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Autor Thema: Hält jemand das Vorgehen des Vermieters hier für schlüssig?  (Gelesen 1020 mal)

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Offline Keen

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Moin!

Angrenzend an meiner Wohnung liegt der Wasch- und Trockenraum. Das ganze Jahr über war in diesem Raum das Fenster auf Kippe. Was dem Vermieter aber nicht bekannt war. Recht schnell wurde an der Wand zum Trockenraum im ersten Winter die Tapete feucht und hinter den Bücherregalen hat sich auch Schimmel gebildet. Es kam zu einer großen Diskussion zwischen Vermieter und anderen Mietern mit dem Ergebnis, dass das Fenster nicht mehr auf kipp stehen darf sondern der Raum stoß zu lüften ist. Der Vermieter bat mich, wenn ich zu Hause bin dies dann zu übernehmen. Habe ich auch gemacht.
Durch "seltsames" Verhalten des Vermieters ist jetzt die dritte Partei im Haus ausgezogen und auch mein Verhältnis ist nicht mehr das Beste. Die Arbeit des Lüftens mache ich nur noch wenn meine eigene Wäsche im Trockenraum hängt.

In dem Raum ist die Heizung an und jedes mal wenn der Vermieter zu Wohnungsbesichtigungen vorbeikommt kippt er das Fenster. Was natürlich dazu führt, dass die Heizung viel mehr leisten muss und voller Power läuft. Kurz zum Lüften - auch wenn falsch- ok.. aber nein er geht einfach wieder.
Jetzt verlangt er dass, wenn Wäsche im Raum hängt, bei laufender Heizung und bei dieser Witterung ständig das Fenster gekippt wird.

Offline Sheherazade

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Re: Hält jemand das Vorgehen des Vermieters hier für schlüssig?
« Antwort #1 am: 03. März 2018, 12:42:33 »
Gibt es was zur Nutzung der Gemeinschaftsräume in der Hausordnung?
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Offline Keen

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Re: Hält jemand das Vorgehen des Vermieters hier für schlüssig?
« Antwort #2 am: 03. März 2018, 12:48:32 »
Nein.
Nur dass bei Sturm, Regen oder Schnee die Fenster generell geschlossen gehalten würden müssen. Betrifft aber nicht explizit den Raum.

Offline Sheherazade

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Re: Hält jemand das Vorgehen des Vermieters hier für schlüssig?
« Antwort #3 am: 03. März 2018, 13:43:43 »
Jetzt verlangt er dass, wenn Wäsche im Raum hängt, bei laufender Heizung und bei dieser Witterung ständig das Fenster gekippt wird.

Dann wird er für den Wasch- und Trockenraum noch eine Regelung hinzufügen müssen, wenn er etwas (von wem überhaupt?) verlangt. Zum Beispiel eine große Tafel im Raum anbringen: Wer Wäsche aufhängt, hat das Fenster zu öffnen, wer (die letzte) Wäsche abnimmt, hat das Fenster zu schließen. Kann ja nicht so schwer sein für erwachsene Menschen, einfache Regeln zu befolgen.

Werden die Heizkosten für den Wasch- und Trockenraum eigentlich auf die Allgemeinheit umgelegt?
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Offline blaumeise

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Re: Hält jemand das Vorgehen des Vermieters hier für schlüssig?
« Antwort #4 am: 03. März 2018, 13:57:08 »
Sowohl vom Vermieter als auch von den Mietern kann man erwarten, dass sei eine Regelung einhalten, die Schimmel vermeidet und dabei Heizkosten nicht zum Fenster hinauswirft. Er kann jedenfalls nicht verlangen, dass dauerhaft Energie vergeudet wird. Etwas Sinnvolles muss her.

Offline Keen

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Re: Hält jemand das Vorgehen des Vermieters hier für schlüssig?
« Antwort #5 am: 03. März 2018, 14:07:54 »
Es hängt dort rund um die Uhr Wäsche. Da bedeutet im Umkehrschluss, dass bei dieser Witterung das Fenster ebenfalls rund um die Uhr offen steht und die Heizung ebenfalls bis auf die Zweit zwischen 2300 und 0500 durchpowert und damit gerade zur Nachtzeit die Wände und der Raum komplett auskühlen und die Wäsche natürlich dann auch nicht richtig trocknet.
Eine feste Regelung über die Benutzung des Raumes gibt es nicht. Wie willst du dann die "Lüftung" regeln. Wobei dies auch eine Änderung der Pflichten der Hausordnung ergeben würde und die ist hier an den Mietvertrag gebunden. Also kann sie auch nicht einseitig geändert werden.
Die Kosten der Heizung gehen auf die Allgemeinheit.

Wobei es seit 2 Monaten hier auch einen "Hausmeister" (wohnhaft im Haus) gibt der für einzelne Aufgaben bereits bezahlt wird. Für mich die einzige plausible Lösung, dass eben der auch sich um das Stoßlüften in dem Raum kümmert.
Wenn ich meine Wäsche da drinnen habe ist, mache ich selbst das ja auch. Trocknet ja dann auch schneller, wenn die Luftfeuchtigkeit mal rausgelassen wird.

Wie gesagt, das Verhältnis hat sich erheblich geändert. Der Vermieter musste sich im Haus um nichts kümmern. Trotz fehlender Regelung gab es auch keine Probleme beim Winterdienst etc. Nur die Zeiten der Freiwilligkeit mit dem Auszug einer weiteren Partei endgültig vorbei.

Die ersten Probleme haben sich sehr schnell eingestellt. Mülltonnen wurden zB eine mehr rausgestellt. Das Treppenhaus wurde nicht gereinigt kein Winterdienst mehr etc.
Das hat sich aber der Vermieter absolut selbst zuzuschreiben.

Offline blaumeise

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Re: Hält jemand das Vorgehen des Vermieters hier für schlüssig?
« Antwort #6 am: 03. März 2018, 14:31:20 »
Zitat von: Keen am 03. März 2018, 14:07:54
Wobei dies auch eine Änderung der Pflichten der Hausordnung ergeben würde und die ist hier an den Mietvertrag gebunden. Also kann sie auch nicht einseitig geändert werden.
Wenn die Umstände es erfordern, dann kann man von allen Beteiligten erwarten, dass sie sich auf eine verbindliche Regelung einigen. Das Fenster muss nicht permanent offen stehen. Jeder, der gerade Wäsche unten hängen hat, ist dafür verantwortlich, dass während der Zeit stoßgelüftet und dass das Fenster auch wieder geschlossen wird - zum Beispiel.

So auf den Stups weiß ich auch nicht, was die sinnvollste Lösung wäre, wenn man alle Punkte beachten will. Setzt euch - Vermieter und Mieter - zusammen und redet über das Problem.

Offline Sheherazade

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Re: Hält jemand das Vorgehen des Vermieters hier für schlüssig?
« Antwort #7 am: 03. März 2018, 14:48:01 »
Es hängt dort rund um die Uhr Wäsche. Da bedeutet im Umkehrschluss, dass bei dieser Witterung das Fenster ebenfalls rund um die Uhr offen steht und die Heizung ebenfalls bis auf die Zweit zwischen 2300 und 0500 durchpowert und damit gerade zur Nachtzeit die Wände und der Raum komplett auskühlen und die Wäsche natürlich dann auch nicht richtig trocknet.

Mir fällt eigentlich nur ein, dass es nur entweder oder geben kann - entweder Fenster auf und Heizung aus oder Heizung an und Fenster zu. Wäsche trocknet auch in kühlen Räumen. Die Luftfeuchtigkeit entsteht eigentlich nur, wenn ein Raum mit feuchter Wäsche geheizt anstatt nur gelüftet wird.

Bei mir im Keller hängt auch eigentlich immer Wäsche, so 2-3 Maschinenladungen (großer Haushalt eben), allerdings habe ich da unten noch nicht mal eine Heizung, nur die Gastherme und zwei Gefrierschränke stehen da (die Therme wärmt den Raum nicht wirklich). Im Winter bleibt das Fenster zu und die Wäsche ist trotzdem spätestens am übernächsten Tag trocken, im Sommer mache ich da unten meist Durchzug, d. h. im gegenüberliegenden Waschraum und im Trockenraum ist je ein Fenster IMMER offen. Dann ist die Wäsche auch am nächsten Tag trocken, wenn ich sie nicht ohnehin im Garten aufhänge. Eine besonders hohe Luftfeuchtigkeit habe ich ganzjährig im Keller nicht, alles trocken. Das würde ich auch sofort an den im Trockenraum stehenden Gefrierschränken bemerken.

Der Heiligenschein mancher Leute ist nichts anderes als eine Notbeleuchtung. (Ernst Ferstl)
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Offline Keen

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Re: Hält jemand das Vorgehen des Vermieters hier für schlüssig?
« Antwort #8 am: 03. März 2018, 15:21:25 »
Zitat von: Sheherazade am 03. März 2018, 14:48:01
Mir fällt eigentlich nur ein, dass es nur entweder oder geben kann - entweder Fenster auf und Heizung aus oder Heizung an und Fenster zu. Wäsche trocknet auch in kühlen Räumen. Die Luftfeuchtigkeit entsteht eigentlich nur, wenn ein Raum mit feuchter Wäsche geheizt anstatt nur gelüftet wird.
Kann ich hier so nicht bestätigen.

Zitat von: Sheherazade am 03. März 2018, 14:48:01
Im Winter bleibt das Fenster zu und die Wäsche ist trotzdem spätestens am übernächsten Tag trocken,
Auch das kann ich nicht bestätigen. Die Wäsche ist dann auch nach mehreren Tagen noch nicht trocken und fängt auch an muffig zu riechen. Die Scheibe ist dann auch klitschnass. Gerade wenn mehrere die Wäsche trocknen. Der Raum ist auch ziemlich klein. Dazu kommt, dass der Vermieter das Wäsche aufhängen in der Wohnung verbietet.
Die Lösung "gekipptes Fenster" und laufende Heizung ist aber das erdenklich schlechteste was man machen kann. Ok, Fenster komplett offen wäre noch drinne.

Der Vermieter ist mit der Sache komplett überfordert und Unterhaltungen finden nur noch in schriftlicher Form statt.
Die getroffenen Regelungen sind teilweise so absurd. Das Erdgeschoss sollte zB alle vier Wochen das komplette Treppenhaus (Ohne Dachboden für die Mieter) bis in den 2ten Stock reinigen.
Auch nur kehren und bei Bedarf putzen. Dazu in der Woche die Mülltonnen rausstellen. So kommt es dann das die Hälfte der Mieter das komplette Jahr über gar keine Tonnen rausstellen müssen.  Dazu wurde gleich damit gedroht, dass man sich um Ersatz zu kümmern hat und ansonsten die Kosten für die Umlegung einer Sonderabholung zahlen  muss.
Bedingt durch die Tatsache, dass der Vermieter davor die Mülltonnen selbst rausstellen musste.
Zum Glück hat der Mietschutzverein dem ganzen einen Riegel vorgeschoben. Fehlende Regelung in der an den Mietvertrag gebundene Hausordnung. Keine Verpflichtung die Mülltonnen rauszustellen einzelner Mieter und das Erdgeschoss muss ganz sicher auch kein Treppenhaus bis in den 2ten Stock reinigen.
Dass hatte dann die "Einstellung" des Hausmeisters zur Folge.
Dann hat er die  Guthaben nicht ausgezahlt und den Mietern gegenüber erklärt, dass er nicht damit einverstanden ist, dass das Guthaben aufgerechnet wird.
Abmahnungen verschickt weil das Geld nicht am 3 Werktag 00:00 auf dem Konto war.
Wasserverbrauch  im ganzen Haus auf einmal nach qm abgerechnet obwohl jeder eigene Zähler hat.
Baut nen Flutlicht mit Bewegungsmelder an die Hauswand, welches den ganzen Tag anspringt selbst wenn ein größeres Auto auf der Straße am Haus vorbeifährt.
Nimmt den Schlüssel vom Stromkasten nach über 20 Jahren  auf einmal mit nach Hause, so dass Techniker keinen Zähler austauschen können.
Bestellt den Heizungsmonteur und drückt dem einen General-Schlüssel (Passt in jede einzelne Wohnung) in die Hand und fährt wieder.
Stellt einen Strohbesen zum Schneekehren hin. Will das gestreut wird. Vergisst aber über Wochen das Salz hinzustellen.
Der gute Mann dreht völlig am Rad. Hat sich total verrannt. Vernünftiges Unterhalten ist hier nicht mehr möglich.

Gast42062

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Re: Hält jemand das Vorgehen des Vermieters hier für schlüssig?
« Antwort #9 am: 05. März 2018, 22:02:24 »
Mit dem Wasch und Trockenraum könnte evtl. ein Ventilator nach draussen abhilfe schaffen aber als erstes müssen die Tapeten ab, die sind ein Nährboden für Schimmel bei hoher Luftfeuchtigkeit in dem kleinen Raum.

Zitat von: Keen am 03. März 2018, 15:21:25
Dazu kommt, dass der Vermieter das Wäsche aufhängen in der Wohnung verbietet.
Das kann niemand verbieten was du in deiner Wohnung machst.

Zitat von: Keen am 03. März 2018, 15:21:25
Bestellt den Heizungsmonteur und drückt dem einen General-Schlüssel (Passt in jede einzelne Wohnung) in die Hand und fährt wieder.
Das erste was man machen sollte bei Einzug, den Zylinder wechseln.