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Autor Thema: Seit 04.07.2017 haften Provider für eine Mindest-Bandbreite bei DSL und Kabel  (Gelesen 5985 mal)

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Offline Ottokar

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Seit 04.07.2017 haften Provider für eine Mindest-Bandbreite bei DSL und Kabel

Seit dem 04.07.2017 müssen nun auch in Deutschland Provider aufgrund der Umsetzung der EU-Verordnung 2015/2120 in § 47a Abs. 1 TKG die minimal verfügbare Bandbreite in ihren AGB angeben.
Wird diese kontinuierlich oder regelmäßig wiederkehrend nicht erreicht, kann man ein Schlichtungsverfahren bei der Bundesnetzagentur gemäß § 47a TKG einleiten (zum Antrag).
Da hierbei der Verbraucher beweispflichtig ist, muss dieser an zwei aufeinander folgenden Tagen jeweils über den Tag verteilt insgesamt 20 Geschwindigkeitsmessungen vornehmen und dokumentieren.
Dazu bieten sich die Seiten Zack – der Speedtest für Ihre Breitbandverbindung von AVM Deutschland oder Breitbandmessung von der Bundesnetzagentur an.
Die Dokumentation sollte man mittels Screenshoot der Messergebnisse oder dem Ausdrucken dieser in eine PDF-Datei vornehmen.
Mit diesen Nachweisen leitet die Bundesnetzagentur das Schlichtungsverfahren ein.
Hilft der Provider der Beschwerde nicht ab, besteht ein Sonderkündigungsrecht, d.h. man kann den Vertrag mit dem Provider fristlos kündigen.

Deutschland war mit der Umsetzung dieser EU-Verordnung mal wieder Schlusslicht, z.B. in Österreich wurde diese schon im April 2016 in nationales Recht umgesetzt.
Interessanterweise wurden die sich daraus ergebenden Kundenrechte nicht öffentlichkeitswirksam kommuniziert und kaum ein Kunde kennt diese. Das zeigt, wie stark die Lobby der Provider ist. Angesichts aktueller Untersuchungen, die zeigen, dass kaum ein Provider die versprochenen Datenraten einhalten kann, werden vermutlich Massenkündigungen befürchtet.
Oder aber der Zwang, endlich in leistungsfähige Technik zu investieren, was die Gewinne schmälert.
Solange sich keiner wehrt, wird sich aber auch nichts ändern.

Nachtrag
Lt. § 3 Abs. 2 SchliO wird kein Schlichtungsverfahren eröffnet, wenn der Antragsgegner nicht binnen 3 Wochen auf den Schlichtungsantrag reagiert.
Auch das deutsche Schlichtungsrecht erweist sich damit als zahnloser Papiertiger und vollkommen sinnlose Institution.
Verbraucherrechte lassen sich mit einer solchen Vorschrift nicht durchsetzen, deren Anwendung der Antragsgegner verhindern kann, indem er sich lediglich weiterhin taub und stumm stellt - ein Verhalten, welches ja i.d.R. erst zur Eröffnung eines Schlichtungsverfahrens führt.
Fazit: Ein weiteres vollkommen wirkungs- und damit nutzloses Gesetz, an das sich niemand halten muss. So macht Europarecht Spaß.
« Letzte Änderung: 17. Februar 2018, 15:05:06 von Ottokar »
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Offline Dragon

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Das Problem ist auch wenn wir Kündigen"danach zu einen anderen Provider wechseln wird das gleiche Problem wieder auftreten. solange man nicht wie du selber es gesagt hast.
Zitat
Zitat von Ottokar
endlich in leistungsfähige Technik zu investieren,
Ich glaube auch nicht daran der der versprochene Breitbandausbau bis 2025  kommt!den unsere Ach so tollen Volksvertreter immer vor den Wahlen versprechen.Sie Belügen uns zu 100%  glaube denen nix. Leider ist Deutschland nicht mehr was es war.

Provider haben sowieso kein interesse ihre Netz ausbauen warum den auch?denken sich der Doofe Kunde schluckt das+hat keine ahnung.

Offline Ottokar

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Das Problem hierbei ist doch das Gleiche, wie in allen anderen Bereichen unserer Gesellschaft.
Früher haben die Menschen sich allein deshalb schon an Regeln gehalten, weil sie in Verträgen, Gesetzen und Verordnungen standen.
Heute kümmert sich keiner mehr darum, welche Pflichten er hat - außer er hat bei Verstößen mit empfindlichen Geldstrafen zu rechnen. Und selbst dann stellen Konzerne noch eine Kosten-Nutzen-Analyse auf und zahlen lieber Geldstrafen, wenn sie damit günstiger wegkommen, statt ihre vertraglichen und gesetzlichen Verpflichtungen zu erfüllen. Und hier wird ja nicht mal eine Geldstrafe fällig.

Hinzu kommt noch die vorherrschende Marktaufteilung der Internetprovider - insbesondere die Anbieter von Kabel-Internetzugängen haben Deutschland ja unter sich aufgeteilt. Selbst wenn man kündigt, hat man keine Chance, zu einem anderen Anbieter zu wechseln, weil es keinen gibt. Das geht nunmehr sogar soweit, dass diese ihre Angebote gemeinsam vermarkten. Ein Monopol, das jede Einforderung von Verbraucherrechten zunichte macht.

Die größte Frechheit dabei ist ja, dass die Verbraucher mit ihren Steuermitteln im Zuge des sog. Breitbandausbaus den Providern de facto die Kosten für die Technik und den Netzausbau bezahlen, die erforderlich ist, damit die Provider ihre vertraglichen Leistungen erfüllen können, die sie schon heute den Verbrauchern schulden.
Das ist doch ein Witz.

Angesichts der aktuellen Rechtslage zu Kündigungen von Providerverträgen, insbesondere bei Umzug, eröffnet diese Leistungshaftung der Provider jedoch neue Möglichkeiten, Verträge vorfristig zu beenden, anstatt noch mehrere Monat für eine Leistung zu bezahlen, die man gar nicht mehr in Anspruch nimmt oder nehmen kann.
Bevor man wegen Umzug kündigt und die 3 Monate nach dem Umzug noch weiterzahlen muss, sollte man zunächst wie oben dargestellt die Leistung des Anschlusses messen und dokumentieren. Daraus ergibt sich möglicherweise das Recht zu einer fristlosen Kündigung wegen Nichteinhaltung des Leistungsversprechens. Das spart dann 3 Monatsraten.
« Letzte Änderung: 21. Januar 2018, 14:38:14 von Ottokar »
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Online Pumukel

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Also über unseren aktuellen Anbieter können wir nicht meckern.....Wir sollen über Glasfaserkabel 200 Mbit im Down und 12 Mbit im Upload haben laut Vertrag

Wir haben aber IMMER mehr als 212 Mbit Down und knapp 14 Mbit im Upload..... :sehrgut: :sehrgut: :sehrgut:
LG

Pumukel

Offline Ottokar

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Schön für dich. Ich sollte lt. Vertrag 200 MBit/s im DL bekommen, mindestens jedoch 100 MBit/s.
Gerade jetzt habe ich 5,8 MBit/s im DL und 7,7 MBit/s im UL.
Die höchste DL habe ich Mo - Fr zwischen 8 und 14 Uhr mit 70 MBit/s. Dann geht die in den Keller und beträgt ab spätstens 18 Uhr bis weit nach Mitternacht weniger als 50% des UL.
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Offline Planloser

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Hinzu kommt noch die vorherrschende Marktaufteilung der Internetprovider - insbesondere die Anbieter von Kabel-Internetzugängen haben Deutschland ja unter sich aufgeteilt. Selbst wenn man kündigt, hat man keine Chance, zu einem anderen Anbieter zu wechseln, weil es keinen gibt. Das geht nunmehr sogar soweit, dass diese ihre Angebote gemeinsam vermarkten. Ein Monopol, das jede Einforderung von Verbraucherrechten zunichte macht.

Was ist aber die Konsequenz daraus? Es wird teilweise 3 verschiedene Kabel in ein Baugebiet gelegt - das kostet alles Geld die der Betreiber auftreiben muss. Telekom ist auch ganz toll: Kündigt die Stadt an selber auszubauen, nachdem Sie verzweifelt versucht hat das die Telekom ausbaut, geht es plötzlich ganz schnell bei der Telekom und baut aus. Die hat selber aber auch kein einfaches Leben, die benötigt die Gewinne aus der Stadt um auf dem Land auch bauen zu können dafür kommen aber mehr Stadtwerke auf die Idee selbst ein Netz aufzubauen... Klar wird das billiger angeboten als das von der Telekom aber die versorgen einfach nur das Gebiet was für Sie lukrativ erscheint. Ist eine Trabantstadt 2 km vor der ausgebauten Stadt mit 10000 Einwohner kann man dann lange darauf warten das die Stadtwerke aktiv wird. Rosinenpickerei.

Hinzu kommt das Glasfaser immer wieder das Problem der Redundanz mit sich bringt aber v.a. Glasfaser am stärksten Störanfällig ist. Ich hatte mal 50 Mbit über GF von KBW - also nicht nur das der Techniker 5x da war weil die Leitung ständig zusammengebrochen ist sondern die Pakete sind auch noch häufig fehlerhaft angekommen. D.h. eine Datei 5, 6x runterladen bis Sie endlich funktioniert. Woran das lag? Konnte keiner sagen. Sieht man aber auch im Ausland: Bei Glasfaser sind die deutlich weiter als in Deutschland aber instabiler als das Kupferkabel der Telekom sind Sie allemal.

Hier habe ich einen DSL mit Vectoring - also 100 Mbit Down und 40 Mbit up, funktioniert soweit gut außer das zwischen 16 und 20 Uhr einmal die Verbindung außerhalb des 24h Disconnect stattfindet - ich habe mich damit abgefunden da es wirklich immer nur einmalig ist. Defekte Dateien kommen auch nie an.

Die andere Sache mit den Providern: die meisten sind auf die Telekomleitung angewiesen, in seltenen Fällen auch Glasfaser. Das Kabel bleibt aber oft die gleiche außer es liegen zwei im Haus an (z.B. Glasfaser und Kupfer) und das kostet wiederum monatlich Geld solch eine Leitung einfach nur brach liegen zu lassen. Ich habe wie gesagt hier Glasfaser (KBW) und Kupfer von der Telekom liegen - für beides muss monatlich in der Miete gezahlt werden auch wenn es in der Endabrechnung nicht auftaucht. Damit wird das Geld mit den Netzen gemacht nicht mit der Gebühr die man für den Provider zahlt - ist quasi nur noch eine Servicegebühr d.h. die 90 jährige Oma die Internet anliegen hat zahlt, obwohl Sie es nie nutzen wird, genauso mit wie jeder andere auch mit dem Unterschied das Glasfaser neu ist und zusätzlich in der Miete kostet.
Die Arbeit verschwindet – das will kein Politiker seinen Wählern erzählen. Stattdessen hat sich die Politik drei Pseudotheorien ausgedacht, um diese Entwicklung zu erklären. Wir verlieren in unserem Land Jobs, weil die bösen Unternehmer Stellen ins Ausland verlagern. Wir haben genug Jobs, die Leute sind nur nicht richtig ausgebildet. Wir haben zu wenig Jobs, weil die Sozialabgaben zu teuer sind. Alle drei Argumente sind für Jeremy Rifkin absurd.

Offline Kaffeesäufer

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Also ich nutze seit 15 Jahren nur Internet pder Kabel, hab derzeit ne 400 000er Leitung und kommt auch voll an zu jeder Zeit.
War aber auch in den letzten Jahren so.

Am meisten Probleme gibts ja nur bei den teledoofleitungen......

Offline Planloser

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Zitat von: Kaffeesäufer am 22. Januar 2018, 09:14:16
Also ich nutze seit 15 Jahren nur Internet pder Kabel, hab derzeit ne 400 000er Leitung und kommt auch voll an zu jeder Zeit.
War aber auch in den letzten Jahren so.

Am meisten Probleme gibts ja nur bei den teledoofleitungen......

naja ich habe hier wohl keine Probleme weil die meisten auf Kabel sind sobald verfügbar (war bei der Glasfaserverlegung für die Telekom mit dabei) und die Telekomleitungen quasi kaum Last hat - hier beschweren sich alle über Unitymedia weil deren Leitung stetig überlastet ist weil die alle da drauf hocken und das Netz gar nicht so viel abtransporten kann - oft ist der Backhaul schlichtweg überlastet bzw. unterdimensioniert. Wenn ich 20x 100 Mbit verkaufe braucht man letztlich keine 2000 Mbit Leitung für den Abtransport sondern man kalkuliert mit 500 Mbit oder gar weniger da man davon ausgeht das nicht alle gleichzeitig mit 200 Mbit surfen wollen. Hast du aber einen drin der stetig 200 Mbit nutzt wird das aber schon sehr schwierig. Darauf basiert aber das gesamte System bzw. wäre ansonsten sehr teuer. V.a. Glasfaseranbieter rechnen mit deutlich weniger durchschnittlicher Auslastung als die Telekom.

Auch sehr schön bei Glasfaser: Garantierte Bandbreite bei Unternehmen - das geht aber auch über den gleichen Backhaul wie die Privatnutzer und dann wird der allerdings für das Unternehmen geöffnet und die restliche Bandbreite auf die Haushalte aufgeteilt - 3x kann man raten was vorher gedrosselt wird bevor die Leitung überlastet ist. Beim Bau wird das i.d.R. nie berücksichtigt. Wenn Ottokar also nur mit 70 Mbit surft und 200 Mbit bekommt kann man davon ausgehen das die Leitung zum Haus durchaus die 200 Mbit schafft aber an einer Mutterzelle (Kabelverteiler) nicht weiterkommt. Soweit zum technischen Wissenstand meiner Seite.

Zum anderen setzt das auch voraus das der Kunde mehr zahlen möchte um garantierte Bandbreiten zu erhalten - Kostenpunkt etwa 10€ mehr im Monat um das zu finanzieren aber dadurch wäre der Preisvorteil bei Glasfaser auch gleich mit weg.
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Offline Ottokar

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Der 4. Netzknoten ist ein Backbone in FFM, nach meinem Modem geht es vorher durch 3 providernetzinterne Knoten, worauf 50% der Ping-Laufzeit entfallen. Da fragt man sich doch, an welcher Stelle der providerinternen Netzarchitektur 200 MBit/s als Verbindungsparameter ausgehandelt werden. Wenn der letzte providernetzinterne Knoten die Kopfstelle ist, na dann gute Nacht.
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Offline Peter Viersen

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Schon fast "off topic", aber ich schreib´s trotzdem:

Als Privatmann habe ich jetzt aktuell "DSL 50" von 1&1 und diese Leistung kommt auch an. Vorher hatte ich von Unitymedia ebenfalls eine 50 MB Leistung, die auch angekommen ist.

Die Frage die ich mir in Bezug auf Datengeschwindigkeit immer stelle ist die: Wie viel brauche ich als Privatmann wirklich? Mein "Surfen" im Internet geht rasch und ein Download eines MP3 Musikstückes von z.Bsp. YouTube geht auch "ratzfatz". Deshalb bin ich zufrieden.

Wenn Firmen / Unternehmen natürlich ggf. höhere Leistungen brauchen, ist das nachvollziehbar, aber als Privatmann ??? ( ....es sei denn, man ist auf Online-Spiele fixiert *lach*).


Offline Ottokar

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Zitat von: Peter Viersen am 22. Januar 2018, 13:40:33
Wie viel brauche ich als Privatmann wirklich?
Kommt ganz darauf an, was du machen willst und was alles parallel läuft.
Nur fürs Surfen und gelegentliche kleinere DLs reichen 6 MBit/s vollkommen aus.
Wenn du in mind. 720p streamen willst, also Videos schauen, sollten es schon 16 MBit/s sein.
Willst du Surfen, deine Frau gleichzeitig Videos schauen und dein Kind MMORPGs zocken, sind mindestens 25 MBit/s nötig.
Für IP-TV mit UHD Auflösung sind allein 25 MBit/s Minimum, wenn da noch andere Anwendungen parallel dazu kommen, sind schon 50 MBit/s nötig.
Falls  du öfter DLs im GB-Größe hast, ist noch mehr immer Besser. Da sollten es dann schon mind. 50 MBit/s sein, besser 100 MBit/s.
Wenn du bei youtube & Co. regelmäßig Videos hochladen willst, solltest du schon mind. 8 MBit/s im UL haben, den gibt es aber erst, je nach Provider und Tarif, ab 50 oder 100 MBit/s im DL.

Auch wenn mir mein Provider vertraglich mind. 100 MBit/s schuldet, würden mir schon 25 MBit/s reichen, vorausgesetzt sie sind 24h/d garantiert verfügbar.
« Letzte Änderung: 22. Januar 2018, 14:12:20 von Ottokar »
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Offline Planloser

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Zitat von: Ottokar am 22. Januar 2018, 13:50:50
Für IP-TV mit UHD Auflösung sind allein 25 MBit/s Minimum, wenn da noch andere Anwendungen parallel dazu kommen, sind schon 50 MBit/s nötig.

Eher 16 Mbit pro UHD Stream - zumindest bei den Sachen die man sich in Deutschland holen kann (z.B. Amazon Netflix und Co.) - ein MMORPG zieht eigentlich kaum Leistung, ich hatte damals Ragnarok oder Command and Conquer noch mit 56k Modem gespielt - auch heutige Spiele brauchen wenn überhaupt 100kbit/s einige Actionlastige vielleicht 250kbit/s mit Teamspeak und Co.. Bei einem Update sieht das ganze aber wieder ganz anders aus - teilweise 10 GB groß.

Bei Downloads ist das eine Frage der Zeit - mit meiner ersten eigenen Leitung habe ich trotz 3 Mbit 350 GB Traffic im Monat verursacht, heute im Durchschnitt noch 250 GB - ich denke generell es ist wohl ein Ende abzusehen vom Highspeedinternet. Früher wurde auch immer die höchstmögliche Datenrate genommen die zur Verfügung stand, die Zeiten sind wohl vorbei. Die Bestellraten sind - wenn 100 Mbit verfügbar ist - eher 50 Mbit auf Platz 1, 16 Mbit auf Platz 2 und 100 Mbit auf Platz 3 und es gibt keinen 4. Platz. Ich hatte die 100 Mbit letztlich auch nur gewählt weil der Upload ebenfalls doppelt so hoch war.

Zitat von: Ottokar am 22. Januar 2018, 13:50:50
Wenn du bei youtube & Co. regelmäßig Videos hochladen willst, solltest du schon mind. 8 MBit/s im UL haben, den gibt es aber erst, je nach Provider und Tarif, ab 50 oder 100 MBit/s im DL.

Das ist der Knackpunkt bei Kabel. Aus irgendwelchen Gründen wird der Upload selbst bei einer 400 Mbit Leitung bei Unitymedia schon bei 10 Mbit gekappt (hab gerade nachgeschaut). Ich hab mit meiner 100 Mbit Leitung gut 40 Mbit Upload, ich finde die Telekomleitung bezüglich Nutzerwünschen deutlich besser austariert. Eine Datei hochladen geht meist im Bereich von Milliesekunden und die Skypekonversation bricht dabei nicht zusammen - mein Nachbar hingegen kracht das mal schnell zusammen - 60 Mbit hat er, mit 3 mbit upload und wenn seine Frau ein Video über Whatsapp schickt steht das ganz schnell.

Zitat von: Peter Viersen am 22. Januar 2018, 13:40:33
Wie viel brauche ich als Privatmann wirklich?

Kommt aufs Nutzungsverhalten drauf an. Ich denke mit 50 Mbit wird man auch in 10 Jahren noch sehr gut auskommen selbst wenn alle Küchengeräte anfangen wollen zu kommunizieren - problematisch wird eher der Upload.
« Letzte Änderung: 22. Januar 2018, 15:53:48 von Planloser »
Die Arbeit verschwindet – das will kein Politiker seinen Wählern erzählen. Stattdessen hat sich die Politik drei Pseudotheorien ausgedacht, um diese Entwicklung zu erklären. Wir verlieren in unserem Land Jobs, weil die bösen Unternehmer Stellen ins Ausland verlagern. Wir haben genug Jobs, die Leute sind nur nicht richtig ausgebildet. Wir haben zu wenig Jobs, weil die Sozialabgaben zu teuer sind. Alle drei Argumente sind für Jeremy Rifkin absurd.

Offline Ottokar

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Zitat von: Planloser am 22. Januar 2018, 15:24:01
ein MMORPG zieht eigentlich kaum Leistung
Das nicht, aber die Anbindung muss schnelle Reaktionszeiten ermöglichen. Da es keinen parallelen Datentransfer gibt, benötigt man bei parallelen Anwendungen schnelle Übertragungsraten, also je schneller die DL-Rate umso kürzer die Reaktionszeiten.
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Offline Planloser

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Zitat von: Ottokar am 22. Januar 2018, 15:52:22
Das nicht, aber die Anbindung muss schnelle Reaktionszeiten ermöglichen. Da es keinen parallelen Datentransfer gibt, benötigt man bei parallelen Anwendungen schnelle Übertragungsraten, also je schneller die DL-Rate umso kürzer die Reaktionszeiten.

Priorisierung ist aber ganz normal. Streamingdienste haben i.d.R. auch einen Cache weshalb das weiter unten geschichtet ist als z.B. Spieldaten. Früher konnte man noch einzelne Ports priorisieren, solche Funktionen erkenne ich an meiner Fritz Box allerdings nicht mehr vermutlich wird die Priorisierung bereits an der Anwendung richtig ausgegeben oder der Router schafft eigenständig Traffic-Shaping. Früher gab es ja auch noch solche Dinge wie CFos Speed, kann durchaus sein das sowas mittlerweile auf aktuellen Routern läuft, das erkennt automatisch was was ist. Zumindest kann ich hier ohne Probleme mit 100 Mbit im Hintergrund auf dem Server laden und dabei an einem anderen Rechner ohne Probleme Online Spielen. Der Ping erhöht sich dabei um etwa 5 ms auf 41ms - also ein wirklich sehr gutes Niveau.

Bei Glasfaser kann das glaub ich ganz anders laufen - da habe ich absolut keine Idee.
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Offline Kaffeesäufer

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Wenn man nur rumsurft reicht ja ne kleine Leitung, in meinem Falle bekam ich meine 400 000er das Upgrade umsonst also wozu rumlahmen im Netz?  So manch einer zahlt mit ner lahmen 50 000er Leitung immer noch mehr wie ich.  Müsste ich mehr zahlen hätt ich auch nicht getan.   So mal 3GB in einer Minute zu ziehen ist schon was feines^^ 
Und zum Glück gibts Flats, mit Volumentarifen wie früher wäre ich schon mehr wie pleite, letzten Monat floßen knapp 800GB durch die Leitung ....schaue aber auch nur übers Internet TV.Normales Programm kannste dir ja heute nicht mehr antun.