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Autor Thema: Gekündigter Mitarbeiter soll als Leiharbeiter zurück auf seine Stelle  (Gelesen 4540 mal)

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Offline Hexe

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Nach elf Jahren kündigte ein bayerischer Autozulieferer einem Mitarbeiter, weil es angeblich zu wenig Arbeit  für ihn gebe. Die Agentur für Arbeit schickt ihn wenige Wochen später als Leiharbeiter genau in die Firma, die ihn eben erst entlassen hat. "Ich soll mich quasi selbst ersetzen, allerdings für weniger Lohn", sagt der Betroffene.

Arbeitsamt schickt gekündigten Mann auf alte Stelle zurück

LG Hexe
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Offline coolio

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Re: Gekündigter Mitarbeiter soll als Leiharbeiter zurück auf seine Stelle
« Antwort #1 am: 28. Februar 2019, 20:52:06 »
Gibts auch einen Cabrio- bzw. Schiebdachkapitalismus?
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Offline Planloser

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"Linke will das Angebot nicht annehmen. Würde er das aber tun, dann spart das Unternehmen durch diesen Schachzug nicht nur beim Gehalt und den Sozialleistungen für Linke. Bei vermittelten Arbeitern zahlt die Agentur für Arbeit zusätzlich Subventionen für die Beschäftigung."

Müsste man den Herrn Linke dann nicht eigentlich sanktionieren weil er sich der neuen Arbeitsstelle verweigert? Fälle wie diese passierte schon zuvor tausende Male, warum das jetzt in den Medien plötzlich aufgeschäumt wird ist mir unklar - es schien doch eher das dies Normalität sein soll.
Die Arbeit verschwindet – das will kein Politiker seinen Wählern erzählen. Stattdessen hat sich die Politik drei Pseudotheorien ausgedacht, um diese Entwicklung zu erklären. Wir verlieren in unserem Land Jobs, weil die bösen Unternehmer Stellen ins Ausland verlagern. Wir haben genug Jobs, die Leute sind nur nicht richtig ausgebildet. Wir haben zu wenig Jobs, weil die Sozialabgaben zu teuer sind. Alle drei Argumente sind für Jeremy Rifkin absurd.

Offline Kraftreiniger

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Fälle wie diese passierte schon zuvor tausende Male, warum das jetzt in den Medien plötzlich aufgeschäumt wird ist mir unklar - es schien doch eher das dies Normalität sein soll.

Soweit sind wir ganz sicher und Gott sei Dank noch nicht!
Das ist wichtig wenn sowas passiert, dass es in die Medien kommt und der Shitstorm über das Unternehmen wütet. Sonst könnte es wirklich zum Normalfall werden

Offline coolio

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Der Leiharbeiter wird doch viel teurer - nur er selbst bekommt weniger...
Webasto war mal ein sauberer Laden - hab da mal Studentenpraktikum gemacht (Planegg/München)
Aber die BA musste ja unbedingt den Arbeitsmarkt mittels ZAF und EEJ zerstören..... :teuflisch:
Auch ein Auftrag!
Oder nur einfache Korruption wie in den vielgescholtenen südeuropäischen Staaten?

Da kann Geld fliessen ohne Ende, nur beim Wertschöpfer kommt leider, leider weniger an.
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Offline Planloser

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Sicher? Viele Großunternehmen haben eine Zeitarbeitsfirma gegründet die nur für das eigene Unternehmen tätig ist, das Stammpersonal wurde eingedampft und sehr häufig über die Zeitarbeitsfirma wieder eingestellt wenn die sich beworben haben, das läuft doch schon seit 10 Jahren so. Das war damals doch der große Skandal.  :scratch:

https://www.wiwo.de/unternehmen/zeitarbeit-konzerninterne-zeitarbeitsfirmen-sorgen-fuer-streit/5593778.html

Ich erinnere da nur ungern dran.

Zitat von: coolio am 03. März 2019, 03:21:53
Der Leiharbeiter wird doch viel teurer - nur er selbst bekommt weniger...

Ja und nein, kommt darauf an. Wir haben einige Leiharbeiter die teurer und einige die billiger als die Stammbelegschaft sind. Das erstaunliche ist hingegen in großen Firmen problematische Arbeiter loszuwerden die das ganze Team belasten. Den Fall hatten wir, am Ende ging es doch über einen (nicht ganz billigen) Aufhebungsvertrag zog sich aber auch über ein Jahr hin, am Ende hat der Betriebsrat Druck in der Chefetage gemacht damit der endlich gehen muss. Bei einer ZAF kann man den Vertrag einfach auslaufen lassen oder kündigen, ein Grund aber auch das Zeitarbeiter mehr bekommen sollten als die Stammbelegschaft, die Ungewissheit muss sich finanziell niederschlagen und nicht auch noch bestraft werden.

Aber überall ist es das gleiche Bild: ZA bekommen weniger ausgezahlt als FA, das ist nicht fair. Damit wird Druck auf die FA gelegt und dann kommt der Betrieb erst recht zum erliegen.
Die Arbeit verschwindet – das will kein Politiker seinen Wählern erzählen. Stattdessen hat sich die Politik drei Pseudotheorien ausgedacht, um diese Entwicklung zu erklären. Wir verlieren in unserem Land Jobs, weil die bösen Unternehmer Stellen ins Ausland verlagern. Wir haben genug Jobs, die Leute sind nur nicht richtig ausgebildet. Wir haben zu wenig Jobs, weil die Sozialabgaben zu teuer sind. Alle drei Argumente sind für Jeremy Rifkin absurd.

Offline Fettnäpfchen

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Zitat von: Kraftreiniger am 03. März 2019, 03:17:50
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:lachen: der war gut  :lol:
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Zitat von: Kraftreiniger am 03. März 2019, 03:17:50
Soweit sind wir ganz sicher und Gott sei Dank noch nicht!
:lachen: der war gut  :lol:
Hast Du schon oft davon gehört, dass FESTE gekündigt werden und als Leihis wieder eingestellt???
Ich profitiere permanent unmittelbar von Menschenrechtsverletzungen.

Offline Kraftreiniger

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Und das Ganze im selben Unternehmen, für die selbe Stelle.
Und dann auch noch bei vorheriger Kündigung mit der Begründung das keine Arbeit da wäre.

Das wäre ein gefundenes Fressen für ne schöne Klage.

Offline Planloser

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Zitat von: Kraftreiniger am 03. März 2019, 14:23:53
Das wäre ein gefundenes Fressen für ne schöne Klage.

Für wenn denn? Ein gekündigter Mitarbeiter kann 3 Wochen nach Eingang der Kündigung Klage einreichen, macht er es nicht ist die Kündigung wirksam auch wenn sich danach der Grund als falsch herausstellt. Das gilt auch bei "Verstoß gegen die guten Sitten oder Treu und Glauben" [Quelle]
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Offline Anne-Suvi

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Zitat von: Planloser am 03. März 2019, 10:39:24
Damit wird Druck auf die FA gelegt

Nee. Die lachen sich schlapp über die Leiharbeiter, die die gleiche Arbeit für weniger Geld machen. Hab ich echt so erlebt.

Offline Planloser

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Klingt eher nach einem schlechten Betriebsklima  :nea:
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Offline Anne-Suvi

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Nee, eigentlich nicht. Eine von den Festangestellten hatte eine von uns Leiharbeitern nach dem Stundenlohn gefragt. Hätte die mich gefragt, hätte ich das gar nicht gesagt. Aber die eine hat das gesagt und dann hatten sie alle Spass, daß wir so doof sind usw.  :no: Am Ende haben wir uns aber alle wieder vertragen.

Offline Planloser

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Zitat von: Anne-Suvi am 03. März 2019, 21:09:01
Aber die eine hat das gesagt und dann hatten sie alle Spass, daß wir so doof sind usw.

Solche Äußerungen kommen bei uns nicht, also Gehälter kennen wir alle untereinander, da gibt es nix zu lachen. Verstehe die Geheimniskrämerei über das Gehalt sowieso nicht, es hat vielen geholfen eher höhere Löhne durchzusetzen da Sie wussten wo Sie ungefähr bei einer Verhandlung ansetzen konnten. Wir arbeiten ja nicht aus Spaß, wir verkaufen unsere Lebenszeit.
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Offline Anne-Suvi

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Bei einer Leihbude war es uns verboten untereinander über das Geld zu reden. Da hat sich natürlich keiner dran gehalten. Eine, die weniger hatte, ist hin und hat sich beschwert und hat dann auch mehr gekriegt. Also echt. Leiharbeit.... die ganze Branche, sonne Vera***. Ich mache das nie wieder!