Datenschutzhinweis

Dieses Internetangebot erhebt und verarbeitet Daten gemäß Art. 6 Abs. 1 Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) um seine Dienste bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Fehler zu analysieren. Näheres dazu, welche Daten dabei zu welchem Zweck und auf welcher rechtlichen Grundlage erhoben und verarbeitet werden, wie Sie dies verhindern können und zu Ihren diesbezüglichen Rechten erhalten Sie in der Datenschutzerklärung. (Wir werden Sie in regelmäßigen Abständen daran erinnern.)

Verstanden & Schließen

Autor Thema: Ambulant Betreutes Wohnen in Bedarfsgemeinschaft - Kostenübernahme?  (Gelesen 781 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Lariana

  • neu dabei
  • Beiträge: 3
Hallo,

ich bin "dauerhaft voll erwerbsgemindert", lebe mit meinem Freund in einer Bedarfsgemeinschaft und habe keinen Anspruch auf Leistungen, denn sein Einkommen liegt über dem Existenzminimun.
Ich möchte gerne Ambulant Betreutes Wohnen beantragen und finde leider keine Angaben dazu, wie es in unserem Fall mit der Kostenübernahme aussieht. Kennt sich jemand damit aus?

Viele Grüße!

Offline KnotenKurt

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 5932
  • Arschlochkind
Re: Ambulant Betreutes Wohnen in Bedarfsgemeinschaft - Kostenübernahme?
« Antwort #1 am: 04. April 2018, 18:28:59 »
Die Kosten werden via Landschaftsverband nach SGB XII erbracht. Dir zu Unterhalt verpflichtete, werden mit ihrem Einkommen herangezogen. Hierunter fallen:
Zitat
Unterhaltspflichtige Angehörige (Eltern, volljährige Kinder und getrennt lebende / geschiedene Ehegatten) können vom Kostenträger im Rahmen von zu leistendem Unterhalt gegenüber der hilfesuchenden Person an den Kosten für das Ambulant Betreute Wohnen beteiligt werden. Die genaue Höhe des zu leistenden Unterhalts wird vom Kostenträger ermittelt.
http://www.betreutes-wohnen-geldern.de/ambulant-betreutes-wohnen/kosten.php

Offline Lariana

  • neu dabei
  • Beiträge: 3
Re: Ambulant Betreutes Wohnen in Bedarfsgemeinschaft - Kostenübernahme?
« Antwort #2 am: 04. April 2018, 18:43:12 »
Danke für deine schnelle Antwort. Daraus schließe ich, dass mein Freund nicht unterhaltspflichtig ist. Allerdings drängt sich dann die nächste Frage auf... Mein Vater ist sowieso unterhaltspflichtig und zahlt auch jeden Monat. Erhöht sich durch das BeWo seine Unterhaltspflicht, insofern, dass er einen zusätzlichen Betrag zahlen muss? Es besteht kein Kontakt zu meinem Vater und das soll auch so bleiben. Ich hab gerade diesen Satz gelesen: "Insgesamt können unterhaltspflichtige Eltern/Elternteile somit maximal zu einem Unterhaltsbeitrag in Höhe von 57,94 € monatlich herangezogen werden." (https://www.lwl-behindertenhilfe.de/de/ambu_betreu_wohnen/einkommen_vermoegen/) und bevor mein Vater informiert wird, schneide ich mir die knapp 60 Euro lieber selbst aus den Rippen... Weiß dazu noch jemand Rat, oder ist das schon zu speziell?

Offline KnotenKurt

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 5932
  • Arschlochkind
Re: Ambulant Betreutes Wohnen in Bedarfsgemeinschaft - Kostenübernahme?
« Antwort #3 am: 04. April 2018, 18:45:22 »
Diese Problematik wird seit Jahren bemängelt. Auch ehepartner, von denen man nicht grundlos getrennt ist, würden angeschrieben werden.

Allerdings kannst du zunächst versuchen, den Antrag so durchzubekommen. Ich drücke dir die Daumen, dass kein Kontakt hergestellt werden muss.

Offline Lariana

  • neu dabei
  • Beiträge: 3
Re: Ambulant Betreutes Wohnen in Bedarfsgemeinschaft - Kostenübernahme?
« Antwort #4 am: 04. April 2018, 18:52:10 »
Ich hab mich vor allem so gewundert, dass ein Sozialhilfeantrag dafür nötig ist, aber ich hab ja nun mal keinen Anspruch auf Grundsicherung.

Aber dann versuche ich es einfach, wollte nur nicht völlig planlos damit loslegen. Danke nochmal!

Offline KnotenKurt

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 5932
  • Arschlochkind
Re: Ambulant Betreutes Wohnen in Bedarfsgemeinschaft - Kostenübernahme?
« Antwort #5 am: 04. April 2018, 20:02:33 »
Diesen Antrag musste ich auch stellen, obwohl mir keine Grundsicherung zustand. Ebenso mein Freund.

Offline Keen

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 1319
Re: Ambulant Betreutes Wohnen in Bedarfsgemeinschaft - Kostenübernahme?
« Antwort #6 am: 04. April 2018, 23:10:31 »
Völlig planlos brauchst du damit überhaupt nicht loslegen.
Such dir vor Ort ensprechende Vereine und Einrichtungen die das ambulante betreute Wohnen anbieten. Das können neben der Caritas und der Diakonie auch andere Vereine sein. Nimm an der nächsten Info-Veranstaltung teil und entscheide dich für die Einrichtung wo du dich nach Bauchgefühl am Wohlsten fühlst. Vielleicht musst du noch mit einer Wartezeit rechnen.
Die Einrichtung führt dann zusammen mit dir das komplette Antragsverfahren beim Landeswohlfahrtsverband durch. Auch weil mit dir zusammen ein Hilfeplan ausgearbeitet wird. Wenn dein Vater bereits Unterhalt zahlt, würde ich dies ebenfalls vorlegen. Vielleicht sieht man ja dadurch bereits von einer Kontaktaufnahme ab. Dein Vater erfährt aber wenn überhaupt nur dass du Leistungen beantragt hast.
Es gibt auch die Möglichkeit über das pers. Budget (Ebenfallls LWV als Träger) das abW zu finanzieren. In dem Fall bekommst du das Geld und müsstest selbst die Leistungen des abW bezahlen.
Würde ich aber nicht so machen und alles samt Hilfeplan etc. über die Einrichtung machen lassen.

Was natürlich sehr hilfreich und sogar notwendig ist, sind aktuelle Attest des Facharztes. Auch hier kann die Einrichtung behilflich sein.