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Autor Thema: 18 Jährige wird abgelehnt weil sich nicht aus Wohnung abmeldet bitte um Hilfe  (Gelesen 714 mal)

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Offline Bananenschale1987

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Guten Tag

Ich bin neu hier und suche Hilfe für eine Bekannte.
Ich versuche es kurz und dennoch Verständlich zu halten.

18 jähriges Mädchen geht mit 17 aus der Schule raus und arbeitet ein knappes Jahr im angestellten Verhältnis.
Innerhalb diesen Jahres zieht sie in ein WG Zimmer. Eltern sind nicht mehr da.

Nach knapp einem Jahr zieht die Firma um und somit kommt die Kündigung. Das war im Juni 2018!

Mädchen mittellos und beantragt zunächste ALG 1. Ablehnung da noch kein Jahr vollständig.

Danach geht sie zum Jobcenter im Ort und beantragt ALG 2 nach einigen Wochen ablehnung weil nicht zuständig und wird zur U25 Stelle geschickt.

Da beginnt jetzt das Dilema. Anfang September 2018 beantragt sie dort wieder ALG 2 und bringt alle erforderlichen Unterlagen. Es wurden immer wieder erneut unterlagen gefordert. Dann kam ein kurzer stillstand und dann hieß es die Sachbearbeiterin wäre nicht mehr dort und ihr wurde ein neuer zugeteilt.

Bei ihm hatte sie dann einen Termin und er gibt ihr einen neuen ALG 2 antrag und verlangt alles komplett neu im November 2018.

Zuvor gab es keine ablehnung noch sonst etwas.


Seit diesem erneuten Antrag bekommt sie alle 2 wochen Post oder auch mal einen Termin indem Sie erneut unterlagen erbringen soll teils doppelt.

Nach jedem Termin wurde gesagt ich brauche nur noch dies und jenes und dann könnte abschließend entschieden werden.

Nachdem sie wirklich alles geschickt hatte tat sich erstmal wieder nichts. Sie ging zu ihrem SB und sagte ihm das die WG ihr wegen ihrer Nichtbezahlten Miete im Naken hänge. Verständlich.

Nun kommt die krönung. Sie solle sich abmelden und dann könnte man es abschließend bearbeiten. Sie würde ja aufgrund mehrerer nicht bezahlten mieten eh die Kündigung bekommen.
Das tat sie nicht und bekam darauf ihn eine Ablehnung wegen fehlender Mitwirkung letzte Woche.
Das einzige was sie seit juni letzten Jahres bekam waren einmal 100 euro in Bar und einmal 100 euro als Gutschein. Diese 200 euro wollen die nun wieder haben.
Sie ist nicht krankenversichert und absolut mittellos. Sie ist natürlich sehr jung und hat eben keine ahnung und hat sich immer wieder vertrösten lassen.

Ich möchte ihr helfen und möchte widerspruch einlegen und beschwerde einreichen.

Könnt ihr mir ein paar tips geben wie ich das aufsetze oder paragraphen einsetze.

Lieben Gruß

Online coolio

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Zitat
Sie solle sich abmelden und dann könnte man es abschließend bearbeiten
Wovon / wozu abmelden?
Sammel mal Dokumente, scannen oder fotografieren und hier anonymissiert einstellen
---------
Zunächst erstmal
Zitat
eine Ablehnung wegen fehlender Mitwirkung letzte Woche.
Wo geschieht dieses SB Theater?

Leistungspflicht des Leistungsträgers
(hier sind auch die Sätze mit "STGB" offensichtlich relevant.)
« Letzte Änderung: 16. April 2019, 06:04:40 von coolio »
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Offline Bananenschale1987

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Ich vermute er wollte sie einfach los werden. Sobald sie sich abgemeldet hätte wären dieses Jobcenter nicht mehr zuständig gewesen.

Begründung für die Abmeldung sie würde höchstwahrscheinlich eh die Kündigung bekommen da mieten offen sind. Aber sie bleibt sie so oder so schuldig.

Das ist in Köln. Die u25 stelle ist in köln mülheim. Ich bin bei der Arbeit und kann später die dateien hoch laden. Ich hab die ganzen unterlagen bei mir zur Zeit.

Meine frage ist auch noch. Sie hatte bereits im September dort einen antrag gestellt und der neue sachbearbeiter forderte alles neu im November. Das geht doch auch nicht oder?

Offline Sheherazade

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Eltern sind nicht mehr da.

"Nicht mehr da" bedeutet was?
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Online coolio

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Hauptsache man hat alles nachweislich - also auch den ersten Antrag (Stempel, Eingangsbestätigung, Zeugen, mindestens aber genaue Angaben)
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Online SantanaAbraxas

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Zitat von: Bananenschale1987 am 16. April 2019, 05:42:56
Nach knapp einem Jahr zieht die Firma um und somit kommt die Kündigung. Das war im Juni 2018!

Mädchen mittellos und beantragt zunächste ALG 1. Ablehnung da noch kein Jahr vollständig.

Danach geht sie zum Jobcenter im Ort und beantragt ALG 2 nach einigen Wochen ablehnung weil nicht zuständig und wird zur U25 Stelle geschickt.
...

https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_10/__28.html
§ 28 SGB X  Wiederholte Antragstellung

"Hat ein Leistungsberechtigter von der Stellung eines Antrages auf eine Sozialleistung abgesehen, weil ein Anspruch auf eine andere Sozialleistung geltend gemacht worden ist, und wird diese Leistung versagt oder ist sie zu erstatten, wirkt der nunmehr nachgeholte Antrag bis zu einem Jahr zurück, wenn er innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf des Monats gestellt ist, in dem die Ablehnung oder Erstattung der anderen Leistung bindend geworden ist. Satz 1 gilt auch dann, wenn der rechtzeitige Antrag auf eine andere Leistung aus Unkenntnis über deren Anspruchsvoraussetzung unterlassen wurde und die zweite Leistung gegenüber der ersten Leistung, wenn diese erbracht worden wäre, nachrangig gewesen wäre."

Offline Bananenschale1987

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Die Eltern leben nicht mehr.
Und aus der jetzigen Wohnung soll sie sich abmelden.

Also hab schon mal ein paar nützliche Infos bekommen.
Ich hatte jetzt vor erstmal widerspruch einzulegen und eine Beschwerde gegen den Mitarbeiter einzulegen.
Ist doch zu Anfang jetzt erstmal der richtige Weg oder?

Online Angie69

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Ich würde einen Eilantrag bei Gericht stellen.

Aber besser erst alle Unterlagen hier einstellen dann können die die sich richtig gut auskennen konkret helfen.
„Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist. "

Offline Sheherazade

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Die Eltern leben nicht mehr.


Bezieht sie Waisenrente, hat sie sich ausbildungssuchend gemeldet, sich um das Kindergeld gekümmert?
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