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Autor Thema: Jobcenter kündigt todkranker Frau die Krankenversicherung  (Gelesen 1244 mal)

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Offline Hexe

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Das Facebook-Posting von Iris Malter in der Facebook-Gruppe „Unna hilft Unna“ beginnt mit dem Satz: „Mir platzt der Kragen.“ Das ist nichts neues und kommt öfter vor, wenn man sich durch die diversen Facebook-Gruppen klickt. Doch diese Geschichte ist irgendwie anders.

Iris Malter erzählt in ihrem Posting, dass sie nicht mehr krankenversichert ist. Für eine hochgradig kranke Frau kommt das schon fast einem Todesurteil gleich. Ein Rezept unter anderem über starke Medikamente konnte am Montag in der Apotheke nicht eingelöst werden, weil der Versicherungsschutz erloschen war. Schuld daran: Das Jobcenter. Denn entsprechende Anträge sind wohl nicht bearbeitet worden, trotz fristgerechter Einreichung.

Jobcenter kündigt todkranker Frau die Krankenversicherung

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Offline global

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Re: Jobcenter kündigt todkranker Frau die Krankenversicherung
« Antwort #1 am: 18. Mai 2018, 18:01:29 »
Der Glaube am Wahrheitsgehalt des Artikels fällt mir schwer, da es bei uns eine Versicherungspflicht gibt, die auch dann greift, wenn man keine Beiträge zahlen kann.

Gast29894

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Re: Jobcenter kündigt todkranker Frau die Krankenversicherung
« Antwort #2 am: 18. Mai 2018, 18:46:38 »
Seltsam, in der lokalen Presse war nichts darüber zu lesen. Auch im Lokalfernsehen und Lokalradio kam nichts zu diesem Fall.

Offline Ottokar

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Re: Jobcenter kündigt todkranker Frau die Krankenversicherung
« Antwort #3 am: 19. Mai 2018, 12:12:30 »
Zitat von: global am 18. Mai 2018, 18:01:29
Der Glaube am Wahrheitsgehalt des Artikels fällt mir schwer
Man muss dabei doch nur berücksichtigen, dass es
1. in Deutschland eine gesetzliche Krankenversicherungspflicht gibt,
2. der Versicherungsvertrag zwischen der Krankenversicherung und der versicherten Person besteht,
3. bei Wegfall der Pflichtversicherung eine einmonatige Nachversicherung greift und eine freiwillige Weiterversicherung erklärt werden kann.

Allein aufgrund 2. dürfte schon klar werden, dass das JC als unbeteiligter Dritter diesen Vertrag gar nicht kündigen kann.
Selbst wenn das JC eine solche Kündigung vornehmen würde, müsste die Krankenversicherung diese zurückweisen.

Offenbar wurde der schon im Februar gestellte ALG II Antrag nicht zeitnah bearbeitet, sodass die einmonatige Nachversicherung abgelaufen ist und die Krankenversicherung Ende März mitgeteilt hat, dass nunmehr kein Versicherungsschutz mehr besteht, da die Pflichtversicherung beendet wurde und nunmehr eine freiwillige Weiterversicherung erklärt werden muss.
Es hätte hier also zunächst - spätestens nach dieser Info - lediglich gegenüber der Krankenversicherung die Situation (JC verschleppt Antrag) und ersatzweise die freiwillige Weiterversicherung erklärt werden müssen.

Außerdem hätte man diese Situation möglicherweise bereits mit einem rechtzeitig Anfang März gestellten "Antrag auf vorläufige Zahlung" oder einem Antrag beim zuständigen Sozialgericht auf Verurteilung des JC zur vorläufigen Zahlung des ALG II vermeiden können. Zumindest aber spätestens mit Einritt dieser Situation ab 25.03. klären bzw. lösen können und müssen.
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Offline red1765

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Re: Jobcenter kündigt todkranker Frau die Krankenversicherung
« Antwort #4 am: 19. Mai 2018, 12:50:44 »
Also letztendlich die eigenen Angelegenheiten verschlammt und dem JC die Schuld geben.
Lässt sich ja auch besser verkaufen als wenn man schreibt: "Ich war zu faul meine Angelegenheiten zu klären und habe nun keine KV mehr"
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Offline Ottokar

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Re: Jobcenter kündigt todkranker Frau die Krankenversicherung
« Antwort #5 am: 19. Mai 2018, 18:13:17 »
Die Frau dürfte aufgrund ihrer gesundheitlichen Probleme entschuldigt sein, aber ihr Mann hat offensichtlich auf ganzer Linie versagt.
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Offline red1765

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Re: Jobcenter kündigt todkranker Frau die Krankenversicherung
« Antwort #6 am: 19. Mai 2018, 18:18:40 »
Oder so. Obwohl:

Zitat
Außerdem kann sie sich auf die Unterstützung ihres Mannes verlassen,

Die ganze Sache stinkt mal wieder.
Hier wird auf Kosten der Ärmsten mal wieder um Mitleid gebettelt, obwohl nicht viel dahinter steckt.
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