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Autor Thema: Mal wieder Stunk mit dem Vermieter  (Gelesen 879 mal)

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Offline Zasz

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Mal wieder Stunk mit dem Vermieter
« am: 11. Juli 2018, 16:29:08 »
Hallo erstmal.
Vor zwei Jahren hat mein Vermieter nach langem hin und her Handwerker wegen dem Mixer im Bad und das defekte Ventil für den Wasserzugang in der Küche vorbei geschickt. Ernsthaft, ich hatte eine lange Zeit kein Wasser in der Küche nutzen können weil das Ventil sonst anfängt zu tropfen und ich mehrmals schon eine Pfütze mitten in der Küche hatte.  Seperat wurde auch das Toilettenspülkastenfüllventil (boah, wasn Wort) repariert. Ich habe dem Handwerker mehrmals gesagt man möge mir die Rechnung für die Arbeit in der Küche schicken und das andere dem Vermieter. Es wurde zugestimmt.
Letzte Woche kam vom Vermieter eine Email mit einer Kopie der Rechnung. Ja, nach 2 Jahren.

Zuerst war ich natürlich leicht überrascht. 85€ will der Vermieter nun von mir. Erst habe ich versucht eine Ratenzahlung auszuhandeln aber das wollte der Vermieter nicht. Nach bisschen erkunden habe ich rausgefunden dass ich dazu kein Recht habe. Ok, versuch ich bisschen zu sparen damit die Zahlung auf einmal nicht so weh tut. Dann schaute ich aber nochmal in den Mietvertrag was da wegen Kleinreparatur steht. Da steht:
Zitat
Die Kosten für die Beseitigung von Kleinschäden trägt der Mieter, wenn sie im Einzelfall nicht mehr als 75€ zuzüglich MWSt, bzw. im Kalenderjahr nicht mehr als 150€ zuzüglich MWSt. insgesamt betragen.

Ich ging erst davon aus dass die Rechnung nun nicht von mir zu tragen sei und wie man das sinnvoll lösen könne. Ich dachte ich bleib mal nett obwohl der Vermieter leicht pampig wird wenn es um rechtliches ging. Er hatte schon mal einen Rechtsstreit mit mir verloren.

Er rechnete mir das vor was ich auch ok finde weil ich will ja wissen wenn ich etwas nicht richtig verstehe:
Zitat
1. Zuzüglich heißt, wenn noch was dazukommt.
2. 75,-- zzgl. MWST heißt: 75,-- Euro netto plus Mehrwertsteuer - die sind zur Zeit 19% also 14,25 Euro bei 75,-- Euro - macht dann 89,25 Euro brutto Gesamtbetrag.
3. Die Rechnung beläuft sich also auf 71,80 Euro zzgl. 13,65 Euro, macht dann 85,45 Euro. Das ist weniger als 89,25 Euro.

Dass ich den Teil mit "zuzüglich MWST" falsch verstanden hatte räume ich ein, aber der Satz nach seiner Rechnung empfinde ich als herablassend. Es war ein kleiner Irrtum, meine Güte.
Zitat
Sollten Sie das mit dem 'zzgl. Mehrwertsteuer' nicht verstanden haben, weil ich es nicht gut genug dargelegt habe, fragen Sie bitte jemand anderes.
Ich wollte eigentlich nett sein aber scheinbar ist bei dem jeder Versuch sinnfrei. Ihn interessiert gerade nur wann ich zahlen kann. Er ist der Meinung ich beuge mich einfach seiner Meinung welche in der Vergangenheit fast immer falsch lag bei diesen Dingen.

Nun habe ich aber folgendes gelesen:
Zitat
Erstens: Durch einen Klausel-Wort­laut, der den Mieter nur für die Reparatur­kosten an Wohnungs­gegen­ständen haft­bar macht, die seinem „häufigen Zugriff“ ausgesetzt sind.
Zweitens: Durch eine Kosten­grenze für die einzelne Reparatur.
Drittens: Durch eine Jahres­höchst­grenze für den Fall, dass in einem Jahr mehrere Kleinre­paraturen in der Wohnung anfallen.
Jede dieser drei Grenzen muss von der Kleinre­paraturklausel beachtet werden. Verletzt der Klausel­wort­laut nur eine, muss der Mieter die Reparatur nicht bezahlen.
Nun fehlt wie man oben sieht der Wortlaut „häufigen Zugriff“. Ist die Klausel demnach ungültig?

Ein Urteil sagt auch etwas in diese Richtung. Füll­ventil des WC-Spül­kastens. Das Füll­ventil des WC-Spül­kastens ist nicht dem häufigen Zugriff des Mieters ausgesetzt. Es wird lediglich mittel­bar in Anspruch genommen, wenn der Mieter die WC-Spülung betätigt (Amts­gericht Köln, Az. 224 C 460/10; Urteil im Volltext). Eine Reparatur am Ventil zählt deshalb nicht zu den vom Mieter zu bezahlenden Kleinre­paraturen.

Nun ist aber das Spülkastenventil, das Eckventil in der Küche und die Arbeitszeit auf einer Rechnung. Ich weiss nich weiter. Und ich muss dem Vermieter auch noch antworten. Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

mfg
Zasz