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Autor Thema: Eigenbedarfskündigung  (Gelesen 2365 mal)

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Offline ute

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Eigenbedarfskündigung
« am: 25. Januar 2018, 07:10:22 »
Hallo ich bin Erwerbsminderungs-Rentnerin mit Aufstockung Grundsicherung für Erwerbsminderungs-Rentner

Jetzt wurde mir die Wohnung wegen Eigenbedarf Gekündigt ! Ich hatte noch nie Mietschulden ! Das mir etwas zeit bleibt habe ich mir von meine Psychologin ein Gutachten machen lassen !Laut Sozialamt darf ich nur € 300,- kalt Miete bezahlen ich finde aber hier keine Wohnung für diesen Preis Jetzt meine Frage muss mir das Sozialamt eine höhere Miete bezahlen damit mir die Obdachlosichkeit erspart bleibt Wer kann mir Rat geben
Danke

Offline TazD

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Re: Eigenbedarfskündigung
« Antwort #1 am: 25. Januar 2018, 07:58:59 »
Eins vorweg: Die Eigenbedarfskündigung hat nichts mit Mietschulden zu tun.

Für eine Eigenbedarfskündigung sind enge Grenzen gesetzt. Kannst du das Kündigungsschreiben mal ausreichend anonymisiert im Forum hochladen?

Offline ute

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Re: Eigenbedarfskündigung
« Antwort #2 am: 25. Januar 2018, 14:24:10 »
Hallo Das Kündigungsschreiben kann ich leider hier nicht Einstellen da ich keinen Scanner habe es wurde aber auch von meinem RA bearbeitet und er meinte ich muss so schnell wie möglich raus ! Mir geht es auch mehr darum ob das Sozialamt mir eine höhere Miete bezahlen muss weil ich keine Wohnung für € 300,-  finde die haben mir doch tatsächlich den Vorschlag gemacht das ich ja in die Kasernen bei uns ziehe kann da wo die ganzen Asylanten sind Die Gemeinde sagt sie haben keine Sozialwohnungen Auf meine Inserate und Flyer hat sich auch nach 3 Monaten noch keiner gemeldet oh ich bin auf 180 ich könnte Kotzen

Offline Keen

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Re: Eigenbedarfskündigung
« Antwort #3 am: 25. Januar 2018, 14:32:57 »
Wann ist denn die Kündigung eingegangen? Was hast du in der Sache bisher unternommen? Wie lange ist die Kündigungsfrist?

Offline ute

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Re: Eigenbedarfskündigung
« Antwort #4 am: 25. Januar 2018, 14:51:37 »
Hallo Das Kündigungsschreiben von meinem RA bearbeitet und er meinte ich muss so schnell wie möglich raus ! Mir geht es auch mehr darum ob das Sozialamt mir eine höhere Miete bezahlen muss weil ich keine Wohnung für € 300,-  finde die haben mir doch tatsächlich den Vorschlag gemacht das ich ja in die Kasernen bei uns ziehe kann da wo die ganzen Asylanten sind Die Gemeinde sagt sie haben keine Sozialwohnungen Auf meine Inserate und Flyer hat sich auch nach 3 Monaten noch keiner gemeldet oh ich bin auf 180 ich könnte Kotzen

Offline NevAda

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Re: Eigenbedarfskündigung
« Antwort #5 am: 25. Januar 2018, 15:00:50 »
Das kommt darauf an, wie lange wie intensiv Du schon suchst und ob und wie Du das belegen kannst und wie es Dir gesundheitlich geht und ggf. auch, wo Deine Familie lebt und noch vieles mehr. Ein einfaches JA oder NEIN gibt es auf diese Frage nicht.

Offline ute

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Re: Eigenbedarfskündigung
« Antwort #6 am: 25. Januar 2018, 18:04:15 »
Hallo ich suche schon seit Oktober letztes Jahr! Ich habe hier in Sämtlichen Wohnungsbörsen Inseriert Quoka, Ebay Kleinanzeiger,und und und. Sämtliche Markler und in den hiesigen Zeitungen habe ich auch Inseriert an Sämtlichen Geschäften habe ich Fleyer Ausgehängt was kann man noch mehr tun die Kommunen haben keine Sozialwohnungen mehr ! Ja und wegen meiner Krankheit ich habe eine Borderline Erkrankung durch (Sexuellem Missbrauch) Dann hatte ich Unterleibsrebs  und habe Schwere Athrose !

Offline CCR

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Re: Eigenbedarfskündigung
« Antwort #7 am: 25. Januar 2018, 18:14:31 »
Zitat von: ute am 25. Januar 2018, 14:24:10
die haben mir doch tatsächlich den Vorschlag gemacht das ich ja in die Kasernen bei uns ziehe kann da wo die ganzen Asylanten sind
sowas geht bei deiner Erkrankung ja in keinen Fall.
Wir leben in einem System,  in dem man entweder Rad sein muss  oder unter die Räder gerät.

„Es irrt der Mensch, solang er strebt.“
     Johann Wolfgang von Goethe

Offline Keen

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Re: Eigenbedarfskündigung
« Antwort #8 am: 25. Januar 2018, 19:38:18 »
Zwei Monate vor Ablauf der Frist kann man der Kündigung Widersprechen und einen Härtefall (Sozialklausel) begründen. Wenn du die Wohnungsssuche penibel von Beginn an dokumentiert hast, dann kann nicht vorhandener Wohnraum einen Härtefall begründen und die Fortsetzung des Mietverhältnisses verlangt werden. Im Zweifel bestimmt das Gericht dann eine angemessene Frist. Wenn du noch die Möglichkeit hast, dann unbedingt der Kündigung widersprechen. Gesundheitliche Gründe können auch eine Rolle spielen.
Mit der selben peniblen Dokumentation kannst du auch beim Jobcenter argumentieren, dass entsprechender Wohnraum nicht zur Verfügung steht.

Offline castagir

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Re: Eigenbedarfskündigung
« Antwort #9 am: 26. Januar 2018, 22:34:01 »
Irgendwie ist mir der RA etwas suspekt.

1. Gegen eine Eigenbedarfskündigung kann man -grundsätzlich wie gegen jede - erst mal Widerspruch einlegen. § 574 BGB.

2. Der Eigenbedarf muss vom Vermieter nachgewiesen werden, das kann ein guter Anwalt evtl. mit aufschiebender Wirkung ziemlich lange herauszögern.
Hier kann der Anwalt durchaus selbst bei -gerichtlich- anerkanntem Eigenbedarf eine Räumungsfrist -bis zu einem Jahr- erstreiten. Laut § 721 ZPO. stellt dies eine Härte nach § 574 Abs.2 BGB dar, die ein Widerspruchsrecht und einen in der Regel befristeten Fortsetzungsanspruch begründet,

3. Kein Sozialamt kann Dir eine unannehmbare Wohnung unterjubeln, auch hier ist ein guter RA gefragt, der dieses Ansinnen zerpflücken kann.
Wenn trotz nachweisbarer Bemühungen kein angemessener Wohnraum gefunden wird, stellt dies eine Härte 574 Abs.2 BGB dar, die ein Widerspruchsrecht und einen in der Regel befristeten Fortsetzungsanspruch begründet.

4. Wie lange wohnst Du dort schon? Wenn es z.B. mehr als 5 Jahre sind, ist die Kündigungsfrist 6 Monate.

Ich frage mich eher, ob Dein Anwalt hier geeignet ist, denn ein Widerspruch wär das allermindeste Mittel.

Offline Jigme

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Re: Eigenbedarfskündigung
« Antwort #10 am: 26. Januar 2018, 23:38:56 »
Auch gibt es die Möglichkeit der Wiedereinweisung in die Wohnung durch die Gemeinde!
https://www.anwalt.de/rechtstipps/raeumungsprozess-mit-urteil-oder-vergleich-mit-verzicht-auf-raeumungsschutz-und-vollstreckungsschutz_019095.html
Aber ok, dazu braucht es zunächst einen Räumungstitel.
Der RA müsste da helfen können. Aber der taugt wohl nicht viel, wenn er dies noch nicht in die Wege geleitet, bzw. zur Beruhigung darauf hingewiesen hat.

Offline ute

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Re: Eigenbedarfskündigung
« Antwort #11 am: 27. Januar 2018, 06:25:52 »
Ich möchte mich einmal für alle Antworten bedanken  :smile:
Und was das Thema RA angeht das ist klar das er nicht viel macht er Verdient ja auch nicht viel an mir ich habe ja nur einen Berater schein und da reist er sich kein Bein aus Traurig aber wahr

Offline Jigme

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Re: Eigenbedarfskündigung
« Antwort #12 am: 27. Januar 2018, 09:04:49 »
Ich möchte mich einmal für alle Antworten bedanken  :smile:
Und was das Thema RA angeht das ist klar das er nicht viel macht er Verdient ja auch nicht viel an mir ich habe ja nur einen Berater schein und da reist er sich kein Bein aus Traurig aber wahr

Können sie in manchen Fällen rein wirtschaftlich auch wirklich nicht. Sonst würden sie mitunter für 10/€ Std. arbeiten müssen.
Aber Standardsachen müssen sitzen.
Gerade im SGB II kann der Zeitaufwand enorm sein und wird mW auch schlechter bezahlt als andere Rechtsgebiete.

Offline Peter Viersen

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Re: Eigenbedarfskündigung
« Antwort #13 am: 29. Januar 2018, 08:46:24 »
Hallo Ute,

habe letztes Jahr (bzw. im Okt. 2016) die Eigenbedarfskündigung erhalten.

Wie lange ist denn deine Kündigungsfrist (3, 6 oder 9 Monate)? Auf keinen Fall sollte der Anwalt frühzeitig auf die Kündigung reagieren, denn mann hat bis zwei Monate vor Kündigungsfrist Zeit dazu!!! Sollte bis dahin immer noch nix Passendes gefunden sein, der Kündigung widersprechen und es auf eine Räumungsklage ankommen lassen. Das Prozedere ist zwar anstrengend, aber verschafft dir noch etliche Monate Suchzeit!

Ich habe mich erst auf meinen Wohnort konzentriert, dann auf den Kreis, wo ich wohne und das 448. Wohnungsinserat hat schließlich gefruchtet.

Gesucht habe ich auf allen Online Plattformen: Immonet, Immowelt, Ebay Kleinanzeigen, ImmobilienScout und Kalaydo. Auf Suchanzeigen hat keiner reagiert. Ich habe mehrmals tgl. die Portale aufgerufen und geschaut, welche neuen Angebote eingestellt wurden.

Wenn trotzdem alles nicht fruchten sollte, solltest du mit dem Sozialamt deiner Stadt die Situation durchsprechen und alle Dokumentationen zur Wohnungssuche vorlegen und sehen, was zu tun ist.

Offline KnotenKurt

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Re: Eigenbedarfskündigung
« Antwort #14 am: 29. Januar 2018, 09:42:08 »
Zitat von: ute am 25. Januar 2018, 18:04:15
Ja und wegen meiner Krankheit ich habe eine Borderline Erkrankung durch (Sexuellem Missbrauch)

Das hat bei mir noch nie ein Amt gejuckt. Vllt hast du das "Glück", nicht mehr völlig vernünftig zu reagiern in gewissen Situationen. Ich bin immer extrem diszipliniert, da ich mir Ausrutscher gegenüber Fremden nie zugestehen würde, daher kann niemand wirklich abschätzen wie irre ich wirklich bin...

Nun ja, es hat aber auch noch kein Offizieller versucht, mich sexuell zu bedrängen...