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Autor Thema: Umschulung wie sieht es finanziell aus?  (Gelesen 8100 mal)

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Offline Wuff

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Re: Umschulung wie sieht es finanziell aus?
« Antwort #15 am: 17. Oktober 2018, 13:31:53 »
Nur weil es für dich so ist, bedeutet es nicht, dass es auch der Realität entspricht.

Davon abgesehen wurde hier schon erwähnt, dass du nicht uns überzeugen musst, sondern die Mitarbeiter bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter. Ich kann dir allerdings sagen, dass du schon mehr auffahren musst als das was du bisher genannt hattest, denn ein Freund von mir ist ebenfalls gelernter Einzelhandelskaufmann und bekommt keine Umschulung finanziert, weil man in diesem Beruf immer etwas findet.

Du hättest dich schließlich auch schon während der Ausbildung entscheiden können, etwas anderes zu machen, trotzdem hast du die Ausbildung durchgezogen und bestanden und daher musst du nun damit leben.

Die einzige Alternative die für dich bleibt ist daher eine normale Zweitausbildung in dem Sektor, den du dir wünschst, außer du bringst wirklich mal handfeste Begründungen vor, die dafür sprechen würden, dass du diese Umschulung finanziert bekommst. Allerdings sehe ich persönlich bei deinen bisherigen Argumenten keine wirkliche Begründung, insbesondere in Hinblick auf den Kundenkontakt ist das sehr fragwürdig oder meinst du, du sitzt als Programmierer nur am PC und programmierst den ganzen Tag irgendetwas und musst keinen Support leisten oder ähnliches?

Online Sheherazade

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Re: Umschulung wie sieht es finanziell aus?
« Antwort #16 am: 17. Oktober 2018, 14:08:20 »
Ein Einzelhandelskaufmann ist doch keine Fachkraft, das bisschen kassieren und Ware einräumen ist für mich keine Fachkraft.
Dann frage ich mich, warum du noch nicht einmal das bißchen Kassieren und Ware einräumen auf die Reihe bekommst.  :wand:
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Gast45019

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Re: Umschulung wie sieht es finanziell aus?
« Antwort #17 am: 17. Oktober 2018, 16:23:05 »
Wie gesagt weil ich ja nicht mehr als Einzelhandelskaufmann arbeiten will weil mir da snicht gefällt. Ist doch wohl etwas völlig moralisch vertretbares  :wand:

Online AlterGaul

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Re: Umschulung wie sieht es finanziell aus?
« Antwort #18 am: 17. Oktober 2018, 16:45:24 »
Wie gesagt weil ich ja nicht mehr als Einzelhandelskaufmann arbeiten will weil mir da snicht gefällt. Ist doch wohl etwas völlig moralisch vertretbares  :wand:
Mir würde es als Steuerzahler auch nicht gefallen sowas zu finanzieren. Das ist moralisch doch auch völlig vertretbar.
Und nu?
Ich kann dich inhaltlich verstehen, aber das du dein weiterkommen einfach auf das JC oder andere abwälzt das geht gar nicht. Du bist für dein Leben verantwortlich und niemand anderes. Wenn du eine weitere Ausbildung machen willst, dann bewerbe dich und versuche es ohne JC. Schreibe Bewerbungen und schaue wie die Resonanz ist. Das jetzige Lehrjahr hat grade angefangen. Warum haste dich denn nicht schon darauf beworben? Ich würde mal vermuten, dass dein Wunsch in Richtung IT ja nicht die letzten 4 Wochen gereift ist.
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Gast45019

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Re: Umschulung wie sieht es finanziell aus?
« Antwort #19 am: 17. Oktober 2018, 17:42:52 »
Jetzt eine zweit Ausbildung ist blöd anzufangen weil die ganzen Stellen schon besetzt sind.
Ich hatte ja erst vor meine Fachhochschulreife nachzuholen um danach dan Informatik zu studieren aber ich hatte mit mehr BAföG gerechnet deshalb konnte ich dann meine Fachhochschulreife doch nicht nachholen.

Deshalb konnte ich mich eher nicht für eine Zweitausbildung bewerben weil das BAföG Amt sich so viel Zeit gelassen hat mir eine Rückmeldung zu geben.

Und das Argument was der Steuerzahler zahlt halte ich für Quatsch, denn wenn ich die Umschulung mache und dadurch motivierter bin dann werde ich ja bis zur Rente in diesem Job verweilen und so belaste ich den Steuerzahler gar nicht. Wird da snicht finanziert bin ich demotiviert und dann wird man gekündigt oder kündige selber und dann muss der Steuerzahler erst Recht zahlen auch wenn es nur paar Groschen sind deshalb ist das auch Wurscht. ich versuche das beste raus zu machen

Online Sheherazade

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Re: Umschulung wie sieht es finanziell aus?
« Antwort #20 am: 17. Oktober 2018, 17:52:03 »
Ach Kind, hör mal auf in deinen Luftschlössern zu leben. So wie ich (und wahrscheinlich einige andere) das sehe, wirst du gar nichts von deinen Plänen (eigene Wohnung, Fachhochschulreife, zweite Ausbildung) irgendwann mal umsetzen. Du redest immer nur davon.
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Offline surasti

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Re: Umschulung wie sieht es finanziell aus?
« Antwort #21 am: 17. Oktober 2018, 19:02:29 »
Wenn du wirklich Interesse hättest warum kam kein Abendgymnasium in Frage? Viele arbeiten und besuchen nebenbei ein Abendgymnasium. Habe ich selbst so gemacht, Vollzeit Job, 3 Kinder, Abendgymnasium. War nicht leicht aber machbar.

Denkst du eine Umschulung startet nicht zu festgelegten Zeiten? Auch im Frühjahr starten Ausbildungen. Wie jetzt mehrfach gesagt. Nach einer Umschulung mit 6 Monaten Praktikum bist du keine super gefragte Fachkraft. Auch mit sehr guten Zeugnissen nicht.
Dann wartet First Level Support im Callcenter auf dich.

Wie wäre die Idee sich um einen Praktikumsplatz zu bemühen um dich in der Firma bekannt zu machen und zu zeigen was du kannst. Um dein Durchhaltevermögen zu demonstrieren und dann zum nächstmöglichen Beginn mit einer Ausbildung einzusteigen?


Ich habe 2003 die Ausbildung zur Fachinformatikerin abgeschlossen, ganz normale betriebliche Ausbildung mit Berufsschule. Von insgesamt 20 Lehrlingen Landesweit in verschiedenen Niederlassungen wurden 3 übernommen. Dank meiner guten Noten war ich einer davon. Danach kam das Abendgymnasium neben dem Job, ein Jobwechsel, ein Studium neben dem Beruf, ein weiterer Jobwechsel und nun bin ich in leitender Position im IT Sektor, Verdienst sind ca. 45 000 Euro im Jahr.
perspektivisch steigt das natürlich, ich habe es heute nicht schlecht. Drei Tage die Woche Heimarbeit, Dienstwagen, feste Anstellung im öffentlichen Dienst. Der Weg dorthin war aber nicht einfach und mit ständigen Weiterbildungen und sehr viel Selbstinitiative verbunden.

Wenn du es nicht mal selbst schaffst eine Wohnung zu finden, magst du das alles auf dich nehmen?

Wirst du im Zweifelsfall auch im Callcenter glücklich?
Mir kommts so vor als möchte heute jeder in die IT weil er meint dort wartet ein ruhiger Job mit unschlagbarem Verdienst.
Ich liebe meine Arbeit und sage oft ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht. Aber es gibt auch Tage die sind alles andere als einfach.

Würdest du in der Nähe wohnen würde ich dir ein (bezahltes) Praktikum anbieten damit du eine realistische Vorstellung von dem Beruf bekommst.







Offline Wuff

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Re: Umschulung wie sieht es finanziell aus?
« Antwort #22 am: 17. Oktober 2018, 20:41:10 »
Wie gesagt weil ich ja nicht mehr als Einzelhandelskaufmann arbeiten will weil mir da snicht gefällt. Ist doch wohl etwas völlig moralisch vertretbares  :wand:

Es mag zwar moralisch vertretbar sein, aber was du vergisst ist das Recht festgelegt im SGB 2 und SGB 3 und da hilft es dir nicht, wenn du sagst, dass dir der Beruf des Einzelhandelskaufmannes nicht gefällt, dabei wirst du nur müde belächelt und dann bekommst du halt Stellen von Zeitarbeitsfirmen mit Helferstellen zugeschickt, aber eine Umschulung mit Sicherheit nicht.

Offline Anne-Suvi

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Re: Umschulung wie sieht es finanziell aus?
« Antwort #23 am: 17. Oktober 2018, 21:18:13 »
Wenn er eine zweite Ausbildung macht, braucht er wenigstens nicht zu Hause ausziehen.

Online Sheherazade

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Re: Umschulung wie sieht es finanziell aus?
« Antwort #24 am: 18. Oktober 2018, 05:44:45 »
Würdest du in der Nähe wohnen würde ich dir ein (bezahltes) Praktikum anbieten damit du eine realistische Vorstellung von dem Beruf bekommst.

Jeder Schüler macht in der Regel innerhalb der letzten 2 Schuljahre wenigstens 2-3 unbezahlte Praktika von 1-3 Wochen im Zuge der Berufsorientierung. Mein Jüngster ist jetzt im 9. Schuljahr und hat schon 4 Praktika hinter sich gebracht, das letzte 3-wöchige steht im Frühjahr an (hat schon eine Zusage) und weiß jetzt schon genau, was er nach der Schule machen will. Offenbar handelt hier ein 15-Jähriger -mit Sicherheit nicht als Ausnahme- zielorientierter als ein 25-Jähriger.
Prävention ist keine Hysterie, Ignoranz kein Mut.

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Offline blaumeise

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Re: Umschulung wie sieht es finanziell aus?
« Antwort #25 am: 18. Oktober 2018, 20:32:35 »
Zitat von: Gast45019 am 17. Oktober 2018, 12:51:19
Ich wollte eigentlich nur wissen wie es denn genau finanziel aussieht was man da genau alles bekommt, weil wenn da etwas nicht passt dann brauiche ich da sni9cht zu machen
Das musst du deinen Sachbearbeiter fragen. Es würde dich jedoch Mühe kosten, einen SB davon zu überzeugen, dass du sowohl gewillt als auch geeignet bist und auch noch das nötige Durchhaltevermögen hast, eine Umschulung bis zum Ende und dazu erfolgreich zu absolvieren.

Zitat von: Gast45019 am 17. Oktober 2018, 17:42:52
Und das Argument was der Steuerzahler zahlt halte ich für Quatsch, denn wenn ich die Umschulung mache und dadurch motivierter bin dann werde ich ja bis zur Rente in diesem Job verweilen und so belaste ich den Steuerzahler gar nicht. Wird da snicht finanziert bin ich demotiviert und dann wird man gekündigt oder kündige selber und dann muss der Steuerzahler erst Recht zahlen auch wenn es nur paar Groschen sind deshalb ist das auch Wurscht. ich versuche das beste raus zu machen
Oh Mann ...   :weisnich:  Dir ist wirklich nicht klar, dass du Leistungen auf Dauer nicht umsonst bekommen wirst? Wenn du z. B. selber kündigst, muss der Steuerzahler ganz sicher nicht zahlen. Niemand rennt zum Jobcenter, weil's so lustig ist. Aber du darfst die einschlägigen Erfahrungen natürlich gerne selber machen.

Du hattest mal einen Thread über deine gesundheitlichen Probleme. Mein Tipp: Kümmer dich erst mal um deine psychischen Probleme. Die nimmst du nämlich zu jeder Umschulung und zu jedem neuen Job mit. Und in jedem Job, in jeder Umschulung kommst du irgendwann an einen Tiefpunkt. Willst du dann wieder alles hinschmeißen und dir soll gefälligst was anderes finanziert werden, weil du erneut "keine Lust" mehr hast oder "demotiviert" bist?

Komm doch erst mal in der Realität an.

Gast45019

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Re: Umschulung wie sieht es finanziell aus?
« Antwort #26 am: 19. Oktober 2018, 00:51:28 »
Warum sollte ich eine Umschulung nicht durchziehen? Ich habe meine erstausbildung sogar verkürzt und mit der Note 2 bestanden.

Offline coolio

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Re: Umschulung wie sieht es finanziell aus?
« Antwort #27 am: 19. Oktober 2018, 01:00:19 »
Vorschlag:
schreibe doch mal eine Antragsbegründug zur Umschulung, wie Du sie Dir vorstellst, hier rein.
und achte dabei darauf, daß das JC grundsätzlich keine Gelder verschenkt.
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Offline Birgit63

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Re: Umschulung wie sieht es finanziell aus?
« Antwort #28 am: 19. Oktober 2018, 07:22:08 »
Es kann passieren, dass einem die erste Ausbildung bzw. der erlernte Beruf nicht zusagt. Das kenne ich aus eigener Erfahrung. Meine Tochter hatte mit 16 keinen Bock mehr auf Schule. Sie hatte den Realschulabschluss in der Tasche und hat den ersten Ausbildungsplatz genommen, den sie bekommen hat. Zur KFZ-Mechanikerin wollte sie sich ausbilden lassen. Mein Mann und ich waren total erstaunt, weil wir gar nicht wussten, dass sie sich dafür interessiert. Nach zwei Jahren rückte sie dann damit raus, dass sie den Ausbildungsplatz nur genommen hat, um nicht weiter zur Schule gehen zu müssen. Wir hatten ihr gesagt. Ausbildung oder Gymnasium. Die Ausbildung machte ihr keinen Spaß. Wir haben ihr dann gesagt, sie soll sich einen anderen (Wunsch)ausbildungsplatz suchen. Bis sie den gefunden hat, macht sie ihre bisherige Ausbildung weiter. Sie hat ganze 3 Bewerbungen geschrieben und dann einen Ausbildungsplatz zur Gesundheits- und Krankenpflegerin bekommen. Davor musste sie aber noch ein 6-wöchiges Praktikum machen, welches Pflicht für die Ausbildung war. Diese Ausbildung hat sie durchgezogen. Nach 3 Jahren war sie examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin. Das Krankenhaus konnte ihr nur einen Teilzeitjob anbieten. Das war ihr nicht genug. Sie hat sich dann einen Vollzeitjob im Pflegeheim gesucht. Aber bedingt durch Personalmangel konnte sie sich nicht vorstellen, bis zur Rente dort zu arbeiten. Man hatte einfach keine Zeit für die Bewohner. Alles lief nach Schema F ab. Sie hat uns dann gefragt, ob wir bereit wären, ihr noch eine weitere, auf ihren Beruf aufbauende, Ausbildung zu finanzieren (durch Kost und Logis). Solange sie zu Hause wohnen bleibt, kein Problem. Also hat sie wieder Bewerbungen geschrieben (wieder nur 3). Dann hat sie den Ausbildungsplatz zur Kauffrau im Gesundheitswesen bekommen. Während der Ausbildung hat sie ausbildungsbegleitend die Fachhochschulreife in Abendschule gemacht. Die Ausbildung hat sie abgeschlossen und arbeitet seit 8 Jahren in diesem Beruf. Sie hat aber zu keiner Zeit irgendwelche Sozialleistungen in Anspruch genommen. Im Gegenteil, sie hat sich auch zu Hause an den Unkosten (etwas Kostgeld) beteiligen müssen. Sie hat auch noch nebenbei (am WE) gejobbt. Das Geld hat sie gespart für ihre erste eigene Wohnung. Also man kann sich seine Träume und Wünsche auch ohne JC erfüllen.

Gast45019

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Re: Umschulung wie sieht es finanziell aus?
« Antwort #29 am: 19. Oktober 2018, 12:41:40 »
Das ist richtig, aber wenn man die Möglichkeit hat vom Amt Leistungen zu erhalten warum sollte man diese dann nicht annehmen?
Man hat ja kein Geld zu verschenken