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Autor Thema: Schulden wegen ewiger Fehlberechnungen  (Gelesen 876 mal)

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Offline miwu

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Re: Schulden wegen ewiger Fehlberechnungen
« Antwort #15 am: 10. Januar 2019, 14:01:23 »
Da er lieber sie als seine eigenen Kinder finanziell über Wasser gehalten hat wird man damit wohl kaum durchkommen, da noch eine BG zu verneinen ist quasi unmöglich.

Das hört sich aber sehr wertend an.

Mir klingt die Schilderung eher nach einer Verkettung unglücklicher Umstände. Ihre Unwissenheit wurde ausgenutzt, um die beiden zur Bedarfsgemeinschaft zu erklären und er hat vielleicht anfangs die Belastung unterschätzt und irgendwann befunden, dass die drohende Obdachlosigkeit ein größeres Übeln ist als der ausgebliebene Unterhalt. Dass das Verhalten nicht klug war, steht außer Frage. Ich sehe nicht, dass man das einem Anwalt nicht plausibel erklären kann. Wenn er nie mit ALG II zu tun hatte, ist das doch auch glaubhaft, dass er sich mit diesen Dingen nicht auskennt. Bevor ich ALG II bezog hätte ich noch nicht mal gewusst, dass es Menschen mit festem Gehalt gibt, die trotzdem aufstocken können.

Es ist nur die Frage, wer den zahlt. Aus meiner Sicht wäre ein Vorgehen gegen die Einstufung als Bedarfsgemeinschaft aus meiner Sicht die oberste Priorität.

Offline HolsderGeier

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Re: Schulden wegen ewiger Fehlberechnungen
« Antwort #16 am: 10. Januar 2019, 17:06:45 »
Nach meiner Einschätzung wird das so weiter gehen, weil die keine Lust haben, den Falschberechnungsgeröllhaufen
aufzuräumen. Ich würde mir einen Rechtsbeistand suchen, der beim Reinemachen hilft.

Offline Maunzi

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Re: Schulden wegen ewiger Fehlberechnungen
« Antwort #17 am: 12. Januar 2019, 04:20:38 »
Da er lieber sie als seine eigenen Kinder finanziell über Wasser gehalten hat wird man damit wohl kaum durchkommen, da noch eine BG zu verneinen ist quasi unmöglich.

Das hört sich aber sehr wertend an.

Mir klingt die Schilderung eher nach einer Verkettung unglücklicher Umstände. Ihre Unwissenheit wurde ausgenutzt, um die beiden zur Bedarfsgemeinschaft zu erklären und er hat vielleicht anfangs die Belastung unterschätzt und irgendwann befunden, dass die drohende Obdachlosigkeit ein größeres Übeln ist als der ausgebliebene Unterhalt. Dass das Verhalten nicht klug war, steht außer Frage. Ich sehe nicht, dass man das einem Anwalt nicht plausibel erklären kann. Wenn er nie mit ALG II zu tun hatte, ist das doch auch glaubhaft, dass er sich mit diesen Dingen nicht auskennt. Bevor ich ALG II bezog hätte ich noch nicht mal gewusst, dass es Menschen mit festem Gehalt gibt, die trotzdem aufstocken können.

Es ist nur die Frage, wer den zahlt. Aus meiner Sicht wäre ein Vorgehen gegen die Einstufung als Bedarfsgemeinschaft aus meiner Sicht die oberste Priorität.

Das war nicht wertend gemeint sondern simpel aus Sicht des Jobcenters. Sprich das wird deren Argument werden wenn man nun versucht gegen die BG vorzugehen. Das wird aber schon aus vielen anderen Gründen nix werden - zB hat er seine Unterlagen immer fein eingereicht (spricht wieder für eine BG und nicht gegen eine), hat soweit ich gelesen habe auch gemeinsam mit ihr Sachen ausgefüllt, sie sind wohl auch weit über ein Jahr in der gemeinsamen Wohnung usw... das wäre jetzt wirklich nicht sehr zielführend dagegen vorzugehen.

Hier hätte von Anfang an die: Ich bin kein BG-Mitglied und verhalte mich entsprechend (keine Unterlagen, keine Reaktion auf Anfragen des JC, keine (finanzielle) Unterstützung der Untermieterin usw) da sein müssen um da noch was zu erreichen.

Derzeit ist wohl mehr geholfen mit einer Person (Rechtsanwalt zB) die den ganzen fehlerhaften Berechnungssalat aufdröselt und für eine korrekte Berechnung sowie Nachzahlung sorgt.

Und was deine Einschätzung angeht bezüglich das er sie lieber durchfüttern / nicht obdachlos werden lassen wollte als seine Kids mit Unterhalt zu versorgen, das wäre (sollte er wirklich diese Überlegung gehabt haben) eben auch ein Eigentor. Hätte er sie rausgeworfen hätte man ihr den kompletten Regelsatz samt KDU für ne neue Wohnung / WG usw zahlen müssen und er hätte unbehelligt weiterleben können (da er sich seine Wohnung ja alleine wohl leisten kann). Dann würde er jetzt nicht mit Unterhaltsschulden dastehen und wäre auch nicht von einem Rauswurf aus seiner Wohnung bedroht.

Klingt wahrscheinlich gemein aber ist leider die Wahrheit - er hat sich da (wenn auch unwissenderweise) selbst reingeritten. Das Jobcenter auf Schadensersatz zu verklagen wird wohl weniger klappen - zumal er wie schon irgendwo erwähnt auch nur das absetzen kann an Unterhaltszahlungen was er auch wirklich geleistet hat - demnach wird hier auch bei korrekter Nachberechnung kaum genug nachbezahlt um die Schulden zu tilgen.

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Noch ein doofer Gedanke am Rand da ja jemand meinte es sei möglich den Unterhaltstitel zu ändern aufgrund der Einkommensproblematik: wie ist das eigentlich wenn er ihr gegenüber ja nicht zu Unterhalt verpflichtet ist und das quasi "freiwillig" tut (ja gezwungen durchs Jobcenter, wär aber eben durch Rauswurf zu verhindern gewesen) - bleibt dann nicht genau die selbe Summe, denn die Höhe seines Einkommens hat sich ja nicht verändert?