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Autor Thema: Kind volljährig, gibt nichts ab  (Gelesen 3529 mal)

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Online Sheherazade

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Re: Kind volljährig, gibt nichts ab
« Antwort #45 am: 25. März 2019, 07:19:18 »
- Unterhalt (entweder vom Vater oder vom Jugendamt)

Unterhalt bekommt sie nicht vom Vater (steht irgendwo weiter vorne) und für UVG ist sie zu alt.
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Offline Turbo

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Re: Kind volljährig, gibt nichts ab
« Antwort #46 am: 25. März 2019, 09:08:42 »
Zitat von: Sheherazade am 25. März 2019, 07:19:18
Unterhalt bekommt sie nicht vom Vater (steht irgendwo weiter vorne) und für UVG ist sie zu alt.
Das kann ich nicht finden, nur dass der Vater immer der Gute sei, aber keine Verantwortung übernimmt.
Auch deswegen habe ich ja nach genaueren Zahlen gefragt.

Zitat von: engelchen am 24. März 2019, 10:58:48
Fortschritte gab es, etwas hat sie mir diesen Monat gegeben, aber eben nicht genug.
Wieviel wäre genug? Ich glaub immer noch nicht, dass die TE selber weiss, wieviel überhaupt wirklich fehlt.

Insofern kann ich die Tochter sogar ein Stück weit verstehen. Nur ein gejammertes "du musst was abgeben" wäre mir in dem Alter wahrscheinlich auch etwas zu wenig gewesen.

Online Sheherazade

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Re: Kind volljährig, gibt nichts ab
« Antwort #47 am: 25. März 2019, 09:15:57 »
Zitat von: Sheherazade am 25. März 2019, 07:19:18
Unterhalt bekommt sie nicht vom Vater (steht irgendwo weiter vorne) und für UVG ist sie zu alt.
Das kann ich nicht finden

Dann habe ich es in einem ihrer anderen Threads gelesen. Das scheinbar durchgängige Problem der TE, das sie ungefiltert an ihre Kinder weitergibt, ist offenbar die fehlende Eigenverantwortung.

Zitat von: Turbo am 25. März 2019, 09:08:42
Nur ein gejammertes "du musst was abgeben" wäre mir in dem Alter wahrscheinlich auch etwas zu wenig gewesen.
Das ist normalerweise allen jungen Menschen argumentativ zu dünn. Deshalb beziehen die meisten Eltern ihre Kinder ab einem gewissen Alter durchaus mit in die finanzielle Haushaltsplanung ein.
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Online nasenspray

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Re: Kind volljährig, gibt nichts ab
« Antwort #48 am: 25. März 2019, 09:22:45 »
Das ist normalerweise allen jungen Menschen argumentativ zu dünn. Deshalb beziehen die meisten Eltern ihre Kinder ab einem gewissen Alter durchaus mit in die finanzielle Haushaltsplanung ein.

Das hab ich auch getan. Als die Älteste ihr FSJ gemacht hat, hat sie ihren Freibetrag behalten und alles andere abgegeben. Ihr war klar, dass sie dafür hier wohnte, lebte, aß und so weiter. Als sie Ferienarbeit machte, konnte sie eine größere Summe behalten, was sie gespart hat.

Sie lebt jetzt in der nächstgrößeren Stadt und macht ihre Ausbildung, erhält Schülerbafög und kommt mit ihrem Geld in einer WG gut zurecht, weil sie es gelernt hat, zu wirtschaften. Dabei war unser Verhältnis gerade kurz vor dem Auszug (mit 20) nicht einfach, aber das Finanzielle war immer klar definiert.
Am sensibelsten reagiert man auf Vorwürfe, die man sich selbst schon gemacht hat. (Robert Lembke)

Online Angie69

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Re: Kind volljährig, gibt nichts ab
« Antwort #49 am: 25. März 2019, 10:29:57 »
Dieses Einbeziehung in die Haushaltsplanung war auch das was ich meinte. Klar abhängig vim. Alter der Geschwister aber das Geld nicht aus Gummi ist kann man seinen Kindern erklären und wenn 350€ (glaub soviel waren es) in der Haushaltskasse fehlen ist das eine Menge Geld die letztlich den Geschwistern irgendwo fehlen werden.

Kläre Ansage sind  wichtig. Die Tochter muss genau wissen welche Summe sie mtl abgeben muss und was passiert wenn sie es nicht macht. Und das muss dann auch durchgezogen werden sonst macht man sich als Eltern unglaubwürdig. Daher vorher überlegen was man tatsächlich bereit ist konsequent durchziehen.


Was ich mich noch frage, kann man eigentlich einfach ein Kind von der BG abmelden? Und dem Jobcenter zb mitteilen sie muss zb bis Tag x ausziehen  wenn sie keinen eigenen Antrag auf Hartz4 stellt und ihren mietanteil zahlt oder ähnliches. Nur interessehalber
„Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist. "

Online Sheherazade

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Re: Kind volljährig, gibt nichts ab
« Antwort #50 am: 25. März 2019, 10:46:44 »
Was ich mich noch frage, kann man eigentlich einfach ein Kind von der BG abmelden? Und dem Jobcenter zb mitteilen sie muss zb bis Tag x ausziehen  wenn sie keinen eigenen Antrag auf Hartz4 stellt und ihren mietanteil zahlt oder ähnliches. Nur interessehalber

Nein, es gibt keine prophylaktische Abmeldung auf möglicherweise eintretende Umstände.
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Online Angie69

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Re: Kind volljährig, gibt nichts ab
« Antwort #51 am: 25. März 2019, 11:32:15 »
Okay danke für die Antwort
„Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist. "

Offline Kraftreiniger

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Re: Kind volljährig, gibt nichts ab
« Antwort #52 am: 25. März 2019, 15:26:47 »
Ihr nimmt euch beide nicht für voll.
Und es gibt keine klare Hierarchie bei euch, sodass es bei Meinungsverschiedenheiten zu einer Padsituatiob kommt, selbst dann, wie in dieser Angelegenheit, die Tochter klar im Unrecht ist.
D.h. bei euch läuft so einiges schief und da muss neben dieser Sache noch mehr in der Vergangenheit schiefgelaufen sein damit es überhaupt soweit kommen konnte, dass ihr beide euch nicht richtig respektiert.
Bei einer Mutter zu ihrem jungen Kind ist das normal, aber das umgekehrt auch das Kind die Mutter nicht für voll nimmt dafür muss es Gründe geben. Das ist vermutlich armutsbedingte Primitivisierung eures Verhältniss. Also in dem Fall das etwas mehr Geld zu haben wichtiger ist als die anderen Familienmitglieder.
Das ist das Problem wenn man mit Hartz4 die Kinder großzieht. Sie sehen in dir kein Vorbild, eher im Gegenteil es ist ihnen vermutlich peinlich das die Eltern so unerfolgreich sind. Und dann wenn man es scheinbar besser macht als die Loosereltern und arbeiten geht soll man auch noch das Geld abdrücken. Und andere Gleichaltrige gehen nicht arbeiten und kriegen noch mehr Geld einfach so von ihren Eltern und Großeltern.
So dürfte es in dem Kopf deiner Tochter aussehen.

Ich bin selbst mit Hartz4 und drunter aufgewachsen. In meiner Schule waren nur Millonäre bis auf mich und paar andere mit perfekten Noten die ohne Vitamin B eine Chance bekommen haben. Ich hab auch immer alles versucht irgendwas dazuzuverdienen weil ich im Vergleich zu den anderen nicht mal ein Hundertstel an finanziellen Zuwendungen bekommen habe von meinen Eltern. Das Ergebnis war ich habe für die Schule nichts getan, bin irgendwie trotzdem immer durchgekommen bis in die Oberstufe. Habe aber irgendwann nachdem ich die Erfahrung gemacht habe, das ich mein Geld von Drecksarbeit nicht mal behalten durfte auch angefangen mit diversen Dingen zu handeln, nicht immer legal, und hatte auch Erfolg damit.
Nur für die Schule habe ich gar keine Zeit investiert und bin dann irgendwann wegen sehr vielen Fehlstunden rausgeflogen.
Das Ergebnis: Anstatt nen Topabi an einer "Eliteschule", hab ich nichts in der Hand und fast keine Karrierechancen mehr.

Also solltest du deiner Tochter mal klarmachen, dass die paar Kröten jetzt sehr unwichtig sind im Vergleich zu dem wenn man den Anschluss verpasst. Und mit der Familie sollte man es sich auch nicht wegen 300€ verscherzen.

Offline Birgit63

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Re: Kind volljährig, gibt nichts ab
« Antwort #53 am: 27. März 2019, 13:39:46 »
Ich finde auch wichtig, dass man den Kindern klar macht, dass man ohne Fleiß nichts erreicht. Unsere Tochter (obwohl kein Hartz IV) ist auch mit 16 neben der Schule jobben gegangen. OK, sie konnte das Geld behalten. Bzw. nur einen Teil. Den anderen Teil hat sie auf ein Sparbuch gezahlt. Das hat sie später für ihren Führerschein genutzt. Wir gehören nicht zu den Eltern, die ihren Kindern alles finanzieren. Wir sind normaler Mittelstand. Auch wir müssen für unser Geld arbeiten und von diesem Geld unser Leben bestreiten. Unser Verdienst ist nicht unser Taschengeld. Das haben wir unserer Tochter mit auf den Weg gegeben. Heute hat sie ihre eigene kleine Familie, kann wunderbar mit Geld umgehen.