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Autor Thema: Frage zum Vermittlungsvorschlag  (Gelesen 3965 mal)

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Offline MagnaCharta

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Re: Frage zum Vermittlungsvorschlag
« Antwort #15 am: 04. Juni 2018, 15:20:42 »
Hallo zusammen,

ich beziehe seit dem 1.6. Sozialleistungen und habe soeben den ersten Vorschlag im Briefkasten vorgefunden. Wow sind die schnell!

Was hast du denn, einen Bätschi oder einen Master of Science? Welches Fach genau?

Du hast als ALGII-Empfänger keinen Berufsschutz. Es sollte natürlich das Ziel des Jobcenters sein, dich in deinen ausgebildeten Beruf unterzubringen, aber im Hartz IV gilt, dass jeder Beruf für dich annehmbar ist, Hauptsache, du fliegst aus der Arbeitslosenstatistik raus. Und wenn es nun Unkraut jäten im Stadtpark ist, oder irgendwo Klo putzen, das ist denen scheiß egal, ob du von dem Beruf dann leben kannst oder nicht.

Da ALGII für dich nur eine Übergangsphase ins Berufsleben sein sollte, solltest du dich massiv selbst überall bewerben, wo es für dich mit deinem Studium Sinn macht.

Gast42062

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Re: Frage zum Vermittlungsvorschlag
« Antwort #16 am: 04. Juni 2018, 16:48:43 »
Zitat von: MagnaCharta am 04. Juni 2018, 15:20:42
Und wenn es nun Unkraut jäten im Stadtpark ist, oder irgendwo Klo putzen, das ist denen scheiß egal, ob du von dem Beruf dann leben kannst oder nicht.
das muß man dann aber später wirklich nicht erwähnen im Lebenslauf.  :schaem:

Offline MrEcho

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Re: Frage zum Vermittlungsvorschlag
« Antwort #17 am: 04. Juni 2018, 16:57:05 »
Ist es denn eine "Stellenanzeige" oder ein "Vermittlungsvorschlag" (Mit Rechtsfolgebelehrung)? Auf Ersteres musst du dich nicht bewerben, auf zweiteres schon.
Ich frage mich dass, weil eine Informatikerstelle für Jobcenterverhältnisse ein Topjob sind. Normalerweise arbeiten nämlich kaum seriöse Arbeitgeber mit dem Jobcenter zusammen.

Zitat
Aber ob die einen studierten nehmen, wo doch in der anzeige klar nach leuten gesucht werden, die darin Kenntnisse haben? (Also keinerlei Ausbildung gefordert ist)
Wenn du nicht das Glück hast, dass in deinen Jobcenter speziell jemand für Akademiker zuständig ist, wissen sie weder was du kannst, noch wofür du geeignet bist.
Und meiner Erfahrung nach interessiert es auch niemanden im Jobcenter.
Wen es aber interessiert sind die Arbeitgeber. Dementsprechend wirst du auch in der - ich nenne sie mal - Akademiker-Zwickmühle stecken.
Sprich; Ich bewerbe mich auch auf Stellen die unterhalb meiner Qualifikationen liegen. Der potenzielle Arbeitgeber weiß das und denkt sich "Der ist bei dem nächsten besseren Jobangebot weg!"
Daher wird er dich vermutlich auch nicht einstellen. (Sind zumindest meine Erfahrungen)

Zitat
Was hat denn dein SB gesagt? Ich habe auch Angst ihren worten glaube zu schenken.
Am Anfang tat sie halt so, als würde sie sich für mich interessieren. Es war von "guten Connections zu Unternehmen" und "Akademikerdatenbanken" die Rede.
Begleitet von "... in der Zwischenzeit könnte man ja an den Bewerbungsunterlagen etc. feilen und dass mal jemand drüber gucken könnte und Tipps gibt."

Ich bejahte es. Beim nächsten Termin hatte sie schon eine Maßnahme parat. (12 Wochen, Bewerbungs- u. Motivationstraining, EDV-Kurs)
Ich lehnte ab und einen Monat später kam die nächste Maßnahme. Selber Misst, anderer Anbieter. Diesmal wurde der Ton rauer. Plötzlich hieß "Was haben sie denn sonst wichtiges zu tun. Sie sitzen ja sowieso den ganzen Tag zu Hause."
Auch das lehnte ich ab.

Wieder einen Monat später kam die dritte Maßnahme, bei der sie mich schon direkt ohne mein Einverständnis angemeldet hat. Es wurde mit Sanktionen und 1 Euro-Jobs gedroht und der Ton wurde noch schärfer. Ich bin natürlich nicht hingegangen und ein paar Tage später kam der Verwaltungsakt, dass ich entweder hingehe oder mit Sanktionen rechnen müsse.
Ich beauftragte eine Anwältin die mich rausboxte.
Seitdem ich gewonnen habe werde ich mit Vermittlungsvorschlägen bomberdiert. Natürlich allesamt unterste Schublade (Fleischverpackung, LKWs putzen, etc.)


Offline NevAda

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Re: Frage zum Vermittlungsvorschlag
« Antwort #18 am: 04. Juni 2018, 17:02:27 »
Du hast als ALGII-Empfänger keinen Berufsschutz. Es sollte natürlich das Ziel des Jobcenters sein, dich in deinen ausgebildeten Beruf unterzubringen, aber im Hartz IV gilt, dass jeder Beruf für dich annehmbar ist, Hauptsache, du fliegst aus der Arbeitslosenstatistik raus.
Nein. Die Hauptsache ist, dass möglichst alle nur möglichst kurz Sozialleistungen in Anspruch nehmen müssen, also für ihren Lebensunterhalt selbst aufkommen können.
Ich war mal zwei Stunden zum Sektflaschen-Einsortieren aushelfen. Die mussten nach einem bestimmten Schema (verschieden-farbige Etiketten nach Anleitung und Schild immer sichtbar nach vorne gedreht) in Aufsteller sortiert werden. Die Kellerei war begeistert von mir. Nein, man musste nicht lesen können für diesen Job. Aber offensichtlich haben sich doch viele so blöd angestellt, dass die ZAF Probleme hatte, dafür akzeptierte zu finden. Nein, warum sollte jemand was dagegen haben, einen aufmerksamen Menschen um sich zu haben?
Wir sind hier nicht bei Wünschdirwas sondern bei ISSO.

Offline derduisburger

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Re: Frage zum Vermittlungsvorschlag
« Antwort #19 am: 04. Juni 2018, 17:03:09 »
Zitat
VV als Produktionshelfer bei einem abgeschlossenen Studium - sowas kann ich nicht verstehen.
 

Du musst / sollst halt alles machen um aus H4 rauszukommen.

Zitat
Ich bin gespannt was da noch so für Vorschläge kommen.

Sicher zu 80% Leihbuden für Lager usw wenn du Glück hast  :grins:

Zitat
Ich habe auch Angst ihren worten glaube zu schenken.

Ich glaube denen garnix mehr, die EGV hätte ich auch nicht unterschrieben, du hast das Recht sie zu prüfen. Gut ich bin jetzt fast 5 Jahre AU und habe meine Ruhe gehabt vor denen ausser 1x wo ich zum SG Gericht musste, war glaube ich September 16 letzte mal da und habe auch keine EGV unterschrieben und bis jetzt nie was gehört...
... Es begann 1902... Spielverein aus Meiderich

Offline MagnaCharta

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Re: Frage zum Vermittlungsvorschlag
« Antwort #20 am: 04. Juni 2018, 17:08:53 »
Wieder einen Monat später kam die dritte Maßnahme, bei der sie mich schon direkt ohne mein Einverständnis angemeldet hat. Es wurde mit Sanktionen und 1 Euro-Jobs gedroht und der Ton wurde noch schärfer. Ich bin natürlich nicht hingegangen und ein paar Tage später kam der Verwaltungsakt, dass ich entweder hingehe oder mit Sanktionen rechnen müsse.

Hartz IV ist kein Wunschkonzert, und dein Einverständnis ist für eine rechtskräftige Zuweisung - nicht Anmeldung! - absolut unnötig: entweder du gehst hin und sitzt deine Zeit gelangweilt ab. Das machen die Meisten so, weil sie sich entweder der Tragweite eines Fehlbleibens nicht bewusst waren, oder rechtlich total falsch beraten wurden, und dann eine schmerzhafte Sanktion sitzen hassen. Oder du gehst nicht hin, und kassierst eine Sanktion. Nur wenn du hast triftige Gründe nach §10 SGB II hast, die eine Teilnahme unzumutbar werden lassen, kannst du ohne Strafaktion daran teilnehmen, oder aber wenn die Zuweisung den rechtlichen Anforderungen genügt.


Offline MrEcho

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Re: Frage zum Vermittlungsvorschlag
« Antwort #21 am: 04. Juni 2018, 17:33:38 »
Zitat
Hartz IV ist kein Wunschkonzert, und dein Einverständnis ist für eine rechtskräftige Zuweisung - nicht Anmeldung! - absolut unnötig
Es war keine rechtskräftige Zuweisung. Das wurde es erst durch den Verwaltungsakt. Ich habe Widersprochen und gewonnen.

Zitat
Nur wenn du hast triftige Gründe nach §10 SGB II hast, die eine Teilnahme unzumutbar werden lassen, kannst du ohne Strafaktion daran teilnehmen, oder aber wenn die Zuweisung den rechtlichen Anforderungen genügt.
Jaja der § 10 SGB II ... Das Totschlagargument eines jeden SB.
Eine Maßnahme soll die Berufschancen erhöhen bzw. einen Mehrwert haben.
Ich habe in 8 Wochen eine Bachelorthesis geschrieben, da werde ich keine 12 Wochen brauchen um meine Bewerbungsunterlagen auf Vordermann zu bringen.

Offline MagnaCharta

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Re: Frage zum Vermittlungsvorschlag
« Antwort #22 am: 04. Juni 2018, 18:07:10 »
Jaja der § 10 SGB II ... Das Totschlagargument eines jeden SB.
Eine Maßnahme soll die Berufschancen erhöhen bzw. einen Mehrwert haben.
Ich habe in 8 Wochen eine Bachelorthesis geschrieben, da werde ich keine 12 Wochen brauchen um meine Bewerbungsunterlagen auf Vordermann zu bringen.

Maßnahmen dienen in Wirklichkeit einer einzigen Sache: für die Zeit der Teilnahme fliegt man aus der offiziellen Arbeitslosenstatistik raus. Nicht mehr, nicht weniger.

Abgesehen davon kann man zum §10 SGB II stehen, wie man will, er ist nicht nur Totschlagargument, sondern Gesetz. Und nach dem Gesetz haben sich eben alle ALGII-Empfänger zunächst einmal zu richten, ob es einem nun gefällt oder auch nicht.

Wie man nun diese gesamte Politik bewertet, ob es Sinn macht oder nicht, ist eine andere Sache. Aber diese Bewertung kann nicht Gegenstand bei einer Hilfestellung sein, wenn man sich nach dem geltenden Gesetz richten muss, und mögliche Widersprüche nach diesem Gesetz begründet werden müssen. Dass es alles ziemlicher Blödsinn ist, da wird hier kaum jemand widersprechen. Es ändert nur nichts dran, dass das nach wie vor Gesetz ist.

Offline coolio

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Re: Frage zum Vermittlungsvorschlag
« Antwort #23 am: 04. Juni 2018, 18:09:08 »
Iwie finde ich das hier eine Diskussion im luftleeren Raum.
Wo ist der VV zu lesen?
Εν οίδα οτι ουδέν οίδα (Sokrates) alias: Scio nescire - zu deutsch: null Ahnung
Wer redet oder telefoniert, der verliert!
I'm with intelligents - hopefully!

Offline valey

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Re: Frage zum Vermittlungsvorschlag
« Antwort #24 am: 04. Juni 2018, 18:35:28 »
Eine Maßnahme soll die Berufschancen erhöhen bzw. einen Mehrwert haben.
Ich habe in 8 Wochen eine Bachelorthesis geschrieben, da werde ich keine 12 Wochen brauchen um meine Bewerbungsunterlagen auf Vordermann zu bringen.

sehe ich auch so.


Zitat
Sicher zu 80% Leihbuden für Lager usw wenn du Glück hast  :grins:
Na das wird ja was :P

Zitat
Ich glaube denen garnix mehr, die EGV hätte ich auch nicht unterschrieben, du hast das Recht sie zu prüfen. Gut ich bin jetzt fast 5 Jahre AU und habe meine Ruhe gehabt vor denen ausser 1x wo ich zum SG Gericht musste, war glaube ich September 16 letzte mal da und habe auch keine EGV unterschrieben und bis jetzt nie was gehört...

Meine Betreuerin ist die EGV mit mir durchgegangen, mir ist da nichts sauer aufgestoßen. Muss auch nur 6 Bewerbungen im Monatsturnus nachweisen. da mache ich ein mehrfaches mehr. sagte ich auch der betreuerin und sie hatte nur gestaunt als ich gesagt habe, dass ich 6 Bewerbungen im Monat als sehr wenig empfinde. aber nun gut. sehe ja wer sich da aufhält und kenne auch einige so aus dem privaten leben, die wollens einfach nicht.


Nein. Die Hauptsache ist, dass möglichst alle nur möglichst kurz Sozialleistungen in Anspruch nehmen müssen, also für ihren Lebensunterhalt selbst aufkommen können.
Ich war mal zwei Stunden zum Sektflaschen-Einsortieren aushelfen. Die mussten nach einem bestimmten Schema (verschieden-farbige Etiketten nach Anleitung und Schild immer sichtbar nach vorne gedreht) in Aufsteller sortiert werden. Die Kellerei war begeistert von mir. Nein, man musste nicht lesen können für diesen Job. Aber offensichtlich haben sich doch viele so blöd angestellt, dass die ZAF Probleme hatte, dafür akzeptierte zu finden. Nein, warum sollte jemand was dagegen haben, einen aufmerksamen Menschen um sich zu haben?
[/quote]

Wow, aber das kenne ich selber aus meinem Nebenjob vom Studium. Mein Chef hat es auch paar mal probiert, ergebnis war dann unter anderem ein Herr, welcher für die normalsten Tätigkeiten unglaublich lang gebraucht hat. er meinte sogar dass die Reinigungsmittel die wir nutzen (nutzten wir zu dem Zeitpunkt schon seit jahren) ganz sicher Krebserregend sei. kam dann nach 2 Tagen nicht mehr. Fragte mich sogar noch am ersten tag als er an meinem arbeitsplatz vorbeigelaufen ist "na, hat das amt dich auch zum arbeiten verdonnert?". Das war am ersten Arbeitstag noch vor der frühstückspause.

Ist es denn eine "Stellenanzeige" oder ein "Vermittlungsvorschlag" (Mit Rechtsfolgebelehrung)? Auf Ersteres musst du dich nicht bewerben, auf zweiteres schon.
Ich frage mich dass, weil eine Informatikerstelle für Jobcenterverhältnisse ein Topjob sind. Normalerweise arbeiten nämlich kaum seriöse Arbeitgeber mit dem Jobcenter zusammen.

Wenn du nicht das Glück hast, dass in deinen Jobcenter speziell jemand für Akademiker zuständig ist, wissen sie weder was du kannst, noch wofür du geeignet bist.
Und meiner Erfahrung nach interessiert es auch niemanden im Jobcenter.
Wen es aber interessiert sind die Arbeitgeber. Dementsprechend wirst du auch in der - ich nenne sie mal - Akademiker-Zwickmühle stecken.
Sprich; Ich bewerbe mich auch auf Stellen die unterhalb meiner Qualifikationen liegen. Der potenzielle Arbeitgeber weiß das und denkt sich "Der ist bei dem nächsten besseren Jobangebot weg!"
Daher wird er dich vermutlich auch nicht einstellen. (Sind zumindest meine Erfahrungen)


Am Anfang tat sie halt so, als würde sie sich für mich interessieren. Es war von "guten Connections zu Unternehmen" und "Akademikerdatenbanken" die Rede.
Begleitet von "... in der Zwischenzeit könnte man ja an den Bewerbungsunterlagen etc. feilen und dass mal jemand drüber gucken könnte und Tipps gibt."
Ich bejahte es. Beim nächsten Termin hatte sie schon eine Maßnahme parat. (12 Wochen, Bewerbungs- u. Motivationstraining, EDV-Kurs)
Ich lehnte ab und einen Monat später kam die nächste Maßnahme. Selber Misst, anderer Anbieter. Diesmal wurde der Ton rauer. Plötzlich hieß "Was haben sie denn sonst wichtiges zu tun. Sie sitzen ja sowieso den ganzen Tag zu Hause."
Auch das lehnte ich ab.

Wieder einen Monat später kam die dritte Maßnahme, bei der sie mich schon direkt ohne mein Einverständnis angemeldet hat. Es wurde mit Sanktionen und 1 Euro-Jobs gedroht und der Ton wurde noch schärfer. Ich bin natürlich nicht hingegangen und ein paar Tage später kam der Verwaltungsakt, dass ich entweder hingehe oder mit Sanktionen rechnen müsse.
Ich beauftragte eine Anwältin die mich rausboxte.
Seitdem ich gewonnen habe werde ich mit Vermittlungsvorschlägen bomberdiert. Natürlich allesamt unterste Schublade (Fleischverpackung, LKWs putzen, etc.)

es ist ein Vermittlungsvorschlag mit Belehrung. (soziale EInrichtung, weshalb ich eben davon ausgehe dass die Bezahlung weit weit unter dem durchschnittseinstiegsgehalt liegt.
aber nun gut, ich bewerbe mich einfach drauf. die werden schon merken dass das nichts ist.

Du sagst, "der ist bei dem nächstbesseren Jobangebot weg". Meinst du damit dass er bei mir "zugreifen" möchte oder es dabei belässt?

Wow, bin wirklich ein wenig schockiert. solche leute sind doch wirklich fehl am platz. wenn es wenigstens maßnahmen wären mit denen man was anfangen könnte. zb SAP Kurse, o.ä.
aber mittlerweile hast du einen job? :)

Hallo zusammen,

ich beziehe seit dem 1.6. Sozialleistungen und habe soeben den ersten Vorschlag im Briefkasten vorgefunden. Wow sind die schnell!

Da ALGII für dich nur eine Übergangsphase ins Berufsleben sein sollte, solltest du dich massiv selbst überall bewerben, wo es für dich mit deinem Studium Sinn macht.

da bin ich natürlich dahinter.

Offline MrEcho

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Re: Frage zum Vermittlungsvorschlag
« Antwort #25 am: 04. Juni 2018, 19:02:44 »
Zitat
es ist ein Vermittlungsvorschlag mit Belehrung. (soziale EInrichtung, weshalb ich eben davon ausgehe dass die Bezahlung weit weit unter dem durchschnittseinstiegsgehalt liegt.
aber nun gut, ich bewerbe mich einfach drauf. die werden schon merken dass das nichts ist.
Solche Vorschläge solltest du natürlich annehmen. Ich würde mich freuen, wenn zur Abwechselung mal solche Vorschläge kommen würden.
Du kannst schließlich immer noch in Ruhe weitersuchen.

Zitat
Du sagst, "der ist bei dem nächstbesseren Jobangebot weg". Meinst du damit dass er bei mir "zugreifen" möchte oder es dabei belässt?
Fernab von Leihbuden wollen seriöse Arbeitgeber natürlich Personal auch langfristig behalten. Wenn dein Lebenslauf und deine Qualifikationen darauf schließen lassen, dass es für dich eher eine Zwischenlösung ist, werden sie dich vermutlich auch nicht einstellen.

Zitat
wenn es wenigstens maßnahmen wären mit denen man was anfangen könnte. zb SAP Kurse, o.ä.
Dafür sind laut Aussage des Jobcenters meine Qualifikationen zu gut. Es wird davon ausgegangen, dass ich in absehbarer Zeit einen Job finde.

Zitat
aber mittlerweile hast du einen job? :)
Mehr als Vorstellungsgespräche kamen nicht bei rum.
Plan B -> Master

Offline valey

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Re: Frage zum Vermittlungsvorschlag
« Antwort #26 am: 04. Juni 2018, 19:24:28 »
Zitat
es ist ein Vermittlungsvorschlag mit Belehrung. (soziale EInrichtung, weshalb ich eben davon ausgehe dass die Bezahlung weit weit unter dem durchschnittseinstiegsgehalt liegt.
aber nun gut, ich bewerbe mich einfach drauf. die werden schon merken dass das nichts ist.
Solche Vorschläge solltest du natürlich annehmen. Ich würde mich freuen, wenn zur Abwechselung mal solche Vorschläge kommen würden.
Du kannst schließlich immer noch in Ruhe weitersuchen.

Zitat
Du sagst, "der ist bei dem nächstbesseren Jobangebot weg". Meinst du damit dass er bei mir "zugreifen" möchte oder es dabei belässt?
Fernab von Leihbuden wollen seriöse Arbeitgeber natürlich Personal auch langfristig behalten. Wenn dein Lebenslauf und deine Qualifikationen darauf schließen lassen, dass es für dich eher eine Zwischenlösung ist, werden sie dich vermutlich auch nicht einstellen.

Zitat
wenn es wenigstens maßnahmen wären mit denen man was anfangen könnte. zb SAP Kurse, o.ä.
Dafür sind laut Aussage des Jobcenters meine Qualifikationen zu gut. Es wird davon ausgegangen, dass ich in absehbarer Zeit einen Job finde.

Zitat
aber mittlerweile hast du einen job? :)
Mehr als Vorstellungsgespräche kamen nicht bei rum.
Plan B -> Master

Bei mir leider auch nicht mehr als Vorstellungsgespräche. (2x Probearbeiten, war eher rumführen und arbeitsplatz zeigen)
Aber unverständlich für mich. Wurde bei keinem der Gespräche irgendeine fachbezogene Frage gestellt, lediglich zwischenmenschliches.
Bei jeder Absage  frage ich immer nach woran es gehakt hat. "haben es für einen anderen bewerber entschieden". natürlich... stellenanzeigen sind meist ist immernoch offen.

Gast44790

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Re: Frage zum Vermittlungsvorschlag
« Antwort #27 am: 04. Juni 2018, 20:31:16 »
Du wirkst hier schon ein bisschen überheblich. Vielleicht lag es ja daran?

Wir stellen zur Zeit in meinem Bereich zwei Leute ein. ich bin reine Technikerin und Teamleiterin. In den Vorstellungsgesprächen sitzen 4 Personen. Davon checken bei uns 3 Leute die "menschliche Eignung" und ich stelle technische Fragen.

Wenn ich mit einem Bewerber nicht zufrieden bin möchte ich lieber niemanden einstellen als einen Mitarbeiter an der Backe zu haben mit dem es einfach nicht passt.

Auch ich arbeite übrigens im weitesten Sinn im sozialen Bereich. Für mich ist Beruf wirklich Berufung. Was ich momentan tue das mache ich einfach gern. Da steckt sehr viel Herzblut drin und auch sehr viel Engagement. Die Bezahlung ist momentan man ahnt es schon für die Position nicht gut. Doch ich kann wirklich etwas aufbauen und zwar so wie ich möchte. Das ist mir sehr viel Wert. Ich gehe gern zur Arbeit und bin nicht frustriert.

Du kommst direkt aus dem Studium und hast 0 Berufserfahrung? Gerade in der IT nehme ich dann lieber einen Heinz ohne Studium dafür mit mehreren Jahren einschlägiger Berufserfahrung. So schreibe ich übrigens auch aus. Studium oder Ausbildung im IT-Bereich oder mehrjährige einschlägige Berufserfahrung.

Wer die IT nur sieht um Geld zu verdienen ist wie in jedem anderen Beruf auch fehl am Platz. War da hier nicht auch ein Thema mit Therapeuten die so toll verdienen und alle waren neidisch?

Offline Anne-Suvi

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Re: Frage zum Vermittlungsvorschlag
« Antwort #28 am: 04. Juni 2018, 20:38:16 »

Offline MrEcho

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Re: Frage zum Vermittlungsvorschlag
« Antwort #29 am: 04. Juni 2018, 23:13:03 »
Zitat
Bei jeder Absage  frage ich immer nach woran es gehakt hat. "haben es für einen anderen bewerber entschieden". natürlich... stellenanzeigen sind meist ist immernoch offen.
Natürlich, das kenne ich auch.
Teilweise stehen Monate lang die Stellenanzeigen drin. Viele suchen die "Eierlegende-Wollmilchsau", die am besten für knapp übern Mindestlohn arbeitet.
Man sollte auch die Konkurrenz nicht unterschätzen. Man ist schließlich nicht der Einzige der eingeladen wird.
Praxiserfahrungen sind das A und O. Ich habe leider auch das Gefühl, dass niemand einen Berufseinsteiger eine Chance gibt.