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Autor Thema: Twitch Gewerbe: "Spenden/Trinkgeld" Erwerbseinkommen oder Sonstige Erwerb. ?  (Gelesen 1392 mal)

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Offline schmipe

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ist das nicht eher eine freiberufliche Beschäftigung?
und müsste man da nicht die erhaltenen Zuwendungen als Betriebserlöse sehen?

Offline Schnuffel01

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Offline MrEcho

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Zitat
ist das nicht eher eine freiberufliche Beschäftigung?
Für ihn sind es Einkünfte aus Gewerbebetrieb.
Ob man als Twitch-Streamer unter § 18 EStG fällt, wage ich zu bezweifeln. Auch wenn man durch den Zusatz aus Abs. 1 Satz 1 "...und ähnliche Berufe" sicherlich argumentieren könnte.

Die Einordnung ist zwar steuerrechtliche relevant, ob sie allerdings auch fürs SGB von Bedeutung ist, weiß ich leider nicht.

Offline Kevin

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Aus den Fachlichen Weisungen zu §§ 11 - 11b, Stand 18.08.2016:

Zitat
Betriebseinnahmen sind alle aus selbständiger Arbeit, Gewerbebetrieb
oder Land- und Forstwirtschaft erzielten Einnahmen, die im
Bewilligungszeitraum tatsächlich zufließen. Steuerrechtliche Regelungen
finden keine Anwendung mehr.

Die Begründung ( § ) zum "Sonstigen Erwerbseinkommen" und der dadurch angeblich verringerte Grundfreibetrag wäre sehr interessant. Bisher konnte ich dazu nichts finden, aber sehr viel zu den 100 Euro.

Offline Wuff

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Ich würde twitch eher als Hobby bezeichnen, solange man da nicht irgendeinen Sponsor hat, der einem neue Gerätschaften oder ähnliches zur Verfügung stellt. Für die Spenden gibt es im übrigen keinerlei Pflicht, das heißt kein Nutzer der das Angebot nutzt oder sich einen Stream dort anschaut ist dazu verpflichtet irgendetwas zu zahlen, daher wäre meine Frage diesbezüglich eher so in Richtung §11a Absatz 5 SGB 2

Zitat
(5) Zuwendungen, die ein anderer erbringt, ohne hierzu eine rechtliche oder sittliche Pflicht zu haben, sind nicht als Einkommen zu berücksichtigen, soweit

1.
    ihre Berücksichtigung für die Leistungsberechtigten grob unbillig wäre oder
2.
    sie die Lage der Leistungsberechtigten nicht so günstig beeinflussen, dass daneben Leistungen nach diesem Buch nicht gerechtfertigt wären.


Und davon einmal abgesehen, wieso meldet jemand für ein Hobby ein Gewerbe an?

Solange da nicht irgendwelche großen Summen bei herumkommen oder ein Sponsor dahinter steht macht das mit dem Gewerbe noch weniger Sinn, sondern ist schlicht und ergreifend nur vergleichbar mit diesen Umfrageportalen, wo man für das mitmachen bei Umfragen 1-2 Euro erhält.

Offline schmipe

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Und davon einmal abgesehen, wieso meldet jemand für ein Hobby ein Gewerbe an?

Solange da nicht irgendwelche großen Summen bei herumkommen oder ein Sponsor dahinter steht macht das mit dem Gewerbe noch weniger Sinn, sondern ist schlicht und ergreifend nur vergleichbar mit diesen Umfrageportalen, wo man für das mitmachen bei Umfragen 1-2 Euro erhält.

Wenn man mit seinem Hobby etwas Geld dazu verdienen kann, dann ist das doch völlig in Ordnung. Es gibt Unmengen von Hobbytöpfern, -kunsthandwerkern, -künstlern oder Flohmarktverkäufern die mit einem kleinen Gewerbe legal etwas die Haushaltskasse aufbessern und Spaß dabei haben.

Offline Meph1977

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Und davon einmal abgesehen, wieso meldet jemand für ein Hobby ein Gewerbe an?

ganz einfach weil er dazu verpflichtet ist sobald er am Affiliate Programm (Abos) teilnimmt.



« Letzte Änderung: 15. Juni 2018, 08:59:50 von Meph1977 »
Seid vorsichtig was ihr dem JC erzählt. Die machen aus nem französischen Rotwein eine rothaarige Französin und drehen euch noch eine BG mit der Französin an.

Offline Kuno Korken

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Beispiel:

Twitch- Tanzverbot

Der Gute macht mit Twitch/Youtube mit Sicherheit so viel Geld, sodass er nicht auf Sozialleistungen angewiesen ist.