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Autor Thema: Bedingungsloses Grundeinkommen  (Gelesen 19944 mal)

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Offline Harry_X

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen
« Antwort #30 am: 27. August 2018, 01:24:35 »
Falls du am Thema kein Interesse hast, kannst du dir das Posten auch direkt sparen.

Es ist mir schon klar, was du tust: Du profitierst vom Hartz IV System, kennst dich bestens damit aus und kannst überall Tipps geben. Falls das nun abgeschafft würde, brächen dir reihenweise die Mündel weg. Und damit dein Lebenszweck.
Was macht man in so einem Fall? Die Alternative diskreditieren und denjenigen, der sie propagiert, gleich mit. Nun hängt das Ergebnis aber nicht davon ab, ob du das tust oder nicht, sondern, ob diejenigen, die Zeugen deiner Strategie sind, dieselbige durchschauen.

Offline coolio

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen
« Antwort #31 am: 27. August 2018, 01:27:09 »
"das Mündel" n'est-ce pas?
Im Übrigen hätte ein 'Mündel' einen Betreuer.
'Klientel' wäre doch noch eine Alternative?
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Offline Harry_X

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen
« Antwort #32 am: 27. August 2018, 01:28:26 »
Du kannst nicht aus deiner Haut, gell?

Offline coolio

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen
« Antwort #33 am: 27. August 2018, 01:34:56 »
Warum sollte ich 'aus der Haut fahren' hier?
bekomm ich doch den Anlass meiner Erheiterung hier frei Haus geliefert.
Dürfte so ziemlich das Gegenteil sein.
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Offline Harry_X

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen
« Antwort #34 am: 27. August 2018, 01:47:42 »
Das der Eine jeden Monat nen "Überschuss" hat und der Andere jeden Monat immer mehr ins Minus rutscht. Je nachdem, in welcher Stadt oder Region der einzelne lebt.
Schon deshalb ist ein BGE von 1000 - 1050 EUR völlig sinnbefreit, da es eine abstrakt festgelegte Summe für jeden ist.
Bei o.g Summe würde ich jeden Monat mindestens 300 EUR Miese machen.

Das hört sich nach einem gültigen Einwand an.
Um das zu umgehen, müßte man nach der Lesart für jede Region oder Stadt die Höhe des Bedarfs individuell festsetzen. Das erscheint mir aber zu viel unnötiger Aufwand zu sein.
Ich denke, die Unterschiede in den Regionen einfach zu ignorieren, hat auch positive Seiten:
Diejenigen, die dort wohnen bleiben möchten, müßten sich dann was dazuverdienen.
Die, das nicht möchten, könnten auch in eine "Niedrig-Region" ziehen. Das würde aus der "Hoch-Region" auch den Druck nehmen. Es ist ja eher unwahrscheinlich, daß dann dort jemand hinzieht, der sich das nicht leisten kann. Sinkt der Druck, wird die Wahrscheinlichkeit wieder höher. In der "Niedrig-Region" würde der Druck zunehmen. Dann würde sich jeweils ein neues Niveau einpendeln.

Offline coolio

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen
« Antwort #35 am: 27. August 2018, 01:53:20 »
Und wo soll nu der Unterschied zu SGB II / SGB XII sein?
Genau das ist (gewaltsame) Realität....
naja - vll. kommt ja was an....
langsam scheinen die grauen Zellen der Jünger des Rattenfängers von Hameln doch noch in Schwung zu kommen?
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Offline coolio

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen
« Antwort #36 am: 27. August 2018, 03:37:42 »
für Seitenblickler nochmal zu den Schwächen eines BGE.
wer den Zusammenhang nicht versteht, kann mich gerne anfunken...
-----------
Zitat
Philosophische / misanthropische Gedankensammlung zu einer Situation in Bezug auf ALG II / BGE und Systemfehlern.

Ausgangssituation:

Gutdotierter Freiberufler aus langjähriger Angestelltentätigkeit heraus / Selbständiger im Bereich EDV
Sozialer Status inkl. Familie: prima

Auftrag verloren (teils aus eigener Ermüdung nach Jahren - burnout war noch nicht erfunden) - also mindestens teilweise selbstverschuldet.

Keine Folgeaufträge aquirieren können (anders als zuvor).
Fachliche Qualifikation noch immer marktfähig.
 Headhunter nur für Führungskräfte (lag nicht vor und zusätzlich ausserhalb eigener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit)

2 Jahre von Erspartem gelebt zeitgleich wie auch vor übliche Auftragssuche.

Und dann kommts.

Zufällig von Hartz IV erfahren.

Strohhalm notwendigerweise ergriffen.
Nach 6 Monaten Miethaus weg, Familie weg usw…..

Leistungen: regelkonform

Und jetzt kommts:
(Fachliche Qualifikation noch immer marktfähig)
Vermittlungsabteilung (heute Teamleiterin Leistung haha):

"Wir schliessen jetzt eine Eingliederungsvereinbarung" ("häää, was ist das?" - "Na gut, wenn’s sein muss").
Und danach?
NIX!


Und hier dürfte die Krux liegen flächendeckend übers System.

Tatsächlich könnte gerade die AV/Vermittlungsabteilung oft aus der ganzen  Misere herausführen. Auch was die Finanzen der BA betrifft.

Jeder Unternehmer würde sagen: "ausgerechnet an der falschen Stelle nicht investiert!"

Wo bekomm ich (BA) qualifiziertes Personal her?
Jedenfalls nicht auf den bisherigen Wegen.
Warum haben die keine qualifizierten Marktbeobachter/eigene 'echte' Headhunter?

Aber die Hoffnung, dass eine BA und das tausendfache Gefolge auch nur annähernd marktnah arbeitet, habe ich längst aufgegeben. Welcher Qualifizierte, schlimmstenfalls Kreative würde sich auch diesem verkrustetem unproduktivem System aussetzen wollen?

Da kann doch kein Mensch mit Selbstwertgefühl mehr morgens in den Spiegel schauen ?

Verwaltung produziert Verwaltung (Selbstzweck) - das wars.

Aaach und an die Jobler und Selbstständigen hier: 
Nicht vergessen, pünktlich und vollständig Steuern zu zahlen!
Das ist gut angelegtes Geld - an anderer Stelle.

Übersetzt:
dem BGE fehlt jede Bezugnahme auf 'selbst überleben' auch dann wenn das ursprünglich angedachte und mittlerweile stark verkrustete System erhebliche Perversionen (s.o.) aufweist.
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Offline Harry_X

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen
« Antwort #37 am: 27. August 2018, 06:23:38 »
für Seitenblickler nochmal zu den Schwächen eines BGE.
wer den Zusammenhang nicht versteht, kann mich gerne anfunken...

:offtopic:  :sleep:

Offline Anne-Suvi

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen
« Antwort #38 am: 27. August 2018, 07:55:19 »
...kennst dich bestens damit aus und kannst überall Tipps geben. Falls das nun abgeschafft würde, brächen dir reihenweise die Mündel weg. Und damit dein Lebenszweck.

Offline Greywolf08

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen
« Antwort #39 am: 27. August 2018, 08:10:26 »
Ich denke, die Unterschiede in den Regionen einfach zu ignorieren, hat auch positive Seiten:
Diejenigen, die dort wohnen bleiben möchten, müßten sich dann was dazuverdienen.
Die, das nicht möchten, könnten auch in eine "Niedrig-Region" ziehen. ..
Das kann bloß jemand schreiben, der noch erwerbsfähig ist. Ich bin's nich mehr. Umzug is physisch auch nich mehr drin. Und nun?
Aber mal ehrlich: Ein Umzug in eine "Niedrig-Region" hat in kürzester Zeit höhere Miet - und Lebenshaltungskosten in besagten Regionen zur Folge. Damit wären wir wieder in der Ausgangssituation.

Jedes Mal, wenn man mir sagt, ich wäre nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin überaus erleichtert.
"Wir alle tragen eine Bestie in uns. Sie unterscheidet sich nur in ihrem Ausmaß, nicht in ihrer Art." ~ Douglas Preston

Offline Orakel

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen
« Antwort #40 am: 27. August 2018, 08:17:39 »
Das BGE müsste nur den Regelbedarf ersetzen; alles andere müsste natürlich so bleiben, wie es ist ...
Rechtlicher Hinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen meiner Beiträge fragen Sie bitte Ihren Rechtsanwalt oder Steuerberater. Rechtsanwälte und Steuerberater sind allerdings berechtigt, sich die Beantwortung Ihrer Fragen bezahlen zu lassen.
Ein Blick ins Buch und zwei ins Leben // wird die rechte Form dem Geiste geben. (Johann Wolfgang von Goethe)
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Offline Anne-Suvi

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen
« Antwort #41 am: 27. August 2018, 08:30:58 »
Wer zahlt den Umzug? Das JC dann wohl nicht.

Offline Greywolf08

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen
« Antwort #42 am: 27. August 2018, 08:34:03 »
Wer zahlt den Umzug? Das JC dann wohl nicht.
... und ganz sicher auch nich das Sozialamt.
Jedes Mal, wenn man mir sagt, ich wäre nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin überaus erleichtert.
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Offline Orakel

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen
« Antwort #43 am: 27. August 2018, 08:44:25 »
Natürlich müsste mit Einführung des BGE auch ein Grundrecht auf Umzug in die Verfassung rein ...
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Offline Harry_X

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen
« Antwort #44 am: 27. August 2018, 10:02:15 »
Das kann bloß jemand schreiben, der noch erwerbsfähig ist. Ich bin's nich mehr. Umzug is physisch auch nich mehr drin. Und nun?
Aber mal ehrlich: Ein Umzug in eine "Niedrig-Region" hat in kürzester Zeit höhere Miet - und Lebenshaltungskosten in besagten Regionen zur Folge. Damit wären wir wieder in der Ausgangssituation.

Wieso in kürzester Zeit? Daß sich das neu einpendeln wird, hab ich ja beschrieben. Aber die Ausgangssituation wird sicherlich nicht mehr erreicht werden, da die Niveaus sich mehr einebnen.

Man kann doch erstmal nicht seine eigene Situation als maßgeblich für die komplette Gesellschaft anwenden. Die meisten sind ja erwerbsfähig. Manche gehen einem Erwerb nach, manche nicht. Manche freiwillig, manche nicht. Ich beschrieb ja auch vorher schon, daß es gar nicht möglich sein wird, Sozialämter etc komplett abzuschaffen, da es immer genügend Fälle geben wird, die Extrabedarf benötigen. Aber das ist doch nicht die Regel.