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Autor Thema: Sanktion trotz fristgerechter Kündigung rechtens?  (Gelesen 7401 mal)

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Offline matcher67

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Re: Sanktion trotz fristgerechter Kündigung rechtens?
« Antwort #15 am: 08. März 2019, 09:23:17 »
Meiner Meinung nach möchte der Arbeitergeber nur der Rückzahlung der Förderung umgehen, er hat sich aber damit verpflichtet auf Deine gesundheitlichen Einschränkungen einzugehen, das Argument ein andere Arbeitnehmer sei besser als Du, wird schwer zu beweisen sein vor Gericht, ein halbes Jahr warst Du ja gut genug für den AG, das vorgehen des Jobcenters ist nicht rechtens!

Da hilft nur ein Anwalt für Arbeitsrecht z.B. mit einer Kündigungsschutzklage, hatte persönlich schon so einen Fall, der AG musste die komplette die Förderung zurück zahlen.

Gruß matcher67

Offline karl36

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Re: Sanktion trotz fristgerechter Kündigung rechtens?
« Antwort #16 am: 08. März 2019, 09:30:35 »
*heul* :(
Einen Rechtsstreit mit Anwalt hatte ich schonmal. Der Aufwand und die Belastung dadurch sind hoch :/ *heul* .

Gibt es keinen anderen Weg?

Online NevAda

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Re: Sanktion trotz fristgerechter Kündigung rechtens?
« Antwort #17 am: 08. März 2019, 09:33:15 »
Du hast doch schriftlich Stellung genommen. Eigentlich kannst Du jetzt nur noch abwarten.

Dir ist eine Kündigungsschutzklage zu viel Arbeit? Okay, Deine Entscheidung...

Offline karl36

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Re: Sanktion trotz fristgerechter Kündigung rechtens?
« Antwort #18 am: 08. März 2019, 10:30:30 »
Wenn es sein muss klage ich auch.

"Klage" ja, aber warum gerade eine "Kündigungsschutzklage"?   :scratch:    Die Kündigung war ja fristgerecht und rechtens.


Schade dass es nichts zwischen 0(kein Anwalt) und 100%(Anwalt) gibt :(




Hmm hat jemand Erfahrung mit angeordneten Tests einer Person?

Offline Ottokar

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Re: Sanktion trotz fristgerechter Kündigung rechtens?
« Antwort #19 am: 08. März 2019, 13:12:10 »
"Nun droht das Jobcenter mit ca. 33% Sanktion aus nicht genannten Gründen."  :sehrgut: :mocking::

Ich bekam einen Brief:
- "folgender Sachverhalt ist bekannt:
   Der AG hat Ihr Arbeitsverhältnis vom XY zum XYZ gekündigt."
- Aber es wird nicht näher drauf eingegangen was genau, bzw. da steht einfach weiter nix*  :lachen:  :wand: :teuflisch: :lol:
- "nehmen Sie Stellung...oder wir entscheiden anhand des vorliegenden Sachverhalts und sanktionieren mit (rund) 33% nach §..."
Das ist die übliche Anhörung.

Zu dem hab ich mich dann geäußert:
"Ich habe immer alle Aufgaben nach besten Fähigkeiten, Können und Leistung erledigt".
Schon abgesendet?
Falls nicht:
Die bloße fristgemäße Kündigung zum Ende der Probezeit rechtfertigt noch keinen Verdacht einer sanktionsbewehrten Pflichtwidrigkeit, zumal das Kündigungsschreiben neutral ist und keine derartigten Anhaltspunkte eröffnet. Über die Kündigung hinaus haben Sie keinerlei Sachverhalte vorgetragen, es gibt somit nichts, wozu ich Stellung nehmen könnte.

Eingliederungsvereinbarung:
* Im Gespräch zur Eingliederungsvereinbarung in dem ich die Anweisung zum Pscho-Gedöhns-Test*** unterschreiben musste,
wurde ich dann mündlich über ein paar "Defizite/Fehler/Nachlässigkeiten/ :nea: " meinerseits informiert.
***(wird lediglich in einer Berufsausbildungsstätte gemacht)
In der EinV steht das mit dem "Pscho-Gedöhns-Test"? Das wäre absolut rechtswidrig.
Meine Beiträge beinhalten oder ersetzen keine anwaltliche Beratung oder Tätigkeit.
Für eine verbindliche Rechtsberatung und -vertretung suchen Sie bitte einen Anwalt auf.


Offline Rappel

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Re: Sanktion trotz fristgerechter Kündigung rechtens?
« Antwort #20 am: 09. März 2019, 23:54:50 »
Kündigungsschutzklage
Mit Blick auf das Alter des Threads: Dafür ist es bereits viel zu spät.

Offline miwu

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Re: Sanktion trotz fristgerechter Kündigung rechtens?
« Antwort #21 am: 10. März 2019, 11:52:45 »
Ich wurde fristgerecht gekündigt nach sieben Monaten Arbeit in einem Unternehmen.
Nun droht das Jobcenter mit ca. 33% Sanktion aus nicht genannten Gründen. Ich darf schriftlich dazu Stellung beziehen. Der Arbeitgeber wird aber auch befragt werden.
Ist das rechtens bei einer fristgerechten Kündigung, für die man als Person ja nichts kann, man also szsg. der Willkür eines anderen Menschen ausgeliefert ist!?


- Arbeitgeber und Arbeitnehmer waren mit der Arbeit weitestgehend zufrieden, teilweise unzufrieden.
- Die Anstellung wurde zu 50% gefördert (und war nicht schlecht bezahlt).

Ich kenne mich mit dem Arbeitsrecht nicht aus, aber geht das nach sieben Monaten überhaupt ohne Begründung? Die Probezeit dürfte doch nach sieben Monaten vorbei gewesen sein.

Offline Meph1977

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Re: Sanktion trotz fristgerechter Kündigung rechtens?
« Antwort #22 am: 10. März 2019, 12:08:09 »
wenn der Arbeitgeber in der Probezeit eine ordentliche Kündigung ausspricht ist sie wirksam auch wenn das Arbeitsverhältniss bis zur Kündigungsfrist länger als die Probezeit dauert.
Seid vorsichtig was ihr dem JC erzählt. Die machen aus nem französischen Rotwein eine rothaarige Französin und drehen euch noch eine BG mit der Französin an.

Offline karl36

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Re: Sanktion trotz fristgerechter Kündigung rechtens?
« Antwort #23 am: 15. April 2019, 23:56:55 »
( @Meph1977 und miwu:  Ja war in der Probezeit und ja ist rechtens.)



("In der EinV steht das mit dem "Pscho-Gedöhns-Test"? Das wäre absolut rechtswidrig."
Ja es wird nicht direkt genannt, sondern umschrieben. Trotzdem mies.)


"Schon abgesendet?
Falls nicht:
Die bloße fristgemäße Kündigung zum Ende der Probezeit rechtfertigt noch keinen Verdacht einer sanktionsbewehrten Pflichtwidrigkeit, zumal das Kündigungsschreiben neutral ist und keine derartigten Anhaltspunkte eröffnet. Über die Kündigung hinaus haben Sie keinerlei Sachverhalte vorgetragen, es gibt somit nichts, wozu ich Stellung nehmen könnte.
"
klingt gut :) hab ich so ähnlich mündlich vorgetragen :)


Ich war mittlerweile bei dem "Psycho-Gedöhns".
Ich berichte später wie es insgesamt ausging.