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Autor Thema: Endlich Arbeitsvertrag.Darf JC Kopie verlangen?Werde zudem weiterhin schikaniert  (Gelesen 762 mal)

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Offline Silentangel

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Hallo :)
Ich bin eine alleinerziehende Mama und beziehe momentan noch Alg2. Nun habe ich endlich nach langer Suche einen Arbeitsvertrag in einem grossen Konzern bekommen , der sich perfekt mit meinem Kind vereinbaren lässt. Mein Beginn ist zum 01.09.2019 und danach bin ich aus Alg2 endlich raus und möchte mit dem Jobcenter auch nichts mehr zu tun haben .
Nun ist so ich habe seit ein paar Wochen eine SB die mich echt sehr schikaniert, was mich psychisch echt schon belastet. Meine Tochter ist fast 8 Jahre alt, entwicklungsverzögert, geht auf eine Förderschule für geistig Behinderte . Meine SB wollte tatsächlich dass ich sie morgens alleine lasse und sie soll sich alleine wecken , alleine richten und alleine dann zum Bus laufen , damit ich jeden Job annehmen kann . Schon das ist ein absolutes Unding , selbst die Pädagogen von meiner Tochter haben nur mit dem Kopf geschüttelt,  meine Tochter kann sich nichtmal die Jacke zumachen (motorisch ) .
Auch wollte sie mich dauernd zwingen eine Tagesmutter zu nehmen , was ich ablehnte. Dafür hab ich persönliche Gründe.

Nun ja nun konnte ich ihr endlich mitteilen, dass ich einen Job habe und den Arbeitsvertrag unterschrieben habe , der Beginn ist zum 1. September . Statt sich mit mir zu freuen , meinte sie warum das erst in knapp über 2 Monaten sei und so gehe das nicht und sie wird dafür sorgen dass ich in der Zwischenzeit gefälligst was arbeite . Da die Sommerferien bald kommen und ich niemanden zur Betreuung habe handelt es sich also um 5 Wochen ;) . Nun soll ich nächste Woche zu ihr zum Jobcenter kommen und sie hätte mir wahrscheinlich schon einen 1. Euro Job den ich bis zu meinem Arbeitsbeginn antreten soll. Und sie möchte eine Kopie von meinem Arbeitsvertrag .

Also in meinem Arbeitsvertrag steht klar und deutlich, dass ich ihn nicht an Dritte weiterleiten darf und ich musste auch extra was zum Datenschutz unterschreiben. Das reicht doch sicherlich wenn ich ihn nur zeige oder ?
Darf sie das denn überhaupt verlangen ?
Vor allem darf sie nun wirklich auch verlangen dass ich bis dahin nun einen 1 Euro Job annehmen muss ,obwohl ich mir so den Arsch aufgerissen habe um endlich nen Job zu bekommen und dann auch endlich vom Hartz4 weg bin .
Für mich ist das reine Schikane sonst nichts . Und ich muss dazu sagen , ich bin keine Langzeitarbeitsslose . Ich habe nach der Schule sofort Ausbildung gemacht und 13 Jahre bis zu meiner Schwangerschaft in dem Betrieb gearbeitet . War 3 Jahre in Elternzeit und seit 4 Jahren beziehe ich Alg2.

Ich bekomme quasi nun nur noch 2 Monate Alg2 und danach sehen die mich hoffentlich nie wieder , wieso will man es mir jetzt noch so schwer machen . Ich werde jedenfalls keinen 1 Euro Job antreten für die Wochen .

Offline coolio

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Mit dem JOB bist Du bereits auf dem ersten Arbeitsmarkt eingegliedert - nix Maßnahme zur Eingliederung - Ende Gelände.
Arbeitsvertrag ist hier aufgrund Verschwiegenklausel unzulässig - war nur mündlich von der SB?
Pass auf, daß sie Dir den Job nicht kaputt machen kann! (also nix AV! und so wenig Daten wie möglich)

Welche Dokumente & Nachweise darf das JobCenter fordern?
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Offline Silentangel

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Danke :)
Ja dass sie den Arbeitsvertrag zugeschickt bekommen möchte , teilte sie mir am Telefon mit , habe dazu nichts schriftlich .

Offline kaykaiser

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Ja dass sie den Arbeitsvertrag zugeschickt bekommen möchte , teilte sie mir am Telefon mit , habe dazu nichts schriftlich

Was die Tante möchte, ist die eine Sache. Was die Tante darf, eine andere. Die SB hat lediglich das Recht, eine Einstellungsbestätigung, so wie später den Kontoauszug über Deinen ersten Lohneingang/Arbeitsbescheinigung vom AG von Dir zu verlangen. Sonst nix. Arbeitsverträge sind selbst nach dem SGB nicht vorzulegen. Eine Verletzung der Mitwirkungspflicht zieht hier also nicht. Diese Aufforderung möchte die unwissende Dame Dir schriftlich mit der gesetzl. Begründung zuschicken. Das kann sie aber nicht, weil es kein Gesetz gibt, wonach sie ein Recht daraus ableiten könnte.  :grins:

Arbeitsverträge unterliegen dem Datenschutz und sind persönliche Dokumente, die das JC nichts anzugehen hat. Somit können Lohneingänge (die ja leistungsrelevant sind) auch anderweitig nachgewiesen werden. Außerdem ist die Weitergabe an Dritte nur mit ausdrücklicher und schriftlicher Einwilligung des Arbeitgebers erlaubt, da es auch sein geistiges Eigentum ist und sogar Betriebsgeheimnisse beinhalten könnte.
« Letzte Änderung: 12. Juni 2019, 22:52:53 von kaykaiser »
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Ich habe nichts gegen Kritiker. Ich komme aus Ironien, das liegt direkt an der sarkastischen Grenze.

Offline coolio

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und wovon träumt die SB nachts???? Spricht die im Schlaf?
Sperr die Nummer!
Telefon gilt eh nix, oder kannst Du Dich erinnern   :lol:
Per Post versenden?????????? :lol:
Nochmal die Warnung:  Es kommt garnichtmal so selten vor, daß solche Geister einen Arbeitsplatz  stören oder gar verhindern!
Die Extremfälle haben sogar Angst um den eigenen Arbeitsplatz, wenn die "Kunden" wegbrechen.
Manche sind aber auch einfach aus Prinzip so dämlich.
Das sind dann die, die erstmal die Leistung einstellen.
Eigentlich hast Du den Job viel zu früh mitgeteilt!
Die tatsächliche (mitteilungpflichtige) Änderung tritt erst mit Arbeitsaufnahme ein!
« Letzte Änderung: 12. Juni 2019, 23:15:34 von coolio »
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Offline kaykaiser

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@coolio

Genau so ist es. Den Rest kann die TE ja aus Deinem Link klar und deutlich entnehmen...
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Offline Sheherazade

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Ja dass sie den Arbeitsvertrag zugeschickt bekommen möchte , teilte sie mir am Telefon mit , habe dazu nichts schriftlich .

Das wirst du jetzt einfach vergessen, am besten das ganze Telefonat. Hast du einen Termin bekommen für nächste Woche oder war das nur so dahingesagt von ihr, dass du nächste Wochen kommen sollst? Wie lange geht dein Bewilligungszeitraum?
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

Offline Ottokar

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Um das nochmal klarzustellen:
- Arbeitsvertrag
vorlegen: ja
kopieren: nein (Datenschutzverstoß)

- 1€ Job (AGH)
Voraussetzung für die Zuweisung einer AGH ist, dass eine Eingliederung in absehbarer Zeit nicht möglich sein wird (§ 16d Abs. 5 SGB II).
Zudem muss die AGH zur Erhaltung oder Wiedererlangung der Beschäftigungsfähigkeit für die Eingliederung in Arbeit erforderlich sein (§ 16d Abs. 1 SGB II).
Da hier bereits ein AV besteht, eine Eingliederung somit bereits erfolgt ist, liegen die Voraussetzungen für eine AGH nicht vor. Eine Zuweisung wäre aus diesen Gründen rechtswidrig.
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