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Autor Thema: Grundsicherung vom Sozialamt (NICHT Harz 4/ ALG II !!!) – Zuverdienst  (Gelesen 1137 mal)

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Offline Baumann

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Hallo, da ich arbeitsunfähig bin, werde ich demnächst wohl Grundsicherung bei Sozialamt beantragen müssen (achtung, das ist NICHT das gleiche wie harz 4 / Alg 2, das würde ich nur kriegen wenn ich generell arbeitsfähig bin und dem arbeitsmarkt zur verfügung stehe). Normalerweise wäre die rentenversicherung für mich zuständig, ist sie aber nicht, da ich bisher nicht lange genug in die rentenversicherungskasse eingezahlt habe. Ich möchte gerne wissen, falls ich zusätzliches einkommen haben sollte, wie es dann auf das geld vom sozialamt angerechnet werden wird.
Das hier habe ich im internet gefunden:

„Vom Erwerbseinkommen werden nach Abzug der Steuern und Sozialversicherungsbeiträge ein Pauschalbetrag von 5,20 Euro für Arbeitsmittel sowie die notwendigen Fahrtkosten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte abgesetzt.
Bei der Hilfe zum Lebensunterhalt und der Grundsicherung bleibt monatlich ein Freibetrag von in der Regel 30 Prozent des Erwerbseinkommens anrechnungsfrei. Der Freibetrag darf jedoch die Hälfte der Regelbedarfsstufe 1 nicht überschreiten (das sind im Jahr 2017 höchstens 204,50 Euro).
Bei Personen, die Einkünfte aus einer ehrenamtlichen Tätigkeit erzielen, bleibt abweichend davon ein Freibetrag bis zur Höhe von 200 Euro anrechnungsfrei.“

Kann das jemand so bestätigen, bzw. auch bestätigen, dass es für mich in meiner situation gilt??

lg

Offline Sheherazade

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Hallo, da ich arbeitsunfähig bin, werde ich demnächst wohl Grundsicherung bei Sozialamt beantragen müssen (achtung, das ist NICHT das gleiche wie harz 4 / Alg 2, das würde ich nur kriegen wenn ich generell arbeitsfähig bin und dem arbeitsmarkt zur verfügung stehe).

Wer hat deine Erwerbsunfähigkeit festgestellt?
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Offline blaumeise

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Wenn du Leistungen nach dem SGB XII bekommst und Einkommen hast, ist § 82 SGB XII relevant: http://www.buzer.de/gesetz/3415/b9301.htm. Zu Erwerbseinkommen siehe Abs. 3.

Und hier die Durchführungsverordnung dazu: http://www.buzer.de/gesetz/1769/index.htm

Offline sucht

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Hallo,
falls Du noch keinen Behindertenausweis hast, diesen unbedingt beantragen, und so Deine Einschränkungen darstellen, dass das Merkzeichen  "G" bewilligt wird. Dieses Merkzeichen ist notwendig für Mehrbedarf, Wohnraummehrbedarf, Mehrbedarf für Heizung und kostenlose Wert-
marke für den öffentlichen Nahverkehr.
Bei der Pflegekasse Pflegegeld beantragen, dieses wird nicht als Einkommen gerechnet.
info: www.myhandicap.de

Viel Erfolg

Offline BigMama

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Zitat von: sucht am 18. April 2018, 17:09:12
und so Deine Einschränkungen darstellen, dass das Merkzeichen  "G" bewilligt wird.
Bitte? So darstellen? Entweder ist der TE erheblich gehbehindert, was von hier aus niemand beurteilen kann oder er ist es nicht. Da geht's nicht nach Schauspielerei. Wie glaubst du wohl kommt das Versorgungsamt zu der Festlegung des GdB? Und für das Merkzeichen brauchts mind. einen GdB von 50.
Den Antrag auf Anerkennung eines GdB zu stellen, kann aber durchaus Sinn machen.
Die Welt wird nicht von skrupellosen Verbrechern, finstren Kapitalisten oder machtgierigen Despoten regiert, sondern von einer gigantischen, weltumspannenden RIESENBLÖDHEIT.
Wer´s nicht glaubt, ist schon infiziert.
(Michael Schmidt-Salomon, GBS-Sprecher)

Offline KnotenKurt

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Nur weil man schwerbehindert ist, ist man noch lange nicht pflegebedürftig :O

Die Frage wäre auch, ob du als dauerhaft erwerbsgemindert eingestuft wurdest von der DRV oder als befristet.

Offline Sheherazade

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Nur weil man schwerbehindert ist, ist man noch lange nicht pflegebedürftig :O

Ggf. auch noch nicht mal erwerbsunfähig.

Zitat
Die Frage wäre auch, ob du als dauerhaft erwerbsgemindert eingestuft wurdest von der DRV oder als befristet.

Meine Frage war ja gleich zu Anfang, wer ihm die Erwerbsunfähigkeit beschieden hat. Er schreibt nur von Arbeitsunfähigkeit.
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Offline BigMama

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Wie kommt es dass sich dein gesundheitlicher Zustand so schnell verschlechtert hat, dass du GruSi beziehen musst? Im Januar hast du noch mitten in den Vorplanungen für eine selbständige Tätigkeit neben Alg II gesteckt und nun bist du dauerhaft erwerbsunfähig? Oder handelt es sich hierbei vielleicht um ein Missverständnis und du gehst irrtümlich davon aus, dass Arbeitsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit das gleiche sind?
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Offline Keen

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Zitat von: Baumann am 18. April 2018, 14:42:20
Hallo, da ich arbeitsunfähig bin, werde ich demnächst wohl Grundsicherung bei Sozialamt beantragen müssen (achtung, das ist NICHT das gleiche wie harz 4 / Alg 2, das würde ich nur kriegen wenn ich generell arbeitsfähig bin und dem arbeitsmarkt zur verfügung stehe).
Arbeitsfähigkeit ist keine Vorraussetzung für die Leistungen nach dem SGB II.
Entscheidend ist hier alleine die Erwerbsfähigkeit.

Arbeitsunfähig bist du, wenn du weniger wie drei Stunden am Tag arbeiten kannst oder an einer Eingliederungsmaßnahme teilnehmen kannst und dies dir dein Arzt bescheinigt.

Nicht mehr Erwerbsfähig bist du erst wenn nicht in der Lage bist innerhalb der nächsten 6 Monate soweit gesundet zu sein, dass mehr wie drei Stunden arbeiten kannst und dies der Ärztliche Dienst der Bundesagentur oder ein Amtsarzt im Auftrag vom JC festgestellt hat.

Eine lange AU kann eine Prüfung der Erwerbsfähigkeit begründen. Du kannst aber auch mehrere Jahre AU sein ohne dass das JC eine Prüfung der Erwerbsfähigkeit veranlasst. Sprich du kannst Erwerbsfähigkeit sein und dennoch AU.
Erwerbsfähigkeit und Arbeitsfähigkeit sind also sehr differenziert zu sehen.


Im §7 Abs. 1 Nr. 2 SGB II heißt es:
Zitat
Leistungen nach diesem Buch erhalten Personen, die erwerbsfähig sind.

Wer als Erwerbsfähig gilt regelt der §8 SGB II dort heißt im Abs. 1:
Zitat
Erwerbsfähig ist, wer nicht wegen Krankheit oder Behinderung auf absehbare Zeit außerstande ist, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein.
Als absehbare Zeit gilt ein Zeitraum von 6 Monaten.

Wie lange bist du denn AU?
Hat das JC eine Prüfung der Erwerbsfähigkeit angedroht oder wurde gar eine beim ÄD oder Amtsarzt schon durchgeführt?



Zuordnung des 1. Zitates wurde von Mod korrigiert. Bitte achte auf den richtigen Zitat-Button. LG Elsi
« Letzte Änderung: 19. April 2018, 21:17:43 von Elsi »

Offline UnglücksWackelDackel

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Ja, deine Angaben kann ich bestätigen.

200 € monatlich über ein Ehrenamt und 30% vom weiteren Einkommen.

Ich kenne jemanden der sich ein sehr sportliches Rentenpaket ermöglicht hat und folgendes realisiert hat. Behinderung seit Geburt = Kindergeld, Pflegegeld, Pflegeurlaub, jedes Jahr Stiftungen, und Nebenbei noch etwas. Der lebt schon seit 8 Jahren so. Bis auf seine "Selbstständigkeit" aka Hobby aka Nebenverdienst, ist alles besonders Legal. Der macht Urlaub auf Bali und lässt sich eine neue 400€ Waschmaschine stiften. Oder seine 500€ Stromkosten ebenfalls erstatten. Außerdem ist er vorher mit 250.000 € in die Insolvenz genagnen. (Hatte sehr viele Studienkredite unterschrieben und das geld gesammelt und anschließend in die geplanet eInsolvenz)

Aber wie gesagt, sehr sportlich und kennt sich mit Gesetzen aus. Auch sehr mutig von ihm diesen Weg zu gehen und damit umgehen zu können.

Foto: https://ibb.co/mJ22K7