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Autor Thema: Anrechnung/Freibetrag bei unregelmäßigem Hinzuverdienst  (Gelesen 365 mal)

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Offline wudu2014

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Ich habe die Möglichkeit, im Jahr ca. 4 Monate zu arbeiten, jeweils 1-2 mal pro Monat. So verdiene ich bei einem Einsatz pro Monat 100 Euro und bei zwei Einsätzen in einem anderen Monat 200 Euro - je nach Häufigkeit des Einsatzes. Im Normalfall würde ja im Falle der 200 Euro eine Anrechnung erfolgen. Wenn ich nun aber das Ganze auf das ganze Jahr beziehe, so hätte ich im Jahr zum Beispiel einen Zusatzverdienst von 700 Euro. Wen das auf Monatsebene heruntergerechnet wird, wären das monatlich ca. 58 Euro. Im Grunde ist dann doch nichts anrechenbar, weil der durchschnittliche Monatsverdienst nicht einmal 100 Euro erreicht.

Hat schon einmal jemand diese Überlegung angestellt bzw. in dieser Weise mit dem Amt Erfahrungen gehabt? Es ist ja zum Beispiel der Einkommensteuerberechnung auch so, dass hier das Einkommen pro Jahr angesetzt wird und nicht der monatliche Betrag.

Welche Position vertritt das Amt bei dieser Überlegung?

Vielen Dank für Infos bzw. Meinungen  :zwinker:

Offline

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Re: Anrechnung/Freibetrag bei unregelmäßigem Hinzuverdienst
« Antwort #1 am: 06. Juni 2018, 09:32:45 »
Zitat von: wudu2014 am 06. Juni 2018, 09:18:11
Welche Position vertritt das Amt bei dieser Überlegung?
Das Amt interessiert sich für den Zufluss. Dieser ist Maßgeblich.
In welchem Zeitraum du dein einkommen erwirtschaftest ist belanglos. Wichtig ist, wann und n welcher Höhe es dir zufließt.
Bei einer Frau ist das wie bei einem Mercedes.
Da kann man mitunter noch einiges Optimieren
*Ralf Richter

Offline Fylou

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Re: Anrechnung/Freibetrag bei unregelmäßigem Hinzuverdienst
« Antwort #2 am: 06. Juni 2018, 09:48:03 »
Wenn man mal in den § 11 schaut:

Zitat
[....] Für laufende Einnahmen, die in größeren als monatlichen Zeitabständen zufließen, gilt Absatz 3 entsprechend.

(3) Einmalige Einnahmen sind in dem Monat, in dem sie zufließen, zu berücksichtigen. Zu den einmaligen Einnahmen gehören auch als Nachzahlung zufließende Einnahmen, die nicht für den Monat des Zuflusses erbracht werden. Sofern für den Monat des Zuflusses bereits Leistungen ohne Berücksichtigung der einmaligen Einnahme erbracht worden sind, werden sie im Folgemonat berücksichtigt. Entfiele der Leistungsanspruch durch die Berücksichtigung in einem Monat, ist die einmalige Einnahme auf einen Zeitraum von sechs Monaten gleichmäßig aufzuteilen und monatlich mit einem entsprechenden Teilbetrag zu berücksichtigen.

Daher wirst du es nicht aufteilen können, solange es nicht so viel ist, dass dein Anspruch wegfallen würde.
Wenn man alle Gesetze studieren wollte, so hätte man gar keine Zeit mehr, sie zu übertreten.  :blum:
___Johann Wolfgang von Goethe___

Offline Ottokar

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Re: Anrechnung/Freibetrag bei unregelmäßigem Hinzuverdienst
« Antwort #3 am: 06. Juni 2018, 10:06:07 »
Zitat von: wudu2014 am 06. Juni 2018, 09:18:11
Ich habe die Möglichkeit, im Jahr ca. 4 Monate zu arbeiten
...
Wenn ich nun aber das Ganze auf das ganze Jahr beziehe, so hätte ich im Jahr zum Beispiel einen Zusatzverdienst von 700 Euro. Wen das auf Monatsebene heruntergerechnet wird, wären das monatlich ca. 58 Euro. Im Grunde ist dann doch nichts anrechenbar, weil der durchschnittliche Monatsverdienst nicht einmal 100 Euro erreicht.
Leider ist diese Überlegung in der Praxis nicht realisierbar, da das Gesetz sowas nicht zulässt. Man könnte auch sagen: der Gesetzgeber kennt solche Tricksereien und hat dem vorgebeugt.
Lt. § 11 Abs. 2 SGB II handelt es sich dabei um laufende monatliche Einnahmen, diese werden im Zuflussmonat angerechnet.
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