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Autor Thema: "Einmalige Einnahme" kann nicht auf 6 Monate verteilt werden  (Gelesen 4915 mal)

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Offline MeinBenutzernameistlang01

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Hallo,´
ich habe eine Nachzahlung für meine Nachtzuschläge erhalten, die dazu führen, dass ich für einen Monat aus dem Leistungsbezug fallen würde.
Obwohl Nachtzuschläge zu den laufenden Einnahmen gehören, die regelmäßig auszuzahlen sind, befürchte ich, dass man diese mir als Nachzahlung auslegt und die Summe nun auf 6 Monate verteilt anrechnen wird.
Allerdings führt das dazu, dass ich dadurch in einem anderen Monat, wo ich nicht aus dem Bezug falle, raus fallen würde.
Eine Verschiebung auf den nächsten Monat würde auch nicht funktionieren, weil ich dort wieder eine Nachzahlung der Nachtzuschläge erhalten habe und ebenfalls aus dem Bezug fallen würde.

2 Fragen:

1. Werden mir die Nachtzuschläge (kumulierte Summe von fast 6 Monaten), als einmalige Einnahme angerechnet? Oder gelten die trotzdem als "laufende" Einnahmen? Mein Arbeitgeber hat erst deutlich später angefangen, diese monatlich auszuzahlen, vorher wurden sie in Stunden umgerechnet und dann an einem Stichtag ausgezahlt.

2. Eine Verteilung auf 6 Monate ist nicht möglich, da ich im 6. Monat dann aus dem Leistungsbezug fallen würde, im 7. Monat erhalte ich wieder eine Nachzahlung, sodass ich auch dort wieder aus dem Bezug fallen würde. Wie wird das gehandhabt? Kann die Summe überhaupt auf 6 Monate verteilt werden? Oder darf sie dann nur im zufließenden Monat angerechnet werden und ist dann im Folgemonat Vermögen?


Zur Info: Ich habe für den Zeitraum schon einen Aufhebungsbescheid erhalten und man hat die einmalige Einnahme auf 6 Monate verteilt. Dabei liegen Monat 5 und 6 bereits im nächsten Bewilligungszeitraum, welcher noch nicht bearbeitet wurde.
Gegen diese Anrechnung habe ich Widerspruch eingelegt, weil es sich um die (Nachzahlung)-Nachtzuschläge handelt, für mich trotz allem keine einmaligen Einnahme.
Auch weil ich nicht bereit bin, dass man mir mein ganzes verdientes Geld abschöpft.
Wozu sollte ich extra Mehr- oder Nachtarbeiten, mich bemühen, wenn es sich nicht lohnt und der Gesetzgeber mich dann, obwohl ich aus dem Bezug fallen würde, mich im System gefangen hält. Für mich auch ein Widerspruch gegen die ausformulierten Ziele des SGB II.

Vielen Dank.

Online Sheherazade

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Re: "Einmalige Einnahme" kann nicht auf 6 Monate verteilt werden
« Antwort #1 am: 12. März 2019, 04:46:21 »
Wie wird das gehandhabt?

Du wirst wohl für den nächsten Bewilligungszeitraum keinen Anspruch mehr auf ALGII haben, du bist somit nicht mehr gefangen im System.
Prävention ist keine Hysterie, Ignoranz kein Mut.

Vergesst die Achse des Bösen, es ist die Achse des Blöden, die uns das Genick brechen wird.

Offline Ottokar

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Re: "Einmalige Einnahme" kann nicht auf 6 Monate verteilt werden
« Antwort #2 am: 12. März 2019, 12:24:38 »
Zitat von: MeinBenutzernameistlang01 am 11. März 2019, 23:22:07
Werden mir die Nachtzuschläge (kumulierte Summe von fast 6 Monaten), als einmalige Einnahme angerechnet?
Lt. § 11 Abs. 3 SGB II gehört diese Nachzahlung zu den einmaligen Einnahmen.
Dafür kannst du dich bei deinem AG "bedanken", der die Nachtzuschläge rechtswidrig nicht im Folgemonat abgerechnet und gezahlt hat.

Zitat von: MeinBenutzernameistlang01 am 11. März 2019, 23:22:07
2. Eine Verteilung auf 6 Monate ist nicht möglich, da ich im 6. Monat dann aus dem Leistungsbezug fallen würde, im 7. Monat erhalte ich wieder eine Nachzahlung, sodass ich auch dort wieder aus dem Bezug fallen würde. Wie wird das gehandhabt?
Die Nachzahlung wird auf 6 Monate verteilt. Entfällt in einem oder mehreren davon der ALG II Anspruch, ändert das nichts am Verteilzeitraum.

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Offline MeinBenutzernameistlang01

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Re: "Einmalige Einnahme" kann nicht auf 6 Monate verteilt werden
« Antwort #3 am: 13. März 2019, 13:37:54 »
Wie wird das gehandhabt?

Du wirst wohl für den nächsten Bewilligungszeitraum keinen Anspruch mehr auf ALGII haben, du bist somit nicht mehr gefangen im System.

Die beiden Zeiträume sind schon abgeschlossen.
Ich bin derzeit kein Leistungsempfänger.
Da ich im 6. Monat aus dem Bezug falle und im 7. Monat wieder sehr hohe "einmalige" Einnahmen habe, wird das noch interessant, ob sie mich dann einfach wieder im System drin sehen, um Geld abzuschöpfen.



@Ottokar

Der AG hat vermutlich nicht rechtswidrig gehandelt, er hat jeden Monat meine Nachtzuschläge dem Stundenkonto gut geschrieben und diese dann an einem Stichtag ausgezahlt. Mittlerweile zahlt er es monatlich aus.

Eine Frage hätte ich noch, wenn ich im besagten Monat trotz gleichmäßiger Verteilung der Einnahme aus dem Bezug fallen würde, kann das dann trotzdem noch "verteilt" werden?

Online Sheherazade

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Re: "Einmalige Einnahme" kann nicht auf 6 Monate verteilt werden
« Antwort #4 am: 13. März 2019, 13:50:11 »
Die beiden Zeiträume sind schon abgeschlossen.
Ich bin derzeit kein Leistungsempfänger.

Dann verstehe ich deine Fragen nicht. Ohne Leistungsbezug keine Aufrechnung.
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Vergesst die Achse des Bösen, es ist die Achse des Blöden, die uns das Genick brechen wird.

Offline MeinBenutzernameistlang01

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Re: "Einmalige Einnahme" kann nicht auf 6 Monate verteilt werden
« Antwort #5 am: 13. März 2019, 13:59:52 »
Die beiden Zeiträume sind schon abgeschlossen.
Ich bin derzeit kein Leistungsempfänger.

Dann verstehe ich deine Fragen nicht. Ohne Leistungsbezug keine Aufrechnung.

Es geht um Rückforderungen des JobCenters.
Beim ersten Zeitraum läuft gerade Widerspruch.
Der zweite wurde vom JC bis heute nicht bearbeitet.

Offline Ottokar

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Re: "Einmalige Einnahme" kann nicht auf 6 Monate verteilt werden
« Antwort #6 am: 14. März 2019, 09:02:58 »
Der AG hat vermutlich nicht rechtswidrig gehandelt, er hat jeden Monat meine Nachtzuschläge dem Stundenkonto gut geschrieben und diese dann an einem Stichtag ausgezahlt. Mittlerweile zahlt er es monatlich aus.
Doch, hat er, denn es ist nicht zulässig, ja gar nicht möglich, Nachtzuschläge einem Arbeitszeitkonto gutzuschreiben.
Nachtzuschläge sind eine steuerfreie Zusatzvergütung und keine Arbeitszeit, die über ein Arbeitszeitkonto abgerechnet werden kann.
Nachtzuschläge sind also zusammen mit dem regulären Lohn monatlich auszuzahlen.

Zitat von: MeinBenutzernameistlang01 am 13. März 2019, 13:37:54
Eine Frage hätte ich noch, wenn ich im besagten Monat trotz gleichmäßiger Verteilung der Einnahme aus dem Bezug fallen würde, kann das dann trotzdem noch "verteilt" werden?
ja
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