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Autor Thema: Umfrage mündliche Verhandlung vor dem BVerfG am 15.1.2019 zu Sanktionen SGB II  (Gelesen 2754 mal)

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Offline mystik-1

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Selbstverständlich teilgenommen

Offline AFT

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Was ich bei der ganzen Diskussion und dem Engagement vermisse, ist, dass die Auswirkungen von Hartz-IV auf die Betroffenen viel größer sind. So kann ich z.B. absolut nicht nachvollziehen, warum Verbände, Vereinen oder Initiativen verschweigen, dass Hartz-IV schon dafür gesorgt hat, dass Menschen ihr Leben wegen dieses Systems verloren haben?! https://dieopferderagenda2010.wordpress.com/

Jede Auswirkung wird bis ins kleinste ausdiskutiert und in den Äther geblasen. Warum vergisst man diese Menschen in der öffentlichen Diskussion? Ich habe in keiner Stellungnahme davon gelesen. Das finde ich sehr traurig.

Offline Hartz4Zeuge

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Die Opfer stören das Bild vom angeblichen Sozialstaat

Offline Oliver

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Eine Gerichtsverhandlung ist wie Poker :

man muss ein gutes Blatt haben und / oder Blüffen
und daher ist es immer ratsam, gute und überzeugende
Arguemente vorzubringen.

Es geht um die Plausibilität des Anliegens, damit das
Gericht überzeugt wird, den Argumenten
der Verbände, Vereinen oder Initiativen zu folgen
und daher kann nicht alles angeführt werden.

Das BVerfG prüft nicht die Quantität sondern die Qualität
einer Verfassungsbeschwerde, Normenkontrollklage oder
Gerichtsvorlage.

Offline Hartz4Zeuge

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Das Urteil steht längst fest

Offline kroetenschleim

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Durch Äußerungen wie die im folgenden verlinkten Beitrag wird auf die öffentliche Meinung eingewirkt. Ich kann diesem "Experten" nicht zustimmen:

https://www.gmx.net/magazine/politik/hartz-iv-experte-interview-sanktionen-vertretbar-3353106


U.a. scheint der Typ nicht zu wissen, dass ALG-Bezieher, die in irgendwelche Maßnahmen geschickt (oder gezwungen) werden, auch aus der Alo-Statistik rausfallen - oder dieser Punkt wird vorsätzlich unterschlagen.

Offline Hexe

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Er zeigt mir ,die Seite ist nicht verfügbar.
LG Hexe
Ich erteile keine Rechtsberatung sondern gebe nur meine eigene Erfahrung weiter

Offline kroetenschleim

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Keine Ahnung, was mit dem Link los ist. - Hier ein anderer zu dem Interview mit dem "Experten":

https://web.de/magazine/politik/hartz-iv-experte-interview-sanktionen-vertretbar-33531060

Offline Ottokar

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Moritz Kuhn, Professor für Makroökonomie an der Universität Bonn, ist Hartz-IV-Experte???  :lachen:
Ich würde ja sagen: Der hat mal was darüber gelesen und davon gehört, das wars auch schon. Aber selbst das trifft laut eigenen Aussagen des Herrn Kuhn nicht zu:
Zitat
Selbst Forscherkollegen von mir sind überrascht, dass es hauptsächlich um Terminfragen geht.
...
Ich kann nur spekulieren, was Menschen bewegt, solche Termine nicht einzuhalten
...
Es könnte sein, dass einige schlicht nicht wissen, dass gleich beim ersten verpassten Termin Sanktionen drohen.
...
auch widerspricht sich dieser "Experte" wiederholt selbst:
Zitat
Wir haben in unserer Studie gezeigt, dass seit den Hartz-Reformen die Wahrscheinlichkeit aus Arbeitslosigkeit in Beschäftigung zu wechseln um mehr als 10 Prozent angestiegen ist.
...
Dass die Arbeitslosenzahlen seit 2005 gesunken sind, liegt nicht daran, dass Arbeitslose wieder in Arbeit vermittelt wurden.
Sondern es liegt zu 75 Prozent daran, dass weniger Beschäftigte in den vergangenen Jahren arbeitslos geworden sind.

Auch der Interviewer macht wiederholt widersprüchliche, ja sinnenlehnte Aussagen:
Zitat
Aber sie wirken offenbar: Das ergaben auch Studien des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung: Die Sanktionen führen dazu, dass Menschen besser in den Beruf zurückvermittelt werden, wenn man die Beschäftigungsquoten von Sanktionierten und Nicht-Sanktionierten vergleicht.
...
Nur zehn Prozent der Sanktionen werden ausgesprochen, weil ein Arbeitsloser ein Jobangebot ablehnt, in 78 Prozent der Fälle dagegen geht es um versäumte Termine beim Amt.
Wie bitte sollen Sanktionen wegen Meldeversäumnissen zu einer Erhöhung der Beschäftigungsquote führen? Das ist doch himmelschreiender Blödsinn!!

Es macht ja auch Sinn: Die Betrachtung von Sanktionen aus makroökonomischer Sicht.  :wand:
Vielleicht hätte Frau Oberhuber vorher mal im Lexikon nachlesen sollen, worum es bei der Makroökonomie geht.
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