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Autor Thema: Nach erteilter Zusicherung zu KdU, wie geht es weiter?  (Gelesen 1277 mal)

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Offline hartzi

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Re: Nach erteilter Zusicherung zu KdU, wie geht es weiter?
« Antwort #15 am: 11. Februar 2019, 01:28:47 »
Danke nochmal für die Auflistung, die mir irgendwie entgangen oder entfallen ist, obwohl ich den Ratgeber durchging. :coffee:

Ich werde es dann jetzt so machen:
1. Mietvertrag mit großer Freude unterschreiben und ihn beim Jobcenter einreichen. Aber was ist eine Veränderungsmeldung bzgl. der neuen KdU? Die Änderungen kennt das JC doch schon durch Wohnungsangebot, Mietvertrag und seiner eigenen Zusicherung.
2. Kaution als Darlehen beantragen und was sich jetzt schon beantragen lässt.
3. Antrag auf Erstausstattung stellen (in den letzten beiden Mietverträgen zurück bis 2008 sind die Einbauküchen vermerkt - die reiche ich in Kopie mit ein).
4. Weitere Umzugs- und Wohnungsbeschaffungskosten erst beantragen, wenn Belege existieren, also größtenteils direkt nach dem Umzug.

Ist das so richtig?  :scratch:

Die noch aktuelle Mieterin meiner neuen Wohnung will entweder die Küche und den Kleiderschrank jeweils zu Einzelpreisen oder ihr komplettes Inventar für einen Gesamtbetrag unter 300 € verkaufen.

"Kaufvertrag / Übernahmevereinbarung/Ablösung schriftlich hilft." - wie ist das gemeint? :weisnich:

Zur doppelten Mietbelastung:
Meine gesundheitlichen Probleme gab ich bereits an, als ich die Zusicherung für die Wohnung beantragte, die ich ja glücklicherweise auch bekam.
Ein Attest würde ich wohl nicht kriegen. Obwohl ich seit März letzten Jahres unter durchgehender Heiserkeit (bis hin zu manchmal völligem Stimmverlust) und immer wiederkehrendem starken Reizhusten leide, was alles begann, während ich im Rahmen meiner Hauswoche den Hausflur reinigte, fanden zwei von mir aufgesuchte HNO-Ärzte keine Anzeichen einer Erkrankung. Der zweite hat mir mit seinem Glotzomaten sogar sehr engagiert und gewissenhaft durch den Rachen bist fast in die Lungen geglubscht und mir versichert, dass alles in Ordnung sei. Das fühlt und hört sich leider ganz anders an. Ein Attest kann ich also ausschließen. Aber wie gesagt ist es dem Jobcenter bekannt und möglicherweise von diesem durch die Zusicherung schon anerkannt (?).

Allerdings hat das JC schon in seinem Vordruck für den Antrag bezüglich der Zusicherung der Wohnung kategorisch abgelehnt, eine doppelte Mietbelastung zu übernehmen.
Ich habe die Seite aus dem Formular angehängt und zitiere den entsprechenden Satz aus dem drittletzten Absatz (nicht das vom JC grün markierte):

"Eventuell anfallende doppelte Mietzahlungen können grundsätzlich nicht vom Jobcenter übernommen werden!:schock:

[gelöscht durch Administrator wegen Erreichen der Speicherfrist]
Gruß, hartzi :schock:

Online coolio

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Re: Nach erteilter Zusicherung zu KdU, wie geht es weiter?
« Antwort #16 am: 11. Februar 2019, 01:36:07 »
Und wovon träumen die nachts?  :wand:
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Optionskommune mit lokaler Rechtsauslegung?
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Du leistest für die Einbauküche eine Ablöse?
Die ist gemeint (Dein Punkt 3).

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Online SantanaAbraxas

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Re: Nach erteilter Zusicherung zu KdU, wie geht es weiter?
« Antwort #17 am: 11. Februar 2019, 01:37:58 »
Zu 4. - Umzugskosten sind ebenfalls vorher zu beantragen.

Offline Maunzi

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Re: Nach erteilter Zusicherung zu KdU, wie geht es weiter?
« Antwort #18 am: 11. Februar 2019, 01:39:24 »
Zitat von: hartzi am 11. Februar 2019, 01:28:47
4. Weitere Umzugs- und Wohnungsbeschaffungskosten erst beantragen, wenn Belege existieren, also größtenteils direkt nach dem Umzug.
Von welchen Kosten sprichst du hier? Üblicherweise beantragst du erst und kriegst dann je nach dem was davon übernommen werden kann / übernommen wird entsprechend was ausbezahlt. Andersrum gibt es Schwierigkeiten, zumal du nie sicher bist ob du die Kosten komplett oder anteilig erstattet bekommst -> Kostenrisiko.

Online SantanaAbraxas

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Re: Nach erteilter Zusicherung zu KdU, wie geht es weiter?
« Antwort #19 am: 11. Februar 2019, 01:43:36 »
Zu 1. - Die neue Miete ist doch als KdU erst ab Unterzeichnung des Mietvertrags relevant, also ist die Veränderung anzuzeigen.

Online coolio

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Re: Nach erteilter Zusicherung zu KdU, wie geht es weiter?
« Antwort #20 am: 11. Februar 2019, 01:44:27 »
"Anfallende Kosen für x,y,z, werden vorsorglich bereits  jetzt mit beantragt und ggf. erst nach Rechnungslegung mir gegenüber beziffert (§22 / §24 SGB II i.V.m. §65 SGB I Abs. 1)"
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Offline hartzi

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Re: Nach erteilter Zusicherung zu KdU, wie geht es weiter?
« Antwort #21 am: 11. Februar 2019, 02:31:54 »
Ist das alles ein komplizierter Mist.
Genau deswegen bin ich froh, Euch fragen zu können und Antworten zu kassieren.  :sehrgut:

Ich mach es nun so:
Ich unterschreibe den Mietvertrag (der dem Jobcenter übrigens bereits noch nicht unterschrieben vorliegt) und reiche ihn ein.
Für den Rest setze ich Schreiben auf und stelle sie vor dem Abliefern hier in den Thread, in der Hoffnung, dass Ihr mir dann entweder die Schulter klopft oder mich verkloppt und dann Verbesserungshinweise gebt. 

Von der ominösen Veränderungsmitteilung träume ich heute nacht sicher.
Ach, eine Frage bleibt vorab noch offen:
Macht es trotz des Hinweises im zuletzt angehängten Schreiben Sinn, die Übernahme der doppelten Mietbelastung zu beantragen oder ist das eher aussichtslos?  :scratch:

edit: Danke, coolio, für Deinen tollen Satz, den ich genau so übernehmen werde.  :sehrgut:
Gruß, hartzi :schock:

Offline Maunzi

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Re: Nach erteilter Zusicherung zu KdU, wie geht es weiter?
« Antwort #22 am: 11. Februar 2019, 02:36:49 »
Die "ominöse" Veränderungsmitteilung ist auch nicht mehr und nicht weniger als ein lapidares Schreiben in dem drin steht was sich ändert und ab wann^^ Nix wovon du träumen musst :)

Beantrage es - wenn die Ablehnung eintrudelt kann man wenigstens versuchen gegen vorzugehen. Ohne Antrag hast du bereits jetzt verloren.

Online SantanaAbraxas

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Re: Nach erteilter Zusicherung zu KdU, wie geht es weiter?
« Antwort #23 am: 11. Februar 2019, 02:41:26 »
Wieso "ominöse Veränderungsmitteilung" - du teilst doch deine neue Anschrift mit (mit oder ohne Formular VÄM) und reichst die Kopie des unterschriebenen Mietvertrags ein. Dass dem JC der neue MV ohne Unterschrift vorliegt, ist doch unerheblich, da nicht rechtsgültig und somit nicht leistungsrelevant.  :smile:

Offline hartzi

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Re: Nach erteilter Zusicherung zu KdU, wie geht es weiter?
« Antwort #24 am: 11. Februar 2019, 04:06:45 »
Jetzt hab ichs begriffen. :grins:
Und die doppelte Mietbelastung?
Ach, ich beantrage sie einfach. Mal sehen, was passiert.  :cool:
Gruß, hartzi :schock:

Offline Maunzi

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Re: Nach erteilter Zusicherung zu KdU, wie geht es weiter?
« Antwort #25 am: 11. Februar 2019, 06:46:42 »
Zitat von: hartzi am 11. Februar 2019, 04:06:45
Und die doppelte Mietbelastung?
Darauf hatte ich ansich hiermit geantwortet:
Zitat von: Maunzi am 11. Februar 2019, 02:36:49
Beantrage es - wenn die Ablehnung eintrudelt kann man wenigstens versuchen gegen vorzugehen. Ohne Antrag hast du bereits jetzt verloren.

Offline hartzi

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Re: Nach erteilter Zusicherung zu KdU, wie geht es weiter?
« Antwort #26 am: 26. Februar 2019, 22:16:32 »
So habe ich es nun getan.
Ich habe letzte Woche den von beiden Seiten unterschriebenen Mietvertrag eingereicht, die Veränderung mitgeteilt :grins: und zwei weitere Anträge mit beigefügt: den Antrag auf Übernahme der Mietkaution als Darlehen und den Antrag, die doppelte Mietbelastung zu übernehmen mit der nicht erfundenen Begründung, dass ich die neue Wohnung nicht bekommen hätte, wenn ich die Kündigungsfrist der alten eingehalten hätte. Ausserdem verwies ich in beiden Anträgen als (zusätzliche) Begründungen auf meinen Antrag auf Zustimmung zur Wohnung, der mir die Zusicherung des Jobcenters einbrachte.

Außerdem kündigte ich mit folgendem Satz weitere Anträge an:

"Weitere Anträge bezüglich Umzugskosten, Wohnungsbeschaffungskosten, etc. werde ich in Kürze einreichen."

Kann man das so machen?

Bisher gab es noch keine Reaktion. Wielange kann das dauern, bevor ich nachhaken sollte?
Meine neue Sachbearbeiterin drängte mich beim letzten Termin, Schriftliches nur noch per E-Mail einzureichen. Das wäre am sichersten. Papierform kann beim Jobcenter verschwinden oder das Jobcenter könnte behaupten, es sei nicht angekommen. Ich betonte, dass ich Wichtiges immer persönlich mit Zeugen in den JC-Briefkasten stecke, woraufhin sie meinte, die Umschläge könnten ja leer oder der Inhalt unbeschriftet sein. Darum solle ich nur per E-Mail mit dem JC korrespondieren.  :suspect:  :schock:
Ich hätte wohl fragen sollen, wie sie es mit ihrem Gewissen vereinbaren kann, für eine Behörde zu arbeiten, die sie selbst als korrupt und betrügerisch ansieht oder darstellt.  :grins:


Du leistest für die Einbauküche eine Ablöse

In meiner vorigen Wohnung gab es eine komplette Einbauküche der Mietsache, in der aktuellen eine Einbauküche, die ebenfalls zur Mietsache gehört, allerdings ohne Elektrogeräte. Den Herd und den Kühlschrank kaufte ich dem Vormieter für geringes Geld ab. Allerdings sind beides Einbaugeräte. In der neuen Wohnung gibt es aber nur normale Küschenschränke, keine Einbauschränke. Also sind die beiden alten Einbaugeräte für mich nutzlos.
Dass sämtliche Schränke und Geräte der vorigen und sämtliche Schränke der jetzigen Wohnung zur Mietsache gehör(t)en, steht in beiden Mietverträgen. Im aktuellen exklusive Geräte. Das sind die beiden Einbaugeräte.
Grund genug zur Übernahme oder Ablöse ihrer Küche als Erstausstattung hätte ich also unter Vorlage der beiden alten Mietverträge, oder?

Morgen treffe ich mich mit der Vormieterin um zu sehen, was ich von ihrem Inventar übernehme. Die Küche brauche ich auf jeden Fall.
- Ist es (bezogen auf das Zitat) ein Unterschied, ob ich Erstausstattung normal kaufe oder ob ich das Inventar der Vormieterin ablöse?
- Wie sollte ich das am besten beantragen?
- Erst beantragen, dann kaufen?


Und noch eine Frage zu den Umzugskosten:
Es heisst ja immer, man muss 3 Kostenvoranschläge vorlegen.
Reichen als solche auch ausgedruckte Internetangebote?
Zum Beispiel: http://www.autovermietung-harms.de/lkw-vermietung-braunschweig.html
Ich liebäugele mit dem Sonntagstarif für LKW LB1 (z.B. Sprinter).
Den bräuchte ich jedoch an 2 Sonntagen, weil ich nur einen Helfer zum Tragen habe.
Ich ziehe also selber ohne Unternehmen mit 3 privaten Helfern um, von denen einer beim Tragen hilft und die anderen beiden beim Renovieren der Wohnungen (können beide nicht tragen).

Der Sprinter würde also zweimal 50 Euro, sprich 100 Euro kosten (das Jobcenter schrieb in der Wohnungszustimmung, ich dürfe nur einmal einen Wagen mieten).
Hinzu kommen Spritkosten und zusätzliche KM-Gebühren, weil die 100 inklusiven KM pro Sonntag nicht reichen werden.
Dazu kommen noch diverse zusätzliche Fahrten mit einem privaten PKW, der einem Helfer gehört (Spritkosten).
Dann müssen die 3 Helfer noch verköstigt werden. :scratch:

Wie sind die Erfolgsaussichten und wie sollte ich das am besten beantragen?

Viel Text, viele Fragen, wie immer.  :schaem:
Gruß, hartzi :schock: