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Autor Thema: Alternative zu Psychotherapie  (Gelesen 965 mal)

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Offline MrKugelschreiber

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Alternative zu Psychotherapie
« am: 23. September 2018, 14:25:22 »
Ich mache aktuell eine Psychotherapie (Verhaltenstherapie), seit etwa 14 Monaten. Die positiven Auswirkungen dieser Therapie sind sehr gering und ich habe zunehmend mehr Probleme die Psychotherapie wahrzunehmen, da ich Angst habe an einem Tag an dem ich einen Termin habe zu erkranken.
Im Krankheitsfall muss ich immer 30 Euro bezahlen, wenn ich nicht rechtzeitig absage.
Meine Termine sind immer Montags, absagen (damit ich keine 30 Euro Strafe zahlen muss) müsste ich spätestens Samstag Vormittag.
Nur weiß ich Samstag Vormittag natürlich nicht ob ich Montag gesund bin.
Ich habe ein dauerhaft geschwächtes Immunsystem infolge von einer pfeifferisches Drüsenfieber-Erkrankung als 16-Jähriger, weshalb ich öfter Erkranke.

Ich würde gerne tdem weiter etwas für meine Psyche tun, nur hab ich inzwischen 2-3 Tage vor jedem Psychotherapie-Termin soviel Angst davor am jeweiligen Tag krank zu sein und dann 30 Euro zahlen zu müssen, das es mir dadurch inzwischen schlechter geht als ohne Therapie.

Klar, 30 Euro sind nicht sooo viel, aber für mich als Hartz4-ler macht es einen großen Unterschied, aber das muss ich hier ja keinem sagen.
Vorallem wenn ich mal 2x im Monat erkranke sind es bereits 60 Euro.
Ich musste inzwischen ein paar mal 30 Euro bezahlen und die Monate waren echt hart, vorallem wenn dann noch iwelche Reperaturen dazu kommen.

Hat jemand ne Idee für meine Situation?

LG
Euer Mr.Kugelschreiber

Online NevAda

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Re: Alternative zu Psychotherapie
« Antwort #1 am: 23. September 2018, 14:29:22 »
Was sagt Dein Therapeut dazu?
ICH würde mir einen neuen suchen (ja, ich habe davon gehört, dass es lange Wartezeiten gibt, ich weiß aber auch, dass ich bisher schon (alle) dreimal NICHT lange warten musste).

Offline MrKugelschreiber

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Re: Alternative zu Psychotherapie
« Antwort #2 am: 23. September 2018, 14:49:29 »
@NevAda
Nur das sie das leider machen müssen weil die auch ihr Geld verdienen wollen.
Soweit ich im Internet gelesen habe (bisher) machen das wohl auch die meisten Therapeuten so.

Online NevAda

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Re: Alternative zu Psychotherapie
« Antwort #3 am: 23. September 2018, 14:51:17 »
Ich rede nicht von den 30 Euro (was ich übrigens noch nie erlebt, aber schon gelesen habe). Sondern davon, dass Du Angst vor dem Termin hast!

Offline Sheherazade

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Re: Alternative zu Psychotherapie
« Antwort #4 am: 23. September 2018, 14:55:00 »
Hat jemand ne Idee für meine Situation?

Lass deinen Fixtermin auf Di, Mi oder Do legen.
Der Heiligenschein mancher Leute ist nichts anderes als eine Notbeleuchtung. (Ernst Ferstl)
Auf Veränderungen zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten. (unbekannt)

Online nasenspray

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Re: Alternative zu Psychotherapie
« Antwort #5 am: 23. September 2018, 14:56:50 »
Vielleicht ist ein anderer Tag möglich, an dem sich besser absagen lässt? Ein Zustand ist das so ja nicht, wie du dich quälst vor Ungewissheit und Angst. Grundsätzlich hört sich das so an, als sei dein Vertrauen in den Therapeuten nicht sonderlich groß und wenn du wenige positive Erfolge hast, überdenke das Ganze nochmal.
Am sensibelsten reagiert man auf Vorwürfe, die man sich selbst schon gemacht hat. (Robert Lembke)

Offline MrKugelschreiber

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Re: Alternative zu Psychotherapie
« Antwort #6 am: 23. September 2018, 15:10:56 »
@NevAda
da meinte meine Therapeutin dass ich ja keine Angst vor den Terminen haben brauch und erklärt mir alle möglichen Methoden zur Beruhigung (Verhaltenstherapeutisch gesehen).
Aber das nützt mir nichts.

@Sheherazade
die hat zwei Praxen und der bei mir in der Nähe isse nur Mo + Di und Di ist alles voll.

@nasenspray
Ich glaub das Vertrauen in die Therapie-Art (Verhaltenstherapie) ist bei mir geringer als in die Terhapeutin.
Mir währ Tiefenpsychologie lieber, aber da gibt es im Umkreis von 40 km keinen Psychologen der das anbietet (wohn auf'm Land).
Und ich kann aufgrund der aktuellen finanziellen Situation nicht ewig weit fahren.

Offline blaumeise

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Re: Alternative zu Psychotherapie
« Antwort #7 am: 23. September 2018, 15:25:13 »
Ich kenne es z. B. von Physiotherapeuten, Heilpraktikern und Osteopathen so, dass sie nur dann Geld für einen entgangenen Termin verlangen, wenn man den Termin vergessen hat oder aus banalen Gründen kurzfristig absagt. Wenn man morgens feststellt, dass man Magen-Darm-Grippe hat, daher keinesfalls den Termin wahrnehmen kann und in der Früh noch absagt, dann muss man auch nicht privat zahlen. Sie verlangen dafür nicht mal eine Krankmeldung, das ist Vertrauenssache.

Ich würde mit der Therapeutin das Problem besprechen. Dass du ALG II beziehst, musst du nicht sagen. Auch für die meisten anderen sind 30 Euro eine Menge Geld - noch dazu für nichts. Dass du öfter wegen Krankheit nicht kommen kannst, dafür kannst du ja nichts, über deine Krankheit weiß sie ja sicher Bescheid. Eigentlich müsste sie zu einer Lösung bereit sein. Therapeuten haben außerdem eine Menge Schreib- und sonstige Arbeiten zu tun, ich denke, sie hätte auch noch andere Dinge, die sie in einer freien Stunden erledigen könnte.

Für mich ist ihr Verhalten etwas befremdlich.

Da du sowieso von der ganzen Therapie nicht sehr profitierst, würde ich nach einem neuen Therapeuten Ausschau halten und bei dieser Frau abbrechen. Aber offen mit ihr darüber reden, du hast nichts zu verlieren.

Offline MrKugelschreiber

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Re: Alternative zu Psychotherapie
« Antwort #8 am: 23. September 2018, 16:32:53 »
@blaumeise
werd ich machen, danke.
Ich hatte es leider auch schon das ich morgens angerufen habe und einen Termin für Nachmittag abgesagt hab (wegen Krankheit), oder auchmal Sonntags angerufen habe und für Montag Nachmittag abgesagt habe, aber da musste ich jedesmal zahlen.
Das ich ALGII beziehe weiß sie sogar schon.

Offline gloegg

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Re: Alternative zu Psychotherapie
« Antwort #9 am: 07. Oktober 2018, 12:10:54 »
30 € ist günstig. Ich kenne eine Praxis, die nimmt 80 €.

Mir ist das Vorgehen - auch von psychotherapeutischen Praxen - bestens bekannt. Mit denen kann man bezüglich des "Ausfallhonorars" auch in den seltensten Fällen reden. Man versteht dort nicht, dass es kranken Menschen nicht möglich ist, immer zuverlässig 24 oder 48 Stunden vor dem Termin zu wissen, ob sie es aus gesundheitlichen Gründen zum Termin schaffen.

Manche Menschen sind ja auch genau wegen diesem Problem in Behandlung. Sie können sich auf ihren Körper nicht mehr verlassen und daher auch keine Termine zuverlässig wahrnehmen.

Eine Praxis, die das interessiert, nimmt kein Ausfallhonorar. Aber in den meisten Praxen stehen die wirtschaftlichen Interessen im Vordergrund.

Und wer sich die Wartelisten in den Praxen anschaut, versteht auch, warum es sich die Praxen leisten können, ihren Patienten dieses Honorar abzuknöpfen...