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Autor Thema: Unterhaltspfändung.... Arbeitsplatz in Gefahr!  (Gelesen 1291 mal)

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Offline Lockenstab

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Unterhaltspfändung.... Arbeitsplatz in Gefahr!
« am: 12. April 2018, 23:12:21 »
Hallo zusammen,

ich versuche gerade meinem Exmann und Freund in dieser Angelegenheit zu helfen (der Ordnung halber.. ich bin Exfrau Nr. 2 Kinderlos, und es geht um Exfrau Nr. 3 und Ihre zwei Jungens (beide grade 17 und 18 geworden) , und einiges scheint da gewaltig schief zu laufen.

Im März trat mein Exmann mit der Bitte um hilfe an mich heran, weil er ... ich sags mal so ... in solchen Angelegenheiten recht schnell überfordert ist, und weil ich während unsere Ehe, mich um den Papierkram seiner beiden ältesten Söhne (28 und 30) gekümmert hatte. Da ich mich damals schon am Telefon für meinen Mann ausgab um an informationen zu kommen (war Mitte der 90er), stimmte ich zu, dies eben noch mal zu machen.

Was den Umgang mit Behörden angeht, ist mein Exmann total unbeholfen, er tut sich einfach schwer auch mal mit der Faus auf den Tisch zu hauen. Er kanns einfach nicht, und mit 48 wird ers auch nicht mehr lehrnen, also rief ich da in München an, und wollte wissen wie ich die Pfändung wieder vom Tisch bekomme. Es sei noch erwähnt das mein Exmann sich immer nur einem Problem annehmen kann wenn es akut ist, alles andere wird auf dei "lange Bank" geschoben. Weswegen er jetzt eben in dieser Situation ist. der Rückstand ist ab Mitte 2015, in diesen Zeitraum fallen die Scheidung von Exfrau Nr. 4, zwei Umzüge und drei Jobwechsel mit ca einem Jahr Arbeitslosigkeit. Alles recht dicht beieinander, weswegen er den ein oder anderen Brief wohl nicht wahrgenommen hat (meine persönliche Vermutung). Dies alles schilderte ich der SB und Sie meinte ich müsse die letzten 3 Lohnabrechnungen und eine Bestätigung der Bank über den eingerichteten Dauerauftrag des Unterhaltes einreichen damit man die Pfändung aussetzten könne. Dies wurde gleich am nächsten Tag alles gefaxt. Zwei Wochen später rief ich nochmals an und fragte nach dem Stand der Dinge, weil eine weitere Pfändung bis auf 900 Euro nicht mehr zu stämmen ist. Mein Exmann hat eine Privatinsolvenz hinter sich, weswegen er keinen Dispo bekommt, 600 Euro Miete und ca 300 Euro Spritkosten, weil er am Chiemsee wohnt und in München arbeitet. Als Security über eine ZAF, er arbeitet Schicht, Überstunde, Wochenende udn teilweise 12 bis 14 Std. um auf seine kanpp 2000 Netto zu kommen. Je nach Verkehr ist er auch ca 1,5 einfach unterwegs, da ist auch keine Zeit sich ernsthaft um irgendetwas zu kümmern, weil schalfen sollte er auch irgendwann.
Nun bat mich mein Exmann gestern, nochmals beim JA nachzuhacken wo der Brief bleibt. Die SB meine das der Brief für den AG am Do. den 05.04. raus ging, und der für meinen Exmann einen Tag später. Das teilte ich Ihm so mit. Jetzt kommt das komische.... AG und JA telefonierten miteinander. Wer da jetzt wenn angerufen hat kann ich nicht sagen, weil eine Whatsapp Nachricht des AGs an meinen Exmann suggeriert der AG hätte angerufen und es wäre ein Antrag in Bearbeitung, und mein Exmann sagte mir dass das JA beim AG angerufen hätte um mitzuteilen das die Pfändung auf jedenfall getätigt werden müsse.  Da ich ja mit der SB vom JA selber gesprochen habe, und mir persönlich am Telefon gesagt wurde der Brief mit der Aufhebung wäre vor 7 Tagen rausgegangen. Wie kann es dann sein das irgend ein Herr von JA was anderes behauptet? Ist das ne neue Masche um ans Geld zu kommen?! Jetzt bekommt mein Exmann wieder nur 900 Euro ... er hat mir leider nicht verraten wie er den letzten Monat finanziell gestemmt hat, aber ich vermute mal einen weiteren Monat wird ihm keiner mehr finanziell unter die Arme greifen können und er wird dann wohl seine Job verlieren, weil er ja nicht mehr hinkommt. Die Wohnung wird dann wohl auch weg sein denn da ist er erst zum 1. März eingezogen.

Es kann doch echt nicht Sinn und Zweck vom JA sein so vorzugehen... Da ist einer der ja Zahlen will, aber hin und wieder eben nicht die hellste Kerze auf der Torte ist, und Ihm dann so an die Existenz zu fahren grenzt für mcih schon fast an Willkür. Achja die Kindsmutter hat Depressionen und bezieht seit längeren Alg 2.

Ich bin euch für jeden Tip dankbar. Denn telefonisch hab ich die SB immer nur Nachmittags erreicht. Meine weiteres vorgehen wäre eigentlich morgen mit dem Vorgesetzten zu sprechen, aber den an die Strippe zu bekommen wäre wohl ein Wunder.

Mir fällt grade noch was ein.... der eine wird am 14.04. jetzt 17, und der andere am 29.04. dann 18. Die SB meinte mein Exmann müsse dann ab Mai den Unterhalt direkt ans Kind überweisen. da Mutter ja Alg 2 bezieht, müsste Junior ja dann eigentlich das Geld was er bekommt (Unterhalt und Kindergeld) an Mutter abteten, oder?  Zumindest den Mietanteil für sich ... was wenn er das jetzt nicht macht? Ich kenne die beiden nicht, weis aber das sie bis zu einem gewissen Alter alle 2 Wochen und in den Ferien auch mal länger beim Vater  waren, daher kann ich nicht einschätzen wie die Kids ticken und ob sie Ihren Anteil ohen großen Trara abgeben würden. WEnn mein Exmann nun dem 18jährigen nichts zahlen würde, müsste sein Sohn das einklagen? oder würde da das JC irgendwas in die WEge leiten?  Ich hoffe für alle beteiligten, das die Kids im September mit einer Lehre anfangen, weil dann wirds um einiges leichter.

Ich hoffe echt mit kann hier jemand irgendwas dazu sagen.

Vielen Dank fürs lesen

LG Lockenstab
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Online coolio

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Re: Unterhaltspfändung.... Arbeitsplatz in Gefahr!
« Antwort #1 am: 12. April 2018, 23:30:34 »
Ich habe jetzt folgendes verstanden:
- Dein irgendwie-EX zahlt keinen Unterhalt (nicht leistungsfähig)
- Das JA übernimmt daher den UVG
- Das JA fordert UVG vom EX zurück
- das JA pfändet in den Lohn (imho total widersinnig, da jeder Ömmel weiss, daß dadurch das Arbeitsverhältnis gefährdet wird!)
soweit richtig?
Was ist mit seinem Selbstbehalt?
 
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Offline Lockenstab

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Re: Unterhaltspfändung.... Arbeitsplatz in Gefahr!
« Antwort #2 am: 12. April 2018, 23:39:20 »
Hi coolio,

er bekommt nur 900 Euro ausbezahlt...

mir wurde es so erklärt, wenn er per DA den laufenden UH überweist wird die Pfändung ausgesetzt. Da aber einmal schon gepfändet wurde wird die Pfändung als dieser DA gewertet und die Pfändung ausgesetzt. kommt er nur einmal in verzug wird sofort wieder gepfändet. Leistungsfähig wäre er, aber er arbeitet erst sein paar monaten wieder, hatte ne räumungsklage am hals und ist halt nicht fähig mehrer problem gleizeitig zu bewältigen.... er hats versaubeutelt .... und so wie das sehe, wurde jetzt eben gepfändet damit er überhaupt mal reagiert. das man ihn aber jetzt so ins offene messer laufen lässt find ich auch nicht Ok.
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Online coolio

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Re: Unterhaltspfändung.... Arbeitsplatz in Gefahr!
« Antwort #3 am: 12. April 2018, 23:53:57 »
Mein Punkt ist:
- Er obliegt der erweiterten Erwerbsobliegenheit - logische Forderung des Familienrechts
- Der kommt er nachweislich nach
- das JA gefährdet diese Erwerbsobliegenheit durch Pfändung des Arbeitslohns beim AG vorsätzlich und gegen eigene Interessen des JA
--> es gibt ja auch andere Möglichkeiten zu pfänden ohne das bisschen Einkommen auch noch zu gefährden (auch wenn diese hier wohl fruchtlos bleiben)
--> 900 € sind zu wenig Selbstbehalt (bei wieviel unterhaltsberechtigten Kindern? - 4?)
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Alles nur, wenn meine Annahmen oben richtig erfasst sind


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Offline Lockenstab

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Re: Unterhaltspfändung.... Arbeitsplatz in Gefahr!
« Antwort #4 am: 13. April 2018, 00:01:23 »
ja soweit alles richtig ....
wobei die beiden ältesten ja inzwischen erwachsen sind und selber familie haben. aber eng genommen ... ja es sind 4. und, was ich ihm extrem hoch anrechne ... er ist immer arbeiten gegangen um seinen verpflichtungen nachzukommen so gut es ging.
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Online coolio

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Re: Unterhaltspfändung.... Arbeitsplatz in Gefahr!
« Antwort #5 am: 13. April 2018, 00:13:32 »
Ich will mich hier nicht zu weit aus dem Fenster lehnen (ist zu lange her).
Unterhaltspflicht besteht jedenfalls bis zum Ende der ersten Ausbildung des Kindes (damit dürften einige Kinder schon rausfallen).
UVG wird zwischenzeitlich bis zum 18. Lebensjahr des Kindes geleistet ausser: siehe oben (ab 2017).
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In Rosenheim spätestens München sollte ein RA für Familienrecht zu finden sein (ich bevorzuge aus Erfahrung Anwältinnen).
PKH / Beratungshilfe sollte hier kein Problem sein.

Meine Zusammenfassung:
Hier pfuscht wohl irgendjemand - wohl das JA - ganz gewaltig.
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Offline Sheherazade

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Re: Unterhaltspfändung.... Arbeitsplatz in Gefahr!
« Antwort #6 am: 13. April 2018, 06:47:46 »
WEnn mein Exmann nun dem 18jährigen nichts zahlen würde, müsste sein Sohn das einklagen?

Kommt drauf an, was in dem bereits vorhandenem Titel steht. Einfach mal lesen ob der Titel bis zum 18. Lebensjahr begrenzt ist. Dann müsste der Volljährige selbst klagen.

Die Rückstände wird sich das Jugendamt trotzdem holen.
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Offline Lockenstab

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Re: Unterhaltspfändung.... Arbeitsplatz in Gefahr!
« Antwort #7 am: 13. April 2018, 11:40:09 »
ich hab jetzt nochmal mitm JA telefoniert, und die SB weiß von keinem telefonat mit irgendjemand anderem....und es bleibt wie besprochen, sollte noch mal der pfändungsbetrag eingehen wird die differnz zum laufenden unterhalt  (ca 360 €) an mich zurück überwiesen.
hätte mich jetzt auch wirklich gewundeer das ein JA so vorgeht. Ich hab meinen Ex grade ne nachricht geschrieben und alles erklär und gefragt ob ihn in der firma irgendwer los werden will, weil das wäre die einzige erklärung für mich das jemand sowas macht...

@Sheherazade
das ist klar, und er willdas auch alles bezahlen, aber deswegen bitte nicht gleich am hungertuch nagen müssen. seine Ex bekomm mit KiG ca 1150 € für ihre 2 söhne, und ich bezweifle stark das dieses geld auch wirklich komplett den kids zu gute kommt. na warten wirs mal ab wie das noch weiter geht.

vielen Dank coolie Du hast mir meine Nacht gerettet   :sehrgut:
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