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Autor Thema: Vater und Kind wollen Leistungen beziehen. Getrennt lebende Mutter bezieht KG.  (Gelesen 4286 mal)

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Offline Jarbas1958

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Moin.

Kind (14) zieht zum Vater, der im HartzIV-Leistungsbezug steht.
Mutter hat Arbeit (Mindestlohn) und bezieht das Kindergeld.
Was passiert mit dem Kindergeld?
Wird es auf den zukünftigen Regelsatz des Kindes angerechnet?
Für eine Unterhaltsforderung reicht der Verdienst der Mutter nicht.

Online Sheherazade

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Der Vater wird das Kindergeld beantragen müssen sobald das Kind bei ihm wohnt, dann wird es auf den Bedarf des Kindes angerechnet. Insofern die Mutter nicht leistungsfähig ist für Kindesunterhalt, wird der Vater auch noch Unterhaltsvorschussgeld beantragen müssen, welches ebenfalls auf den Bedarf des Kindes angerechnet wird.
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

Meine Grundrechte sind weder bedroht noch eingeschränkt. Aber ich fühle mich bedroht von Beschränkten und Rechten.

Offline Lachsangler

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Unterhaltsvoschuss ....Voraussetzungen ...hier nachlesen!!!

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/familienleistungen/unterhaltsvorschuss/unterhaltsvorschuss/73558

...und nicht vergessen: Mehrbedarf für Alleinerziehend beantragen (ca. 152,- € mtl.!)
„Wie Du kommst gegangen, so Du wirst empfangen“.
J.W. von Goethe.

Offline Jarbas1958

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Moin.

Der Vater wird das Kindergeld beantragen müssen sobald das Kind bei ihm wohnt
Muss er das? Darf Mutter nicht anspruchsberechtigt bleiben?  :cool:

Offline Lachsangler

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Zitat von: Jarbas1958 am 11. März 2019, 12:38:05
Muss er das?

Nein, müssen muss er nix, aber es wird bei der Leistungsberechnung der Vater/Kind - BG trotzdem leistungsmindernd berücksichtigt.
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Online Sheherazade

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Muss er das?

Ja.

Zitat
Darf Mutter nicht anspruchsberechtigt bleiben? 

Ist sie dann nicht mehr. Über kurz oder lang gibt das dann Theater mit der Familienkasse.

Mehr Infos hier

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Offline Jarbas1958

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...leistungsmindernd berücksichtigt...
Danke für die prompte Antwort.
Aber was bedeutet das?
Sicher suchen die drei Beteiligten so gut wie möglich "dazustehen".


Online Sheherazade

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Sicher suchen die drei Beteiligten so gut wie möglich "dazustehen".

Das geht ganz sicher nicht, indem die Mutter dem Kind das Kindergeld und den Unterhalt vorenthält.
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Offline Jarbas1958

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Über kurz oder lang gibt das dann Theater mit der Familienkasse.
Bedeutet: Rückforderung!?

Online Sheherazade

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Ja. Lies dir bitte den von mir eingefügten Link durch, klapp bitte unten auch die Reiter bei den diversen Fragen auf.
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

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Offline Jarbas1958

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@all

Danke! :ok: Aber irgendwie... :wand:

Offline jpebles

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...und nicht vergessen: Mehrbedarf für Alleinerziehend beantragen (ca. 152,- € mtl.!)

Das Kind ist 14!!!! also keine 152,-€ sondern ca. 50,-€...



Zitat repariert. LG Elsi
« Letzte Änderung: 13. März 2019, 12:18:38 von Elsi »

Offline Ottokar

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Der Anspruch auf Kindergeld setzt voraus, dass das Kind im Haushalt des Elternteils lebt (§ 2 BKGG).
D.h. wenn das Kind nunmehr beim Vater statt der Mutter lebt, hat der Vater Anspruch auf Kindergeld und der Anspruch der Mutter entfällt mit dem Wechsel des Wohnsitzes des Kindes, der im Übrigen auch unverzüglich der Familienkasse gemeldet werden muss (§ 60 SGB I).
Kindergeld, das die Mutter nach dem Umzug des Kindes zum Vater noch erhalten und nicht nachweislich an das Kind/Vater weitergeleitet hat, muss die Mutter der Familienkasse erstatten.
Das Kind hat mit dem Betreuungswechsel Anspruch auf Barunterhalt von der Mutter (Leistungsfähigkeit vorausgesetzt, ansonsten muss vom Vater Unterhaltsvorschuss beantragt werden). Dieser Anspruch geht gemäß § 33 SGB II an das JC über, wenn der Unterhalt nicht gezahlt wird.
Der Vater hat Anspruch auf Mehrbedarf wegen Alleinerziehung nach § 21 Abs. 3 SGB II.
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Für eine verbindliche Rechtsberatung und -vertretung suchen Sie bitte einen Anwalt auf.


Offline Hartzer_Käse

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Moin.

Kind (14) zieht zum Vater, der im HartzIV-Leistungsbezug steht.
Mutter hat Arbeit (Mindestlohn) und bezieht das Kindergeld.
Was passiert mit dem Kindergeld?
Wird es auf den zukünftigen Regelsatz des Kindes angerechnet?
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Ganz konkret gesagt ruiniert sich die Mutter in dem Fall. Von den beschriebenen Fakten her bekommt der Vater dann das Kindergeld, der Vater kann auch Unterhaltsvorschuss beantragen. Die Mutter häuft somit Monat für Monat schulden an, sofern sie den Unterhalt nicht selbst tragen kann. Ein Teufelskreis.

Offline jpebles

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Vielleicht wäre es angebracht hier mal aufzuhören, den Fragesteller (oder soll ich besser sagen FRAGESTELLERIN) zu beraten
- falls es noch niemand gemerkt hat, worum es hier eigentlich geht....

Übrigens liebe Fragestellerin: das Kind wird ja nicht grundlos zum Vater ziehen, wie soll dieser dann von seinem ohnehin schon knappen Geld das Kind auch noch ernähren? Dass ihm in diesem Fall die bereits gennannten Leistungen im vollen Umfang zustehen sollte doch jedem normalen Menschen plausibel "einleuchten". Oder möchte die Mama tatsächlich, dass ihr eigenes Kind am Hungertuch nagt?  :no: Und die Mama kann bei ihrem knappen Gehalt ja auch für sich aufstockende Leistungen beim JC "anmelden", falls der Lohn tatsächlich so knapp sein sollte...

Tschüss...