JC / Grundsicherung abhängig.

Bzw. wo gibt es § zum Informieren?
Danke im Voraus.
was für eine Verschwendung von Geld wenn ihr vom Jc abhämgig seit und keine Zeit findet Angehörige zu Pflegen zumal es noch Geld dafür gib Pflegepersonen erwerben zukünftig in vielen Fällen höhere Rentenanwartschaften.
Ich kenne leider die Gründe nicht warum ihr ind Heim abschiebt.

Offline ADHSCoach

  • schon länger hier
  • **
  • Beiträge: 183
Deine persönliche Meinung ist nicht relevant. Hier wird keiner abgeschoben! Pflegebedürftig ist auch nicht die Rede. Doch das geht Dich nun wirklich nichts an!

 Bisher habe ich nicht einen Rat erhalten WAS man behalten kann?
Wenn ich die Rente komplett aufwende, wäre es das gleiche sofort die Rente ans Amt zu überweisen.
Habe von Freibeträgen, Schonvermögen gelesen.

Warum schreibt ihr so gehässig?
Einen Teil wird wohl nicht unbedingt zu verwerten sein, doch wie viel es wäre, darauf geht niemand ein.


CCR: Meine Eltern sind NICHT pflegebedürftig. Rechtfertigen muss ich mich nicht, und es geht Dich nichts an.

Wenn niemand auf den $ des Schonvermögens / usw eingehen mag oder will
werde ich dieses Thema beenden.
Es kommen nur persönliche Meinungen. Schade, dachte wir könnten uns gegenseitig helfen.

« Letzte Änderung: 16. Januar 2018, 20:35:08 von ADHSCoach »

Offline Orakel

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 14803
Bisher habe ich nicht einen Rat erhalten WAS man behalten kann?

Das liegt daran, dass hier niemand weiß, welches Einkommen du erwartetst und worauf du deine Erwartungen stützt!

Wenn keine Schenkung, dann vorweggenommene Erbfolge; eine dritte Möglichkeit gibt zu Lebzeiten deiner Eltern nicht.

Existiert darüber ein notariell beglaubigtes Dokumen? Mit welchem Inhalt?
Rechtlicher Hinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen meiner Beiträge fragen Sie bitte Ihren Rechtsanwalt oder Steuerberater. Rechtsanwälte und Steuerberater sind allerdings berechtigt, sich die Beantwortung Ihrer Fragen bezahlen zu lassen.
Ein Blick ins Buch und zwei ins Leben // wird die rechte Form dem Geiste geben. (Johann Wolfgang von Goethe)
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

Offline NevAda

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 7118
  • Das macht nichts.
Zitat von: ADHSCoach am 16. Januar 2018, 20:17:39
Bisher habe ich nicht einen Rat erhalten WAS man behalten kann?
Erbe (auch im Wege der vorweggenommenen Erbfolge) ist sowohl im Rechtskreis des SGB II, als auch des SGB XII grundsätzlich Einkommen

http://hartz.info/index.php?topic=8.0


Zitat von: ADHSCoach am 16. Januar 2018, 20:17:39
Hier wird ja geschrieben "du solltest dann nicht erwarten das wir für Dich dein Lebensunterhalt finanzieren!"
Wer schreibt denn das? Denke mal SB vom Amt sind hier nicht sondern selbst Harttz 4 Bezieher.
Ich bin Steuerzahlerin (ja, wie alle hier).

Zitat von: ADHSCoach am 16. Januar 2018, 20:17:39
Warum schreibt ihr so gehässig?
Ich meine es nicht gehässig. Aber Du schreibst wieder und wieder das gleiche. Machst den Eindruck, nicht zu lesen, was Dir geschrieben wird. Und hast den Anspruch, zusätzliches Geld (Erbe oder Schenkung oder Bekommenes) als Taschengeld verwenden zu können.

Zitat von: ADHSCoach am 16. Januar 2018, 20:17:39
Bisher habe ich nicht einen Rat erhalten WAS man behalten kann?
Doch. ALLES.

Offline ADHSCoach

  • schon länger hier
  • **
  • Beiträge: 183
sagte ja schätzungsweise 20.000€
laut Gutachter hat das Haus massiv an Wert verloren.
Es könnte auch weniger sein, davon werde ich dann wie hier geschrieben wird leben, mich auch krankenversichern und somit wäre es in 2J. weg

NEVADA
nun Fazit: Wenn Du meins gelsen hättest, was ich ja mehrfach wiederholte, dann denke ich, wirst Du selbst vom SGB II über kein Fachwissen verfügen, (Schonvermögen usw, Anrechnung, nicht anrechnendes Vermögen)


OK, hier kann ich keine Hilfe erwarten.




Offline NevAda

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 7118
  • Das macht nichts.
Zitat von: Ottokar am 16. Januar 2018, 10:39:22
Beziehen die Beschenkten ALG II, wäre die Schenkung für die folgenden 6 Monate als Einkommen anzurechnen. Danach als Vermögen