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Autor Thema: Wie soll sich meine Mutter verhalten?  (Gelesen 2596 mal)

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Offline Maunzi

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Re: Wie soll sich meine Mutter verhalten?
« Antwort #15 am: 29. November 2018, 13:50:16 »
Ich kenne das auch nur so, dass es Vorauszahlungen sind - deswegen auch die Verwirrung was die da nun wollen. Frag lieber nochmal nach bevor du dann alle Belege neu beschaffen darfst weil sie dachte die brauch sie nicht mehr?

Offline Angela1968

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Re: Wie soll sich meine Mutter verhalten?
« Antwort #16 am: 05. Dezember 2018, 22:55:43 »
Sheherazade,

Lt. T-Online braucht die Steuerklärung ab 2019 erst bis 31. Juli des Folgemonats abgegeben zu werden. Gilt das auch für Rentner?

https://www.t-online.de/finanzen/id_84894084/steuern-freibetraege-fristen-vorteile-was-sich-2019-fuer-steuerzahler-aendert.html

Angela
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Offline Maunzi

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Re: Wie soll sich meine Mutter verhalten?
« Antwort #17 am: 06. Dezember 2018, 02:02:08 »
Frag lieber direkt beim zuständigen Finanzamtan, denn wenn Einkommen aus Vermietung und nicht nur die Rente alleine vorhanden ist, bin ich unsicher unter was genau sie einzustufen wäre.

Offline Sheherazade

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Re: Wie soll sich meine Mutter verhalten?
« Antwort #18 am: 06. Dezember 2018, 05:48:03 »
Lt. T-Online braucht die Steuerklärung ab 2019 erst bis 31. Juli des Folgemonats abgegeben zu werden. Gilt das auch für Rentner?

Steht doch da.

Zitat
Denn ab dem Steuerjahr 2018 hat jeder zwei Monate mehr Zeit für seine Steuererklärung.

Damit ist JEDER Steuerpflichtige gemeint.
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Offline Maunzi

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Re: Wie soll sich meine Mutter verhalten?
« Antwort #19 am: 06. Dezember 2018, 10:01:24 »
Habe mitlerweile auch etwas mehr gelesen, ja das gilt für alle. Jedoch solltet ihr zukünftig auch aufpassen, da sich nicht nur die Fristen geändert haben, sondern auch die Gebühren für das verspätete Einreichen.

https://www.finanztip.de/steuererklaerung/steuererklaerung-frist/

Zitat
Diese Termine sollten Steuerzahler künftig noch viel ernster nehmen als bisher. Denn mit dem Steuermodernisierungsgesetz kommt ab der Steuererklärung für 2018 auch eine Verschärfung bei den Sanktionen. Wer bislang die Abgabefrist unentschuldigt versäumt, muss zwar einen Verspätungszuschlag seitens des Finanzamts fürchten. Doch weil die Behörde dabei einen Ermessensspielraum hat, kommt es deshalb immer wieder zu Streitigkeiten.

Dem geht der Fiskus künftig aus dem Weg, indem er bei Fristversäumnis einen obligatorischen Mindest-Verspätungszuschlag festsetzt. Dieser liegt dann nicht mehr im Ermessen eines Finanzbeamten. Die Höhe des Verspätungszuschlags ist nunmehr gesetzlich geregelt: Er beträgt 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer, aber mindestens 25 Euro pro angefangenem Monat.

Also nichts mehr schleifen lassen, das wird sonst richtig teuer für euch!

Wenn da nochmal so ein Fall wie bisher eintreten würde mit den 5 Jahren, dann geht das schonmal in richtung mehrere tausend Euro Verspätungszuschlag.

Offline Angela1968

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Re: Wie soll sich meine Mutter verhalten?
« Antwort #20 am: 06. Dezember 2018, 15:11:12 »
Hatte ja geschrieben das die Miete nicht relevabt ist , weil nur kostendeckend und keine Gewinnorientierung vorliegt. Hat meine Mutter auch schritlich.

Ich habe mit meiner Mutter gesprochen. Habe ihr gesagt das es doch besser ist trotz Steuerborauszahlung ne Erklärung zu machen.

Sie ist der Meinung das Finanzamt soll sich melden wenn sie was wollen und sie zahlt ja nun ihre Steuern.

Aber das ist ihre Entscheiung.

Angela
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Offline Sheherazade

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Re: Wie soll sich meine Mutter verhalten?
« Antwort #21 am: 06. Dezember 2018, 15:33:31 »
Vielleicht solltest du sie im eigenen Interesse dazu bringen, diese Angelegenheiut zu verstehen.

Zitat
Die Einkommensteuervorauszahlung ist im § 37 Einkommensteuergesetz (EStG) geregelt. Danach handelt es sich bei Steuervorauszahlungen um Abschlagszahlungen, die im Hinblick auf die voraussichtliche Steuerschuld schon während des laufenden Jahres an das Finanzamt abgeführt werden.

Mit dieser Praxis werden zwei Absichten verfolgt: Zum einen soll auf diese Weise verhindert werden, dass Steuerpflichtige hohe Steuernachzahlungen leisten müssen, zum anderen dient die Steuervorauszahlung der Sicherung eines stetigen Steueraufkommens, sprich der Sicherstellung des regelmäßigen Geldflusses in den Staatshaushalt.

Auf die voraussichtlich geschuldete Einkommensteuer hat der Steuerpflichtige vierteljährliche Vorauszahlungen jeweils zum 10. März, 10. Juni, 10. September und 10. Dezember zu entrichten, die vom Finanzamt nach dem Ergebnis der letzten Steuerveranlagung durch Vorauszahlungsbescheid festgesetzt werden (§ 37 Abs. 1 und 3 EStG).

Die Vorauszahlungen sind nur dann festzusetzen, wenn sie mindestens 400 EUR im Kalenderjahr und mindestens 100 EUR für einen Vorauszahlungszeitraum betragen (§ 37 Abs. 5 EStG).

Vorauszahlungen entstehen in der Regel in den Fällen, in denen es keinen Steuerabzug an der Einnahmenquelle (Beispiel: Lohnsteuer) gibt, so unter anderem – wie im vorliegenden Fall – bei Renteneinkünften. Aber auch bei Steuerpflichtigen, die ausschließlich Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit beziehen, welche bereits dem Lohnsteuerabzug unterliegen, kann es durch die Veranlagung zu Steuernachzahlungen kommen. Die Finanzverwaltung setzt in diesen Fällen zusätzliche Einkommensteuer-Vorauszahlungen fest. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat diese Praxis ausdrücklich bestätigt (BFH, 20.12.2004 - VI R 182/97, BStBl II 2005, 358).

Sollten sich jedoch im laufenden Kalenderjahr Änderungen gegenüber den Vorjahreswerten ergeben, kann der Betroffene jederzeit einen Antrag auf Anpassung der Vorauszahlungsbeträge stellen.

Verstirbt der Steuerpflichtige dann erlischt die subjektive Steuerpflicht. Welche rechtlichen Konsequenzen sich durch den Tod des Steuerpflichtigen für die Einkommensteuer-Vorauszahlung ergeben, möchten wir mit folgendem Beispiel verdeutlichen: Der Steuerpflichtige verstirbt z. B. am 5. Mai, so wäre zumindest die Steuervorauszahlung für das zweite Quartal am 10. Juni dann von den Erben für den verstorbenen Steuerpflichtigen zu entrichten. Denn zum Beginn des zweiten Quartals am 01. April bestand die Steuerpflicht noch; somit ist hier die Steuervorauszahlung noch zu leisten. Für spätere Vorauszahlungstermine – hier das dritte und vierte Quartal – verliert der Vorauszahlungsbescheid dann allerdings seine Wirksamkeit. Eventuell zu viel gezahlte Einkommensteuer, können die Erben dann mittels Steuererklärung geltend machen. Denn, wenn der Verstorbene verpflichtet war eine Steuererklärung abzugeben, so sind die Erben ebenfalls verpflichtet, für die Zeit vom Jahresanfang bis zum Todestag noch eine Steuererklärung zu erstellen.
Quelle

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Re: Wie soll sich meine Mutter verhalten?
« Antwort #22 am: 06. Dezember 2018, 19:54:33 »
Hatte ja geschrieben das die Miete nicht relevabt ist , weil nur kostendeckend und keine Gewinnorientierung vorliegt. Hat meine Mutter auch schritlich.

Ich habe mit meiner Mutter gesprochen. Habe ihr gesagt das es doch besser ist trotz Steuerborauszahlung ne Erklärung zu machen.

Sie ist der Meinung das Finanzamt soll sich melden wenn sie was wollen und sie zahlt ja nun ihre Steuern.

Aber das ist ihre Entscheiung.

Angela

Bevor du dir jetzt die Mühe machst ihr da sonstwas erklären zu wollen, geh einmal zum zuständigen FA und lass dir schriftlich geben, dass sie die Steuererklärung zu machen hat und das jedes Jahr. Das legst ihr dann vor. Alternativ wenn sie da auf ihrer Meinung beharrt, dann rechne ihr einfach mal vor was sie das kosten wird an Säumniszuschlägen... vielleicht hilft das.

Offline Angela1968

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Re: Wie soll sich meine Mutter verhalten?
« Antwort #23 am: 06. Dezember 2018, 20:00:37 »
Ich denke mir als Tochter wird man nichts geben. Denn ich bin ja nicht die Steuerpflichtige. Dann habe ich die Schwierigkeit das ich ja arbeiten gehe und das Finanzamt hat nur vormittag geöffnet.

Hatte gestern schon nen handfesten Streit wegen der Sache. Da lass ich sie erst mal in Ruhe bis dann vom Rentenversicherungsträger die Angaben kommen die sie für die Steuer benötigt.

Angela
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Offline Maunzi

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Re: Wie soll sich meine Mutter verhalten?
« Antwort #24 am: 06. Dezember 2018, 20:04:16 »
Du sollst ja nicht eine auf sie bezogene Auskunft einholen mit ihrem Namen drauf, kannst auch schriftlich anfragen wenns zeitlich nicht hinhaut. Frag nach wie das bei einer Person mit folgenden Umständen ist (Rente, Mieteinnahmen, Vorauszahlung) ob diese weiterhin in der Pflicht wäre ihre Steuererklärung jährlich einzureichen und falls sie es nicht tut was das für Konsequenzen hat.

Das gibst ihr dann weiter und gut isses. Hast ja noch Zeit bis sie die abgeben muss - bis dahin sollte sie sich beruhigt haben :)

Offline Angela1968

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Re: Wie soll sich meine Mutter verhalten?
« Antwort #25 am: 08. Dezember 2018, 13:25:40 »
So, heute habe ich meiner Mutter klargemacht das sie nur die Steuern von 2013-2017 gezahlt hat und dann erst ab 2019 die Voraussteuern. Habe ihr nun gesagt das ihr ja nichts übrig bleibt noch ne Steuerklärung für 2018 zu machen und dann nachzufragen, natürlich schriftlich, ob wegen der Vorauszahlung dann noch ne Szeuerklärung für 2019 fällig ist.

Zumindestens hat sie nicht gemeckert und hat es erst mal schweigend hingenommen.

Angela

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Offline Maunzi

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Re: Wie soll sich meine Mutter verhalten?
« Antwort #26 am: 10. Dezember 2018, 21:29:14 »
Ist doch schonmal ein Teilerfolg :)

Hoffe das Finanzamt gibt ihr das dann schnell schriftlich und dann hast was das du ihr jährlich vor die Nase halten kannst, falls sie dann doch keine Lust hat oder es sich anders überlegt^^