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Autor Thema: LTA Ablehnung RV & jetzt nach 7 Mon. wieder Einladung erhalten, Fragen dazu  (Gelesen 642 mal)

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Offline HHanni

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Hallo,


da ich ein paar Fragen habe die mir das Internet oder die Sufu hier nicht beantworten konnten, erhoffe ich mir jetzt hier Antworten zu finden.


Gutachten aus 2014 mit Ergebnis viele Einschränkungen (keine Schichtarbeit, kein Publikumsverkehr, keine Stressbelastung, kein Zeitdruck, keine Belastung durch Dämpfe Gase Stäube Rauch, kein schweres Heben etc.) aber Vollzeit Erwerbsfähig.


Nach ärztliche / berufspsychologische Begutachtung im April 2017 durch das Jobcenter mit Ergebnis unter -3 Stunden für 6 Monate Erwerbsfähig mit Empfehlung einer Arbeits- und Belastungserprobung.


Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) im Juli 2017 beim Jobcenter gestellt, wegen Zuständigkeit ist der Antrag an die Rentenversicherung weitergeleitet worden.


Ich wollte die LTA bzw. diese Belastungserprobung.


Im Januar 2018 für 6 Wochen durch die Rentenversicherung über LTA eine medizinisch-berufliche Rehabilitation (einschließlich Belastungserprobung / Arbeitstherapie) in Wohnortnähe gemacht.


Im April 2018 Ablehnung meines LTA-Antrages durch die Rentenversicherung mit Begründung:


Aufzählung § 10 des sechsten Buchs Sozialgesetzbuch (SGB VI)
Diese Voraussetzungen liegen bei Ihnen nicht vor, weil Ihre Erwerbsfähigkeit durch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nicht wesentlich gebessert oder wiederhergestellt oder hierdurch deren wesentliche Verschlechterung abgewendet werden kann.


Hinweis:
Eine ambulante / stationäre Behandlung ist erforderlich.
Wir empfehlen Ihnen eine fachübergreifende fachärztliche Behandlung sowie eine Ergo- und Physiotherapie.
Dann als letztes eine Aufklärung über seine Rechte bzgl. des Bescheides.


Jetzt nach Sieben Monaten habe ich eine Einladung vom Jobcenter bekommen um mit mir über meine aktuelle berufliche Situation zu sprechen und natürlich wieder mal ein neuer SB.


Ich möchte mich nun vorab auf das Gespräch mit dem neuen SB informieren damit der mir keinen Bären aufbinden kann und um besser argumentieren zu können hinsichtlich EGV oder sinnlosen Zwangsmaßnahmen.


Nun meine Fragen:


1. Interpretation für mich aus der Ablehnung der LTA :  zu krank für erfolgreiche LTA bedeutet gleich Arbeitsunfähig und wäre gleich zu setzen wie mit einer AU oder Art Attest vom Arzt?


Ich habe gelesen dass das Gutachten / die Beurteilung der Rentenversicherung für das Jobcenter bindend sind aber die LTA Ablehnung ist doch meines Verständnisses nach kein rechtlich Bindendes Gutachten oder Beurteilung für das Jobcenter, oder?


Im Grunde nach sagt die Rentenversicherung nichts genaues darüber aus ob Erwerbsfähig / Arbeitsfähig oder nicht und ob unter -3 Std. oder über 3 Std. etc. so wie ich das aus den ÄD Gutachten vom Jobcenter kenne.


2. Welche Handhabe hat jetzt nun der SB darauf, bzgl. der Ablehnungsgründe der Rentenversicherung,  eine EGV Abschließen wollen, sinnlos Maßnahmen aufzwingen oder in Therapien zwingen wollen (Empfehlung der Rentenversicherung) oder gar in Behindertenwerkstatt stecken zu wollen?


Bzgl. EGV: Dürfen \  sollen nur mit Erwerbsfähigen Arbeitslosen abgeschlossen werden und oder deren Erwerbsfähigkeit geklärt ist, hm zu was zähle ich denn jetzt?  :scratch:


3. Könnte oder sollte der SB mich jetzt wieder neu durch den ÄD begutachten lassen?


4. Falls versucht werden wollte mich in die Grundsicherung oder Sozialhilfe abzuschieben, gäbe es in dem Fall Dinge oder Fallstricke die man beachten sollte?


Ich hoffe ich habe nicht all zu wirr oder unverständlich geschrieben.
Vielen Dank schon mal!


LG
HHanni












Offline Wuff

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Was steht den im Bericht von der medizinisch beruflichen Reha?

Hast du dort auch einen Teil B erhalten, wo entsprechend vermerkt wurde, in wieweit du belastbar bist etc pp?

Hast du in der Zwischenzeit irgendwie etwas anderes noch gemacht?

Offline Maunzi

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Zitat von: HHanni am 04. Dezember 2018, 13:23:43
Diese Voraussetzungen liegen bei Ihnen nicht vor, weil Ihre Erwerbsfähigkeit durch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nicht wesentlich gebessert oder wiederhergestellt oder hierdurch deren wesentliche Verschlechterung abgewendet werden kann.

Ergo du bist derzeit nicht (voll) erwerbsfähig. Nimm das in Kopie mit - dann hat er was zu lesen. Sollte er dich dann nochmal zum ÄD schicken wollen soll ers machen - schadet nicht da auch mal was aktuelles in der Hand zu haben (2014 ist viel zu alt, da kannste locker deutliche Verschlechterung haben seit dem).

Sollte er auf die Idee mit ner EGV kommen besteh auf ne Untersuchung durch den ÄD, dann sollte das vom Tisch sein (rechtlich zumindest, je nach Intelligenz des SB versucht er es dennoch... dann mitnehmen zum prüfen und nicht unterzeichnen!).

Ansonsten wenn er dich in die Grundsicherung wegen Erwerbsminderung steckt ist das kein Drama, sind die selben Leistungen nur von nem Amt das dir keine EGV und co andrehen will und auch sonst nicht daran interessiert ist, sich in dein Leben einzumischen. Da haste deinen Antrag bzw später deinen WBA pünktlich zu stellen, ggf jährlich Betriebskostenabrechnung einzureichen und sowas wie die Krankenkasseninfo die einmal im Jahr kommt wenn die die Preise anpassen und das wars ansich.

Wenns Hilfe zum Lebensunterhalt wird (weil nicht auf Dauer Erwerbsunfähig), dann kommt nur eins dazu: nach Ablauf des Zeitraumes in dem man dich für Erwerbsunfähig eingestuft hat, wird erneut geprüft wie es nun ist... entweder live oder nach Aktenlage. Also immer fein zu Ärzten gehen etc damit die schön was zu wühlen haben da :)

Offline HHanni

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Hallo Wuff,


danke Super Hinweis, ich hatte die Unterlagen bei der Rentenversicherung schriftlich angefordert und auch erhalten, nur hatte ich die total vergessen!


Also die Fachärztin für Arbeitsmedizin, zu der ich während der Arbeitserprobung musste, schreibt:


„Es besteht zur Zeit und voraussichtlich auch mittelfristig anhaltend eine quantitative Leistungsminderung von weniger als drei Stunden am Tag.


Für ein berufliches Training liegt aktuell keine ausreichende Belastbarkeit vor. Inwieweit zukünftig die psychische und körperliche Belastbarkeit für ein weiteres berufliches Training hergestellt werden kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar und muss später neu beurteilt werden“.


Tja, wie definiert sich zur Zeit und mittelfristig als Zeitangabe?


Hm, muss ich dem SB dieses Blatt im Original zeigen, wenn würde ich das lieber nur unter einer zensierten Kopie vorlegen wollen wo persönliche bzw. intime Passagen fehlen, oder soll er sich dass per ÄD einholen?!


Oder ist es auch möglich dass sich das Jobcenter mit der Rentenversicherung in Verbindung gesetzt haben könnte, nachdem sie die Info über den negativen Bescheid von mir bekommen haben, weil denen aufeinmal nach Sieben Monaten (mittelfristig?) einfällt mich mal wieder zum Gespräch einzuladen?


Demnach, wenn ich das richtig verstanden habe, darf mir gar keine EGV aufgedrückt werden weil nicht Erwerbsfähig und somit irgendeine Sinnlos Maßnahme ist auch nicht drin, Richtig?


Ist es auch Richtig dass man mich nicht wie die von der Rentenversicherung und der Arbeitsmedizinerin empfohlenen Therapien etc. per EGV oder durch das SGB zwingen darf diese Therapien zu machen weil das freiwillig ist ob ich das mache oder nicht?


In der Zwischenzeit hatte ich wie so oft Physiotherapien die keine besondere Linderung bringt weiter gemacht,  hatte erneut eine Fuss Operation hinter mich gebracht, war zwischen drin mehrmals krank und bin immer noch auf der Suche nach geeigneten Fachärzten und Therapieplätzen, seufz.


Vielen Dank nochmal für deine Hilfe!


LG
HHanni












Hallo Maunzi,


auch dir vielen lieben Dank!


Wie ich Wuff gerade schrieb, existiert ein Gutachten, was ich habe, von der Arbeitsmedizinerin, demnach sollten EGV und Sinnlos Maßnahmen passe sein, wenn ich das Richtig verstehe.


Das letzte Gutachten wurde letztes Jahr 2017 erstellt was aber mehr auf die Psyche abstellt, habe aber auch körperliche Einschränkungen dazu, vermischt sich halt alles.


Ich habe kein Problem damit wenn der SB erneut den ÄD einschalten will, soll er doch.
Ohja regelmäßige Arztbesuche bringe ich hinter mich ohne geht es gar nicht, besonders meinen Orthopäden besuche ich oft.


In meinem Jobcenter haben die SB‘s schon öfters versucht mir rechtlich unzulässig, weil Erwerbsfähigkeit nicht geklärt oder während laufenden LTA Antrages etc., eine EGV anzudrehen aber da ich hier viel still mitlese sind sie damit bei mir ins Leere gelaufen.


Wegen der Grundsicherung bedarf es keine besondere Achtsamkeit, dann ist ja alles gut.


GLG
HHanni




















Offline Wuff

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Schaue einmal genauer nach. Als ich meine medizinisch berufliche Reha hatte, bekam ich auch so ein Teil B, wie es den vom ärztlichen Dienst gibt der zum jeweiligen SB geht. Nur dieses Teil hatte ich meiner SB damals gegeben und der Rest ging an den ärztlichen Dienst.

Was nun dich angeht, so bedeutet das ganze, dass du Therapien machen solltest. Was für welche in Frage kommen, kann ich dir nicht sagen, solltest du aber mal mit deinem Haus- oder deinem Facharzt besprechen und im Anschluss dann von deinem SB verlangen, dass der den ärztlichen Dienst erneut einschaltet, denn dieser kann dann eine entsprechende Prognose erstellen, so dass du entweder dann aufgefordert wirst, wenn länger als 6 Monate, einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen oder wenn weniger, dann weiterhin im Bezug bei denen bleibst..

Und ja, deine Erwerbsfähigkeit ist derzeit nicht geklärt, daher ist eine EGV nicht möglich. Sollte sie allerdings nur als einzigen Punkt die gesundheitliche Stabilisierung oder ähnliches haben, würde ich deswegen nicht ein Fass aufmachen.

Offline Maunzi

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Deinen SB geht persönliches und gesundheitliches prinzipiell nix an. Daher Unterlagen eh nur an den ÄD!

Aaaaber, sofern es dich nicht stört kannst du ihm durchaus Unterlagen in Kopie (und dann auch passend geschwärzt) zukommen lassen, damit er dich nicht nervt von wegen Maßnahmen und EGV. Das ist deine Entscheidung.

Es gibt eben einen § der dich in Therapie zwingen kann wobei der Zwang darin besteht, dass man eben bei Nichtbefolgen die Leistungen einstellen würde, nicht darin das dich einer da hinschleift. Jedoch wird er selten bis gar nicht angewendet weil eben auch drin festgelegt wurde, dass es nur zulässig ist wenn es zur Besserung beiträgt und keine Verschlechterung dadurch zu erwarten ist - und jetzt viel Spaß dem jeweiligen SB das zu begründen... besonders mit deren fundierter medizinischer Ausbildung xD

Nur mal zum Lesen wie das beim Versuch dich in eine (Psycho)therapie zu zwingen enden würde https://www.gegen-hartz.de/news/hartz-iv-behoerde-wollte-psychotherapie-erzwingen - kurzum bei sowas haben sich die SBs schon die Zähne ausgebissen weils eben schlicht net machbar ist^^

Also wenn da was kommen sollte immer fein mitnehmen zum Prüfen und dann helfen dir hier gaaaanz viele beim in der Luft zerreißen :D

Spätestens beim ÄD würde ich übrigens alle Unterlagen ungeschwärzt einreichen - überschütt die ruhig mit allem was da ist - viele machen es sich einfach und schreiben dann die letzten Diagnosen und Entscheidungen einfach ab anstatt dich zu untersuchen. Wenn das dann der Satz hier wäre
Zitat von: HHanni am 04. Dezember 2018, 19:58:02
Es besteht zur Zeit und voraussichtlich auch mittelfristig anhaltend eine quantitative Leistungsminderung von weniger als drei Stunden am Tag
bist du wiedermal raus aus Vermittlung und co und ggf direkt beim Sozialamt (Hilfe zum Lebensunterhalt) und hast Ruhe.

Offline HHanni

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Hallo Wuff,


ich habe die Unterlagen noch mal durch gesehen und ich habe von der Rentenversicherung komischerweise nur den Abschlussbericht mit mehreren Seiten von dem Beruflichen Trainingszentrum bekommen sowie die Arbeitsmedizinische Begutachtung im Rahmen der Belastungserprobung von der Arbeitsmedizinerin mit mehreren Seiten, auf dem Deckblatt steht auch „das Gutachten beruht auf der klinischen Anamnese und körperlichen Untersuchung „.


Auf der letzten Seite (1-17) steht als Überschrift Arbeitsmedizisches Leistungsbild und das besteht halt nur aus ganz viel Text mit u.a. eben im zweiten Blocksatz oben, das zur Zeit und voraussichtlich auch mittelfristig anhaltend eine quantitative Leistungsminderung von weniger als drei Stunden am Tag beurteilt wird und der Text ist unterstrichen.


Also das Gutachten sieht jedenfalls nicht so aus wie die Seiten die man vom ÄD durch das Jobcenter bekommt mit Text und angekreuzten Kästchen, warum die Rentenversicherung das so handhabt habe ich mich auch schon gefragt.


Bzgl. Therapien, kann man für die mehr Fahrkosten für die öffentlichen Verkehrsmittel die über den Sozialticket Tarif liegen irgendwo Zuschüsse beantragen und bekommen, denn wenn ich in meiner Wohnortnähe keine geeigneten Therapie Plätze finde muss ich meinen Suchradius erweitern und das ginge dann sehr ins Geld?


Einkaufen, Arzttermine etc. klappere ich wenn möglich mit dem Fahrrad ab was für mich schon sehr anstrengend ist, danach bin ich echt Fix und Foxi,  aber weitere Wege schaffe ich einfach nicht.


Nach welchen Zeitraum der Therapien sollte ich denn vom SB verlangen den ÄD erneut einzuschalten, nach 1 Jahr oder nach 2 Jahren, denke das hängt doch eh von den Therapeuten und Krankenkasse ab für wie lange sie die Therapiedauer für notwendig halten und die Krankenkasse gewillt ist das zu bezahlen, könnte ja auch 3 oder 4 Jahre dauern, solange muss doch das JC stillhalten notfalls durch AU oder Atteste vom Arzt oder Therapeuten, oder?


Bzgl. Rente, laut Renteninformation die ich per Post bekomme, soll ich keine Ansprüche für eine Erwerbsminderungsrente erworben haben.


Aber nach welchen Kriterien stellt denn die Rentenversicherung fest,  ob sie für einen für eine LTA zuständig ist, sind das nicht die selben wie für eine Erwerbsminderungsrente?


Falls der SB wieder mit einer EGV kommen sollte nehme ich die sowieso zum prüfen mit und je nach dem wird darauf reagiert.


Vielen Lieben Dank für deine Geduld und deine hilfreichen Antworten!


LG
HHanni











Hallo Maunzi,


Ich tendiere dazu dem SB das Gutachten mit entsprechenden geschwärzten Stellen in Kopie vorzulegen um die ganze Sache zu beschleunigen und zu vereinfachen, um so schneller habe ich den Termin hinter mir.


Ich hatte bzgl. Therapien per Zwang schon mal was im Internet gelesen, danke für den Link!


EGV zum prüfen mitnehmen und nicht sofort dort blind unterschreiben habe ich schon aus dem Forum von den ganzen vieeeelen tollen Helfern hier  (Danke das es euch gibt!) gelernt und ganz oben im Kopf abgespeichert.


Ich habe alle meine medizinischen Unterlagen in einer Mappe gesammelt die der ÄD immer gerne von mir auf den Tisch gelegt bekommt, bin also dafür immer gut vorbereitet.


Auch dir vielen lieben Dank für deine hilfreichen Antworten!


GLG
HHanni




Offline Maunzi

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Hmm also wenn du nachweislich keinen passenden Therapieplatz in Reichweite findest, dann käme ggf ein Antrag bei der Krankenkasse infrage bezüglich anteiliger Fahrtkostenerstattung. Müsstest dort mal anfragen.

Renteninformation schön und gut aber einen schriftlichen Antrag stellen und die schriftliche Ablehnung erhalten ist wichtig, denn nur dann kannst du vom Sozialamt was kriegen (Stichwort vorrangige Leistungen, was hier die Rente wäre).

Mit ein bisschen Glück untersuchen sie dich sogar von dort aus nochmal (persönlich oder nach Aktenlage) und dann haste ein Gutachten, da kann sich jedes Jobcenter aufn Kopf stellen, weil es bindend für sie ist :) Sprich auch wenn dann einer vom ÄD des Jobcenters sagt du wärst fit wie ein Turnschuh hat man das zu ignorieren, da das andere Gutachten höherwertiger ist.

Das mit der geschwärzten Kopie wäre auch mein Gedanke - wenn dich das nicht stört, dann machs und je nach Reaktion (dir sagen mach den Rentenantrag / den Antrag auf Grundsicherung oder eben EGV und anderer Unfug) bittest du dann um eine erneute Untersuchung durch den ÄD.

Zum ÄD kann man dich übrigens alle 6 Monate schicken bzw wenn die Situation sich nachweislich verbessert oder verschlechtert hat dann sogar öfter (trauen sich viele SBs nur nicht). Aber mal im Ernst, wenn man dich über Jahre als Erwerbsunfähig (unter 3 Stunden arbeiten am Tag) einstuft, dann ist das Jobcenter gar nicht mehr zuständig für dich.

Und beim Sozialamt brauchst du dich da auch nicht weiter zu kümmern, da gibts nur auf Zeit (dann sagen sie rechtzeitig bescheid wann du erneut untersucht wirst) oder für immer und dann haste ruhe und kannst gesund werden oder eben schauen wie du dein Leben so gestaltest, dass du damit glücklich wirst :)


Offline HHanni

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 :clever:


Hmm, ist denn das was ich jetzt von der Rentenversicherung habe, die LTA Ablehnung gestützt auf dem Gutachten von der Arbeitsmedizinerin, nicht schon bindend (höherwertig) für das Jobcenter oder verstehe ich das Falsch? :scratch:




Dankeschön nochmal!

LG
HHanni







Offline Maunzi

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War die auch "nur" Allgemeinmedizinerin? Dann eher nein.

Ausserdem fehlt da inhaltlich etwas, nämlich der wunderbare Satz mit dem "dauerhaft erwerbsunfähig" oder eben nicht... sprich das Gutachten ist zwar was wert aber inhaltlich eben nicht exakt genug.

Sind meine Gedanken dazu... ggf siehts wer anders?

Offline HHanni

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Nein, „Fachärztin für Arbeitsmedizin“!


Achso, ich hatte nun gedacht und wohl auch so verstanden, dass das Jobcenter aufgrund der Begründung der LTA Ablehnung und der Beurteilung von der Fachärztlichen Arbeitsmedizinerin von der Rentenversicherung jetzt erst mal ein Jahr wartet und mich dann zum ÄD schickt.  :scratch:


Na gut, ich warte mal ab was der Termin nun bringt und dann werde ich mich ggf. hier wieder melden.


LG
HHanni








Offline Maunzi

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Da steht doch nirgendwo was von "in einem Jahr wirds besser" oder dergleichen? Also kein Grund für diesen Zeitraum?

Lass die einfach den ÄD einschalten, dann sind sie glücklich und du hast noch mehr Unterlagen die dich richtung ruhe vor dem Verein (Jobcenter) bringen^^ Die meisten SBs sind auch froh erwerbsunfähige aus der Statistik zu kriegen  :grins: