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Autor Thema: Arbeitgeber bespricht nach Vorstellungsgespräch probearbeit mit JC  (Gelesen 922 mal)

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Offline Bambi

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Hallo

Eine Freundin hatte ein Vorstellungsgespräch mit einen potentiellen AG im gespräch ergab sich auf Grund fehlenden Hortplatz das vorerst kein AV zu stande kommt.

CA 1 Woche später gestern rief ihre AV sie an und meinte sie hat eine probearbeit die sie dort machen soll für 1 Woche. Wovon sie nicht einmal was wusste und dies auch nicht im Gespräch erwähnt worden war.

Ist diese ganze Sache rechtens?
Wie sieht es mit Datenschutz aus und der Privatsphäre was das Vorstellungsgespräch an geht darf der AG das so weiter targen an das JC was in dem Gespräch so alles gesprochen wurde?

Offline Fettnäpfchen

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Nein eigentl. nicht.
Zitat von: Bambi am 22. Mai 2019, 15:48:00
CA 1 Woche später gestern rief ihre AV sie an und meinte sie hat eine probearbeit die sie dort machen soll für 1 Woche. Wovon sie nicht einmal was wusste und dies auch nicht im Gespräch erwähnt worden war.
wie will sie damit umgehen?

MfG FN
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Offline crazy

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Wenn der AG eine Rückmeldung geben sollte wäre das OK. Schließlich heißt AV Arbeitsvermittler und er muss das Ergebnis eines Vermittlungsversuches natürlich erhalten.
Aber: Selbstverständlich muss der AG den Bewerber selbst kontaktieren und ihn informieren.
AG bucht sich einen Sklaven übers Jobcenter und dieser muss springen geht nicht.
Ist ja super,wenn der AG vielleicht bezüglich AZ ein anderes Angebot hat was dem Bewerber entgegenkommt,nur sollte dies dann dem Bewerber auch vom pot. AG mitgeteilt werden. AV stellt lediglich Kontakte her ,alles andere regeln die ggf Vertragspartner untereinander.

Offline oskar

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Und das Praktikum darf ausschließlich vom Leistungsempfänger beantragt werden ?

Offline Bambi

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Sie hat Donnerstag einen Termin damit das Versicherungs technische erledigt werden soll.
Für die 1 Woche probearbeit.
Wie gesagt der AG hat nicht sie kontaktiert sondern den AV.

Offline oskar

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Bambi, ich kann zu diesem Fall nichts verwertbares finden. Vielleicht weiß ein anderer mehr.
Evtl. ist relevant, ob ein Vermittlungsvorschlag voran ging.
Bei dem Termin wird wohl ein Bildungsgutschein oder eine Praktikumsmaßnahme ausgestellt.

Offline Hexe

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Zitat von: Bambi am 22. Mai 2019, 15:48:00
Eine Freundin hatte ein Vorstellungsgespräch mit einen potentiellen AG im gespräch ergab sich auf Grund fehlenden Hortplatz das vorerst kein AV zu stande kommt.

Kein Arbeitsvertrag, aber Probearbeiten. Wo bleibt das Kind in der Zeit ?
LG Hexe
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Offline crazy

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Da geht nur noch mal den pot AG kontaktieren wenn der sich von selbst nicht meldet und mit ihm eventuelle Details absprechen. Wozu Probearbeit wenn der Arbeitsplatz sich im Angebot nicht ändert hat?

Offline zugchef werner

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Wenn das so war, ist das vom AG absolut daneben.

Frage ihn mal ob es wirklich so gewesen ist oder sich deine SB das nur selbst ausgedacht hat.
Wenn es von ihm kam soll er auch Erklären warum es den Job erst mal nicht gibt, aber "Gratis" Arbeiten dann doch gehen soll.

Ansonsten, wenn die Betreuung nicht gewährleistetet wird, dann geht weder der Job noch Probearbeiten.


Sie sollte besser auch die Tel. Nr. beim JC löschen lassen, ausser sie möchte öfter solche Angebote vom JC per Telefon haben.

Offline Beluga2

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Eine Freundin hatte ein Vorstellungsgespräch mit einen potentiellen AG [=Arbeitgeber] im gespräch ergab sich auf Grund fehlenden Hortplatz das vorerst kein AV [=Arbeitsvertrag] zu stande kommt.


Wie sieht es mit Datenschutz aus und der Privatsphäre was das Vorstellungsgespräch an geht darf der AG das so weiter targen an das JC was in dem Gespräch so alles gesprochen wurde?
Um das Problem: „fehlender Hortplatz“ anzugehen:
Der Arbeitgeber muss (für seine Arbeitnehmer) über seine Steuer
jeden einzelnen Betreuungsplatz für deren Kinder bezahlen.
So darf ein Arbeitgeber sich schon dafür interessieren,
warum im Fall Deiner „Freundin“ ihrem Kind vorgeblich kein „Hortplatz“ zur Verfügung steht.


CA 1 Woche später gestern rief ihre AV [=Arbeitsvermittlerin] sie an und meinte sie hat eine probearbeit die sie dort machen soll für 1 Woche.

Ratgeber, Beispielschreiben, Formulare, Weisungen, Urteile:
Ratgeber /
Probearbeit: Was muss man beachten (Link: https://hartz.info/index.php?topic=53354.0 )

Offline crazy

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Letzteres sollte man mal unsere Regierung fragen. Es gibt ein Recht auf einen Kita Platz ab 12 Monate alt- und zwar so wie die Eltern es benötigen, um ihrer Berufstätigkeit nachzugehen. Mit ca 6 Jahren kommt das Kind in die Grundschule und ab da ist dann Schluss mit Lustig. Es gibt kein Recht auf Ganztagschule und zusätzlicher Betreuung, so wie es das Kind benötigt wenn die Eltern berufstätig sind. Eigentlich müsste  es umgekehrt sein. Wir haben drei Jahre Erziehungszeit, es ist also notwendig ein Recht auf Kita ab dem dritten Geburtstag zu haben, welcher dann in ein Recht auf Ganztagschule wenigstens in der Zeit von 7:30 Uhr bis 17 Uhr eine Betreuung gewährleistet- im Sinne der Vorgaben einer Ganztagschule wäre dies mit normalem Regelunterricht und zusätzlichen Angeboten in Form von AG , freiem Spiel mit Aufsicht und Arbeitsphasen, um den Lernstoff zu vertiefen und selbst zu erarbeiten zu gewährleisten. Dies ginge dann mindestens bis Ende der Grundschulzeit eher wohl bis zum ende der 7. Klasse. Die Antwort auf meine Frage an einen Rektor, warum die Ganztagschule ihren Auftrag nicht erfüllt: Es gibt nicht ausreichend Lehrer, die noch nach 13 Uhr bereit sind zu arbeiten- sie hätten schließlich auch Kinder und ein Privatleben. Daher gibt es planmäßig nicht mal die Mindestanforderung von zwei mal Pflichtunterricht und zwei mal AG im Nachmittagsbereich. Zum Glück ist meiner mit seinen 14 Jahren jetzt auch schon mal in der Lage eine Stunde allein zu hause zu überbrücken, schließlich kann man nicht alle halbe Jahre seine Arbeitszeiten verlegen und stets und ständig auf Abruf eher den Arbeitsplatz verlassen oder später kommen.

Offline Birgit63

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Als meine Tochter in die Grundschule kam und wir bei ihrem Kindergarten einen Antrag auf einen Hortplatz gestellt haben, hieß es: "Tut uns leid, wir dürfen die Hortplätze nur an (damals) Sozialhilfeempfänger oder an Alleinerziehende vergeben". Ok, Alleinerziehende konnte ich noch nachvollziehen und hatte Verständnis dafür. Aber Sozialhifleempfänger, wo beide Elternteile zu Hause sind. Das habe ich nicht verstanden. Wir mussten beide arbeiten gehen, damit wir eben nicht auf Sozialhilfe angewiesen waren. Das Ende vom Lied. Unsere Tochter war ein sogenanntes Schlüsselkind. Es gab weder die verlässliche Grundschule (bis 13.30 Uhr) noch die Ganztagsschule. Meine Tochter war nach der Schule bis 14.30 Uhr alleine. Hat ihr aber nicht geschadet. Sie wurde schnell selbständig. Und war trotzdem eine sehr gute Schülerin.

Offline Ottokar

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Um das Problem: „fehlender Hortplatz“ anzugehen:
Der Arbeitgeber muss (für seine Arbeitnehmer) über seine Steuer
jeden einzelnen Betreuungsplatz für deren Kinder bezahlen.
Wo hast du denn dieses eklatante Falschwissen her?

Kinderbetreuung ist Ländersache, d.h. jede Kommune ist dafür selbst verantwortlich.
Die Kosten für die Kinderbetreuung zahlen die Eltern. Wie hoch die sind, legte jede Kommune selbst fest.
Eltern mit geringem Einkommen erhalten Hilfen vom Jugendamt. Dort werden, unter Anrechnung des Einkommens, die Betreuungskosten teilweise bis vollständig erstattet. Die Essenskosten müssen die Eltern aber weiterhin selbst zahlen.
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Offline Sheherazade

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Wo hast du denn dieses eklatante Falschwissen her?

Ich nehme an, der Beitrag zielte auf die Gewerbesteuer als kommunale Abgabe ab.
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

Offline Ottokar

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Selbst wenn die Kommune die Gewerbesteuer zur Finanzierung der KiTa-Kosten verwendet, lässt sich daraus beim besten Willen kein Auskunftsanspruch eines Gewerbesteuerpflichtigen gegenüber einem Elternteil mit einem Kind im KiTa-fähigen Alter herleiten.
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