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Autor Thema: Wie gegen übergriffigen/grenzüberschreitenden Sachbearbeiter vorgehen?  (Gelesen 4704 mal)

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Offline Balindys

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Am 14.01. hatte ich einen Termin beim Sachbearbeiter, der sofort eine EGV mit Ziel Termin beim ärztlichen Dienst abschließen wollte.
Zu diesem Termin habe ich meine Familienhilfe als Beistand mitgenommen. Diese hatte, im guten Glauben an die Menschheit, ihre Visitenkarte rüber gereicht und ihre Funktion mir gegenüber angedeutet.
Schon bei diesem Termin entglitt dem Sachbearbeiter seine Freundlichkeit, als ich die EGV nicht vor Ort unterschrieben habe, sondern zur Prüfung mitgenommen habe.

Die EGV sowie den Gesundheitsbogen und Schweigepflichtsentbindung habe ich erstmal liegen lassen und gar nichts gemacht. Nun rief mich der Typ heute vormittag auf dem Handy an
(muss dringend die Nummer löschen lassen) und fragte, wo die Unterlagen blieben. Ich habe ihm höflich erklärt, dass die EGV, so wie sie ist, ungültig ist, ganz zu schweigen davon,
dass ja Zweifel an meiner Erwebsfähigkeit bestehen und daher ohnehin keine EGV abgeschlossen werden kann.

Ich teilte ihm weiter mit, dass ich gerne einen Termin für den ärtzlichen Dienst wahrnehmen werde und ich dem Termin postialisch entgegen sehe. Auf sein Drängen,
ich müsse ihm die restlichen Unterlagen einreichen, verwies ich abermals auf den ärztlichen Dienst und dass ich die Unterlagen nur direkt dahin senden werde und er keinen Anspruch darauf hätte.

Als Reaktion drohte er mit einem Verwaltungsakt, was mich unbeeindruckt liess und als er das merkte, sagte er folgendes:
"Frau Xxxx, Sie sind ja auch viel im Internet unterwegs, zumindest posten Sie so einiges..."

An dieser Stelle unterbrach ich ihn und fragte, wie er darauf käme, worauf er meinte, man würde ja so einiges finden. Nach meinem Wissensstand ist es den Mitarbeitern des Jobcenters untersagt,
Informationen im Internet über die Kunden zu sammeln. Im Grunde kann er mich auch nur auf Facebook beobachtet haben, denn woanders bin ich nicht so aktiv bzw sind geschlossenere Kreise.

Nach einem schreienden "Sie kriegen einen Verwaltungsakt und dann sehen wir uns vor Gericht!!1!11" seinerseits war das Gespräch dann beendet.

Kurz darauf rief mich meine Familienhilfe an, sie hatte bereits gestern einen Anruf von dem Typen auf ihrem Dienst-AB. Ich habe die Nachricht angehört und auch als Sprachdatei gesichert
(um den Inhalt schriftlich konkret festhalten zu können).

 
In dieser Nachricht erklärt er ihr nahezu 2 Minuten lang, dass ich die EGV und die Unterlagen noch nicht eingereicht habe und wieso weshalb und warum das alles notwendig und vor allem auch verpflichtend ist.
Natürlich dabei nicht erwähnend, warum diese EGV niemals Bestand haben wird. Nun ist meine FaHi nicht in irgendeiner Form meine Betreuerin oder gar Vormund, es gab auch nie eine Absprache oder
auch nur im Ansatz eine Andeutung, dass er mit ihr Kontakt aufnehme solle.

Ich versuche grade meine Ruhepuls deutlich zu senken, denn ich bin stocksauer über dieses mehr als unverschämte Verhalten des SB.
Das Erste, was mir einfiel, war eine Beschwerde beim Teamleiter in schriftlicher Form.

Welche Möglichkeiten habe ich noch?
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Offline Der Friese

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Der spricht mit einer nicht autorisierten dritten Person über dich? Über Dinge die nur dich und das Jobcenter angehen? Datenschutz ist wohl noch nicht so ganz bei diesem SB angekommen. Da braucht er wohl etwas Nachhilfe.  :grins:

Offline Angie69

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Ich würde das direkt dem Bfdi melden.
Zumindest nach meinen persönlichen Erfahrung schützen die Datenschutzbeauftragten ihre Behörde mehr als den Datenschutz.

Gut das deine FaHi die Aufnahme gesichert hat  :sehrgut:
„Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist. "

Offline Pixelschieberin

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  • "Verzogen"
Wende dich mit dem Bericht an den Datenschützer deines Bundeslandes.
Stelle dabei klar heraus, daß der Sachbearbeiter (SB) die Kontaktdaten deines Beistands nicht zur freien Verfügung bekommen habe,
daß die Kenntnisnahme keineswegs ein Freifahrtschein sei, willkürlich Sozialdaten mit wem auch immer - ohne dein Beisein - hinter deinem Rücken, austauschen zu dürfen.

Das Problembewußtsein von Herrn/Frau Merkbefreit (SB) gehöre nachhaltig sensibilisiert.

Du wirst zwar nur lauwarme Antworten erhalten - der Datenschützer ist auch ein Beamten-Mikado-Spieler, der es nicht sonderlich schätzt, angerüttelt zu werden - jedoch gehen ein paar Textbausteine auf höherer Ebene hin un her, was deinem SB unerfreuliche Zusatzarbeit machen wird.
Die Stellungnahmen muß er selbst verfassen.

Vergiß nicht, stets Roß und Reiter zu nennen und deine Schreiben nachweisbar abzusetzen.

Mostly harmless...
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Offline mousekiller

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Der Datenschützer des Bundeslandes ist lediglich bei Optionskommunen zuständig.

Für die Jobcenter wäre der Bundesdatenschutzbeauftragte der richtige Ansprechpartner.
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Offline Meph1977

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Hier wäre direkt ein Strafantrag gegen den Sachbearbeiter angebracht.

Einschlägige Rechtsnorm wäre §203 StGB Verletzung von Privatgeheimnissen
https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__203.html
Seid vorsichtig was ihr dem JC erzählt. Die machen aus nem französischen Rotwein eine rothaarige Französin und drehen euch noch eine BG mit der Französin an.

Offline Orakel

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Hier wäre direkt ein Strafantrag gegen den Sachbearbeiter angebracht.

Unsinn! Hier fehlt es nach den vorliegenden Informationen gleich an mehreren Tatbestandsmerkmalen!
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Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

Offline tatako

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"Frau Xxxx, Sie sind ja auch viel im Internet unterwegs, zumindest posten Sie so einiges..."

What? Dürfen die sowas?

Offline oskar

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Balindys, geht es dir ausschließlich um den Datenschutz? Denn das Verhalten des SB ist auch im allgemeinen unakzeptabel. Frag doch mal die Geschäftsleitung des Jobcenters ob der SB. Anweisung hat so zu handeln ... das bewegt manchmal was. Selbst wenn der "Leiter" es angewiesen hat, soll das doch nicht unbedingt auf ihn zurückgeführt werden. Dann tut sich intern oft so einiges.

Online Sheherazade

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"Frau Xxxx, Sie sind ja auch viel im Internet unterwegs, zumindest posten Sie so einiges..."

What? Dürfen die sowas?

Vielleicht war das ja auch nur ein Schuß ins Dunkle um eine Reaktion des Gegenübers zu bekommen, frei nach dem Motto "Der getroffene Hund bellt".
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

Offline oskar

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Re: Wie gegen übergriffigen/grenzüberschreitenden Sachbearbeiter vorgehen?
« Antwort #10 am: 08. Februar 2019, 16:29:47 »
"Frau Xxxx, Sie sind ja auch viel im Internet unterwegs, zumindest posten Sie so einiges..."

What? Dürfen die sowas?

Vielleicht war das ja auch nur ein Schuß ins Dunkle um eine Reaktion des Gegenübers zu bekommen, frei nach dem Motto "Der getroffene Hund bellt".

Aber worauf will der SB. damit hinaus?

Online Sheherazade

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Re: Wie gegen übergriffigen/grenzüberschreitenden Sachbearbeiter vorgehen?
« Antwort #11 am: 08. Februar 2019, 16:30:53 »
Wen interessiert es worauf so ein Mensch hinaus will?
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

Offline oskar

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Re: Wie gegen übergriffigen/grenzüberschreitenden Sachbearbeiter vorgehen?
« Antwort #12 am: 08. Februar 2019, 16:34:18 »
Mich würde es als Betroffener sogar sehr interessieren.

Offline tatako

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Re: Wie gegen übergriffigen/grenzüberschreitenden Sachbearbeiter vorgehen?
« Antwort #13 am: 08. Februar 2019, 16:35:55 »
Panikmache :weisnich:

Offline Orakel

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Re: Wie gegen übergriffigen/grenzüberschreitenden Sachbearbeiter vorgehen?
« Antwort #14 am: 08. Februar 2019, 16:36:46 »
@oskar, was willst du mit deinem Wissen dann anfangen?

Wer nicht will, dass er in sozialen Netzwerken erkannt wird, sollte sich überlegen, was er an Informationen preisgibt oder sich aus sozialen Netzwerken zurückziehen.
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