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Autor Thema: 3 (Mini)jobs: PKV oder GKV?  (Gelesen 881 mal)

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Offline Sheherazade

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Re: 3 (Mini)jobs: PKV oder GKV?
« Antwort #15 am: 15. März 2019, 12:45:10 »
War ich jetzt gemeint mit der Einschränkung hinsichtlich des Alters?

Zitat
Der Wunsch nach Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung wird im Alter wegen der dann immer höher werdenden Beiträge immer stärker. Denn plötzlich wäre eine gesetzliche Krankenversicherung günstiger. In der Praxis wird Betroffenen daher gern empfohlen, eine angestellte Tätigkeit aufzunehmen. Liegt das Gehalt unterhalb der Versicherungspflichtgrenze, wird dadurch grundsätzlich der Weg zurück in die gesetzliche Krankenversicherung eröffnet:

    Es darf sich dabei nicht um eine geringfügige Beschäftigung handeln.
    Das Gehalt muss unterhalb der Versicherungspflichtgrenze liegen.

Diese beiden Voraussetzungen sind leicht nachzuvollziehen, da es sich dabei um die üblichen Voraussetzungen einer gesetzlichen Krankenversicherungspflicht handelt. Es gibt jedoch noch weitere Einschränkungen, die in der Beratungspraxis unbedingt zu beachten sind. Liegen diese vor, ist die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung auch bei Aufnahme einer angestellten Tätigkeit unterhalb der Versicherungspflichtgrenze ausgeschlossen:

    In der Vergangenheit ist auf die Versicherungspflicht verzichtet worden.
    Die/der Betreffende hat das 55. Lebensjahr vollendet.
und
Zitat
Haben die Betreffenden aber das 55. Lebensjahr vollendet, ist eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung grundsätzlich nur möglich, wenn die betroffene Person innerhalb der letzten fünf Jahre davor gesetzlich krankenversichert war. Bestand also in den letzten fünf Jahren für mindestens einen Tag eine gesetzliche Krankenversicherungspflicht, bleibt auch nach Vollendung des 55. Lebensjahres die Krankenversicherungspflicht bestehen, so dass dadurch der Weg in die gesetzliche Krankenversicherung eröffnet ist.

Quelle
Der Heiligenschein mancher Leute ist nichts anderes als eine Notbeleuchtung. (Ernst Ferstl)
Auf Veränderungen zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten. (unbekannt)

Offline Cappubär

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Re: 3 (Mini)jobs: PKV oder GKV?
« Antwort #16 am: 15. März 2019, 13:30:24 »
Also kann ich in die GKV wechseln, wenn ich mehr wie 450 Euro verdiene?

Kann oder muss ich dann in die GKV wechseln?

Müssen die 450 Euro bei einem der Jobs erzielt werden oder bei allen zusammen?

Muss ich dann selber aktiv werden, wenn absehbar ist, dass ich in einem Monat mehr wie 450 Euro einnehmen werde? Nicht, dass ich nachher noch bei der AOK zwangsversichert werde.....

Offline Sheherazade

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Re: 3 (Mini)jobs: PKV oder GKV?
« Antwort #17 am: 15. März 2019, 13:36:02 »
Warum liest du nicht mal alle Links langsam und gründlich durch?

Ab 451€ ist ein Job sozialversicherungspflichtig. Übst du einen Minijob bis 450€ aus, wird der nicht durch´gelegentliches Überschreiten sozialversicherungspflichtig. Wohingegen mehrere Minijobs, die in Summe diese Grenze überschreiten, sehr wohl sozialversicherungspflichtig werden. Eine selbständige/freiberufliche Tätigkeit zählt nicht dazu.

Mehr Infos gibt es hier

Wenn du in die GKV zurück möchtest, wäre es sinnvoll, einen Job, der dauerhaft über 451€ liegt, anzunehmen, dann kannst du dir auch die Krankenkasse rechtzeitig vorher aussuchen.
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Offline Ottokar

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Re: 3 (Mini)jobs: PKV oder GKV?
« Antwort #18 am: 15. März 2019, 19:02:34 »
Wenn du bei einer Erwerbstätigkeit mehr als 5400 Euro im Jahr verdienst, entsteht automatisch eine Versicherungspflicht in der GKV.
Unabhängig davon, was du sonst noch für Einnahmen hast und ob du ALG II bekommst.
Wenn du also einen Job annimmst, wo du regelmäßig mindestens 451€ im Monat verdienst, entsteht automatisch eine Versicherungspflicht in der GKV und du bis wieder pflichtversichert (und musst eine GKV auswählen, in der du versichert sein willst).
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