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Autor Thema: zweiter Arbeitsmarkt  (Gelesen 686 mal)

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Offline jonathan

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zweiter Arbeitsmarkt
« am: 17. Mai 2018, 15:52:27 »
meine Bekannte ist seit längerem Krankgeschrieben, jetzt steht der nächste Termin beim Amtsarzt bevor. Man hat ihr erklärt wenn sie jetzt nicht mehr arbeiten kann, dann muss sie trotzdem in eine Firma des zweiten Arbeitsmarkts (keine Ahnung was das sein soll), dort hat sie dann eine Anwesenheitspflicht von 30 Stunden in der Woche, bekommt angeblich auch etwas Geld dafür. Diese Firma ist aber mit dem Bus 1 Stunde entfernt und es fährt auch nur dreimal am Tag einer. Soll heißen, Arbeitszeit ende um 15 Uhr, Bus geht erst nach 16 Uhr.
Meine Frage dazu, muss sie tatsächlich diese Arbeit annehmen? Leider kann sie noch nicht in Rente gehen ist erst 59.

Offline coolio

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Re: zweiter Arbeitsmarkt
« Antwort #1 am: 17. Mai 2018, 15:57:10 »
gemeint ist eine AGH / MAE - bekannt als EinEuroJob.
Gibts denn eine Zuweisung (schriftlich) schon?
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Offline NevAda

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Re: zweiter Arbeitsmarkt
« Antwort #2 am: 17. Mai 2018, 15:57:35 »
Auf Mündliches hin muss sie gar nichts. Sie kann einer Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung zugewiesen werden, die darf auch eine Stunde entfernt sein (die Gesamtpendelzeit von Tür zu Tür darf aber zwei Stunden nicht überschreiten).

Aber sie muss da nicht hin, während sie arbeitsunfähig geschrieben ist.

Keine Panik! (nur dazu wurde das - von wem eigentlich - gesagt)
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Offline jonathan

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Re: zweiter Arbeitsmarkt
« Antwort #3 am: 17. Mai 2018, 16:02:47 »
nun, sie war am Freitag mal wieder nach Monaten im Amt vorgeladen. Vor einem Jahr war sie bereits beim Amtsarzt der hat sie eigentlich krankgeschrieben bis zur Wiedervorlage. Da kam aber  nie etwas. Jetzt soll sie wieder vom Doktor eine Krankmeldung bringen (hat sie auch gemacht), der Rest war alles nur mündlich, war leider nicht mit dabei.

Offline coolio

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Re: zweiter Arbeitsmarkt
« Antwort #4 am: 17. Mai 2018, 16:04:45 »
Heisse Luft spart dem JC Heizkosten....
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Offline Ottokar

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Re: zweiter Arbeitsmarkt
« Antwort #5 am: 18. Mai 2018, 11:55:50 »
Zitat von: jonathan am 17. Mai 2018, 15:52:27
Man hat ihr erklärt wenn sie jetzt nicht mehr arbeiten kann, dann muss sie trotzdem in eine Firma des zweiten Arbeitsmarkts (keine Ahnung was das sein soll), dort hat sie dann eine Anwesenheitspflicht von 30 Stunden in der Woche
Das ist absoluter Blödsinn, was der SB da von sich gegeben hat.
Für Eingliederungsmaßnahmen, dazu gehören auch AGHs, gelten die gleichen rechtlichen Bedingungen zu AUs wie für Jobs. D.h. solange man vom Arzt krankgeschrieben ist (AU), muss man auch an derartigen Maßnahmen nicht teilnehmen. Anderstlautende Aussagen sind schlicht falsch.
Und wenn man "nicht mehr arbeiten kann", ist man voll erwersbgemindert, dann ist das JC nicht mehr zuständig.
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