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Autor Thema: Nebenkostenabrechnung  (Gelesen 807 mal)

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Offline abc

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Nebenkostenabrechnung
« am: 13. Juni 2019, 20:03:53 »
wir wollen eine Wohnung vermieten und haben diese für 420 Euro kalt und 550 Euro warm annonciert.
Wir haben eine Interessentin mit Kind. Leider haben wir noch keine Erfahrung mit Sozialleistungen.
Sie sagt sie dürfe bis 450 Euro kalt und 100 Euro Nebenkosten eine Wohnung anmieten.
In der Summe passt dies ja, doch bei den Nebenkosten können wir nicht runter gehen da schon bisher 120 Euro Nebenkosten zu zweit anfielen.
Gibt es hier Gestaltungsräume mit der Kaltmiete hoch (und Vermieter verzichtet auf Nebenkosten).
Oder akzeptiert das das Amt wenn die Nebenkosten bei 130 EUro anstatt den vorgegebenen 100 Euro liegen?




Offline coolio

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Re: Nebenkostenabrechnung
« Antwort #1 am: 13. Juni 2019, 20:16:24 »
Zitat
Sie sagt sie dürfe bis 450 Euro kalt und 100 Euro Nebenkosten eine Wohnung anmieten.
Irgendwie fehlt hier die Zuordnung der 3 Mietteile:
Kaltmiete, kalte Nebenkosten, warme Nebenkosten.
Die Angemessenheitsgrenzen  beziehen sich meist auf die Nettokaltmiete. (Basismiete+kalte Nebenkosten)
Du kannst mal selbst hier nachlesen für Euren Bereich:
Örtliche Richtlinien bei Harald Thome
Wie Ihr als Vermieter die 3 Bestandteile anordnet ist Euer freies Ermessen (soweit plausibel).

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Offline Fettnäpfchen

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Re: Nebenkostenabrechnung
« Antwort #2 am: 14. Juni 2019, 17:33:01 »
abc

Könnt Ihr noch zusätzlich etwas aufdröseln weil irgendwie erscheint es mir wichtig:
Zitat von: abc am 13. Juni 2019, 20:03:53
wir wollen eine Wohnung vermieten und haben diese für 420 Euro kalt und 550 Euro warm annonciert.
Hier frage ich mich ob mit Warm mit Heizung gemeint ist und daher natürlich auch ob mit 420 Euro mit NK oder ohne NK sind. Das macht einen großen Unterschied, nachzulesen in der von coolio verlinkten Richtlinie falls euer Ort überhaupt gelistet ist. Ansonsten müsste man bei der Stadt oder dem JC nachfragen und da stimmen die Angaben auch nicht immer im Bezug auf die Rechtmäßigkeit eines schlüssigen Konzeptes und das noch die HK oben drauf kommen wird gerne mal verschwiegen.

Wir haben eine Interessentin mit Kind. Leider haben wir noch keine Erfahrung mit Sozialleistungen.
Sie sagt sie dürfe bis 450 Euro kalt und 100 Euro Nebenkosten eine Wohnung anmieten.
Das wäre jetzt ein Beispiel das noch die HK obendrauf kommen. Leider kann es sein das die Angaben aus welchen Gründen auch immer nicht stimmen.
Zusätzlich:
Wenn Ihr Fragen habt immer nachfragen und nicht von der Komplexität abschrecken lassen.

MfG FN
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Offline SantanaAbraxas

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Re: Nebenkostenabrechnung
« Antwort #3 am: 14. Juni 2019, 18:16:56 »
Zitat von: coolio am 13. Juni 2019, 20:16:24
Die Angemessenheitsgrenzen  beziehen sich meist auf die Nettokaltmiete. (Basismiete+kalte Nebenkosten)

Grundmiete + Nebenkosten kalt = Bruttokaltmiete.

Online crazy

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Re: Nebenkostenabrechnung
« Antwort #4 am: 14. Juni 2019, 19:51:54 »
Sehr unglücklich wenn man als Vermieter keine Ahnung von den Basics hat. Wie wollt ihr dann einen rechtssicheren Mietvertrag,ordentliche Abrechnung etc bewerkstelligen?
Warm wäre inklusive Heizung und Warmwasser.
Je nachdem was ihr da wie vermietet wäre Betriebskostenverordnung und Heizkostenverordnung zu beachten.
Meist isr als Mietgrenze die Miete inklusive Vorauszahlung im SGB 2 genannt  . Rechnet ihr mit 120 Euro Vorauszahlung BK wäre dann die für eure Tasche gedachte Miete entsprechend anzupassen. BK Vorauszahlung ,davon habt ihr nichts,denn diese Kosten zahlt ihr ja an Versorger,Versicherung,Grundsteuer etc

Offline JoJo

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Re: Nebenkostenabrechnung
« Antwort #5 am: 15. Juni 2019, 08:51:00 »
Gibt es im Haus eine Zentralheizung und eine zentrale Warmwasseraufbereitung? Die Heizkosten, sollten diese über die Heiz- und Betriebskostenabrechnung umgelegt werden, sollten Sie separat zu den kalten Betirebskosten (Grundsteuer, Haftpflicht, Müllentsorgung, etc.) ausweisen.

Ein Vermieter sollte bei aller Rücksicht auf weniger betuchte Menschen jedoch den Mietzins nicht derart unter den ortsüblichen Mietzins drücken, dass ihm keinerlei Spielraum mehr für etwaige Rücklagen zur Instandhaltung oder Modernisierung bleibt. Die gesetzlichen Vorgaben können immer mal wieder angepasst und Vermieter in die Pflicht genommen werden. Hierfür sind Rücklagen schlicht unumgänglich.

Ansonsten dient ein Blick in die Vorgaben des örtlichen JobCenters, um die geduldeten Mietgrenzen in Erfahrung zu bringen.