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Autor Thema: Aufforderung zur Kostensenkung Kdu  (Gelesen 1403 mal)

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Offline SantanaAbraxas

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Re: Aufforderung zur Kostensenkung Kdu
« Antwort #15 am: 29. Januar 2019, 22:35:50 »
https://www.haufe.de/oeffentlicher-dienst/tvoed-office-professional/sauer-sgbii-22-bedarfe-fuer-unterkunft-und-heizung-210-gesamtangemessenheitsgrenze-abs10_idesk_PI13994_HI9706329.html

"Abs. 10 Satz 1 erlaubt grundsätzlich die Festlegung einer Gesamtangemessenheitsgrenze durch den kommunalen Träger, anhand derer die Angemessenheit der derzeitigen oder zukünftigen tatsächlichen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung zu beurteilen ist. Die Gesamtangemessenheitsgrenze setzt sich aus der Grenze der Angemessenheit der Aufwendungen für die Unterkunft und denjenigen für die Heizung zusammen. Daraus folgt, dass eine Überschreitung der Angemessenheitsgrenze bei den Aufwendungen für die Unterkunft durch eine entsprechende Unterschreitung der Aufwendungen für die Heizung aufgefangen werden kann und umgekehrt. Im Ergebnis werden den Leistungsberechtigten damit mehr Gestaltungsmöglichkeiten eingeräumt."

Offline Ottokar

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Re: Aufforderung zur Kostensenkung Kdu
« Antwort #16 am: 30. Januar 2019, 12:36:35 »
Heute flatterte mir eine Kostensenkungsaufforderung ins Haus, meine Miete mit Nebenkosten sind 26,44€ zu hoch.
Die Miete + Nebenkosten hat mir der selbe SB im Juni 2017, nach Erhöhung der Nebenkosten, durchgerechnet und genehmigt.
Habe ich das richtig verstanden: das JC hat diese KdUH in 2017 als angemessen anerkannt, teilt dir aber nun mit, dass sie unangemessen wären?

Da sich die Angemessenheit der KdUH sicherlich nicht verringert hat, denn die Wohnkosten sind im allgemeinen gestiegen, müsste das JC zunächst die Frage beantworten, warum es die KdUH, die sich nicht geändert haben und die es bislang als angemessen anerkannt hat, nun plötzlich nicht mehr als angemessen anerkennt. Auf einen Irrtum kann sich das JC hier nicht berufen.
Unabhängig davon dürfte bei 26,44€/Monat eine Kostensenkung an der Wirtschaftlichkeitsberechnung scheitern, denn hier dürften schon die vom JC zu tragenden Umzugskosten die Kosteneinsparung im 12monatigen Bewilligungszeitraum deutlich übersteigen.
Außerdem wäre zu prüfen, ob die Angemessenheitskriterien überhaupt haltbar sind, denn die meisten JC rechnen sich diese "schön".
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Offline Xanthippe

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Re: Aufforderung zur Kostensenkung Kdu
« Antwort #17 am: 30. Januar 2019, 17:12:01 »
Hallo!

Schon mal vielen Dank für die vielen Antworten!

Also ich war heute Nachmittag bei der Sozialberatung der Caritas. Die gute Frau war auch etwas entsetzt und meint das kann nur eine neue Weisung von "oben" sein und der Versuch eine strengere Regelung durchzusetzen.
Meinen SB kennt sie und eigentlich ist er einer von den guten, der schnell und zügig die Anträge bearbeitet und nicht allzu streng in der Auslegung ist. Diesen Eindruck hatte ich auch immer.
Sie möchte noch den Bescheid von 2017 sehen und dann werden wir gemeinsam eine Stellungnahme aufsetzen.
Ihrer Meinung ist die Aufforderung nicht sinnvoll, da es sich nur um einen relativ kleinen Betrag handelt, davon abgesehen liegen ihrer Meinung nach die Chancen eine günstigere Wohnung zu finden bei null...
Was auch kein Wunder ist, die Angemessenheitsgrenze errechnet sich aus Daten von 2015/16.

Es ist übrigens nicht Berlin, mein Kleiner und ich wohnen in NRW und wie ich erfahren habe sind wir eine Optionskommune.

Ich werde euch auf jedenfall auf dem Laufenden halten.

LG

Offline Xanthippe

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Re: Aufforderung zur Kostensenkung Kdu
« Antwort #18 am: 13. Februar 2019, 19:17:17 »
Hallo!

Nach der Stellungnahme zu den Kdu-Kosten hatte ich heute einen Termin bei meinem SB.
Schon mal die gute Nachricht: Die Kosten werden weiterhin vollständig übernommen! :grins:

Wie ich schonmal erwähnte handelt es sich um eine Optionskommune. Und seit dem 1.1.2019 gibt es einen Kdu-Beauftragten, der sämtliche Kosten überprüft. Und mein SB musste daraufhin alle von ihm genehmigten zu hohen Kosten, zur Senkung auffordern. Dieser Beauftragte hätte mir die 26,44€ nicht genehmigt, aber in dem Schreiben an meinen SB mitgeteilt, dass es im Ermessen meines SB liegt.  :smile:
Und dieser bleibt bei seiner Genehmigung! Da ich eh im Januar 2020 mit der Umschulung fertig bin und eventuell ab Februar das JC gar nicht mehr brauche und die Angemessenheitsgrenze bis dahin sowieso angehoben wird und ich dann mit den Kosten wieder drin bin.

Ich danke nochmal allen für die schnellen Antworten!

Liebe Grüße

Xanthippe

Offline SantanaAbraxas

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Re: Aufforderung zur Kostensenkung Kdu
« Antwort #19 am: 13. Februar 2019, 19:22:54 »
 :sehrgut: