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Autor Thema: "Neuling" hat Fragen... zu Umschulung und ALG II  (Gelesen 2919 mal)

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Offline sonnenschein444

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"Neuling" hat Fragen... zu Umschulung und ALG II
« am: 14. Oktober 2018, 20:57:30 »
Hallo Leute,

ich bin neu hier und vielleicht könnte Ihr mir ja ein paar Tipps geben oder mir ein wenig Mut zusprechen, denn der drohende Abrutscht in „Hartz4“ bringt mich jetzt schnell zur Verzweiflung bzw. bereitet mir viele schlaflose nächste.
Zunächst einmal kurz zu mir, ich bin Mitte 30, habe als höchsten Abschluss das Abitur und bin seit nun mehr 10 Jahren Werkstudent in einem IT Unternehmen, trotz gewechseltem Studiengang hat sich schon länger abgezeichnet das ich das Studium nicht beenden werde und kann. Ich habe bis dato stetig gehofft, dass ich von meinem jetzigen Arbeitgeber übernommen werde, hat zeitweise auch ganz positiv ausgesehen, aufgrund von Umstrukturierungsmaßnahmen etc.. ist dies jedoch wieder in weite Ferne gerückt. Sollten „alle Stricke reißen“ bin ich ab dem 1.1.19 arbeitslos, da ich bis dato nur RV Beiträge bezahlt habe, falle ich auch gleich ins ALG II. Habe mich natürlich schon informiert , was für Möglichkeiten bestehen – da ich zwar nun 10 Jahre Berufserfahrung habe (zwar als Werkstudent aber hier in der semesterfreien Zeit 40h/Woche) denke ich wäre das sinnvollste nochmals eine duale Ausbildung (um endlich die fehlenden Zertifikate zu erwerben). Bin jetzt schon im Bewerbungsprozess. Der Berater des Jobcenters (Clearing) konnte mir leider nicht so viele Infos geben O-Ton: „man wird sie schon nicht putzen schicken“ . Der Berater der Arbeitsagentur (welcher für mich ja bei Arbeitslosigkeit ja nicht zuständig sein wird, da gleich ALG II) meinte ich könnte ja auch eine Umschulung bei einem Bildungsträger machen (ab Januar dann quasi Vollzeit, 2 Jahre, bspw. Zum Fachinformatiker etc.. allerdings würde ich ja dann dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen... er wusste auch nicht bzw. meinte beim JC wären das Einzelfallentscneidungen.

Vielleicht ergibt sich ja bis Ende Dezember noch eine Alternativstelle oder schon eine Ausbildung, für den Fall X möchte ich aber ein bisschen gewappnet sein.

Nun meine Fragen:

-Ist so eine Umschulung möglich ?
-Ich habe mich auch schon bei der Handwerkskammer bezüglich Ausbildungen informiert, hier hieß es das die Firmen meist unbezahlte Praktika wollen (da ich ja noch bis Ende Dezember angestellt bin, könnte ich dies dann erst ab Januar) – wie sieht das JC so was, in der Zeit der Praktika stehe ich ja dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung.

-ich habe ein bisschen Angst, dass das JC mich einfach in irgendeine Arbeit vermitteln will, mir ist schon klar, dass ich keinen geraden Lebenslauf habe und  sicher einiges falsch gemacht habe, dennoch habe ich eine Vorstellung wie ich es richtig machen will

-Ist es sinnvoll zum Ersttermin im JC einen Beistand mitzubringen oder kommt das gleich „ganz schlecht“

-Auch habe ich gelesen, dass man gleich eine Eingliederungsvereinbarung unterschreiben sollte (ist es hier sinnvoll dies erstmal nicht zu tun und das in Ruhe zu Hause zu studieren)

-Ferner habe ich gewisse Allergien die es mir nicht ermöglichen überall zu arbeiten – ist sinnvoll dies anzugeben beim JC oder ist das für zukünftige (richtige) Jobs negativ?

-Sollte ich eine Ausbildung zum 1.9.19 finden, welche Jobs kann mich das JC bis dato auferlegen?

Ich möchte eines vorwegstellen: Ich will sicherlich nicht „faul“ auf der Couch legen und nichts machen, aber reine Arbeitsbeschäftigungsmaßnahmen v.a. sollte ich noch keine passende Ausbildung gefunden habe finde ich kontraproduktiv. Ich möchte nicht auf staatliche Leistungen angewiesen sein, dennoch müsste ich das dann ab Februar 2019 (letzte Gehaltszahlung erfolgt Januar 2019). Das Clearing meinte ich solle dann Anfang Januar den Antrag stellen, leider kann man vor Antragsstellung bzw. Bedürftigkeit auch keine „verbindliche Auskünfte geben“

Bei der Arbeitsagentur riet man mir, ich sollte bei Problemen den Sachbearbeiter wechseln bzw. auf einen Termin bei einem „Weiterbildungsberater“ drängen. Ich möchte aber nicht gleich so einen Unmut schüren.

Vielleicht könnt Ihr mir ein paar hilfreiche Tipps geben bzw mir ein bisschen die schlaflosen Nächte nehmen. Ich hatte auch schon eine Beratung beim SoVD da hieß es „wenn sie Probleme haben können wir anwaltlich helfen“, die allgemeine Beratung und Antwort auf o.g. konkrete Fragen waren eher dürftig.

Vorab danke für Eure Antworten!

Vg


Thema konkretisiert. LG Elsi

« Letzte Änderung: 14. Oktober 2018, 21:06:52 von Elsi »

Offline coolio

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Re: "Neuling" hat Fragen... zu Umschulung und ALG II
« Antwort #1 am: 14. Oktober 2018, 21:26:38 »
Zitat
-Auch habe ich gelesen, dass man gleich eine Eingliederungsvereinbarung unterschreiben sollte (ist es hier sinnvoll dies erstmal nicht zu tun und das in Ruhe zu Hause zu studieren)
Erstmal legst Du Deine Angst vor 'Unmut' im JC ab!
Für alle gelten Regeln.
Bei Unkundigen wird alles (Un-)mögliche in eine EGV hineingeschrieben - dringendst prüfen/prüfen lassen (14 Tage) vor und falls Unterschrift.
Zitat von: sonnenschein444 am 14. Oktober 2018, 20:57:30
ich habe ein bisschen Angst, dass das JC mich einfach in irgendeine Arbeit vermitteln will,
Das ganz sicher und leider auch rechtskonform.
Zitat von: sonnenschein444 am 14. Oktober 2018, 20:57:30
-Ferner habe ich gewisse Allergien die es mir nicht ermöglichen überall zu arbeiten – ist sinnvoll dies anzugeben beim JC oder ist das für zukünftige (richtige) Jobs negativ?
Angeben und ärztlich bestätigen lassen!
Zitat von: sonnenschein444 am 14. Oktober 2018, 20:57:30
-Ist so eine Umschulung möglich ?
Radio Eriwan: "im Prinzip ja", kostet aber das JC Geld- Ergebnis ausrechenbar!
Zitat von: sonnenschein444 am 14. Oktober 2018, 20:57:30
-Ist es sinnvoll zum Ersttermin im JC einen Beistand mitzubringen oder kommt das gleich „ganz schlecht“
Absolut - siehe oben!
Zitat von: sonnenschein444 am 14. Oktober 2018, 20:57:30
dennoch müsste ich das dann ab Februar 2019 (letzte Gehaltszahlung erfolgt Januar 2019)
zusammen mit "Werkstudent" bist Du reichlich zu früh dran?
Oder arbeitest Du ohne Lohn / Minilohn
Zitat von: sonnenschein444 am 14. Oktober 2018, 20:57:30
Ich möchte aber nicht gleich so einen Unmut schüren.
Nur wer Ziele hat, kann die durchsetzen. Siehe wieder oben.
Was habe ich überlesen?


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Offline NevAda

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Re: "Neuling" hat Fragen... zu Umschulung und ALG II
« Antwort #2 am: 15. Oktober 2018, 04:44:23 »
Mein Ratschlag :
Suche Dir jetzt einen Ausbildungsplatz.
Suche Dir jetzt einen (zur Not Hilfs-) Job (bis Herbst halt).

Du wirst (zusätzliches) Geld brauchen während der Lehre? (Das, von dem Du jetzt bzw. während des Studiums gelebt hast, fällt weg?)
Wir sind hier nicht bei Wünschdirwas sondern bei ISSO.

Offline surasti

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Re: "Neuling" hat Fragen... zu Umschulung und ALG II
« Antwort #3 am: 15. Oktober 2018, 10:29:15 »
Mach bitte keine IT Umschulung die zum größten Teil daheim am eigenen PC absolviert wird. Damit lädt dich keine Firma zu einem Vorstellungsgespräch ein.

Berufserfahrung ist gut und wichtig aber ohne abgeschlossene Ausbildung / Studium in dem Bereich hast du ebenfalls nicht viele Chancen.
Ich darf gerade neue Mitarbeiter einstellen und diese beide Sorten Bewerber hat die Personalabteilung schon vorab bevor ich die Bewerbungen auf den Tisch bekommen habe aussortiert.

Such dir eine betriebliche Ausbildung. Duale Ausbildung musst du wissen, wenn du jetzt 10 Jahre studiert hast ohne Abschluss meinst du es bringt etwas jetzt von vorn Anzufangen und sich doppelt Stress zu machen mit Ausbildung und Studium kombiniert?

Offline Sheherazade

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Re: "Neuling" hat Fragen... zu Umschulung und ALG II
« Antwort #4 am: 15. Oktober 2018, 10:45:49 »
-Ist so eine Umschulung möglich ?


Ohne bereits abgeschlossene Ausbildung gibt es in der Regel keine Umschulungen.

Die von dir angestrebte betriebliche Ausbildung soll doch nicht im gleichen Bereich liegen wie das nicht abgeschlossene Studium, nehme ich an?
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Offline sonnenschein444

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Re: "Neuling" hat Fragen... zu Umschulung und ALG II
« Antwort #5 am: 15. Oktober 2018, 13:37:50 »
Erstmal vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antworten!

Mir ist klar, dass ich den Unmut und die Angst vor Willkür ablegen muss, ist aber leider nicht so einfach.
Nochmals zum allgemeinen Verständnis: Ich bin noch bis Ende Dezember 2018 als Werkstudent angestellt und verfüge somit auch über ein Gehalt (da ich dieses immer im Nachhinein ausbezahlt bekomme) wird das für Dezember am 15.1.19 ausbezahlt.
z.Z bin quasi nur noch "pseudo-immatrikuliert" um den Werkstudentenjob nicht zu verlieren.
Ich würde mich dann zum Januar hin exmatrikulieren, d.h. keine Ausbildung und Studium parallel.
Mir ist schin klar, dass ein Ubergsngsjob (bis zum Auffinden einer geeigneten Ausbildungsstelle bzw. Beginn der Ausbildung besser wäre als ALG II, leider werden fast nur 450 Euro Jobs angeboten und das reicht leider nicht aus, da ich hier KV selbst tragen muss ca. 182 Euro und Miet/Lebensunterhalskosten dann nochmal ca. 600 Euro.

Der Herr vom Clearing meinte ich solle deshalb im Januar den Antrag stellen um dann im/ab Februar ALG II Leistungen zu erhalten. Natürlich begebe ich mich jetzt schon auf die Suche nach passenden Ausbildungen, kann durchaus aber sein, dass ich erst zum Herbst 2019 was finde. Eine duale Ausbildung (dat meine ich eine betriebliche Ausbildung, also Berufsschule & Betrieb) ist auch eine Präferenz, je nach Vergütung ist diese zum Deckung des Lebensunterhalts ausreichend bzw. man teilte mir mit es gäbe BAB oder falls das nicht greifen würde Aufstockung vom Jobcenter. Bezüglich der "Umschulung" zu der mir der Berater von der Arbeitsagentur riet: Es handelt sich um einen Bildungsträger, der die Vollzeitausbildung mit realen Dozenten durchführt und diese beinhaltet auch einen praktischen Teil (6Monate im Betrieb) er meinte dies wäre perfekt für mich...jedoch scheint es ja, dass das JC so was nicht fördert?! Bezüglich der Überprüfung des Bescheides: Wäre hier der SoVD sinnvoll (dort gibt es auch eine anwaltliche Beratung) ?

Vielen Dank für Eure Antworten :-)

Offline SantanaAbraxas

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Re: "Neuling" hat Fragen... zu Umschulung und ALG II
« Antwort #6 am: 15. Oktober 2018, 15:28:09 »
Statt aufstockende Leistungen vom JC zu beantragen, könntest du ggfl. auch Wohngeld beziehen (ein möglicher Anspruch wäre sowieso also sog. vorrangige Leistung zu prüfen).

http://www.wohngeld.de/wohngeld.de_neu/portal/allgemeines.aspx

Offline Sheherazade

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Re: "Neuling" hat Fragen... zu Umschulung und ALG II
« Antwort #7 am: 15. Oktober 2018, 15:29:34 »
Wohngeld ohne Einkommen ab Januar?
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Offline SantanaAbraxas

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Re: "Neuling" hat Fragen... zu Umschulung und ALG II
« Antwort #8 am: 15. Oktober 2018, 15:35:00 »
Nee, ich meinte bei Ausbildungsvergütung. Aber stimmt auch wieder, wird ja evtl. erst zum nächsten Herbst sein.

(OT: Ich esse jetzt erst mal was. Die Anne-Suvi mit ihrem leckeren Kuchen hat mich ganz wuschig gemacht, und ich hab noch kein Mittag, total unterzuckert ...).   :smile:

Offline sonnenschein444

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Re: "Neuling" hat Fragen... zu Umschulung und ALG II
« Antwort #9 am: 15. Oktober 2018, 15:36:59 »
MIt dem Wohnsamt habe ich auch schon gesprochen.Ich denke sollte ich einen entsprechende Ausbildung finden und einen Vertrag unterzeichnen kann man ja im Anschluss daran prüfen (sollte eine Aufstockung von Nöten sein) ob man das dann mit BAB, Wohngeld oder durch das JC macht. Also der Berater vom Clearing hat das ganz positiv dargestellt von daher bin ich halt sehr unsicher v.a. von dem was man im Internet so liest. Andererseits denke ich (v.a. in meinem Alter und das es sich hier um eine Erstausbildung handelt, also höchster Abschluss bisher Abitur, "Zwischenprüfung des bisherigen Studiums im Magister" zählt ja nicht) das einem ja ein Mindestmaß (glaube 792 Euro) im Monat zum "Überleben" zugesichert wird und sollte die Ausbilungsvergütung darunter liegen ich Anspruch au "irendeine Form" von Aufstockung habe (ch möchte mir meine Ausbildung/Betrieb nicht vorrangig nach der Vergütung aussuchen v.a. weil ich sowieso der Meinung bin es wird nicht so einfach etwas zu finden, da kann man wenig Ansprüche stellen).

Nochmals zum Überprüfen der Bescheide bzw. v.a. auch der Eingliederungsvereinbarung: Sollte dies euch einen Rechtsanwalt gesehen und kann hierzu Beratungshilfe beantragt werden ("Vermögen" liegt deutlich unter dem Freibetrag von 5000 Euro) und gibt es eine Empfehlung für den Raum Mittelfranken?

Vielen Dank schonmal.

Ach ja Minijob auf 450 Euro Basis und Wohngeld geht auch nicht (habe mich ja schon ein bisschen erkundigt um nicht auf staatliche Leistungen angewiesen zu sein (ALGII) aber sollte der Vertrag wirkl am 31.12.18 enden (mit letzter Gehaltszahlung am 15.1.19) so muss ich zur Deckung meiner laufenden Kosten wohl oder übel ALGII beantragen.

Offline SantanaAbraxas

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Re: "Neuling" hat Fragen... zu Umschulung und ALG II
« Antwort #10 am: 15. Oktober 2018, 15:55:59 »
Nochmals zum Überprüfen der Bescheide bzw. v.a. auch der Eingliederungsvereinbarung: Sollte dies euch einen Rechtsanwalt gesehen und kann hierzu Beratungshilfe beantragt werden ("Vermögen" liegt deutlich unter dem Freibetrag von 5000 Euro) und gibt es eine Empfehlung für den Raum Mittelfranken?

Vielen Dank schonmal.

Du könntest die Bescheide bzw. dann den EGV-Entwurf auch erst einmal hier anonymisiert einstellen. Hier im Forum gibt es einige Helfer, die sich in den verschiedenen Bereichen gut bis sehr gut auskennen.

OT: @Anne-Suvi - merci !   :smile:

Offline sonnenschein444

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Re: "Neuling" hat Fragen... zu Umschulung und ALG II
« Antwort #11 am: 15. Oktober 2018, 16:23:35 »
Ok vielen Dank das wäre auch eine Option. Ich habe im Internet eine Webseite gefunden die offenbar anwaltlich ALG2 Bescheide prüft und beim Tätigwerden auch Beratungshilfe etc. beantragt.
Ich hoffe aber nicht das es so schlimm im JC wird und es Leute gibt die vielleicht einem auch wirklich helfen wollen in der Eingliederung. Ich will den Teufel ja nicht vorab an die Wand malen, aber durch einige "Schicksalschläge" in der letzten Zeit bereite ich mich lieber vorab auf den "Worst-Case"Fall vor um dann auch richtig agieren zukönnen.

Nochmals ein Lob an dieses Forum und die schnellen Antworten!

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Re: "Neuling" hat Fragen... zu Umschulung und ALG II
« Antwort #12 am: 15. Oktober 2018, 21:00:17 »
Zitat von: Sheherazade am 15. Oktober 2018, 10:45:49
Ohne bereits abgeschlossene Ausbildung gibt es in der Regel keine Umschulungen.

Sorry, aber das ist so nicht richtig. Es gibt die "Abschlussbezogene berufliche Weiterbildung wegen fehlenden Berufsabschlusses" (das Wort "Umschulung" kennt das Gesetz so gar nicht). Voraussetzung dafür ist entweder eine dreijährige berufliche Tätigkeit (wozu beispielsweise auch "Hausfrau" zählt oder - hier besonders wichtig - Zeiten einer nicht abgeschlossenen Ausbildung) oder die Unzumutbarkeit einer regulären Ausbildung (beispielsweise wegen des Alters).

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Re: "Neuling" hat Fragen... zu Umschulung und ALG II
« Antwort #13 am: 16. Oktober 2018, 08:27:05 »
Hi,

ich hoffe meine Antwort kommt nicht zu spät, habe deinen Thread erst jetzt gelesen.

Ich steckte mal vor ein Paar Jahren in genau derselben Lage wie du - ich war über viele Jahre in einem Unternehmen als Werkstudent tätig.

Ich hatte mit Hilfe eines Anwalts damals eine super Lösung gefunden.

Wenn du möchtest, kannst du mir gerne deine E-Mail oder Telefon-Nr schicken. Ich helfe gerne...

Offline sonnenschein444

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Re: "Neuling" hat Fragen... zu Umschulung und ALG II
« Antwort #14 am: 16. Oktober 2018, 08:39:45 »
Zitat von: Sheherazade am 15. Oktober 2018, 10:45:49
Ohne bereits abgeschlossene Ausbildung gibt es in der Regel keine Umschulungen.

Sorry, aber das ist so nicht richtig. Es gibt die "Abschlussbezogene berufliche Weiterbildung wegen fehlenden Berufsabschlusses" (das Wort "Umschulung" kennt das Gesetz so gar nicht). Voraussetzung dafür ist entweder eine dreijährige berufliche Tätigkeit (wozu beispielsweise auch "Hausfrau" zählt oder - hier besonders wichtig - Zeiten einer nicht abgeschlossenen Ausbildung) oder die Unzumutbarkeit einer regulären Ausbildung (beispielsweise wegen des Alters).

Ich würde mal sagen das eine 10 jährige Werkstudententätigkeit auch die nötigen Voraussetzungen erfüllt