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Autor Thema: Erwerbsunfähigkeitsrente (HzL oder Grundsicherung?) - Haushaltsgemeinschaft  (Gelesen 4091 mal)

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Offline Versagender

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Ja, ich weiß selber nichts, bin doch nur wertloser Wicht, und es erfolgt sicherlich intern zwischen DRV, Sozialamt und Jobcenter irgendeine Kommunikation.

Jobcenter hat das alles losgetreten. Mitte des Jahres musste ich dann beim DRV einen Antrag auf Prüfung der Erwerbsfähigkeit stellen und selbst da war die Kommunikation miserabel.
Das ganze zog sich hin beim DRV, vor paar Monaten schrieben die mich erneut an, dass ich bitte die Unterlagen einreiche, obwohl ich dies schon davor getan habe und seitdem habe ich nichts mehr gehört.
...Bis vor 2 Wochen dann eben der Brief vom Sozialamt kam.
Bis vor kurzem dachte ich sogar, dass Ewerbsminderungsrente das Gleich sei wie Grundsicherung. Wie ihr seht und liest, ich bin nicht die hellste Birne und zusätzlich lässt man mich weitesgehend im Dunkeln.

Ich denke nicht, dass das Sozialamt lügen wird und sich etwas ausdenkt.
Erwerbsunfähigkeit auf Zeit ist wohl die offizielle Einstufung des DRVs, aber garantiert erfülle ich nicht die Mindestbeitragszeiten und andere Bedingungen für die EM-Rente.
Von daher wäre es in meinem Sinne, wenn man den Prozess etwas beschleunigen könnte und das ganze hin und her und das Papier mit Tinte irgendwie sparen könnte.

Zitat
Nicht ganz. Hier ist aufgrund § 39 SGB XII unbedingt erforderlich, dass die anderen Mitglieder der Haushaltsgemeinschaft schriftlich erklären, dass sie den Antragsteller nicht finanziell oder materiell unterstützen (Widerlegung der Vermutung des gemeinsamen Wirtschaftens).

Das kann meine Mutter (als auch meine Schwester) machen. Das musste ich schon beim Jobcenter machen damals. Aber so wie ich das verstanden habe wird das bei HzL nicht funktionieren und meine Mutter und Schwester müssen auch alles offenlegen und sich das antun.
Die sind selber an der Belastungsgrenze mit ihren eigenen Problemen im Leben, wirtschaftlich auch unten, ich kann denen nicht zumuten sich auch noch mit dem Sozialamt auseinanderzusetzen.
Wenns hart auf hart kommt, werde ich auf die Straße ziehen und gleich ins Grab.

Zunächst versuche ich aber zu kämpfen, und werde mich zwingen einen Termin bei der Beratungsstelle machen und den Fall schildern.
Den Termin teile ich dem Sozialamt mit, mehr kann ich mir selber nicht zumuten.
Kann kaum noch einigermaßen schlafen und fange an mir die Haare zu reißen.

Zitat
Solltest Du aber keine Rente bekommen zahlt nur noch das Sozialamt. Da geht es auf jeden Fall entspannter und freundlicher zu als beim JC.

Das kommt mir aber nicht so vor. Der Brief liest sich bedrohlich für mich und mich großartig weiter aufzuklärem und ich male mir schon alle Endzeitszenarien durch.

Sorry, wenn das alles weinerlich ist.


Online coolio

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Umso erhebender wird das Gefühl sein, wenn Du Dich abschliesend gegen diesen versuchten "Verschiebebahnhof" durchgesetzt hast!
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Wer redet oder telefoniert, der verliert!
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Offline eder

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Zitat von: Versagender am 31. Dezember 2018, 01:12:03
aber garantiert erfülle ich nicht die Mindestbeitragszeiten und andere Bedingungen für die EM-Rente.
Mach mal, im neuen Jahr wirds besser also könnte es durchaus gar nicht so schlecht aussehen mit deiner EM
https://www.vdk.de/deutschland/pages/rente/76030/zurechnungszeiten_bei_der_erwerbsminderungsrente


 

Offline Versagender

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Würde das aber überhaupt für mich nicht noch mehr ein Nachteil sein?
Weil, für vielleicht ein zweistelligen Betrag müsste ich dann trotzdem noch zusätzlich zum Sozialamt und wäre dann aber gleichzeitig auch noch dem DRV verpflichtet allerlei Sachen zu machen?
« Letzte Änderung: 31. Dezember 2018, 08:43:57 von Versagender »

Offline Sheherazade

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Was muss man denn für die DRV für Sachen machen, ausser vielleicht alle paar Jahre einen Verlängerungsantrag stellen?
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

Offline cherrylady18

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und diesen Verlängerungsantrag muss man auch nur 2 Mal beantragen, weil er dann bis zum Rentenalter gilt.

Offline Ottokar

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Ich denke nicht, dass das Sozialamt lügen wird und sich etwas ausdenkt.
Das denke ich auch nicht, aber das hier läuft nicht so wie es sollte.

Aber so wie ich das verstanden habe wird das bei HzL nicht funktionieren und meine Mutter und Schwester müssen auch alles offenlegen und sich das antun.
Das läuft ganz genau so wie beim ALG II, siehe § 39 S. 2 SGB XII:
Zitat
Soweit nicht gemeinsam gewirtschaftet wird oder die nachfragende Person von den Mitgliedern der Haushaltsgemeinschaft keine ausreichenden Leistungen zum Lebensunterhalt erhält, ist ihr Hilfe zum Lebensunterhalt zu gewähren.
siehe auch: https://rechtsanwalt-und-sozialrecht.de/haushaltsgemeinschaft/ unter "Vermutensvoraussetzungen im SGB XII bei der Hilfe zum Lebensunterhalt"
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Offline Versagender

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Ich habe es geschafft etwas zu machen, aber die Anspannung löst sich nicht bis alles geklärt wird. Die werden mir es sicherlich schwer machen. Für die Ämter/Institutionen bin ich doch nur ein Spielball/Akte, die sie hin und herschieben. Aber das hat schon Auswirkungen auf meine Existenz.

Habe zig mal versucht anzurufen bei der Beratungsstelle der DRV um einen Termin zu machen, aber nie bin ich durchgekommen, nicht mal in einer Wartschleife. Telefonverbindung wurde einfach aufgelegt mit der Begründung, dass alles überlastet ist.
Online ist dann plötzlich diesen Monat dann doch ein paar Termine frei geworden.
Habe den Termin gemacht, ausgedruckt und samt den 2 Merkblättern, die ich unterschreiben musste, beim Sozialamt in den Briefkasten geworfen.

Mehr kann ich ich moment nicht machen.

Offline Sheherazade

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Habe zig mal versucht anzurufen bei der Beratungsstelle der DRV um einen Termin zu machen, aber nie bin ich durchgekommen, nicht mal in einer Wartschleife. Telefonverbindung wurde einfach aufgelegt mit der Begründung, dass alles überlastet ist.

Ich kann mir vorstellen, dass bei der DRV in dieser Woche niemand arbeitet, wenn noch nicht mal Zahnärzte ihre Praxis öffnen.
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

Offline Norbert

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Hallo,
Siehst Du, schon hast Du was geschafft, schon agierst Du und reagierst nicht nur negativ!!

Du hast das Sozialamt jetzt über den Termin informiert und 2 Merkblätter unterschrieben  zurückgesandt. Die werden sich bald wieder melden – im Moment kannst Du da nicht mehr machen.

Du hast von der DRV den Antrag R0100 für EM-Rente gefunden/bekommen und dazu einen Haufen anderer Formulare. Du wirst nicht darum herum kommen das alles auszufüllen und Du wirst noch eine Menge Dokumente zusammensuchen müssen. Die DRV akzeptiert nur Originaldokumente!

Du solltest versuchen die Fragebogen vor Deinem Termin schon einmal auszufüllen – notfalls erst einmal dünn mit Bleistift. Du bist dann für Deinen Termin besser vorbereitet und besorg Dir Druckertinte!

Du brauchst übrigends keine Existenzangst o.ä. haben. Es ist auch sinnlos Dir Gedanken darüber zu machen ob Du EM Rente ( wg. der „Zeiten“) bekommst oder sonstwas. Du brauchst/must jetzt nur den vorgeschriebenen Verwaltungsweg gehen/einhalten.

Wenn Du möchtest kann ich Dir vielleicht mit einer „Schritt für Schrittanleitung“ beim Antrag helfen. Dann wäre es aber besser direkt zu kommunizieren- über PM (Privatnachricht – keine Ahnung wie das geht) ?

Mach auf alle Fälle so positiv weiter!

MfG Norbert

Offline Turbo

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Zitat von: Norbert am 02. Januar 2019, 20:21:03
Die DRV akzeptiert nur Originaldokumente!
Du willst doch jetzt hoffentlich nicht dazu raten, Originaldokumente aus der Hand zu geben?

Und nein, die DRV akzeptiert auch Kopien. Ob die beim Beratungsgespräch selber Kopien machen, weiss ich nicht. Auf jeden Fall aber wird von der DRV eine Kopie akzeptiert, wenn man mit Original und Kopie zur Krankenkasse geht und von denen die Kopie "beglaubigen" lässt.

Offline Greywolf08

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... Du hast von der DRV den Antrag R0100 für EM-Rente gefunden/bekommen und dazu einen Haufen anderer Formulare. Du wirst nicht darum herum kommen das alles auszufüllen und Du wirst noch eine Menge Dokumente zusammensuchen müssen. ...
Ich stand damals auch wie der "Ochs vor'm Tor" mit meinem Antrag. Letztendlich brauchte ich nur die aktuellen Nachweise des Arbeitsamtes und der KK, da Beschäftigungsverhältnisse und Löhne in meinem Rentenverlauf ersichtlich waren. Die Dame von der DRV hat dann den Antrag mit mir zusammen ausgefüllt. Musste dann halt nur noch unterschreiben und das war's. Dauerte ungefähr ne Stunde.

Ich hatte damals Originale mitgenommen. Die wurden gesichtet, ne Kopie gemacht und mir wieder ausgehändigt.
Jedes Mal, wenn man mir sagt, ich wäre nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin überaus erleichtert.
"Wir alle tragen eine Bestie in uns. Sie unterscheidet sich nur in ihrem Ausmaß, nicht in ihrer Art." ~ Douglas Preston

Offline Norbert

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> @Turbo

Ich habe nichts davon geschrieben, das Originalkopien aus der Hand gegeben werden sollen!

Es kommt auch ein bisschen auf den Inhalt des Dokumentes an.
"Beglaubigte Kopien" werden selbstverständlich akzeptiert.
Legt man persönlich ein Original vor, kopieren sie das und beglaubigen sich das Dokument praktisch selber.
Wieviele Rentenanträge hast Du schon gemacht?
Aber eigentlich wollte ich nur dezent darauf hinweisen, das TE noch so manches Dokument suchen und vielleicht sogar beschaffen muß.

Offline Norbert

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> @Greywolf08

Glückwunsch, daß hast Du doch gut gemacht.
Beim TE wäre ich mir wg. der ganzen Vorgeschichte und seiner Labilität  nicht so sicher.

Offline Versagender

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Re: Erwerbsunfähigkeitsrente (HzL oder Grundsicherung?) - WEGFALL ALG2
« Antwort #29 am: 03. Januar 2019, 17:51:56 »
HILFE! HILFE!  :help: :help:

Ich bekam heute 2 Briefe vom Jobcenter, mir werden die ALG2 Leistungen aufgehoben, ab dem 01.02.2019, komplett.
Begründung ist, dass die Erwerbsfähigkeit weggefallen ist. Dazu dann etliche Blätter an Gesetzestexte von §7 SGB II

Normalerweise wäre der Bewilligungsantrag vom letzten Jahr bis Mai gegangen.
Im 2.Brief dann nochmalige Erinnerung an den neuen Ablauf des Bewilligungszeitraumes, mit einem Weiterbewillungsantrag? Was soll das?

Beide Briefe sind ohne Namen eines Sachbearbeiters sogar.
Was mache ich nun? In einem früheren Schreiben hieß es, dass ich solange ALG2 bekomme, bis ich Sozialhilfe stattdessen gewährt bekomme.

Zitat
Arbeitslosengeld II wird bis zur Bewilligung der Sozialhilfe weitergewährt
.

Wie gehe ich vor? Kurzes Widerspruchsschreiben mit Kopie des Schreibens damals? Wie kann es sein, dass das Jobcenter auf einmal so ihre Entscheidung ändert?
Was muss ich nun befürchten?
Die 2 neuen Briefe sind vom 28.12.2019, und heute erst angekommen, schönes neue Jahr.

« Letzte Änderung: 03. Januar 2019, 18:18:22 von Versagender »