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Autor Thema: Frage zur Berechnung inkl. Freibeträge  (Gelesen 502 mal)

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Offline Fragender

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Frage zur Berechnung inkl. Freibeträge
« am: 15. Mai 2019, 12:17:59 »
Hi,

ich habe heute einen Rückforderungsbescheid bekommen und sehe, dass alles falsch berechnet wurde, allein schon das Einkommen, nun will ich einmal alles nachrechnen und denen evtl. vorlegen. Beim berechnen hänge ich and en Freibeträgen. Bei einem EInkommen über 1200 oder bei einem Minijob, ist mir die Berechnung klar, aber in meinem Fall stimmt die Berechnung nicht mit online Rechnern über ein:

Bruttoeinkommen job 1:1137,76
Nettoeinkommen job 1: 828,30
EInkommen Minijob: 187,35

Gesamtnetto: 1015,65 (davon habe ich nun die Freibetraäge abgezogen)
-100 Grundfreibetrag
-180 100-1000 (20%)
-1,57 1000-1200 (also 10% von 15,65)
ergibt 1015,65-281,67=734,08

Die Online rechner ergeben alle 721,87. Wo genau liegt mein Rechenfehler?

Offline Sheherazade

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Re: Frage zur Berechnung inkl. Freibeträge
« Antwort #1 am: 15. Mai 2019, 12:24:34 »
Freibeträge werden vom Brutto (beide Jobs zusammen) errechnet und vom Netto (beide Jobs zusammen) abgezogen. Du müsstest also auf 300€ Freibetrag kommen, vorausgesetzt, du hast kein Kind in deinem Haushalt.
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

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Re: Frage zur Berechnung inkl. Freibeträge
« Antwort #2 am: 15. Mai 2019, 12:32:31 »
achso ok, passt dann aber trotzdem nicht mit denonlinerechnern überein.

denn dann: 1015,65-300=715,65 statt 721

Offline Sheherazade

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Re: Frage zur Berechnung inkl. Freibeträge
« Antwort #3 am: 15. Mai 2019, 12:34:22 »
Keine Ahnung, das Ergebnis hängt ja auch immer von der Eingabe ab. Wie rechnet denn das Jobcenter ab im Rückforderungsbescheid?
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Re: Frage zur Berechnung inkl. Freibeträge
« Antwort #4 am: 15. Mai 2019, 12:35:38 »
die ziehen 300 ab, aber die setzen 1800 brutto an, was schon allein quatsch ist, keine ahnung wioe die auf die summen kommen.

Deren Berechnung mit deren zahlen werden auch in Onlinerechnern richtig angegeben. Nur mit meinen echten Zahlen sind die werte anders.

Offline Sheherazade

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Re: Frage zur Berechnung inkl. Freibeträge
« Antwort #5 am: 15. Mai 2019, 12:37:59 »
Das Brutto ist egal, es gibt nicht mehr als 300€ Freibetrag. Entscheidend ist, welches Netto das Jobcenter zugrunde legt.
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Re: Frage zur Berechnung inkl. Freibeträge
« Antwort #6 am: 15. Mai 2019, 13:20:40 »
Dann habe ich jetzt nochmal eine Frage, nachdem ich nun alles nachgerechnet habe:

Und zwar geht es in diesem Bescheid darum, das der letzte Bewilligungszeitraum (10/18-2/19) geprüft wird, da für die Berechnung ein durchschnittliches geschätztes Erwerbseinkommen verwendet wurde. Sowohl Lohn Job 1 als auch lohn Minijob schwankten. Nun hatten wir (BG mit Partner) alle Abrechnungen eingereicht, haben nun 8 Wochen auf Antwort gewartet und erhielten heute dieses Schreiben "Entgültige Festsetzung und Erstattungsanspruch". Trotz Lohnabrechnungen und unterschiedlicher Zuflüsse (Lohn floß immer im Folgemonat ein), haben die jetzt als Einkommensgrundlage ein "tatsächlich mindernd anzurechnendes durchschnittliches Einkommen" von 1751brutto/1327netto für jeden Monat verwendet. DIe FOlge ist eine Erstattungsaufforderung von 170 €.
Wenn ich aber mit den tatsächlichen Zuflüssen rechne (im Oktober ist nämlich ein deutlich geringerer Lohn aus September geflossen, da September, der erste und nur anteilige Erwebsmonat war. der volle Lohn Oktober ist dann erst im November geflossen, usw) dann komme ich aber auf sogar eine Nachzahlung von 3 €.

Kann ich dagegen angehen, oder muss ich akzeptieren, dass sie für die Berechnung durchschnittlche Einkommen verwenden?

Offline Sheherazade

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Re: Frage zur Berechnung inkl. Freibeträge
« Antwort #7 am: 15. Mai 2019, 13:29:29 »
Stimmt denn die Summe der zugeflossenen Einkünfte überein, also kommst du auf das selbe Durchschnittseinkommen, wenn du alle Einkünfte zusammenrechnest und durch die Monate des Bewilligungsbescheides teilst?

Jetzt muss ich aber noch mal fragen: Es hat nur ein BG-Mitglied Hauptjob und Minijob?
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Re: Frage zur Berechnung inkl. Freibeträge
« Antwort #8 am: 15. Mai 2019, 13:32:27 »
Durchschnittsnetto ist bei 1300. und brutto bei 1730. Its halt so, dass Oktober total unterzahlt ist.

ja , beide jobs waren von meiner partnerin.

Offline Sheherazade

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Re: Frage zur Berechnung inkl. Freibeträge
« Antwort #9 am: 15. Mai 2019, 13:37:25 »
Its halt so, dass Oktober total unterzahlt ist.

Dafür muss es ja in den anderen Monaten mehr gegeben haben.
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Re: Frage zur Berechnung inkl. Freibeträge
« Antwort #10 am: 15. Mai 2019, 14:32:39 »
also hier mal meine Berechnung mit den tatsächlichen Daten


Bedarfe   Okt 18   Nov 18   Dez 18   Jan 19   Feb 19
Regelbedarf   748   748   748   764   0
Mehrbedarf   0   0   0   0   0
anerkannte Bedarfe KDU   493,45   493,45   493,45   493,45   0
davon Heizkosten   43   43   43   43   0
Gesamtbedarf   1241,45   1241,45   1241,45   1257,45   0

(bis hier stimmten ihre und meine rechnungen überein)
               
Erwerbseinkommen bezgl. Zufluss               
Bruttoeinkommen Job 1   1137,76   1720,61   1735,36   1578,05   
Nettoeinkommen Job 1   828,3   1238,65   1247,25   1156,38   
Einkommen Minijob   187,35   187,35   166,75   207,95   
Gesamtbrutto   1325,11   1907,96   1902,11   1786   
Gesamtnettoeinkommen   1015,65   1426   1414   1364,33   
Grundfreibetrag   100   100   100   100   
Freibetrag … Nr. 1   180   180   180   180   
Freibetrag … Nr. 2   20   20   20   20   
Gesamtfreibetrag   300   300   300   300   
anzurechnendes Einkommen   715,65   1126   1114   1064,33   
               
 Bedarf    525,8   115,45   127,45   193,12   0
gezahlter Bedarf   235,5   235,5   235,5   129,25   129,25
Nachzuzahlen   290,3   -120,05   -108,05   63,87   -129,25

Ah, der Mittelwert ist aber korrekt, hab die Daten aus Februar nicht mit eingerechnet, weil der Februar komplett zurückgezahlt werden muss, wegen ende der bg. Also erreicht man mit den Mittelwerten die Erstattung von 170 €. Mit den realen Werten läge die Erstattung bei 3 €, was soll ich also tun? 170 € sind für mich viel geld. Oder muss ich die Berechnung mit den Durchschnittswerten akzeptieren, weil sie das Recht dazu haben?
« Letzte Änderung: 15. Mai 2019, 14:48:17 von Fragender »

Offline Sheherazade

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Re: Frage zur Berechnung inkl. Freibeträge
« Antwort #11 am: 15. Mai 2019, 14:57:07 »
Wenn der Bedarf im (vorläufigen) Bewilligungsbescheid mit Durchschnittseinkommen errechnet wurde, wird auch der abschließende Bescheid mit Durchschnittswerten berechnet. Rosinen rauspicken ist nicht.
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Re: Frage zur Berechnung inkl. Freibeträge
« Antwort #12 am: 15. Mai 2019, 15:06:32 »
OK, also muss ich damit leben. hab mir ja nicht ausgesucht, dass mit durschnittseinkommen gerechnet wird, das haben die ja entschieden. ich kann ja vor der lohnabrechnung nciht wissen, was es gibt...

Offline Sheherazade

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Re: Frage zur Berechnung inkl. Freibeträge
« Antwort #13 am: 15. Mai 2019, 15:10:57 »
Du siehst nur den Oktober. Es muss in einigen anderen Monaten mehr als das durchschnittlich zu Grunde gelegte Einkommen gegeben haben. Damit hättest du für die Monate auch mehr zurückzuzahlen.
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Re: Frage zur Berechnung inkl. Freibeträge
« Antwort #14 am: 15. Mai 2019, 15:23:03 »
Ja, nimm es mir bitte nicht übel, aber ich verstehe die Gerechtigkeit dahinter nicht. In Summe (siehe meine Berechnung) haben wir in einigen Monaten mehr Brutto gehabt und in anderen weniger, tatsächlich gleichen sich Überzahlungen und Unterzahlungen aus, was mit dem Mittelwert aber eben nicht passiert. Ich finde nicht dass da Rosinen gepickt werden, sondern ich will tatsächliche Überzahlungen zurückzahlen und tatsächlich Unterzahlungen nachgezahlt bekommen, das sehe ich als gerecht an. Im Endeffekt zahle ich etwas zurück, was mir zusteht.
Wenn das Recht es so vorsieht, muss ich das sicher akzeptieren und zahlen, aber gerecht finde ich persönlich es nicht.