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Autor Thema: So will Nahles den Sozialstaat verändern  (Gelesen 4759 mal)

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Offline Atalante

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Re: So will Nahles den Sozialstaat verändern
« Antwort #15 am: 12. Februar 2019, 11:23:07 »
Wird doch eh nichts draus, weil "der Koalitionspartner nicht mitzieht"...so kann man sich elegant aus der Affäre ziehen, aber Hauptsache, den Menschen vor den Wahlen wieder Sand in die Augen gestreut, ganz ernsthaft, wer auf immer dieselben leeren Worthülsen reinfällt und diese Parte DESWEGEN wählt, dem ist nimmer zu helfen.

MfG
-_-

Offline Hexe

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Re: So will Nahles den Sozialstaat verändern
« Antwort #16 am: 12. Februar 2019, 11:49:48 »
Dazu Harald Thome Zitat

Harald Thomé
3 Std. ·

Da hat Stefan Sell absolut Recht. Die sog. "Sozialstaatesreform" ist weiterhin Hartz IV, halt in Version 2.0. Substanziell wird wenig geändert. Eine Sozialstaatesreform sieht anders aus.

Dann müssten wir über folgende Punkte reden:
+ Längeres Arbeitslosengeld, nicht nur für ab 50 oder sogar 55 Jährige
+ menschenwürdige Exiszenzsicherung durch
- höhere Regelleistungen
- Neuregelungen zu KdU
- Abschaffung der Sanktionen
- Wiedereinführung von einmaligen Leistungen
+ tatsächliche Förderung, Qualifizierung, Weiterbildung, Aufgabe des Leistungsausschlusses von § 7 Abs. 5 SGB II
+ Reduktion von Minijobs
+ Einführung eines Stopps für Befristung bei arbeitsverhältnissen
+ Befristung von Zeitarbeit, max. 3 Monate
+ bedarfsdeckende und menschenwürdige Alterssicherung
........
Denke, auch Tacheles wird dazu eine Stellungnahme erarbeiten.
(bin grade krank, daher nur begrenzt arbeitsfähig)
Sozialwissenschaftler: Für viele Arbeitslose ändert sich nichts
LG Hexe
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Offline Ausgeharzt

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Re: So will Nahles den Sozialstaat verändern
« Antwort #17 am: 12. Februar 2019, 14:46:26 »
Wird doch eh nichts draus, weil "der Koalitionspartner nicht mitzieht"...so kann man sich elegant aus der Affäre ziehen, aber Hauptsache, den Menschen vor den Wahlen wieder Sand in die Augen gestreut, ganz ernsthaft, wer auf immer dieselben leeren Worthülsen reinfällt und diese Parte DESWEGEN wählt, dem ist nimmer zu helfen.

MfG


Ich sag nur "Kopfnoten" in Sachsen, um brave Lohnsklaven heranzuziehen. Trotzdem ein Schüler dagegen erfolgreich geklagt hat, hält die CDU daran fest.
Das ist so schlimm, dass sich ein Schüler noch nicht einmal gegen Intrigen durch Mitschüler wehren kann, weil dann im Betragen schnell eine schlechte Zensur aufgedrückt wird.
Und die Kopfnoten gibt es bereits schon vor den Zeugnissen, so dass viele Schüler tagelang Angst haben.
Zweimal Hausaufgaben vergessen und im Fleiß gibt es eine 4.

Die Argumente von Politik und Wirtschaft für den Erhalt der Kopfnoten sind einfach  :no:
Das sind alles schon von klein auf die Vorbereitungen, damit der Deutsche still hält.

Mit anderen Worten müssen überall tiefgreifende Veränderungen her, will man das System der Armut, Ausbeutung und Angst durchbrechen!

Es kann doch nicht sein, dass eine handvoll Bonzen ganz Deutschland terrorisiert!

Online Orakel

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Re: So will Nahles den Sozialstaat verändern
« Antwort #18 am: 12. Februar 2019, 15:46:42 »
Mit anderen Worten müssen überall tiefgreifende Veränderungen her, will man das System der Armut, Ausbeutung und Angst durchbrechen!

Genau! Die Kopfnoten bei Hartz IV müssen weg; nicht nur in Sachsen!
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Offline The Witch

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Re: So will Nahles den Sozialstaat verändern
« Antwort #19 am: 12. Februar 2019, 17:30:16 »
Meine Güte - endlich sagt mir mal jemand, warum ich immer noch brave Lohnsklavin bin und nicht von Sozialleistungen lebe: Lag nur an den Kopfnoten, die ich in den sechziger Jahren wie Generationen von Schülern vor und nach meiner erhalten habe. Und ich hatte noch nicht mal Angst davor!

Offline lea

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Re: So will Nahles den Sozialstaat verändern
« Antwort #20 am: 12. Februar 2019, 23:09:52 »
Also das mit den Kopfnoten könnte man doch eigentlich erweitern auf Politiker, z.B. in Umfragen die dann veröffentlicht werden.

Meine Kopfnoten damals in der Schule waren. Fleiß, Mitarbeit, Ordnung und Betragen.
Müsste man hier etwas modifizieren für Politiker;
spontan fällt mir ein z.B.: Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit, Fach- und Sachkompetenz...

Und warum nicht auch "Satisfaktion" Umfragen und Bewertungen für Jobcenter und deren SB´s?
Viele Unternehmen haben Umfragen (Survay´s) installiert um ihre Kunden nach ihrer Zufriedenheit zu fragen oder um Feedback zu bitten um auf Basis der Auswertungen und Ergebnisse die Qualität des Kundenservices zu verbessern und Prozesse zu optimieren.

Neben den allgemein gehaltenen Umfragen gibt es auch die fallbezogenen Anfragen auf Feedback beim Kunden.
Die Ergebnisse fließen dann in die Leistungs- (bzw. Performance) Beurteilung des jeweiligen Mit- oder Sachbearbeiters ein.

Warum wird dieses tolle Leistungs- und Qualitätswerkzeug den KUNDEN der Jobcenter vorenthalten?
Ich denke viele JC Kunden würden gerne über ihr Feedback mithelfen, die Qualität der Arbeit der JC zu verbessern.

Offline Hexe

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Re: So will Nahles den Sozialstaat verändern
« Antwort #21 am: 12. Februar 2019, 23:29:33 »
Zitat von: lea am 12. Februar 2019, 23:09:52
Ich denke viele JC Kunden würden gerne über ihr Feedback mithelfen, die Qualität der Arbeit der JC zu verbessern.

Noten und Bewertung für JC gibt es schon.
Neue Namen machen noch keine Änderung aus – Die Sozialstaatsreform 2025 der SPD
LG Hexe
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Offline coolio

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Re: So will Nahles den Sozialstaat verändern
« Antwort #22 am: 12. Februar 2019, 23:55:14 »
Zitat
die Qualität der Arbeit der JC zu verbessern.
träum weiter...
"Wir sind doch schon die besten" bzw. "Steht doch auf dem Schild am Eingang, daß wir unfehlbar sind, daher haben wir mittelbar auch Teile des Gewaltmonopols inne"
 :lachen:
Gegen Hybris hilft auch keine "Mitwirkung"
Εν οίδα οτι ουδέν οίδα (Sokrates) alias: Scio nescire - zu deutsch: null Ahnung
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I'm with intelligents - hopefully!

Offline lea

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Re: So will Nahles den Sozialstaat verändern
« Antwort #23 am: 13. Februar 2019, 00:10:22 »
@coolio
Nein, ich träum das nicht; mir schon klar, dass es sowas nicht geben wird.
War also eher ironisch oder satirisch gemeint  :zwinker:

Offline Der Friese

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Re: So will Nahles den Sozialstaat verändern
« Antwort #24 am: 13. Februar 2019, 01:01:30 »
 :wand:

[gelöscht durch Administrator wegen Erreichen der Speicherfrist]

Offline crazy

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Re: So will Nahles den Sozialstaat verändern
« Antwort #25 am: 13. Februar 2019, 08:51:47 »
Das Wort "Bürgergeld" soll wohl einfach nur verwirren- darunter stellt man sich etwas anderes vor als nur die Fortführung des ALG 2.
Zuständigkeiten verschlanken? Fängt schon an damit, dass man Anfangs tatsächlich versucht hat ALG 2 als Gesamtpaket zu berechnen- dem stand dann jedoch die Kostenträgerzuständigkeit im Wege- Bund,Land,Gemeinde, jeder muss seinen Teil daran zahlen und abrechnen und davon wird man auf gar keinen Fall abrücken!

Nehmt endlich das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens auf und Schluss mit den ABM Maßnahmen in den Behörden. Brauchen wir nicht, die Mitarbeiter die jetzt Akten schubsen in JC, Wohngeldstelle und Co werden an anderer Stelle viel mehr gebraucht.

Schauen wir man zu den Nachbarn- dort gibt es schon ewig die Grundrente, für alle gleich. Verlässlich und berechenbar. Und dann kommt da wieder einer um die Ecke und meint- dann würden manche bevorteilt. Na und? Dafür bekommt aber jeder sicher einen festen Betrag um den er nicht betteln muss. Eine Art Grundrente gibt es bereits, für die Gutverdiener, denn ihre Beitragshöhe und damit die daraus zu erwartende Rente wird begrenzt durch die Beitragsbemessungsgrenze.
Das derzeitige System ist ebenfalls ungerecht. Nehmen wir nur mal die Ehepaare- arbeitet Frauchen nicht oder nur auf 450 Euro Basis ist sie im Alter Arm und auf das Wohlwollen des Ehemannes weiter angewiesen. Geht sie jedoch arbeiten und hat eine eigene kleine Rente erwirtschaftet so wird ihr die Witwenrente gekürzt oder gar gestrichen und bei lebendem Ehegatten geht ihre Rente für die Steuern drauf....
Beamte gibt es doch kaum noch, die werden nach und nach in vielen Bereichen abgeschafft durch Privatisierung des Staatseigentums und Lehrer sind oft ebenfalls nur noch angestellt mit Zeitvertrag.  Beamte werden auch nicht besser gestellt als andere- sie haben genau so eine geringe Rentenerwartung und müssen sich in den unteren Einkommensgruppierungen genau so große Sorgen machen wie sie ihre Krankenversicherung und ihre anderen Verpflichtungen als Pensionär noch bezahlen können.
Es ist ebenfalls ungerecht hat man 25 Jahre für die Kinder geschuftet und meint jetzt geht es endlich mal für mich los- nö dann zahlt man das was man sonst für die Kiddies verbraucht hat einfach ans Finanzamt weiter- ändert sich also nichts und es bleibt wieder nichts über um endlich auch mal für sich etwas tun zu können.
Und ich kotz ab wenn man auf der einen Seite vom Fachkräftemangel spricht und es müssen so und so viele Menschen jährlich zuwandern auf der anderen Seite jedoch nicht schafft die vielen Menschen die hier aus aller Herrenländer da sind in Arbeit zu bringen, meist aus irgendwelchen Bürokratischen Gründen...Die Autobauer melden tausende Arbeitsplätze werden vernichtet durch die Umstellung auf E-Motoren, die auch nicht besser sind als die Verbrennungsmotoren nur dass die Verbrennung zentral stattfindet um den Strom zu erzeugen- aber es fehlen überall Arbeiter???? Was denn nun?
Auch staatlich subventionierte Arbeitsplätze sind Nonsens- die Arbeitgeber verlassen sich doch mittlerweile darauf, dass der AN von seinem Lohn nicht leben kann und den Rest bekommt er über ALG 2....

Offline Greywolf08

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Re: So will Nahles den Sozialstaat verändern
« Antwort #26 am: 14. Februar 2019, 08:35:45 »
Hab ich doch gerade nebenbei einen Satzfetzen im TV gehört: "... eine strengere Prüfung der Bedürftigkeit."
Da schoss mir doch so ein ganz böser Gedanke durch den Kopf.
Könnte es sein, das die einen (SPD) nach Lockerungen plärren, nur um in Wirklichkeit Verschlimmerungen zu erreichen?
Perfide Taktik - aber wirkungsvoll.
Jedes Mal, wenn man mir sagt, ich wäre nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin überaus erleichtert.
"Wir alle tragen eine Bestie in uns. Sie unterscheidet sich nur in ihrem Ausmaß, nicht in ihrer Art." ~ Douglas Preston

Offline Maxvorstadt

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Re: So will Nahles den Sozialstaat verändern
« Antwort #27 am: 14. Februar 2019, 16:39:53 »
Lockerungen im Sinne der SBs, also mehr Rechte für die, damit sie noch perfekter Ankläger, Richter und Henker in einer Person sein können!!!
International anerkannte Definition von Sklaverei= Sklaverei ist wenn Menschen unter Androhung körperlicher oder wirtschaftlicher Strafen zu Arbeiten gezwungen werden die sie nicht tun wollen !!
Religion macht sehr schnell abhängig: Fangen Sie erst gar nicht damit an!!
Wir werden Menschen sein. Wir werden es sein, oder die Welt wird dem Erdboden gleichgemacht bei unserem Versuch, es zu werden.

Offline red1765

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Re: So will Nahles den Sozialstaat verändern
« Antwort #28 am: 14. Februar 2019, 16:46:28 »
Könnte es sein, das die einen (SPD) nach Lockerungen plärren, nur um in Wirklichkeit Verschlimmerungen zu erreichen?
Perfide Taktik - aber wirkungsvoll.

Hast du was anderes erwartet?
Ist doch immer so dass die den Himmel auf Erden versprechen und wir dann in der Hölle landen.
„I have an important message for all people from the whole world in this bus. I want to say welcome. Welcome to Germany, welcome to my country. Have a nice day.“ Busfahrer aus Erlangen

Offline götzb

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Re: So will Nahles den Sozialstaat verändern
« Antwort #29 am: 14. Februar 2019, 19:01:17 »
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-02/kai-whittaker-hartz-iv-arbeitsmarkt-cdu

Zitat
Nach dem Papier, das ZEIT ONLINE vorliegt, sollen "Personen, die das 40. Lebensjahr nicht vollendet haben (...), eine Berufsausbildung in Angriff nehmen" müssen.

Macht Sinn.....  :grins: jetzt nicht nur Gelder in Zwangsmaßnahmen zu stecken, sondern auch in Zwangsfortbildungen...
Und da letzteres von der Kostensituation viel intensiver ist, kann man schon mal mehr Dozenten buchen.
Und wenn der zur Fortbildung verpflichtete U40er dann seine IHK Prüfung vor die Wand fährt, kann man gleich die nächste Fortbildung auftragen.
- denn der Mensch muss lebenslang lernen.....also bis 40..

Und ja mehr Betreuung...das ist doch das erste wo der große Jubel unter den Kunden ausbricht.
Ich meine das JC sollte Dominas einstellen, da wäre zumindest der Sinn dahinter, der jede Seite befriedigen könnte.

Der Halb Engländer ist schon in der Vergangenheit aufgefallen, das er sogar von der CDU kaltgestellt wurde.
U.a. war H.IV ihm noch zu sanftmütig...so ich lesen konnte. Der PurschMann der voll Erfahrung glänzt, und ein ganzes Arbeitsleben hinter sich hat.
Arbeit bekämpfen, Automatisierung fördern ! Das evangelische Arbeitsethos ist das Grundübel dieser Gesellschaft.

Jobcenter und Bundesagentur sind Institutionen die diese Gesellschaft genau so benötigt, wie schlimme Krankheiten.