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Autor Thema: Zuzahlungsbefreiung - Komplizierter Fall  (Gelesen 660 mal)

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Offline Benutzer50

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Zuzahlungsbefreiung - Komplizierter Fall
« am: 18. Juli 2018, 19:21:22 »
Hallo,

ich habe den Zuzahlungsbefreiungsantrag von der Krankenkasse erhalten.

Kann ich die Befreiung jetzt schon einleiten, oder erster am Ende des Jahres?

Kann ich den Antrag auch per E-Mail senden, oder muss so etwas per Post erfolgen?


Ich hatte bis Februar einen Bescheid, dann bis August und dann gibt es wieder einen Neuen. Wenn ich jetzt schon den Antrag versende, dann wissen die doch gar nicht, was ich dann bald erhalte. Weil mir die Krankenkasse schon bestätigt hatte, ich könnte ihn jetzt schon verschicken, aber die wissen doch gar nicht, was ich noch in Zukunft dieses Jahren verdienen werde?! Deshalb die erste Frage.

Und wie wird das Geld verrechnet? Muss ich das machen?

Als Beispiel:
Bis Februar 190€, bis August 220€, ab dann 170€, dann noch eine EQ-Vergütung, die aber nur bis März ausgezahlt wurde, danach Krankengeld, da gibt es nicht mal Monatsbeträge. Ich raste aus, wie soll man das zu einem Bruttobetrag zusammenrechnen? Zumal es bei Hartz 4 doch nicht mal Brutto gibt. Da wird doch nichts mehr von den Steuern abgezogen.

Offline NevAda

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Re: Zuzahlungsbefreiung - Komplizierter Fall
« Antwort #1 am: 18. Juli 2018, 20:06:07 »
Keine Panik!
Das ist viiiel einfacher als Du jetzt vermutest!!!

Du kannst es jetzt machen (für die Zukunft: sogar schon im Dezember im Voraus).

Ich würde wichtige Sachen persönlich machen (und weil meine KK um die Ecke sitzt...)
-> weiß nicht

Stockst Du das ganze Jahr schon (mindestens) auf? Dann giltst Du als ALG2-LE und kannst das so (ohne Beträge) angeben (zahlst dann den Mindestbetrag nur). Ich meine, Du verpflichtest Dich auch auf dem Antrag, nach dem Jahresende Dein tatsächliches Jahreseinkommen anzugeben. Richtig?

Ist echt ganz easy - spätestens im zweiten Jahr :-))
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Offline Benutzer50

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Re: Zuzahlungsbefreiung - Komplizierter Fall
« Antwort #2 am: 19. Juli 2018, 10:20:11 »
Das ist in dem Formular aber nicht vorgesehen. Es gibt 2 Seiten. Bei der Ersten muss nur ein Konto hinterlegt werden. Bei der Zweiten werde ich dazu aufgefordert, alle Gelder mit Nachweisen anzugeben. Aber bei Arbeitslosengeld ist nur ein Feld frei, da kann ich keine 3 Gelder von verschiedenen Bescheiden eintragen.

Rechne ich dann (Beispiel) 2x190, 6x220, 4x170 und rechne bei dem entstehenden Betrag 33% (also nochmal die Hälfte) für die Steuern hinzu?


Offline global

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Re: Zuzahlungsbefreiung - Komplizierter Fall
« Antwort #3 am: 19. Juli 2018, 11:10:04 »
Was spricht dagegen, wenn du bei deiner KK  anrufst und frägst, wie du das handhaben sollst?
Geht sicherlich und schneller als hier herumzuspekulieren!

Offline blaumeise

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Re: Zuzahlungsbefreiung - Komplizierter Fall
« Antwort #4 am: 19. Juli 2018, 11:36:02 »
Du wirst nach Ablauf des Jahres vermutlich nochmal deine tatsächlichen Einkünfte angeben müssen bzw. ob sich was geändert hat. Beim ALG II kommt es nur auf den Nachweis an, dass du es erhältst. Denn der Regelsatz ist für alle gleich. Dann gibst du noch Krankengeld an und was du sonst noch an anderen Einnahmen hast zurzeit.

Die Befreiung, die du erhältst, ist sowieso nur vorläufig. Falls sich gravierende Veränderungen bei deinem Einkommen in diesem Jahr ergeben sollten (z.B. dass du nicht mehr auf ALG II angewiesen bist), wird die Befreiung im Nachhinein angepasst oder sogar aufgehoben.

Offline NevAda

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Re: Zuzahlungsbefreiung - Komplizierter Fall
« Antwort #5 am: 19. Juli 2018, 12:09:12 »
Rechne ich dann (Beispiel) 2x190, 6x220, 4x170 und rechne bei dem entstehenden Betrag 33% (also nochmal die Hälfte) für die Steuern hinzu?
Welche Steuern zahlst Du direkt vom ALG2?
Da sollen jährliche Bruttoeinnahmen angegeben werden. Das ist eine Summe. ABER das ist bei ALG2-LB nicht notwendig. Da gilt immer der Mindestsatz.
Vom Hingehen hältst Du nichts? Persönlich mit denen reden? Oder wenigstens anrufen und 1. sagen, dass es um die Zuzahlungsbefreiung geht, 2. dass Du ALG2 beziehst und 3. was für Angaben sie da brauchen. Dann kriegst Du ganz fix eine konstruktive Antwort.
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Offline Benutzer50

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Re: Zuzahlungsbefreiung - Komplizierter Fall
« Antwort #6 am: 19. Juli 2018, 12:15:16 »
Das traue ich mich nicht.

Offline NevAda

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Re: Zuzahlungsbefreiung - Komplizierter Fall
« Antwort #7 am: 19. Juli 2018, 12:18:31 »
Dann (unter)schreibst Du lieber was, von dem möglich ist, dass es falsch ist? Rechne Dein Jahresbruttoeinkommen hoch - nach dem, was Du jetzt weißt. Du hast nur eine einzige Zahl einzutragen - und eine ganze Menge Kreuze.

(nicht trauen?
Du könntest in der Zentrale mit einem falschen Namen anrufen zum Beispiel.)
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