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Autor Thema: ALG2 und Selbständigkeit - Rückforderungen  (Gelesen 572 mal)

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Offline abc123

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ALG2 und Selbständigkeit - Rückforderungen
« am: 26. Februar 2018, 10:23:52 »
Hallo,
wir haben ein Problem mit der ARGE und wissen langsam nicht weiter, da die Angelegenheit immer größere Kreise zieht und wir uns langsam nicht mehr zu helfen wissen.
Mein Mann war schon längere Zeit selbständig - betrieb zusammen mit einem Teilhaber eine kleine Firma.Da ich der Kinder wegen zu hause war, bezogen wir zusätzlich ALG2. Im Jahr 2008 plante unsere Stadt ein Großevent und unsere Firma sollte von ihrem Standort weichen. Nach langem hin- un her und einer finanziellen Entschädigung verließen wir unseren Standort und bekamen von der Stadt einen Übergangsplatz (eigentlich sollten wir für einen Neubau ein kleines Grundstück erhalten, welches aber noch nicht frei war) . Das Geld - welches wir von der Stadt erhalten hatten- musste in einen Neubau - oder Kauf gesteckt werden, da man sonst Unmengen an Steuern zahlen musste, da es ja dann Einkommen ist. Das ARbeitsamt wusste von alldem, einerseits durch meine ANgabe ( die aber natürlich nicht mehr auffindbar ist) und anderer Seits durch die in gewissen Abständen abgegebenen BWA's. Wir bezogen also weiter zusätzlich ALG2 im Jahr 2009. Anfang 2010 trennte sich mein Mann von seinem Teilhaber, da dieser andere Pläne hatte. Mein Mann behielt die "Übergangslösung" und kaufte diese von der Hälfte des damals gezahlten Geldes ( die andere Hälfte nahm natürlich der Teilhaber mit). Alles soweit gut. Ich gab in der ARGE immer alles fristgerecht ab - BWA usw. im März 2011 dann der Schock. Wir sollten das gesamte Geld zurück zahlen... Wir legten natürlich Widerspruch ein und kontaktierten einen Anwalt. Leider zieht sich das seitdem immer mehr hin. Zwischenzeitlich waren auch mal gut 2 Jahre Pause, da passierte gar nix. Ich mein der Berechnungszeitraum liegt mittlerweile 9 Jahre zurück... Es  gab seither 2 Gerichtsanhörungen, die alles andere als gut verlauen sind. Es wird uns unterstellt, dass wir das alles absichtlich gemacht haben um zu betrügen ( wie schon gesagt, die ARge hatten unsere Geschäftsunterlagen und hätte sehen müssen, dass das Geld da ist - außerdem war meine Bearbeiterin damals sehr nett und hat sich mit mir oft über die ganze Firmensituation unterhalten, wie es nun weitergeht - wann etwas neues gekauft wird usw. SIe wussten also bescheid - aber das kann man nach 9 Jahren nicht mehr nachweisen !!!) Wir hätten das Geld nehmen sollen und davon leben, nicht in das Gebäude investieren. Mein Mann hätte also eine ARbeitslosigkeit riskieren sollen und für unseren Angestellten auch... Hinzu kommt, dass wir 2011 auch ANtrag auf Prozesskostenhilfe gestellt hatten und diese auch bewilligt bekamen.Mittlerweile sind 2  meiner Kinder erwachsen, mein Sohn hat eine abgeschlossene Ausbildung und meine Tochter studiert noch. Da mein Sohn auch noch ganz gut verdient, sollen wir jetzt auch noch die PKH zurückzahlen. Dass Teenager innerhalb von 9 Jahren größer werden und anfangen zu arbeiten ist doch klar...


Ich weiß nicht mehr weiter. Ist das denn alles rechtens? Unser Anwalt tritt auch auf der Stelle - es muss doch eine Lösung geben...

Wer hat einen guten Rat für mich - bitte keine Kommentare wie: Einfach zurückzahlen und gut... Ich hätte wirklich gerne gewusst ob das alles rechtens so ist.