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Autor Thema: Drohende Obdachlosigkeit wegen dieser offenen Rechnungen von Nebenkosten  (Gelesen 3273 mal)

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Offline coolio

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OT:
weiss nicht, ob meine Mietgeschichte hier noch zu lesen ist....
Für Härtefall 
Zitat
nicht zumutbar ist.
bräuchts in jedem Fall aber auch entsprechende eigene Bemühungsnachweise
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Offline zugchef werner

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Zitat von: coolio am 27. April 2019, 00:49:06
auch entsprechende eigene Bemühungsnachweise
Ja das auf jeden fall und so was wird vom Richter meist genau geprüft.

Ob er es dem VM auch zumuten kann, den Mieter noch länger dulden zu müssen.
Das sind immer Einzelfallentscheidungen.
Immerhin wird hier ja in das Eigentumsrecht vom VM eingegriffen.

(Deine Mietgeschichte kenne ich aber nicht.)

Offline coolio

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OT:
War auch ne (vorgeschobene) Eigenbedarfskündigung - also leicht andere Baustelle.
Aber auch sowas lässt sich mit Pauken und Posaunen gewinnen.
Durchsetzungswille, Durchsetzungsvermögen und eben: engagierter Anwältin - und selber keine Fehler machen...
---------
Was mir hier noch einfällt:
Eigentlich muss das JC im Falle der Unzuverlässigkeit (die hier nach Deiner Aussage feststeht) Direktleistung an den Vermieter veranlassen!
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Offline zugchef werner

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Zitat von: coolio am 27. April 2019, 01:02:55
Direktleistung an den Vermieter veranlassen!
Ich denke das JC trifft hier keine Schuld, die Wohnung war wohl auch (erheblich) über dem Satz der örtlichen Richtlinie. (schon beim Einzug)

Hier sehe ich keine Chance für den TE, wenn der VM hart bleibt.

Offline coolio

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Zitat von: zugchef werner am 27. April 2019, 01:13:16
trifft hier keine Schuld,
§1: das JC hat immer Schuld
§2: trifft dies einmal nicht zu, tritt automatisch §1 in Kraft!

 :mocking: :lachen:
===========
So ganz sicher bin ich mir aber nicht:
§22 SGB II:
Zitat
(7) Soweit Arbeitslosengeld II für den Bedarf für Unterkunft und Heizung geleistet wird, ist es auf Antrag der leistungsberechtigten Person an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte zu zahlen. Es soll an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte gezahlt werden, wenn die zweckentsprechende Verwendung durch die leistungsberechtigte Person nicht sichergestellt ist. Das ist insbesondere der Fall, wenn
1.
Mietrückstände bestehen, die zu einer außerordentlichen Kündigung des Mietverhältnisses berechtigen,
2.
Energiekostenrückstände bestehen, die zu einer Unterbrechung der Energieversorgung berechtigen,
3.
konkrete Anhaltspunkte für ein krankheits- oder suchtbedingtes Unvermögen der leistungsberechtigten Person bestehen, die Mittel zweckentsprechend zu verwenden, oder
4.
konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die im Schuldnerverzeichnis eingetragene leistungsberechtigte Person die Mittel nicht zweckentsprechend verwendet.
Der kommunale Träger hat die leistungsberechtigte Person über eine Zahlung der Leistungen für die Unterkunft und Heizung an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte schriftlich zu unterrichten.
(8) Sofern Arbeitslosengeld II für den Bedarf für Unterkunft und Heizung erbracht wird, können auch Schulden übernommen werden, soweit dies zur Sicherung der Unterkunft oder zur Behebung einer vergleichbaren Notlage gerechtfertigt ist. Sie sollen übernommen werden, wenn dies gerechtfertigt und notwendig ist und sonst Wohnungslosigkeit einzutreten droht. Vermögen nach § 12 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 ist vorrangig einzusetzen. Geldleistungen sollen als Darlehen erbracht werden.
(9) Geht bei einem Gericht eine Klage auf Räumung von Wohnraum im Falle der Kündigung des Mietverhältnisses nach § 543 Absatz 1, 2 Satz 1 Nummer 3 in Verbindung mit § 569 Absatz 3 des Bürgerlichen Gesetzbuchs ein, teilt das Gericht dem örtlich zuständigen Träger nach diesem Buch oder der von diesem beauftragten Stelle zur Wahrnehmung der in Absatz 8 bestimmten Aufgaben unverzüglich Folgendes mit:
1.
den Tag des Eingangs der Klage,
2.
die Namen und die Anschriften der Parteien,
3.
die Höhe der monatlich zu entrichtenden Miete,
4.
die Höhe des geltend gemachten Mietrückstandes und der geltend gemachten Entschädigung und
5.
den Termin zur mündlichen Verhandlung, sofern dieser bereits bestimmt ist.
Außerdem kann der Tag der Rechtshängigkeit mitgeteilt werden. Die Übermittlung unterbleibt, wenn die Nichtzahlung der Miete nach dem Inhalt der Klageschrift offensichtlich nicht auf Zahlungsunfähigkeit der Mieterin oder des Mieters beruht.
Ich weiss von hier durchaus (ungeliebte) Fälle, in denen Direkt bezahlt wurde und die überständigen Teile vom Regelsatz einbehalten wurden.
... also doch wieder §1...
Die hier scherenn sich um die Wohnung generell nicht - spart ja KDU...
Die TE liefert leider selbst den Vorwand... :schaem:
« Letzte Änderung: 27. April 2019, 01:40:27 von coolio »
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Offline Orakel

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Damit ist die Schuldfrage ja nun doch noch geklärt. Das Jobcenter muss nun zusehen, wie es aus der Nummer wieder raus kommt.
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Online Angie69

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Soweit ich es heraus gelesen habe, ist die KdU angemessen bis auf die 31€ zusätzlich durch die Nebenkostenabrechnung.

Deshalb ist meine persönliche Meinung da soll ein Anwalt für Sozialrecht draufschauen.

So wie ich es kenne wird auch das zuständige Amt für Vermeidung von Wohnungslosigkeit genau drauf schauen ob es sich "lohnt" die Wohnung zu retten. Sprich ob die KdU angemessen ist, ob die TE sie dauerhaft halten kann (falls der VM einlenkt)

Ein Anwalt für Mietrecht kann vielleicht nicht die Wohnung erhalten, aber die Räumung so herauszögern das die TE wenigstens Zeit hat eine neue Wohnung zu finden. Damit wenigstens die drohende Obdachlosigkeit verhindert wird.
Wie schon gesagt ob der VM bereit ist bei Zahlung bin der Räumungsklage abzusehen muss auch noch geklärt werden. Schließlich wurde gegen den Mietvertrag verstoßen und das kann zur fristgerechten Kündigung berechtigen.

Also einfach wird es nicht für die TE. Aber zu sagen zu nichts hilft eh nix ist auch nicht okay.

Bezüglich dokumentieren der Wohnungssuche:
Auf jeden Fall zb aus dem.internet Wohnungsanzeigen ausdrucken und die Wohnungen markieren die angemessen sind. Sind ja meistens nicht wirklich viel. Und dann natürlich dort anrufen oder hinschreiben und auch das erfassen.
Wie hier gesagt wurde sind es Einzelfallentscheidungen und wenn die te nachweisen kann das sie keine Wohnung findet sich aber bemüht kann es durchaus sein, dass sie wenigstens noch in der Wohnung bleiben kann bis sie eine findet. Klar muss dann auch zuverlässig die komplette Miete bezahlt werden. Aber auch dafür braucht es einen Anwalt der versucht so einen Deal auszuhandeln.

Ob die Bemühungen Erfolg haben  :weisnich:
Was erreicht werden kann: wird man sehen.
Aber alles ist besser als sich hinzusetzen und zu warten bis der Gerichtsvollziehr klingelt um  die Wohnung zu räumen.
„Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist. "

Offline NevAda

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Ich denke das JC trifft hier keine Schuld, die Wohnung war wohl auch (erheblich) über dem Satz der örtlichen Richtlinie. (schon beim Einzug)
Ich hatte TE so verstanden, dass die Vermieterin die KdU auf JC-Niveau runtergesetzt hat (daher dann wohl auch die hohen Nachforderungen), das JC das aber trotzdem nicht anerkannt hat wegen fehlender Umzugsgenehmigung.