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Autor Thema: Weiterbewilligungsantrag wurde nicht rechtzeitig bearbeitet. Was kann ich tun?  (Gelesen 3224 mal)

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Offline beryll

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Hallo,
habe grade ein paar Schwierigkeiten mit dem JobCenter.  :sad:

Ich habe am 05.12. meinen WBA beim Jobcenter abgegeben, da mein Bewilligungszeitraum am 31.12. ablief. Am 12.12. folgte ein Schreiben aus der Leistungsabteilung, da ein paar Unterlagen fehlten, die ich bis zum 27.12. Abgeben sollte. Die Unterlagen habe ich alle am 20.12. abgegeben. Seit dem habe ich nichts mehr gehört. Zuerst habe ich mir keine Sorgen gemacht, da ich schon einmal dden Bescheid erst nach erhalt der Leistungen erhalten habe. Am Montag dann jedoch die böse Überraschung, kein Geld auf dem Konto - es wurde nicht gezahlt.

Habe heute bei JobCenter in der Infothek vorgesprochen, zu meinem Pech war grade nur der neue Auszubildende verfügbar - dieser schaute kurz nach dem Bearbeitungsstatus, fragte einen anderen Angestellten irgendetwas, kam dann zurück und teilte mir mit, dass ich ja die Unterlagen sehr spät abgegeben hätte und das dann nunmal etwas länger dauert - wie lange wüsse er nicht, aber ich könne ja wenn in zwei Wochen nichts passiert sei nochmal vorsprechen. Da hätte ich schon wenigstens einen Anruf in der Leistungsabteilung erwartet..? (Meistens sind die Mitarbeiter an der Infothek recht motiviert zu helfen, deswegen auch mein leichter Ärger über den Auszubildenden)

Jetzt weiß ich nicht was ich tun soll. Muss ja meine Miete zahlen (mein Vermieter findet das ganze nämlich garnicht lustig) und auch so ist kein Geld mehr da.

Wollte morgen nochmal zur Infothek, in der Hoffung an eine*n andere*n Mitarbeiter*in zu geraten und in der Leistungsabteilung anrufen zu lassen. Wird das etwas nützen?
Habt ihr Tipps was ich da morgen sagen kann/sollte? Ich möchte mich nicht abwimmeln lassen.
Sollte ich eventuell auf einen Termin bei der Zuständigen Dame in Der Leistungsabteilung bestehen?
Wie kann ich sonst vorgehen?

Zudem steht noch eine Nachzahlung von fast 600€ im Raum.. Ich wurde im November zum 30.11. gekündigt (erst zwei Wochen vorher erfahren, da Probezeit - Ausbildung). Die Kündigung gab ich ab, aber habe natürlich trotzdem für dden Dezember nur den aufstockenden Betrag erhalten. Wunderte und ärgerte mich kaum- war ja sehr kurzfristig. Das ist nun aber auch 1 1/2 Monate her und da tut sich ebenso noch immer nichts...

Hoffe ihr könnt mir etwas weiterhelfen.
Lieben Gruß!

Offline IceTea

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Naja also das kann durchaus sein, dass deine Unterlagen noch nicht bearbeitet worden sind.

Wenn du deine Unterlagen am Do dem 20.12. im Jobcenter abgegeben hast, wurden diese am Fr. dem 21.12. aus der Post geholt und für den Versand zum Scanzentrum vorbereitet.

Weihnachten hatten auch die JC-Mitarbeiter frei.

D.h. deine Unterlagen wurden am Do dem 27.12. zum scannen abgeholt. Im Scanzentrum sind die Unterlagen am Fr. dem 28.12. eingetroffen.

Silvester und Neujahr haben auch alle gefeiert.

Gescannt wurden deine Unterlagen also am 02.01.......dann hat der Mitarbeiter der Leistungsabteilung die Unterlagen am 03.01. also heute das erste Mal auf dem Bildschirm (der E-Akte) verfügbar.

Viele Mitarbeiter haben aber auch noch den Rest dieser Woche frei, und werden evtl. nur eingeschränkt vertreten. Dazu haben die JC auch einige Tage zur Bearbeitung Zeit.

Also wenn du da jetzt aufschlägst wirst du verm. wenig positive Resonanz bekommen. Der Antrag konnte bisher tatsächlich nicht bearbeitet werden.


Offline beryll

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IceTea;
Vielen Dank für die Antwort, das klingt ja doch recht plausibel.
Ich verstehe da nur nicht ganz wieso einem eine Frist gesetzt wird mit der die rechtzeitige Bearbeitung sowieso nicht möglich wäre?

Bin da einfach sehr besorgt, grade weil eben auch die (fast) 600€ vom Dezember noch ausstehen und da ebenso nichts passiert obwohl ich schon nachgehakt habe. 
Hatte so ein Problem noch nicht, bisher wurde bei mir immer alles rechtzeitig bearbeitet und abgegeben..

Was meinst du denn wann ich da nochmal nachhaken sollte? Kann mich nicht mit dem Gedanken anfreunden einfach zwei Wochen nur zu warten (wie der Azubi dort empfohl).

Wie ist das eigentlich, würde wenn es vorher bearbeitet werden würde, das Geld überhaupt vor der Zahlung der Leistungen für den nächsten Monat bei mir eintreffen oder wird das lieber zusammengeschoben? (bloß aus spontanem Interesse)

Offline IceTea

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Ich würde diese Woche noch abwarten und Montag anrufen.
Falls es dann keine vernünftige Antwort gibt am Dienstag im JC vorsprechen.

Sobald der Antrag bearbeitet worden ist, werden die Leistungen auch angewiesen. Diese sollten dann 2-4 Tage später (je nach Bank) auf deinem Konto sein.

Die Fristen bei der Aufforderung zur Mitwirkung werden "automatisch" gesetzt. Immer 14 Tage + 3 Tage Postweg. Diese Frist lässt sich zwar auch manuell ändern, doch die meisten Sachbearbeiter verzichten darauf......

Offline beryll

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Achso, das wusste ich nicht.
Dann werde ich nächste Woche nochmal berichten wie es weiter gegangen ist..

Online coolio

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Geh zur Infotheke nochmal und lass Dir das zuständige Sozialgericht raussuchen.... und ausdrucken.
Das sollte schon erstmal wirken, zumindest wird einer dazu gerufen.
Mit anderen Worten: Einstweilige Anordnung ist möglich - die hatten seit 05.12. Zeit!
Wenn die nix arbeiten wollen, fordern sie Unterlagen bis zum Erbrechen... alt bekannt.
Anlässlich eines WBA kann ich mir kaum vorstellen, daß überhaupt welche notwendig sind - muss alles bereits in der Akte sein!
Welche wollten sie denn? Hast Du Erwerbseinkommen? Gabs Änderungen?
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Offline beryll

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coolio;

Lediglich ausdrucken lassen um Druck zu machen? Denn eine Untätigkeitsklage wäre ja erst nach Monaten möglich. Was genau hat es mit der Einstweiligen Anordnung auf sich?

Die Forderung der Unterlagen war denke ich berechtigt. Es ging um meine Kontoauszüge von August bis Oktober, Lohnabrechnungen meiner Ausbildung sowie von meinem Minijob den ich bis davor hatte und nochmal speziell die Kontoauszüge der Gehaltseingänge der Ausbildungsvergütung (letzteres denke ich um festzustellen in welchem Abrechnungsmonat das Ausbildungsgehalt auf meinem Konto einging, da mir ja jenachdem die obengenannte Nachzahlung zusteht- was sie in meinem Fall tut, da Gehalt immer am Ende des Monats einging)
Da sich durch Eigenkündigung des Minijobs zugunsten der Ausbildung, sowie der Kündigung der Ausbildung (seitens des AG) ja doch ein paar Änderungen ergeben hab find ich die Forderung garnicht abwegig, nur leider alles etwas knapp.


Online coolio

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Zitat
Lediglich ausdrucken lassen um Druck zu machen?
Genau - damit kommt das pickelige Jüngelchen womöglich das erste Mal in Kontakt - mit entsprechenden Reaktionen.
Bei der EA helfe ich Dir ggf.
Dir Forderungen klingen hier tatsächlich nach "notwendig";  das JC kann aber auch vorläufig entscheiden, bis die Unterlagen vorliegen.
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Offline beryll

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Ohje, um den Azubi zu ärgern werd ich das nicht tun  :weisnich:
Werde wohl wirklich Montag nochmal dort vorsprechen, in der Hoffnung an eine der erfahreneren Mitarbeiter*innen zu geraten. Wenn da garnichts rauskommt werde ich mir das mit der Einstweiligen Anordnung nochmal durch den Kopf gehen lassen.

Offline Fettnäpfchen

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Zitat von: beryll am 03. Januar 2019, 20:07:38
Ohje, um den Azubi zu ärgern werd ich das nicht tun
Das hat nichts mit ärgern sondern mit lernen zu tun und jeder will doch das in der Ausbildung etwas gelernt wird. Da gehört auch derr Umgang und die reaktiom der Kunden dazu.
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Offline Franzi84

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Im Jobcenter? Ist nicht dein Ernst...!?  :lachen: :lol:

Offline Fettnäpfchen

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Doch, total mein Ernst  :lol:

dass es dem Azubi von Kunde zu Personal so beigebracht wird wäre schon mal ein Schritt (falls der den Job weitermachen will) in die richtige Richtung.
für den schriftlichen Rest sind dann wir da  :zwinker:
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Offline beryll

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Danke für eure Antworten. Dann werde ich Montag nochmal mit den gedruckten Paragraphen in der Infothek vorsprechen und darauf bestehen, in der Leistungsabteilung anzurufen.. oder gar einen zeitnahen Termin zu erhalten.

Noch eine Frage am Rande, da mich das seit gestern sehr beschäftigt; Bin ich denn überhaupt noch Krankenversichert?? Ich habe Ende November die letzte Gehaltszahlung erhalten, dann für den Dezember nur den aufstockenden Betrag vom JobCenter (nachzahlung erfolgte noch nicht) und wie ihr wisst dieses Jahr noch nichts. Ich habe in den kommenden Wochen mehrere sehr wichtige Arzttermine und habe etwas Angst, dass es da Probleme gibt, weil ja auch meine Versicherungsbeiträge entsprechend nicht gezahlt wurden..

Offline MagnaCharta

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Ja, in Deutschland ist man per Gesetz zwangsversichert; solltest du mal keine Beiträge zahlen können/das Jobcenter nichts überweisen, dann bist du dennoch weiter krankenversichert weil die Krankenkasse dich nicht einfach mal eben so rauswerfen kann, baust aber so eben auf Seiten der Krankenkasse Schulden auf.

Offline beryll

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Ja, in Deutschland ist man per Gesetz zwangsversichert; solltest du mal keine Beiträge zahlen können/das Jobcenter nichts überweisen, dann bist du dennoch weiter krankenversichert weil die Krankenkasse dich nicht einfach mal eben so rauswerfen kann, baust aber so eben auf Seiten der Krankenkasse Schulden auf.

Das JobCenter wird doch dann aber entsprechende Zahlungen auch rückwirkend wieder übernehmen wenn der WBA bewilligt wurde, oder?
Wie lange macht denn eine Versicherung sowas mit? Denn ich habe schon öfter mal davon gehört, dass Personen aus der Krankenversicherung geworfen wurden.