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Autor Thema: Scham und Schikane – Warum Bedürftige Milliarden verschenken  (Gelesen 4297 mal)

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Offline Hexe

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– Millionen Menschen verzichten auf Hartz-IV-Ansprüche, die ihnen zustehen.
– 40 Prozent der Anspruchsberechtigten schrecken vor der Bürokratie zurück. Sie fühlen sich gegenüber dem Jobcenter ohnmächtig.
– Der Staat spart durch einen Statistiktrick und den Verzicht von Millionen Bürgern auf Leistungen rund 9,4 Milliarden Euro.

Scham und Schikane – Warum Bedürftige Milliarden verschenken

LG Hexe

Ich erteile keine Rechtsberatung sondern gebe nur meine eigene Erfahrung weiter

Offline KnotenKurt

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Re: Scham und Schikane – Warum Bedürftige Milliarden verschenken
« Antwort #1 am: 19. Januar 2018, 13:51:33 »
Ich kann jeden verstehen, der noch im erträglichen Rahmen Einbußen durch Verzicht hat. Solange ich zurecht komme, bestimme ich gerne selbst über men Leben und möchte nicht für alles und jeden Rechenschaft ablegen.

Offline CCR

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Re: Scham und Schikane – Warum Bedürftige Milliarden verschenken
« Antwort #2 am: 19. Januar 2018, 23:24:00 »
ja man sagte mir auch schon wie soll ich Hartz4 beantragen ohne Personalausweis, er schnorrt sich halt so durch.
Wir leben in einem System,  in dem man entweder Rad sein muss  oder unter die Räder gerät.

„Es irrt der Mensch, solang er strebt.“
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Offline Kaffeesäufer

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Re: Scham und Schikane – Warum Bedürftige Milliarden verschenken
« Antwort #3 am: 20. Januar 2018, 08:29:39 »
Also ich schäme mich nun (jetzt) absolut nicht mehr vom Staat Geld zu beziehen, der verschwendet soviel Milliarden (siehe schwarzes Steuerbuch) da kommts auf die paar Euros bei mir nicht mehr an  :blum:

Offline Peter Viersen

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Re: Scham und Schikane – Warum Bedürftige Milliarden verschenken
« Antwort #4 am: 20. Januar 2018, 08:35:00 »
Ich bin der Meinung / Überzeugung:

Wer Hilfe benötigt und auch danach fragt, dem wird Hilfe zuteil! Nicht immer bei den Behörden, aber es gibt genug Menschen / Hilfeorganisationen, die sich im SGB II und SGB XII recht gut auskennen. Aber da Hilfebedürftigkeit / Anspruchsberechtigung lieber verschwiegen wird, verzichten viele auf Leistungen.

Bei Vielen ist es nur Unwissenheit und auch Bequemlichkeit, den einen oder anderen Euro sparen zu wollen:

• Viele, gerade ältere Menschen haben kein kostenloses Banking, weil sie eben seit Jahren ......
• Viele Menschen nutzen einfach nicht die Möglichkeit, sich über preiswerteren Strom zu erkundigen
• Viele Menschen informieren sich auch nicht über "Flatrate-Tarife" bei der Telekommunikation
• Gerade ältere Menschen fällt es schwer, Neues zu akzeptieren und anzunehmen.

Aber ....

.... aber es gibt genug Hilfeeinrichtungen (Tacheles, Senioren-Hilfen, Arbeitslosen-Hilfe, etc.), wo man sich mal erkundigen könnte. Viele trauen sich einfach nicht, über ihre persönliche Situation zu sprechen. Nicht zu vergessen: "Viele aus dieser Zielgruppe haben Kinder, Enkelkinder, die eventuell auch mal helfend eingreifen könnten, wenn sie denn gefragt würden!"

Denen kann man eben nicht helfen!

Offline Lady Miou

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Re: Scham und Schikane – Warum Bedürftige Milliarden verschenken
« Antwort #5 am: 20. Januar 2018, 11:22:25 »
Zitat von: Peter Viersen am 20. Januar 2018, 08:35:00
.... aber es gibt genug Hilfeeinrichtungen (Tacheles, Senioren-Hilfen, Arbeitslosen-Hilfe, etc.), wo man sich mal erkundigen könnte.

Genau die melden sich bei dem hier verlinkten Artikel zu Wort.


Zitat von: Peter Viersen am 20. Januar 2018, 08:35:00
Denen kann man eben nicht helfen!
Wenn es nur sie betreffen würde, wäre es vielfach eine eigene Entscheidung die sie auch selbst zu vertreten haben, aber leider trifft es alle Berechtigten.

Statistiktrick erspart Staat fast zehn Milliarden Euro

Und er spart noch mehr – durch einen statistischen Trick. Bei der Berechnung der Hartz-IV-Regelsätze werden auch die Haushalte der Ärmsten der Armen einbezogen. Eben jene 40 Prozent, die gar keine Leistungen beantragen und oft unterhalb des Existenzminiums leben. Das drückt die ohnehin sehr geringen Regelsätze weiter nach unten. Dr. Irene Becker, Wirtschaftswissenschaftlerin: "Nach meinen Schätzungen sind es ungefähr zwölf Euro, die der Regelbedarf unterschätzt ist. Also die würden zwölf Euro mehr bekommen, wenn man die verdeckte Armut rausrechnen würde bei den Berechnungen ... Also nur bei diesem Punkt pro Jahr würden sich die zusätzlichen Transferausgaben belaufen auf ungefähr eine Milliarde Euro."
http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/sr/Schikanen-Beduerftige-100.html


Offline Sheherazade

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Re: Scham und Schikane – Warum Bedürftige Milliarden verschenken
« Antwort #6 am: 20. Januar 2018, 15:12:15 »
Zitat von: Peter Viersen am 20. Januar 2018, 08:35:00
Denen kann man eben nicht helfen!
Wenn es nur sie betreffen würde, wäre es vielfach eine eigene Entscheidung die sie auch selbst zu vertreten haben, aber leider trifft es alle Berechtigten.

Es geht also wieder mal darum, allen Berechtigten Hilfe überzustülpen?
Der Heiligenschein mancher Leute ist nichts anderes als eine Notbeleuchtung. (Ernst Ferstl)
Warum lästert Ihr über Dicke? Die sind nicht gefährlich. Über die Dummen solltet Ihr Euch Gedanken machen! (unbekannt)
Komisch, dass Menschen, die immer alles besser wissen, nie etwas besser machen. (unbekannt)

Offline CCR

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Re: Scham und Schikane – Warum Bedürftige Milliarden verschenken
« Antwort #7 am: 20. Januar 2018, 17:25:46 »
Zitat von: Sheherazade am 20. Januar 2018, 15:12:15
Es geht also wieder mal darum, allen Berechtigten Hilfe überzustülpen?
besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.
Zitat von: Hexe am 19. Januar 2018, 13:14:02
– Der Staat spart durch einen Statistiktrick und den Verzicht von Millionen Bürgern auf Leistungen rund 9,4 Milliarden Euro.
wieviel war es wohl früher als es noch kein Internet gab und die Leute noch nichts wussten was einen vom Gesetz zusteht.
Wir leben in einem System,  in dem man entweder Rad sein muss  oder unter die Räder gerät.

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Online potamopyrgus

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Re: Scham und Schikane – Warum Bedürftige Milliarden verschenken
« Antwort #8 am: 20. Januar 2018, 17:30:02 »
ja man sagte mir auch schon wie soll ich Hartz4 beantragen ohne Personalausweis, er schnorrt sich halt so durch.

 :scratch: wenn man sich den gesamten Lebensunterhalt zusammenschnorren kann, müsste es eigentlich auch einmal für einen neuen Ausweis reichen oder?  :weisnich:
Vermutlich würden ihm die Leute, die ihn aktuell unterhalten müssen sogar gerne das Geld für Passbilder und Ausweis geben, denn auf lange Sicht kommt sie das viel billiger.

Das Argument ist wohl eher eine Ausrede. Solange man immer wen findet bei dem man sich durchschnorren kann, ist das einfach bequemer.

Offline Lady Miou

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Re: Scham und Schikane – Warum Bedürftige Milliarden verschenken
« Antwort #9 am: 20. Januar 2018, 17:34:31 »
Zitat von: potamopyrgus am 20. Januar 2018, 17:30:02
Solange man immer wen findet bei dem man sich durchschnorren kann, ist das einfach bequemer.
Erzähl das denen mal die ihre Profite auf Kosten der Lohnabhängigen (Bittsteller um Arbeitsplätze) machen und so gut wie nix zum Sozialsystem beitragen und nicht den Menschen die noch nicht mal das wirklich Lebensnotwendige haben.

Offline CCR

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Re: Scham und Schikane – Warum Bedürftige Milliarden verschenken
« Antwort #10 am: 20. Januar 2018, 17:38:49 »
Der von mir genannte ist leider Alkoholabhängig hat ein Bett zum schlafen und das durchschnorren ist da auch mehr oder weniger über die Runden kommen mit den gleichgesinnten Kumpanen.
Wir leben in einem System,  in dem man entweder Rad sein muss  oder unter die Räder gerät.

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Offline KnotenKurt

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Re: Scham und Schikane – Warum Bedürftige Milliarden verschenken
« Antwort #11 am: 20. Januar 2018, 17:49:51 »
Ich frag mich hier manchmal, ob ich zu bescheiden oder schlicht zu blöd bin.

Online Anne-Suvi

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Re: Scham und Schikane – Warum Bedürftige Milliarden verschenken
« Antwort #12 am: 20. Januar 2018, 17:53:30 »
wieviel war es wohl früher als es noch kein Internet gab und die Leute noch nichts wussten was einen vom Gesetz zusteht.

Jetzt komm ich vor Lachen wieder nicht in den Schlaf. :danke:

Online potamopyrgus

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Re: Scham und Schikane – Warum Bedürftige Milliarden verschenken
« Antwort #13 am: 20. Januar 2018, 17:55:30 »
Der von mir genannte ist leider Alkoholabhängig hat ein Bett zum schlafen und das durchschnorren ist da auch mehr oder weniger über die Runden kommen mit den gleichgesinnten Kumpanen.

Wollte damit auch nur sagen, dass das hier nichts mit dem mangelnden Ausweis zu tun hat.

Offline Lady Miou

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Re: Scham und Schikane – Warum Bedürftige Milliarden verschenken
« Antwort #14 am: 20. Januar 2018, 17:56:04 »
Zitat von: KnotenKurt am 20. Januar 2018, 17:49:51
Ich frag mich hier manchmal, ob ich zu bescheiden oder schlicht zu blöd bin.
Nichts von beidem, du hast nur wie die Meisten nicht das Glück in den Millionär- und Milliardäresfamilien geboren zu sein. Sondern in einer Familie die für ihr Überleben und Leben arbeiten muss.