Datenschutzhinweis

Dieses Internetangebot erhebt und verarbeitet Daten gemäß Art. 6 Abs. 1 Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) um seine Dienste bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Fehler zu analysieren. Näheres dazu, welche Daten dabei zu welchem Zweck und auf welcher rechtlichen Grundlage erhoben und verarbeitet werden, wie Sie dies verhindern können und zu Ihren diesbezüglichen Rechten erhalten Sie in der Datenschutzerklärung. (Wir werden Sie in regelmäßigen Abständen daran erinnern.)

Verstanden & Schließen

Autor Thema: „Hartz IV erkennt Leistung und Fleiß viel zu wenig an“  (Gelesen 1811 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline GBK667

  • schon länger hier
  • **
  • Beiträge: 435


Ökonomen haben untersucht, wie man Hartz IV reformieren könnte. Die derzeitigen Regeln halten demnach viele Betroffene davon ab, eine Arbeit zu suchen oder länger zu arbeiten. Die FDP schlägt eine Lösung vor.

Die Diskussion über eine Reform des Hartz-IV-Systems wird inzwischen quer durch alle Parteien geführt – in der großen Koalition genauso wie in der Opposition. Die FDP beispielsweise will es für die Betroffenen lukrativer machen, eine Arbeit aufzunehmen oder in einem bestehenden Aufstockerjob länger zu arbeiten. Entsprechende Vorschläge will die Bundestagsfraktion in den kommenden Wochen ausarbeiten.

Das Münchener Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) hat jetzt im Auftrag der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung untersucht, wie die Arbeitsanreize im unteren Einkommensbereich verbessert werden können, ohne dass der Staatshaushalt zu stark zusätzlich belastet wird. Die unveröffentlichte Untersuchung liegt WELT vor. Die Wirtschaftsforscher haben ihren Modellen zwei grundsätzliche Überlegungen der FDP zugrunde gelegt: Zum einen sollen alle Sozialleistungen in einer einzigen Transferzahlung gebündelt werden, zugleich sollen die Betroffenen von zusätzlich erarbeitetem Einkommen mehr behalten können.

Die derzeitigen Regeln für Hartz-IV-Empfänger halten die Betroffenen den Ifo-Forschern zufolge vielfach davon ab, eine Arbeit zu suchen und länger zu arbeiten. Zwar blieben derzeit die ersten 100 Euro Einkommen pro Monat generell ohne Abzüge. „Darüber hinaus haben Haushalte mit Kleinstjobs aber finanziell kaum etwas davon, ihre Arbeitszeit auszuweiten und somit ihr Bruttoeinkommen zu erhöhen“, heißt es in der Untersuchung. „Diese Haushalte erhalten von einer Lohnerhöhung von 100 Euro nur 20 Euro.“ Teilweise könne der Hinzuverdienst sogar dazu führen, dass sich das Nettoeinkommen verringert.

Deshalb plädieren auch die Forscher dafür, die Hinzuverdienstregeln zu lockern. Ihre Untersuchung basiert auf einem Konzept, wonach die Betroffenen umso mehr von ihrem Einkommen behalten können, je mehr sie verdienen: Zunächst sollen die Leistungsempfänger nur zehn Prozent des zusätzlichen Einkommens behalten können; dieser Anteil soll aber mit steigendem Gehalt auf bis zu 40 Prozent klettern. Das soll es für Hartz-IV-Bezieher deutlich attraktiver machen, mehr zu arbeiten.


Die Ifo-Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass gelockerte Hinzuverdienstgrenzen für mehr Beschäftigung sorgen würden. Je nachdem wie stark die Grenzen gelockert würden, könnten dadurch zusätzliche Jobs für bis zu 290.000 Menschen entstehen, heißt es in dem Papier. Die Einkommen der betroffenen Haushalte würden steigen, zudem würden Armut und Ungleichheit gedämpft.

Finanzierbar sei die Reform außerdem: Die veränderten Hinzuverdienstregeln würden zwar teilweise Geld kosten, den Steuerzahler aber nicht über Gebühr strapazieren. Langfristig würden die neu geschaffenen Stellen und die längere Arbeitszeit sogar dafür sorgen, dass der Staat entlastet wird.

Pascal Kober, der sozialpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, sieht die Reformüberlegungen seiner Partei durch die Berechnungen bestätigt. „Hartz IV erkennt Leistung und Fleiß viel zu wenig an“, sagt der Bundestagsabgeordnete. „Die geltenden Zuverdienstgrenzen wirken demotivierend und geben wenig Anreiz, Arbeit aufzunehmen und die eigenen Kräfte mit einzubringen. Leistung muss sich aber auch für Hartz-IV-Empfänger lohnen, ihr Fleiß sich künftig mehr als bisher für sie auszahlen. Wer mehr arbeitet, erwirbt zudem Berufserfahrung und Kompetenzen und erhöht damit seine Aufstiegschancen im Arbeitsmarkt.“

Er wirbt auch für die Zusammenlegung der unterschiedlichen Transferleistungen, die die Forscher bei ihren Berechnungen zugrunde gelegt haben. Neben dem Arbeitslosengeld II, das unter Hartz IV bekannt ist, gehören dazu auch Wohngeld und Kinderzuschlag, auf die Haushalte mit niedrigem Arbeitseinkommen ein Anrecht haben. „Die Zusammenlegung von Arbeitslosengeld II, Wohngeld und Kinderzuschlag reduziert die frustrierende Rennerei von Amt zu Amt für die Betroffenen“, sagt Kober. „Bürokratie kostet den Sozialstaat Geld, das für sinnvollere Aufgaben fehlt.“


Kompletter Artikel bei: https://www.welt.de/wirtschaft/article188176537/Hartz-IV-FDP-fordert-Lockerung-der-Zuverdienstgrenzen.html



Offline Quinky

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 3569
Re: „Hartz IV erkennt Leistung und Fleiß viel zu wenig an“
« Antwort #1 am: 05. Februar 2019, 10:50:26 »
Langsam wird es lächerlich!

"Die derzeitigen Regeln halten demnach viele Betroffene davon ab, eine Arbeit zu suchen oder länger zu arbeiten"

Überall wird vom Erfolg der Vollbeschäftigung gesprochen. Allerdings sind nur ca. 60% (der Vollbeschäftigten) tatsächlich voll beschäftigt. 40% sind Teilzeit- bzw. 450€-Kräfte. Lasse ich einen Teil der arbeitenden Menschen mal heraus, der aus diversen eigenen Gründen (Krankheit, Familie, persönliche Situation) nicht Vollzeit arbeiten kann, MÜSSEN rund 10.000.000 NEUE Vollzeitarbeitsplätze geschaffen werden. Erst dann ist tatsächlich eine wirkliche Vollbeschäftigung vorhanden. Allerdings existieren diese fehlenden Vollzeitarbeitsplätze nicht, da die Arbeitgeber Teilzeit- und 450€-Kräfte wegen der Flexibilität usw. bevorzugen, je ich behaupte sogar, es ist völlig unmöglich, 10.000.000 neue Vollzeitarbeitsplätze zu schaffen.

Das sich Leistung lohnen soll, die Hinzuverdienstmöglichkeiten grundsätzlich zu ändern, das ist eine völlig andere Sache. Dieses ist auf jeden Fall zwingend erforderlich, da teilweise Mehrarbeit zu weniger netto führt, ja sogar im Extremfalle die Mehrarbeit aus dem eigenen HartzIV-Regelsatz BEZAHLT werden muss! (Falls Kosten entstehen und nur bis 400€ verdient wird, durch Grundfreibetrag).

Gruß
Ernie

Offline Planloser

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 8939
  • Intelligenz schützt vor Naivität nicht.
Re: „Hartz IV erkennt Leistung und Fleiß viel zu wenig an“
« Antwort #2 am: 06. Februar 2019, 22:27:14 »
Die FDP schlägt eine Lösung vor - irgendwie kann man ab dem Moment aufhören zu lesen. Erst aus der Regierungsverantwortung schlängeln weil außer Steuersenkung nichts zu erwarten war und jetzt irgendwelchen Unsinn erzählen. In Deutschland wurde seit 1990 nicht mehr oder weniger gearbeitet wie in 2018. Das bezeugen eindeutig auch die Statistiken.

"Die Ifo-Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass gelockerte Hinzuverdienstgrenzen für mehr Beschäftigung sorgen würden. Je nachdem wie stark die Grenzen gelockert würden, könnten dadurch zusätzliche Jobs für bis zu 290.000 Menschen entstehen, heißt es in dem Papier."

Könnten... vermutlich... oder es wird so kommen wie schon zur Einführung der Hartz Reformen: Eine Vollzeitstelle die mit 20€ /h vergütet wurde wird auf mehrere kleinere Stellen aufgesplittet dann habe ich anstatt eine Vollzeitstelle 3-4 Minijobber mit 10€ / h. Das spart Steuern und die Ausfallquote ist geringer, ui wie toll. Das führt zu gar nichts, kein Betroffenen wird geholfen dafür fallen immer mehr Menschen in die Sozialhilfe.

"Langfristig würden die neu geschaffenen Stellen und die längere Arbeitszeit sogar dafür sorgen, dass der Staat entlastet wird."

Da ist typisch FDP: Das finanziert sich von alleine. Das hat zwar noch nie funktioniert aber jetzt ganz bestimmt.

"Wer mehr arbeitet, erwirbt zudem Berufserfahrung und Kompetenzen und erhöht damit seine Aufstiegschancen im Arbeitsmarkt."

Genau, wer anstatt 2 nun 4 Stunden im Textildiscounter arbeitet hat als gelernter Fleischer natürlich unheimlich mehr Berufserfahrungen, man ist eine ungelernte Arbeitskraft und man bleibt eine ungelernte Arbeitskraft wenn man nicht in dem Beruf arbeitet in dem man ausgebildet wurde.

Sollte wirklich jemand mehr arbeiten wollen aber wegen den Zuverdienst nicht kann liegt das aus meiner Sicht eher am Abstand der Löhne und von ALG II. Es kann nicht sein das man für, wenn überhaupt, 200€ mehr im Monat 40 Stunden die Woche irgendwo arbeitet, dann ist der Lohn einfach viel zu gering. Mindestlohn und Löhne rauf anstatt weiter rumeiern, dann kann man auch von 30h/Woche schon leben. Mag sein das neue Jobs entstehen aber die durchschnittliche Wochenarbeitszeit bleibt identisch und da braucht man nicht noch mehr gering Entlohnte.
Die Arbeit verschwindet – das will kein Politiker seinen Wählern erzählen. Stattdessen hat sich die Politik drei Pseudotheorien ausgedacht, um diese Entwicklung zu erklären. Wir verlieren in unserem Land Jobs, weil die bösen Unternehmer Stellen ins Ausland verlagern. Wir haben genug Jobs, die Leute sind nur nicht richtig ausgebildet. Wir haben zu wenig Jobs, weil die Sozialabgaben zu teuer sind. Alle drei Argumente sind für Jeremy Rifkin absurd.

Offline Sheherazade

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 34349
Re: „Hartz IV erkennt Leistung und Fleiß viel zu wenig an“
« Antwort #3 am: 07. Februar 2019, 07:19:24 »
Es kann nicht sein das man für, wenn überhaupt, 200€ mehr im Monat 40 Stunden die Woche irgendwo arbeitet, dann ist der Lohn einfach viel zu gering.

Und entspricht mit Sicherheit nicht dem Mindestlohn.

200€ mehr als was, als ALGII? Bei nur 200€ Freibetrag handelt es sich um einen Bruttolohn von 600€, das ist im Leben keine 40-Stundenwoche. Dabei sollten wenigstens knapp 1600€ brutto im Monat rauskommen.
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

Online NevAda

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 8510
Re: „Hartz IV erkennt Leistung und Fleiß viel zu wenig an“
« Antwort #4 am: 07. Februar 2019, 07:22:26 »
200€ mehr als was, als ALGII?
ALG2 ist kein BGE. Wie kann es dann ein Maßstab sein?
Ich profitiere permanent unmittelbar von Menschenrechtsverletzungen.

Offline Quinky

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 3569
Re: „Hartz IV erkennt Leistung und Fleiß viel zu wenig an“
« Antwort #5 am: 07. Februar 2019, 09:40:33 »
Kleine Rechnung (gerundet):

20 Stunden-Woche zu Mindestlohn = ca. 800€ Brutto = Freibetrag 240€
40 Stunden-Woche zu Mindestlohn = ca.1600€ brutto = Freibetrag 300€

Für die 80 Stunden Mehrarbeit immerhin 60€ mehr Nettolohn (ALGII-Aufstockung und Lohn summiert), 75 Cent je Stunde ist doch eine tolle Netto-Entlohnung.

Das ganze System ist krank, da alles mit Pauschalen und Begrenzungen belegt ist (z.B. bis 1.200€ brutto gibt es einen Selbstbehalt, jeder CENT darüber wird KOMPLETT verrechnet = Leistung bestrafen). Bei 1.200€ brutto steht JEDEM, auch bei Steuerklasse I Aufstockung zu!

Gruß
Ernie

Offline blablabla

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 1012
Re: „Hartz IV erkennt Leistung und Fleiß viel zu wenig an“
« Antwort #6 am: 07. Februar 2019, 12:10:21 »
Wie wäre es, wenn man einfach den Mindestlohn als Lohnabstand zum ALG2 fordert?  :grins:
ALG2 bekommt man ja ohnehin, dazu natürlich nicht 0,75€, sondern 9,19€! Ist ja der Mindestlohn.

Das macht dann einen echten Mindestlohn von 17,63€ (9,19 + 9,19-0,75); dann klappt's auch mit der Rente.

Vielleicht werde ich in der zweiten Lebenshälfte wohlhabender Linksliberaler so wie Sara Wagenknecht. Dieser Blödsinn macht richtig Spass.  :blum:

Offline Sheherazade

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 34349
Re: „Hartz IV erkennt Leistung und Fleiß viel zu wenig an“
« Antwort #7 am: 09. Februar 2019, 12:54:58 »
Kleine Rechnung (gerundet):

20 Stunden-Woche zu Mindestlohn = ca. 800€ Brutto = Freibetrag 240€
40 Stunden-Woche zu Mindestlohn = ca.1600€ brutto = Freibetrag 300€

Für die 80 Stunden Mehrarbeit immerhin 60€ mehr Nettolohn (ALGII-Aufstockung und Lohn summiert), 75 Cent je Stunde ist doch eine tolle Netto-Entlohnung.

 :schock: Glaubst du selbst, was du das schreibst? 800€ brutto = 641€ netto, 1600€ brutto = 1178€ netto. Bei mir sind das 537€ mehr Nettolohn. Das davon "nur" 60€ mehr anrechnungsfrei sind bei ALGII ist doch ein ganz anderer Schnack, den Lohn bekommt man doch trotzdem in voller Höhe. Nur eben weniger Sozialleistungen, bzw. ein Single wird mit 1600€ brutto wohl eher nichts mehr bekommen ausser in München vielleicht.
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

Offline Quinky

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 3569
Re: „Hartz IV erkennt Leistung und Fleiß viel zu wenig an“
« Antwort #8 am: 09. Februar 2019, 14:13:47 »
Das muss man wohl zusammensehen, was am Ende des Monats an Geld zur Verfügung steht.
Bei 1.600€ brutto und 1.178€ netto gehe ich mit Dir conform, jedoch das außer in München ein Single kein ALGII bekommt, das nicht, DENN
1178€ netto sind 878€ anrechenbares Einkommen.
Praktisch in ganz NRW, außer vielleicht in absolut ländlichen Gebieten, steht einem Single bei solchem Lohn ALGII zu.
Hier in meiner Stadt, 25.000 Einwohner, also beileibe keine Großstadt oder München sind bei 50qm incl. Heizkosten 520€ Mietkosten als angemessen veranlagt.
520€ Miete plus 424€ Regelsatz = 944€, somit steht  dem Single ALGII zu.
Wohnt dieser Single dann in ländlichen Gebieten, sinkt zwar die Angemessenheit, jedoch durch Fahrtkosten und KFZ-Kosten steigt der Freibetrag, sodass das anrechenbare Einkommen wiederum unter dem ALGII-Satz liegt.

Es mag zwar Gegenden in Deutschland geben, in denen bei 1.178€ netto kein ALGII zusteht, das jedoch zu verallgemeinern, das lediglich vielleicht nur in München ALGII zusteht, ist nicht richtig.
Sieht man bereits den Durchschnittswert vom ALGII-Anspruch eines Singles in ganz Deutschland = 824€, so ist völlig klar, das viele bei einem solchen Einkommen von 1.178€ (878€ anrechenbares Einkommen) ALGII-Anspruch haben.

Ernie

Offline Greywolf08

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 2526
Re: „Hartz IV erkennt Leistung und Fleiß viel zu wenig an“
« Antwort #9 am: 09. Februar 2019, 14:46:30 »
... Sieht man bereits den Durchschnittswert vom ALGII-Anspruch eines Singles in ganz Deutschland = 824€, so ist völlig klar, das viele bei einem solchen Einkommen von 1.178€ (878€ anrechenbares Einkommen) ALGII-Anspruch haben. ..
Nö, in erster Linie Wohngeld und nicht AlgII.
Jedes Mal, wenn man mir sagt, ich wäre nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin überaus erleichtert.
"Wir alle tragen eine Bestie in uns. Sie unterscheidet sich nur in ihrem Ausmaß, nicht in ihrer Art." ~ Douglas Preston

Offline Anne-Suvi

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 6646
Re: „Hartz IV erkennt Leistung und Fleiß viel zu wenig an“
« Antwort #10 am: 09. Februar 2019, 14:55:02 »
Wohngeld ist extrem niedrig. Bei Alg 2 kommt immer mehr raus. Jedenfalls war das immer so, wenn ich das für mich ausgerechnet hatte.
Ick wunder mir über jarnüscht mehr.

Offline Sheherazade

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 34349
Re: „Hartz IV erkennt Leistung und Fleiß viel zu wenig an“
« Antwort #11 am: 10. Februar 2019, 09:23:58 »
Sieht man bereits den Durchschnittswert vom ALGII-Anspruch eines Singles in ganz Deutschland = 824€, so ist völlig klar, das viele bei einem solchen Einkommen von 1.178€ (878€ anrechenbares Einkommen) ALGII-Anspruch haben.

Aha. Der Durchschnitt liegt unter 878€, deshalb bekommen bei dir dann "viele" doch noch ALGII.

Zitat von: Quinky am 09. Februar 2019, 14:13:47
Es mag zwar Gegenden in Deutschland geben, in denen bei 1.178€ netto kein ALGII zusteht, das jedoch zu verallgemeinern, das lediglich vielleicht nur in München ALGII zusteht, ist nicht richtig.

Wer hat damit angefangen? Vielleicht hätte ich noch alle Großstädte (im Süden) Deutschlands aufzählen sollen?

Wie schon geschrieben wurde, so einige (um nicht viele zu schreiben) hätten erstmal vorrangig Wohngeld zu beantragen.
Zum Beispiel bei dir
Zitat von: Quinky am 09. Februar 2019, 14:13:47
Hier in meiner Stadt, 25.000 Einwohner, also beileibe keine Großstadt oder München sind bei 50qm incl. Heizkosten 520€ Mietkosten als angemessen veranlagt.
520€ Miete plus 424€ Regelsatz = 944€

Und bei uns (angemessene Warmmiete für einen Single 380€) sowie in vielen Orten in Niedersachsen.
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)